Ausbildung oder weiter zur Schule

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von bea40 11.08.07 - 09:27 Uhr

Hallo,

leider bin ich immer noch nicht weiter gekommen.

Mein Sohn ist nun in der 10 . Klasse der Realschule und weiss immer noch nicht was er danach machen will. Er ist ziemlich unmotiviert hab ich den Eindruck. Ihm ist das so ziemlich egal, irgendwas wird sich schon ergeben.

Weiter zur Schule zu gehen, hat er glaub ich keine Lust, hat er jedenfalls mal gesagt, ( ist auch schlecht möglich mit seinen Noten, Englisch 5, Deutsch 4 , Mathe 3 ).Dann wieder sagt er, er will sein Abitur machen. Ich frage ihn , wie denn mit den Noten? Da meint er nur, er hat ja noch zeit und kann es immer noch auf ne 3 schaffen... Das glaub ich ihm aber nicht. Ich denke schon das er es vielleicht gerne möchte, aber ich sehe auch, das er nicht ehrgeizig genug ist, dafür auch was zu tun.

Als Alternative hat er sich eine Ausbildung als Koch oder Konditor vorgestellt, ( aber um eine Stelle kümmert er sich auch nicht wirklich, auf meine "Nervereien" hat er dann mal drei Bewerbungen geschrieben), aber da taucht schon das nächste Problem auf, ich habe gemerkt das man für eine Ausbildung als Koch oft 18 Jahre sein muss, wegen dem Jugendschutzgesetz und den Arbeitszeiten.

In der Zwischenzeit eine Berufsfachschule für Hotel- und Gastronomie zu machen , stößt nicht nur bei meinem Sohn auf fast taube Ohren, ist ja wieder Schule, und ausserdem ist die Schule in Dortmund ( 1.30 Std. Fahrzeit mit dem Zug)

Man muss sich aber nächsten Monat schon in der Schule anmelden, danach wird man zu einem Gespräch eingeladen, und dann hat man 14 Tage Zeit, sich zu entscheiden. (Überlege schon, ihn einfach mal anzumelden).

Die andere Alternative, eine Ausbildung zum Konditor zu machen, ist leider ähnlich problematisch. Zum ersten gibt es hier nicht viele Konditoreien, die dafür in Frage kämen und die eine bekannte Konditorei hat ihre Ausbildung in Mönchengladbach 1 Std. Fahrzeit mit dem Zug.

Das alles habe ich versucht mit meinem Sohn zu besprechen, er hört es sich an und sagt nicht viel dazu. Ich frage ihn, was er denn sonst noch machen möchte , da antwortet er, weiss nicht, irgendwas anderes.... Na toll.....!

Was würdet ihr machen???
Bin für jede Antwort dankbar, weil es mich sehr belastet

Bea

Beitrag von germany 11.08.07 - 09:35 Uhr

Geh mal zum Arbeitsamt,da müsste das Bizz (berufsinformations zentrum) bei euch auch drin sein.Da mach ihm mal einen Termin bei einem Berufsberater,der erklärt ihm dann was er mit seinen Noten überhaupt alles werden kann.Also der sieht sich die Zeugnisse an,fragt was für einen Abschluss und was er sich denn so vorstellen könnte,dann werden die besprechen ob das überhaupt mit den Noten und dem Abschluss möglich ist und der kann ihm dann auch sagen was sonst noch in Frage kommt.


lG germany

Beitrag von bea40 11.08.07 - 09:42 Uhr

Danke, das habe ich auch schon überlegt, aber leider ist er da auch sehr unmotiviert.

Wir waren schon einmal bei einem Berufsberater, und da mein Sohn sehr zurückhaltend ist, sprich er nur das Nötigste redet, brachte das auch nicht den Erfolg

Beitrag von germany 11.08.07 - 10:08 Uhr

Oh man.Was stellt der sich denn vor was mal aus dem werden soll?Er muss doch mal langsam seinen hintern hoch bekommen.Wenn du noch für ihn alles zahlst also weggehen ect. würde ich das jetzt ändern.Entweder er macht was oder du drehst den Geldhahn ab.Wenn er echt nicht aus dem a.. kommt würde ich härtere geschütze auffahren.Ich denke mal er wohnt noch bei dir und wenn er denkt er kann bis 30bei Mami wohnen dann würd ich ihm klar machen das er irgendwann mal ein eigenes leben führen will.Das Amt lässt nciht zu das er einfach da sitzt und sich einen schönen Tag macht.Will er den rest seines Lebens daheim hocken und einen 1€ job nach dem anderen machen?Tritt ihn mal kräftig in den hintern oder droh ihm mit iregdnwas,ich weiß ist nicht die beste Lösung,aber ich denke du willst das aus deinem Sohn mal was wird.Oder meld ihn auf der Schule an ob er will oder nicht.Irgendwann ist er dir sicher dankbar dafür.

Beitrag von budges... 12.08.07 - 14:01 Uhr

kann mich germany nur anschließen, geht mal in aa und dann in dieses biz doer wie das heißt.

ansonsten wie wäre es mit so einem berufsvorbeitendem jahr? frag mich nicht was das ist, aber ich habe schon oft gehört, das es eine alternative ist!

hast du dich mit deinem sohn zusammen hingesetzt und bewerbungen geschrieben? zusammen adressen gesucht??? vielleicht motiviert ihn das mehr

Beitrag von bea40 12.08.07 - 14:05 Uhr

Vielen Dank für eure Tipps.

Bei einem Berufsberater waren wir schon, hat aber nicht viel gebracht, weil mein Sohn nicht sehr viel geredet hat.

Er weiss wohl selber noch nicht so recht, was er kann und was er will. Er sagt nur immer, das er das ja nicht kann, was da von ihm erwartet wird. Ich hab ihm schon 1000 mal erklärt, das er eine Ausbildung macht um den Beruf zu LERNEN und nicht, weil er schon alles können muss.

Mit ach und Krach hat er jetzt eine online - Bewerbung geschrieben und eine " normale ", eine dritte habe ich geschrieben.

Beitrag von budges... 12.08.07 - 14:12 Uhr

puh.. hat er denn keine praktika gemacht?

Beitrag von bea40 12.08.07 - 14:58 Uhr

Doch hat er im letzten Jahr.... 3 Wochen bei einem Konditor

Beitrag von budges... 12.08.07 - 20:54 Uhr

und das will er nun doch nicht doer wie?

Beitrag von virginiapool 13.08.07 - 16:25 Uhr

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Beitrag von lilaschuh 16.08.07 - 04:03 Uhr

Ich bin der Meinung: Abi machen, egal was es kostet. Ist heutzutage Gold wert - glaub mir.
Habe selbst vor einem Jahr Abi gemacht und bekomme mit, wie Ex-Mitschüler es bereuen, dass sie abgegangen sind.

Grüße

Beitrag von fraz 18.08.07 - 13:56 Uhr

Hallo Bea


Ich weiss, das ist jetzt hart, aber lass ihn mal hängen! So wie sich das anhört, übernimmst du zuviel Verantwortung. Je mehr DU machst, desto weniger macht ER.

Einzige Bedingung: ZUhause wird nicht rumgehängt.


Viel Glück

Franziska

Beitrag von johannchen91 20.08.07 - 18:21 Uhr

genau die gleiche frage stelle ich mir im moment auch! und die entscheidung ist überhaupt nicht leicht, wenn man sie allein treffen muss. das habe ich meinen eltern auch gesagt und sie unterstützen mich, doch sie können ja nicht alles für mich machen und das ist mir auch bewusst.
ich glaube dein sohn muss damit erstmal allein gelassen werden bis er merkt, dass er es in die hand nehmen muss.
ich bin nach den sommerferien in der 10. klasse und habe mich entschlossen die 11. noch zu machen und dann praktika zu absolvieren - in den ferien.

Beitrag von bea40 20.08.07 - 18:44 Uhr

Ich glaube , wenn ich ihn machen lasse, dann passiert gar nichts und es ist dann zu spät.

Er ist ja auf der Realschule und mit seinen Noten, Deutsch 4, Mathe 3 , Englisch 5 , kann er es vergessen, aufs Gymnasium zu gehen und die 11 und 12 Klasse zu machen, auch wenn er es immer sagt und meint im nächsten Zeugnis sich um hundertachzig Grad verbessern zu können ( das sagt er schon seit 2 Jahren).

Ich wäre ja froh, wenn er überhaupt mal was machen würde, Bewerbungen schreiben, oder sich informieren, aber irgendwie passiert nichts.

Beitrag von talisker73 20.08.07 - 19:19 Uhr

Geldhahn zudrehen, ins BIZ und Job/Praktikum in den Ferien. Er muss wissen, welche Alternativen er hat. Ihm in den Hintern treten, aber auf keinen Fall Bewerbungen für ihn schreiben. Und ihm deutlich machen, wie dünn die Luft wird, wenn er bis zum Halbjahr keine Lehrstelle hat. Er muss nehmen, was übrig bleibt.
Das Leben ist kein Wunschkonzert und mit den Noten wird's echt schwer, einen Ausbildungsplatz zu bekommen (Wenn er noch vom Abi träumt, sollte er dringend mal aufwachen) Er möchte evtl. vielleicht moglicherweise Konditor oder Koch werden... he... er hat keine Wahl sondern muss sich auf ALLES bewerben, was so eben für ihn in Frage kommt... von Einzelhändler über Gärtner bis zur Fachkraft für Systemgastronomie.
Wenn er nun nicht aus dem Quark kommt, bleibt er erstmal in der Hängematte liegen. Mit den popeligen 3 Bewerbungen kommt er nicht weit....Da schreiben Kandidaten mit weitaus besseren Noten schon wesetnlich mehr Bewerbungen.

Beitrag von mamaxxl 07.09.07 - 13:38 Uhr

Hallo bea40,
meine tochter hat 2006 den Realschulabschluss gemacht, mit ähnlichen Zensuren,in Englisch hatte sie eine 4, und massig Bewerbugen vorher, Deutsch hatte sie auch eine 4. Damit sie nicht auf der Strasse sitzt. wurde sie für die 1jährige höhere Handelsschule angemeldet. Mit dem Ergebnis 5 in Deutsch.Jetzt habe ich das Gefühl, wäre sie zur Hauptschule gegangen, hätte sie eine wesentlich bessere Zensur in Deutsch erreicht und bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.
Mittlerweile hat sie ca. 180 Bewerbungen geschrieben, z. B. auch etliche für Verkäuferin im Einzelhandel, für diese Ausbildung ist normalerweise der Hauptschulabschluss erforderlich. Diverse Praktika durfte sie auch schon machen, auf Grund ihrer Bewerbungen. Zuletzt in einer Fleischerei, wo sie sich ebenfalls als Auszubildende "Verkäuferin im Einzelhandel" beworben hat. Für dieses Praktikum musste sie 3 Tage die Filiale putzen und dieser A..... hält es noch nicht einmal für nötig, die Bewerbungsmappe zurückzuschicken. An Fahrkosten sind ihr dafür auch noch 12€ entstanden. Ich bin irgenwie total frustriert und versuche das natürlich nicht an meine Tochter weiterzugeben. Mach deinem Sohn klar, wie froh er seim kann, wenn er überhaupt einen Ausbildungsplatz bekommt.
P.S.: kann mir vielleicht irdendjemand sagen. wie meine Tochter die 5 in Deutsch auf dem Abschlusszeugnis der höheren Handelsschule ausmerzen kann? Gibt es da irgendwelche Kurse?