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Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von basser1989 10.08.07 - 16:28 Uhr

Hallo an alle hier im Forum!
Ich habe sehr große Sorgen. Meine Freundin ist momentan in einer Psychiatrie. Sie wird wegen ihrer Vergangenheit behandelt, wegen der sich in ihr eine Emetophobie (Angst gegen das erbrechen) gebildet hat. Jetzt ging das mittlerweile schon so weit, dass sie sich mit ihrer Mutter, die unter Depressionen dauernd leidet und sich öfters umbringen will, sehr oft streitet und dabei auch handgreiflichkeiten ausgetauscht werden. Sie hat diese Phobie schon seit einem Jahr, und sucht seit Februar nach einer Klinik die sie nimmt. Nun ist sie seit dem 5.7.07 in dieser Psychiatrie und leidet dort sehr, ist ja klar, viele sagten so eine Therapie soll die Hölle für die Person sein, die sie durchleidet. Ich liebe sie wirklich sehr, wie niemanden anders zuvor und ich gebe alles für sie, und habe sie jetzt schon über einen Monat nicht mehr gesehen. Ich telefoniere öfters mit ihrem Vater, um zu erfahren wie es ihr geht, denn sie ist nur noch aggressiv in letzter zeit, auch mir gegenüber und es tut einfach nur weh. Wir haben nie etwas negatives zusammmen erlebt und hatten nur spass, darum kann ich mir nicht vorstellen, dass sie mich auf einmal nicht mehr lieben sollte, doch die Angst ist einfach unglaublich. Ich traue mich nicht mehr, sie anzuschreiben bei Icq, anzurufen oder sonstigen Kontakt mit ihr aufzunehmen aus Angst vor einer aggressiven Reaktion. Ich hab ihr geschrieben, dass ich sie in Ruhe lasse, und immmer für sie da bin wenn sie mcih bracuht. Doch sie hat sich seit über 2 Wochen nicht mehr gemeldet, dabei sagte ihr Vater es ginge ihr schon besser und er sei sich zeimlich sicher, dass sie sich in nächster Zeit meldet. Ich kann das alles einfach nciht einschätzen! Ist hier vielleicht jemand, der psychologisches Wissen hat und mir sagen kann, was genau in so einer Therapie passiert und wie das einzuschätzen habe? Viele Freunde sagten, sie könnten nicht so stark sein wie ich und trotz all der Umstände und Geschehnisse trotzdem noch zu ihr stehen, doch ich liebe sie über alles. Nur merke ich, dass die Sehnsucht mich langsam aber sicher zeimlich kaputt macht, sowohl körperlich als auch menthal.

Bitte um Hilfe und Tips, wie ich vielleicht mit der Situation besser umgehen kann.

Vielen Dank!
David

Beitrag von lucie_neu 10.08.07 - 17:09 Uhr

Eine psychiatrische Behandlung schließt auch immer eine Aufarbeitung des gesamten Lebens von der Kindheit bis zu einer derzeitigen vorhandenen Partnerschaft mit ein.

Normalerweise wäre es auch angebracht, wenn sie zu ihren Eltern in der Zeit keinen Kontakt hätte.


Lass ihr Zeit.

Beitrag von strassendrache 10.08.07 - 17:44 Uhr

Du machst es schon richtig so....gerade zu viel Kontakt in so einer Situation ist oftmals eher schlecht da der/diejenige in der Zeit so mit sich selbst beschäftigt ist, dass alles andere nur ablenken würde oder sogar als störend empfunden wird.

Sobald sie innerlich wieder gefestigt ist wird sie schon auf Dich zukommen.

Ein Anruf aber kann nicht schaden.....so hörst Du wenigstens mal ihre Stimme....und auch sie merkt dass Du Dich um sie sorgst.....vielleicht rennst Du ins offene Messer, aber damit musst Du dann umgehen können....nicht Du bist dann gemeint, sondern die Situation an sich....also locker bleiben.

Was genau in so einer Therapie passiert ist sehr unterschiedlich....standartisiert aber wird versucht herauszufinden was der Trigger....also der Auslöser der jeweiligen Phobie ist. Ist das erkannt wird versucht mittels vorsichtiger Konfrontation die Phobie zu schwächen oder im Idealfall gänzlich abzubauen.

Hört sich simpel an, ist es aber ganz und gar nicht.

Je nach behandelndem Arzt /Institution variieren Behandlungsmethoden und Gabe von Medikamenten so dass man das nicht pauschalisieren kann....besonders da der menschliche Verstand kein Toaster ist, bei dem jedes Gerät nach dem gleichen Muster repariert werden kann, sollte ein Defekt auftreten.

Beitrag von lorelai84 10.08.07 - 19:14 Uhr

Hallo,

das was sie da durch macht ist die hölle! ich spreche aus eigener erfahrung. ich war auch in einer klinik, für vier wochen. nicht nur die therapien und somit die dinge die man dort mit sich selbst durchmacht sind hart sondern es ist auch wirklich schockierend und schrecklich all die anderen teilweise sehr extrem traurigen schicksale mitzubekommen!

ich durfte aber besucht werden und das habe ich auch gebraucht, ich brauchte ein bisschen alltag um mit der ganzen situation zurecht zu kommen, ich brauchte meine freunde um nicht depressiv zu werden. will sie keinen besuch oder darf sie keinen bekommen?

was sie jetzt braucht ist verständnis!
wenn ich mich in sie reinversetze wäre ich mehr als enttäuscht wenn mein freund sich nicht bei mir meldet und sagt er würde mich in ruhe lassen und ICH solle mich melden...
ICH bin doch die, die das alles durchmacht...
ICH brauche zuwendung
ICH bin völlig fertig, da muss man doch verstehen wenn ich manchmal genervt und agressiv reagiere
denn wem es nicht so geht wie mir und wer nicht das gleiche durchmacht, der wird NIE verstehen können wie ich mich fühle, auch nicht wenn ich es 1000 mal versuche zu erklären!

vielleicht denkt deine freundin genauso! ich würde nämlich denken, dass du es dir ganz schön leicht machst einfach mich den nächsten schritt machen zu lassen obwohl ich jetzt nichts mehr als unterstützung und zuwendung bräuchte!
(das ist jetzt kein angriff, ich habe in deinem posting gelesen, dass du es dir nicht leicht machst, sondern dir sorgen machst)

ruf sie an! und wenn sie wieder agressiv wird, dann schiebe das auf ihre situation, sie brauch irgendein ventil um ihre wut und frustration raus zu lassen.... bestimmt bist du nicht gerade die beste wahl dafür, aber sie kann sich wahrscheinlich nicht auch noch einen kopf darum machen ob sie dich mies behandelt, denn momentan hat sie das gefühl, die ganze welt sei gegen sie!

lass ihr zeit und sei für sie da! zeig ihr das du für sie da bist und lass sie nicht alleine....sie muss gerade durch die hölle und wenn du sie liebst und mit ihr zusammen sein willst, dann geh mit ihr gemeinsam!

liebe grüße
lore deren freund das gleiche mit ihr durchmachen musste!

Beitrag von basser1989 11.08.07 - 09:07 Uhr

Ja dankeschön, das hilft mir sehr!
Also in der Woche darf sie keinen Besuch haben, und am Wochenende soll sie nach Hause, um besonders mit den ganzen Auseinandersetzungen mit der Mutter klar zu kommen, denn zu Hause gehts ihr immer schlecht.
Dass sie die Hölle durchmacht ist klar, nur kann ich es so verdammt schlecht einschätzen, aber dass was ihr geschrieben habt finde ich verständlich und ich werde sie an diesem Wochenende mal anrufen, glaube ich. Besonders das, was lorelai84 sagte hat mir die Augen geöffnet, vielen Dank!