Ich kann nicht mehr und will bald auch nicht mehr...

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Beitrag von baffie.k.77 10.08.07 - 21:21 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Eigentlich weiß ich gar nicht so genau wo ich bei meinem Frust anfangen soll.

Seit dem 02.08. sind mein Sohn und ich nicht mehr krankenversichert. Ich bekomme nur Elterngeld, Kindergeld und Unterhaltsvorschuß.

Zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig...

Davon soll ich 530 Euro Krankenkasse zahlen. Weil ich Beamte auf Zeit war (Bundeswehr) musste ich mich bei einer privaten Krankenkasse versichern. Habe Beihilfe bekommen und musste deshalb eine Restkostenversicherung abschließen. Jetzt muss ich halt 100 % zahlen und weiß nicht wovon. Mein Elterngeld ist auch noch nicht überwiesen.
Es gab ein Auslegungsproblem.

Nur sitze ich hier, fix und fertig und nur noch am heulen, und weiß einfach nicht weiter. Das Arbeitsamt will mich nicht weil ich keine Betreuung habe und die Arge interessiert sich auch nicht wirklich.
Schließlich habe ich ja genug Geld. Klar, es ist nicht wenig (knapp 1200 Euro), aber mit Miete und Krankenkasse komme ich nicht über die Runden.

Es haben sich schon so viele eingeschaltet um mir zu helfen. Aber nix...

Nächste Woche muss mein Sohn zur U4 und ich zum Orthopäden (Knieprobleme seit der Entbindung; laufen wird von Tag zu Tag schlimmer). Jetzt muss ich alle Termine bis auf weiteres absagen.

Ich weiß wirklich nicht wie es jetzt weiter gehen soll. Der KV interessiert sich null für seinen Sohn. Bis heute hat er nicht mal reagiert.

Mein Sohn hat heute mal wieder einen absoluten Schreitag. Normal geht er zwischen 20 und 21 Uhr schlafen und schläft ohne Probleme ein und gute 12 Std durch. Heute ist er aber wirklich nur am schreien.

Ich kann nicht mehr. Ich weiß auch nicht wie lange es dauert bis ich explodiere. Der Kleine kann ja nichts dazu, ich weiß.
Aber meine Nerven liegen blank...

Gibt´s vielleicht jemanden der mir noch einen Tipp geben kann?

Es kann doch nicht sein, dass man in Deutschland als Mutter ohne Geld und Krankenversicherung ist!?

LG Baffie

Beitrag von maren79 10.08.07 - 21:25 Uhr

Ich bin auch Beamtin auf Widerruf (Referdarin). Bist du denn jetzt in der Elternzeit nicht mehr verbeamtet, das verstehe ich nicht ganz...#kratz ??

Falls nicht, hast du Anspruch auf Übernahme in die gesetzliche KK.

LG Maren

Beitrag von baffie.k.77 10.08.07 - 21:38 Uhr

Das versteht keiner...

Ich war Soldat auf Zeit (bis 01.01.07), danach habe ich für sieben Monate weiter Geld bekommen. Für die sieben Monate musste ich mich zu 30 % und meinen Sohn zu 20 % versichern.
Da das jetzt ausgelaufen ist sind für jeden von uns 100 % fällig. Da ich aber keinen Arbeitgeber habe und vom Amt nichts bekomme, habe ich kein Anspruch auf eine gesetzliche Krankenversicherung.

Also habe ich nur noch die Wahl zwischen privater oder gar keiner Versicherung.

Ich hoffe, dass das jetzt verständlich geschrieben!?

Beitrag von maren79 10.08.07 - 21:53 Uhr

Also, bist du jetzt sozusagen arbeitslos und hättest, wenn du nicht gerade im Erziehungsjahr wärst, zumindest Anspruch auf Harz 4. Somit hast du definitiv Anspruch auf Aufnahme in die gesetzliche KK. Du hast nicht nur die Wahl zwischen privater KK und gar keiner. Das geht in Deutschland gar nicht, weil hier die Pflichtversicherung gilt, d.h. jeder muss sich krankenversichern! Außer Beamte, weil die über die Beihilfe versichert sind. Es ist auch so, dass die Versicherungen verpflichtet sind, bei Kündigung sich den neuen Versicherungsvertrag vorlegen zu lassen. wie konntest du denn deine KK kündigen ohne neu versichert zu sein?

Beitrag von baffie.k.77 10.08.07 - 21:58 Uhr

Meine Versicherung ist ausgelaufen. Bzw. der Beitrag hat sich mehr als verdoppelt und ich kann den Beitrag nicht mehr aufbringen. Anspruch auf Hartz 4 habe ich erst gehabt dann wieder nicht... Die wissen das selber nicht so genau. Die Versicherungspflicht gilt erst ab 2008.
Solange ich keinen Arbeitgeber oder Geld vom Amt bekomme, komme ich auch nicht in die gesetzliche Krankenkasse.

Elterngeld gibt einem auch nicht das Recht oder die Möglichkeit in der gesetzlichen aufgenommen zu werden.

Ich bekomme immer wieder zu hören, ich sei ein "Sonderfall".
Aufbauen und ermutigend ist das nicht wirklich.

Beitrag von maren79 10.08.07 - 22:03 Uhr

Behörden...echt schlimm :-[. Ich würde den sowas von auf den Wecker gehen. Was denken die sich denn? Da hilft wohl nur eines, denen kräftig weiter auf die Füße treten. Und bis dahin: Ärzte sich verpflichtet, euch auch ohne KK im Krankheitsfall zu behandeln.

LG

Beitrag von kuhlie 11.08.07 - 03:49 Uhr

"Anspruch auf Hartz 4 habe ich erst gehabt dann wieder nicht... Die wissen das selber nicht so genau"

Völliger Blödsinn! Jeder Bedürftige hat Anspruch auf Hartz4! Außer die Einkünfte liegen über den festgesetzten Beträgen. Aber wenn du im Monat knapp 1200€ zur Verfügung hast, dann bekommst du vom Amt natürlich nix! Das ist ja mehr als ein drei Personenhaushalt sonst bekommt...

Beitrag von baffie.k.77 11.08.07 - 08:32 Uhr

Ich habe ja auch nicht gesagt, dass das wenig Geld ist. Ich muss aber auch Miete zahlen. Miete liegt bei 350 Euro plus 530 Euro für Krankenkasse, dann sind wir schon mal bei 880 Euro. Strom und Gas sind nochmal 140 Euro. Da sind wir schon bei 1020 Euro.
Was ein Leben mit Kind kosten kann, brauch ich hier doch niemandem zu erzählen.

Der Rest bleibt dann zum Leben. Nur leider muss ich sämtliche Kosten beim Arzt oder in der Apotheke vorschießen.

Ich will ja nur eine bezahlbare Krankenkasse.

Beitrag von eule1206 10.08.07 - 21:29 Uhr

Hallo Baffie,
wie ist denn der Kindsvater versichert? Auch wenn kein Kontakt da ist, dem Grunde nach kann Dein Sohn über den Vater gesetzlich versichert werden. Das ganze würde das Jugendamt in die Wege leiten. So wäre zumindestens Dein Sohn abgesichert.
LG und alles Gute für Euch
Nicki und Luca (11 Monate)

Beitrag von baffie.k.77 10.08.07 - 21:41 Uhr

Der ist auch beim Bund... :-(

Der Idiot (sorry) zweifelt ja sogar die Vaterschaft an.

Er wohn 300 km entfernt und dann müßte ich mein Kind auch privat versichern.

Beitrag von hexe112 10.08.07 - 21:45 Uhr

warum musst Du Dein Kind dann auch privat versichern? Weil er beim Bund ist?

Beitrag von baffie.k.77 10.08.07 - 22:00 Uhr

Weil Soldaten freie Heilfürsorge haben und Familienmitglieder müssen dann eine Restkostenversicherung haben.

Er steht ja nicht mal in der Geburtsurkunde. Also würde die Bundeswehr mein Kind gar nicht aufnehmen.

Beitrag von lilly69 10.08.07 - 21:35 Uhr

du kannst aus der privaten wieder raus. wende dich an versicherungsfachleute, oder renn pro familia die tür ein. das jugendamt kann dir helfen, den vater versicherungstechnisch zu nutzen.


alles liebe


lilly

Beitrag von baffie.k.77 10.08.07 - 21:43 Uhr

Leider kann ich da nicht raus, das ist ja mein Problem. Ich habe schon mit verschiedenen Versicherungen gesprochen. Privat und gesetzlich.

Ich war bei der Diakonie und die sind mit ihrem Latein auch am Ende.

Ich bin so verzweifelt...

Beitrag von hexe112 10.08.07 - 21:43 Uhr

Hallo Baffie!

Kann mich den anderen Mädels nur anschließen! Das Jugendamt hilft Dir da auf jeden Fall!!!! Der KV kann sich nämlich nicht ganz so einfach aus der Affäre ziehen. Schlag am Montag bei pro familia auf und lass Dich beraten. Und am Dienstag dann beim Jugendamt!

LG und alles Gute
Hexe112

Beitrag von baffie.k.77 10.08.07 - 22:03 Uhr

Ich war ja schon bei der Diakonie. Die haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, aber leider hatten wir nirgends Erfolg.

Friß oder stirb...

Das Jugendamt kümmert sich seit Geburt, meine Anwältin auch, bis heute ist da noch nichts passiert.

Bin ja schon lange an der Sache dran und kümmer mich. Ist ja nicht so, dass ich nur warte und mich auf andere verlasse. Habe mich sogar schon an unseren Bürgermeister gewandt. Hätte ich mir aber auch schenken können. Leider...

Beitrag von ex.animo 10.08.07 - 22:05 Uhr

Hallo.

Man das klingt echt nach viel Gepäck das du da mit dir rumträgst.
Wer wollte dir den helfen/hat es versucht?

Kann den Mädels nur zustimmen, wende dich an Pro Familia o.ä.

Pro Familia in deiner Nähe:
Thiestr. 43
38226 Salzgitter
05341/14491
05341/836568 - Fax

Lass den Kopf nicht hängen! Hol dir Hilfe wo du sie nur kriegen kannst. Es kann nicht angehen das ihre beide unversichert seid!
Drück euch Beiden die Daumen.

Lieben Gruß,

ex.animo

Beitrag von captpicardvonsdh 10.08.07 - 22:09 Uhr

Hallo!

Ich verstehe dein Problem und sehe auch keine wirkliche Lösung.

Der KV bringt nichts, denn er arbeitet beim Bund und hat somit auch keine Versicherung zumindestens nicht so, wie normal arbeitende Leute.

Entweder du findest eine Betreuung für dein Kind, dass du ein bisschen arbeiten kannst und so versuchert bist oder du fragst, ob man dein Kind bei den Grosseltern familienversichern lassen kann, so ist er abgesichert.

Geh noch mal zur Arge und versuch dein Glück. Sie sollen dir ordentlich erklären, warum du kein Anspruch hast. Wenn ich deine Daten hätte, könnte ich dir sogar grob ausrechnen, ob du Anspruch hast.

MFG Franzi

Beitrag von baffie.k.77 10.08.07 - 22:29 Uhr

Eine Betreuung auf die schnelle finden ginge vielleicht noch. Aber einen Arbeitgeber. Die stehen ja nicht unbedingt vor meiner Tür.

Kann man Kinder bei den Großeltern versichern? Wenn das ginge, dann wäre das ja eine Möglichkeit für den Übergang und mein Kleiner muss auf seine Impfungen nicht verzichten.

Beitrag von captpicardvonsdh 10.08.07 - 22:43 Uhr

Ich bin mir leider nicht sicher, ob das geht, aber Nachfragen kostet ja nichts.

Ich glaub dir das mit dem Arbeitgebern. Ich seh es ja selber bei meinem Mann der auch Soldat war.

Lass dir den Grund sagen und auch vorrechnen, warum du kein Geld von der Arge bzw. kein Anspruch hast.

Beitrag von kuhlie 11.08.07 - 03:55 Uhr

Weil 1200€ Einkommen im Monat einfach zu viel sind!

Sie bekommt einen Teil der Miete gezahlt, oder alles weil sie alleinerziehend ist... dann etwas mehr als 300€ für sich selbst und etwa 50€ für den Kleinen, weil das Kindergeld angerechnet wird...

Somit würde sie vom Amt weniger als ihre 1200€ bekommen, da sie aber so hohe Einkünfte hat, geben die ihr natürlich nix, ist doch klar!

Beitrag von schmusemaus772003 10.08.07 - 22:46 Uhr

Hallo

Ja das geht deinen kleinen bei den Großeltern zu versichern !!!!!!! leonie war auch schon über meine Mutter versichert!

weil es nicht anders ging=

Beitrag von hoeppy 10.08.07 - 22:11 Uhr

Hallo,

ich war ganz sprachlos, als ich Deinen Bericht gelesen habe. Da arbeitet man immer schön und dann wird man so im Stich gelassen- noch dazu mit Kind!!!!

Wenn Du wirklic schon alles versucht hast und die gar nicht reagieren, würde ich Dir folgendes empfehlen:

Wende Dich an irgendeine Zeitung und mach Deinen Fall öffendlich. Ich habe schon öfters gehört, dass die zuständigen Stellen dann schnell schauen, dass sie den Menschen helfen.

Ich glaube die Zeitschrift Bild der Frau hat so eine extra Sparte, wo immer den Menschen geholfen wird. Auf jeden Fall muss die Öffendlichkeit darüber informiert werden, dass eine Mutter mit Kind keine Krankenversicherung in Deitschland bekommt- nur Privatversicherung. Das ist ein UNDING!!!!


Ich denke so wird Dir schnell geholfen- Du brauchst nur den Mut dazu- aber was hast Du denn zu verlieren. Die U untersuchungen sind für Deinen kleinen Schatz sehr wichtig.

Würde mich freuen, wenn Du mich mal auf dem Laufenden hälst, was rauskam.


LG Mona

Beitrag von baffie.k.77 10.08.07 - 22:26 Uhr

Erst sollte ich ja sogar einen vorläufigen Bescheid vom Amt bekommen und jetzt muss alles nochmal geprüft werden.

Schließlich bekomme ich ja noch Unterhalt... #kratz

Muss mal in meine Kontoauszüge gucken, weiß nämlich nichts davon.

Am Montag wollen meine Mama und ich nochmal zum Arbeitsamt bzw zur Arge. Sollte da nichts passieren. Will meine Mutter auch zur Zeitung.

Wenn ich meine Eltern nicht hätte, dann wäre ich richtig am Ar...

Da bekomme ich wenigstens noch eine warme Mahlzeit.

Ach ja, ich kann mir einen Gutschein für die Tafeln von der Arge abholen. Das ist alles was man mir auf die schnelle anbieten kann.

Beitrag von kuhlie 11.08.07 - 03:57 Uhr

Wie schon gesagt, du bekommst nix vom Amt, weil 1200€ Einkommen zu viel ist! So viel Geld steht sonst nur einem 3 Personen Haushalt zu... Da kannste ja vom Amt nix mehr kriegen, wär ja auch unfair!

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