Jemand bei der Kirche angestellt ?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von -verena- 11.08.07 - 13:14 Uhr

Hallo!
Ich würde mich gerne auf ein Stellenangebot bewerben. Es wäre eine Stelle in der Rechtsabteilung bei der kath. Kirche. In dem Angebot steht unter anderem bei den Voraussetzungen, dass man sich mit der Kirche und ihren Zielen identifizieren können soll #kratz.
Was soll das denn genau heißen? Ich bin kath., glaube an Gott, hatte auch als Kind viel mit der Kirche zu tun, jetzt aber nicht mehr wirklich. #schein
Hm... was würdet Ihr tun? Genüge ich den Voraussetzungen ??
Vielleicht hat jemand Erfahrung bei solch einem Arbeitgeber...
schon einmal #danke für eure Antworten..
LG #blume V.

Beitrag von sumsifast 11.08.07 - 13:33 Uhr

Hallo!

In der Regel heißt es einfach, dass die Diözese lieber jemanden einstellt, der Kirchenglied ist d.h. Kirchenbeitrag bezahlt.

Natürlich ist es auch für die Kirche schwer, jemanden ein zu stellen der eigentlich mit der Kirche nichts zu tun haben will - das bezeugen immerhin die vielen Kirchenaustritte!

Bewirb dich auf jeden Fall - du hast zumindest einen sehr sozialen Arbeitgeber!

AL Sumsi #herzlich

Beitrag von sternentage 11.08.07 - 14:48 Uhr

Hallo,

willkommen im Club ;-) Mein Mann und ich sind auch bei der Kirche angestellt.

Mit der Kirche identifizieren heißt unter anderem auch, dass du Schwierigkeiten bekommen kannst wenn du unverheiratet (oder nur standesamtlich verheiratet) mit einem Mann zusammen lebst oder dich trennst/scheiden lässt. Wenn du dann geschieden noch nen neuen Freund hättest, bist du so gut wie raus. Hab ich leider jetzt bei einer Mitarbeiterin wieder erlebt :-( Dass du selbstverständlich Kinder taufen lässt gehört dazu... Dabei gilt immer: was keiner weiß, macht sie nicht heiß, aber sobald mal was raus ist, sind sie dir auf den Fersen ;-)

Je nach Bistum wirst du aber sehr gut bezahlt, hast einen sicheren Job und oft auch eine schöne zusätzliche Rentenvorsorge (zumindest in unserem Bistum...)

Liebe Grüße, Kristina

Beitrag von lieserl 11.08.07 - 17:41 Uhr

Hallo!

Kann mich nur anschließen. Ich hab auch bei der Kirche gearbeitet. Was bei uns nicht war: dass gut bezahlt wurde#schmoll
Ich hab zu der Zeit auch mit meinem Freund zusammen gewohnt, allerdings alles inoffiziell. Bei sowas musst du dann echt aufpassen...

Grüße
Lieserl

Beitrag von nick71 11.08.07 - 19:15 Uhr

"Mit der Kirche identifizieren heißt unter anderem auch, dass du Schwierigkeiten bekommen kannst wenn du unverheiratet (oder nur standesamtlich verheiratet) mit einem Mann zusammen lebst oder dich trennst/scheiden lässt. Wenn du dann geschieden noch nen neuen Freund hättest, bist du so gut wie raus."

Eigentlich unglaublich, dass die Kirche im 21. Jahrhundert immer noch solche verstaubten Ansichten vertritt...soweit ich weiss, aber nur die katholische.

Beitrag von sternentage 11.08.07 - 20:21 Uhr

Hi,

verstaubt oder nicht - man weiß es vorher und es steht auch im Arbeitsvertrag. Wird ja niemand gezwungen, bei der Kirche zu arbeiten. Und da die kath. Kirche nun mal die Unauflöslichkeit der Ehe als einen Grundsatz hat, ist doch klar, dass es bei Scheidung oder Trennung dann schwierig wird...

wie gesagt, man weiß das vorher, weil alles im Vertrag steht, was von einem erwartet wird.



Beitrag von nick71 11.08.07 - 20:27 Uhr

Ich meinte das jetzt auch nicht speziell auf einen Job bei der Kirche bezogen, sondern eher allgemein.

Denn diese Einstellung ist m.E. heute einfach nicht mehr zeitgemäß.

Beitrag von sternentage 11.08.07 - 20:28 Uhr

tja, da hast du wohl Recht... Wird sich aber in absehbarer Zeit nix ändern...

Beitrag von -verena- 13.08.07 - 10:02 Uhr

Hi, Super !
Vielen #danke für eure Anworten. Ich werde mich auf jeden Fall mal bewerben. Dann weiss ich wenigstens dass 'jeden Sonntag in die Kirche gehen' keine Voraussetzung ist... #hicks
Ein Versuch ist es also wert..
nochmals #danke und
LG V.