Sprachproblem beim "r"

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von yansan 10.08.07 - 22:03 Uhr

Hallöle,

meine Tochter (wird im September 4) hat relativ früh angefangen mit sprechen. Anfangs konnte sie das "r" noch sehr deutlich aussprechen. Aber irgendwann verlor sich das und fast ihre komplette Aussprache wurde etwas "schwammig". Bis wir dann heraus gefunden haben, dass sie nicht mehr so gut hört. Im Mai wurden ihr die Polypen entfernt und sie bekam einen Schnitt ins Trommelfell. Seitdem hört sie wieder besser. Ihre Sprachprobleme besserten sich und bezogen sich nur noch auf "sp" (sprach sie wie "f") und das "r". Ich hatte mich immer wieder mit ihr hingesetzt und das "sp" geübt. Nach einiger Zeit ging das auch super und heute spricht sie das "sp" ohne Probleme. Nur das "r" kann ich ihr ganz und gar nicht schmackhaft machen. Es wird meist ersetzt mit "l" oder "h". Das macht es für Außenstehende oftmals etwas schwierig, sie zu verstehen.

Tatjana weiß mittlerweile, dass sie es falsch sagt. Wenn ich ihr dann sage, dass wir das doch üben könnten, versucht sie es 2 oder 3 Mal und gibt dann auf mit den Worten "Ich kann das einfach nicht". Ich setze sie NICHT unter Druck, sage ihr die Wörter, die sie nicht richtig ausspricht, korrekt nochmal. Wenn ich ihr ein Buch vorlese, dann achte ich selbst darauf, dass ich das "r" auch in jedem Wort betone (aufgrund unseres Dialekts, verschwindet hin und wieder ein "r").

Kann ich ihr das "r" irgendwie "beibringen", kommt das mit der Zeit von allein wieder zurück oder ist der Gang zum Logopäden notwendig? Sie geht seit 1 Jahr in den KiGa. Die Erzieherinnen haben bislang noch nicht erwähnt, dass Tatjana Probleme mit anderen Kindern hätte, weil sie nicht immer verstanden wird. Aber ich merk es selbst, wenn ihre Freundin hier ist, dass sie manches "r"-Wort einfach nicht richtig versteht und ihr deshalb auf eine Frage oder so keine Antwort geben kann. (Als Beispiel: Tatjana sagt: "heute abend gille (grille) ich"). Hab auch schon festgestellt, dass ihre Freundin sie auch schon darauf aufmerksam macht. Immer wenn sie Pferde spielen und Tatjana sagt: "blllllll mein Pfedchen", ruft die Freundin... "Mensch, das heißt brrrrr. Mit bllll bleibt das Pferdchen nicht stehen"

Wie war das bei euren Kindern, die ein "r"-Problem hatten? Ich weiß, dass das häufig der Fall ist.

Danke schon mal
Gruß
Yanni

Beitrag von senik 10.08.07 - 22:57 Uhr

Hallo,

was hältst du davon mal einen Logopäden aufzusuchen.

Die kennen sich damit aus und bei anderen Leuten machen Kinder auch oft besser mit, als bei den Eltern.

Ines

Beitrag von lucy1234 11.08.07 - 07:52 Uhr

Hallo Yanni,

ich kann deine Sorge gut verstehen. Mein Sohn geht seit einem Jahr zum Logopäden, weil er vieles ganz falsch ausspricht. Durch die Logo wird es immer besser.
Ich würde an deiner Stelle einfach mal zu eurem Kinderarzt gehen und mit ihm darüber sprechen. Der wird dir am besten sagen können ob da etwas gemacht werden muss oder nicht. Viele Kinder haben ja kleinere Störungen in der Sprache und nicht bei allen muss man gleich zum Logopäden. Aber um sicher zu gehen würde ich es so machen. Ich finde es nämlich ganz schlimm, wenn ein Kind von anderen nicht richtig verstanden wird. Mein Sohn hatte daran damals sehr zu knabbern.
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen.

Lieben Gruß Lucy :-)