ALG1 und wirklich keine Förderung für eine Weiterbildung?

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Beitrag von st.michael 12.08.07 - 08:39 Uhr

Hi, nach meiner Elternzeit habe ich mich nun Arbeitslos gemeldet. Leider hat das Arbeitsamt keinerlei Massnahmen/Weiterbildungen etc für mich. (Erzieherin)

Nun beginnt nächsten Monat eine Weiterbildung im Themenbereich "Frühpädagogik" Kosta 1100e, geht berufsbegleitend über 1Jahr. Laut dem Arbeitsamt wird mir kein Cent dazugegeben, ausser ich finde bis 1.9. einen Arbeitgeber der mich unter der Voraussetzung anstellt..........
Gibt es wirklich gar keine Chance auf eine Förderung????Kann mir die WB eigentlich nicht wirklich leisten, denn sie kostet im Monat 110e.

Da wir ergänzend 100e ALG2 bekommen, werden ich auch in der Arbeitssuche von der ARGE betreuut.
Macht das einen Unterschied zum Arbeitsamt???
Das ALG2 will ich aber nächsten Monat abmelden , da ich zumindestens bis ich eine Stelle habe auf 400e irgendwo arbeiten will , besser als rumsitzen und nur 1mal im Monat die Weiterbildung zu machen.(Aushilfe, Putzen oder egal)
Werde dann ja vom richtigen Arbeitsamt betreuut......
Handhabt das Arbeitsamt solche Weiterbildungen anders als die ARGE?

Gruß Ela

Beitrag von st.michael 12.08.07 - 08:43 Uhr

Also laut der "ARGE" hat man keine Massnahme etc für mich. Hatte Arbeitsamt geschrieben.
MIt dem ARgebeitsamt habe ich nur bei Antragstellung gesprochen, sonst geht alles auf Grund des ALG2 Bezuges über die ARGE.

Beitrag von meaculpa 12.08.07 - 12:27 Uhr

Hallo,

wenn Du Dir einen Nebenjob z. B. auf 400 Euro - Basis suchst, dann kannst Du doch 165 Euro monatlich anrechenfrei dazu verdienen und damit die Maßnahme finanzieren, oder? Wobei ich nicht verstehe, daß Du die mitmachen kannst, wenn sie berufsbegleitend ist. Du hast doch derzeit gar keinen Job, den die Maßnahme "begleitet" #kratz Na, wie dem auch sei, damit wirst Du Dich wohl auseinandergesetzt haben...

Ich verstehe auch nicht, warum Du ALG II abmelden willst, wenn Du den 400 Euro-JOb hast. Immerhin wird Dir das Arbeitsamt schon ausrechnen, ob und wann Dir welche Gelder zustehen. Und das, was "übrig" ist kannst Du doch in Deine Fortbildung investieren.

LG, MEa

Beitrag von st.michael 12.08.07 - 15:37 Uhr

Die Fortbildung geht über ein Jahr, einmal im Monat am Wochenende bzw Freitag und Samstag, daher berufsbegleitend. Sollte ich ne anständige Stelle haben, kann ich die Weiterbildung trotzdem weiter machen.Deshalb berufsbegleitend.
Und vielleicht wichtig: Es ist nix vom Arbeitsamt!!!!!!!!Die Weiterbildung habe ich für mich rausgesucht. Es ist also keine Maßnahme des Amtes! Das Amt hat nix was sie mir anbieten können / wollen.


Es bleibt nichts über, sondern wird weniger wenn ich 165e dazu verdiene:

Also unser Einkommen ist:
Ich ALG1
Er gering Gehalt
Kindergeld
ca. 100e ALG2
= nicht ganze 1400e

- abzüglich der Kosten die jeder hat, wie Miete, Fahrtkosten,Kindergarten usw..........da bleiben uns nicht ganze 80e im Monat zum "ausgeben" für Bekleidung, Fortbildung usw.

Wenn ich "nur" auf 400e Basis arbeiten gehe, dann bekommen wir kein ALG2 (also - 100e bzw ausgezahlt nur 70e) mehr, haben 165 e dann "mehr", müssen davon aber seine Krankenversicherung (135e) zahlen , da er sonst keine Versicherung hat.
Da gehen wir voll ins Minus + dann noch die 110e im Monat für die Weiterbildung............. + die Abzüge der Verrechnungsfehler der Arge

Hoffe ich habe es nun besser formuliert!

Wenn das Problem mit der Krankenversicherung nicht wäre, dann hätten wir de 100e ALG2 schon längst abgemeldet. (jaja Hochzeit ist in der Überlegung, dann würde das Problem wegfallen!)

Aber ich dachte es gäbe vielleicht noch ne Möglichkeit diese zumindestens anteilig bezahlt zu bekommen, denn so ein PC Kurs kostet auch mal eben was bei 1000e #schock und da stecken sie fast jeden rein.

Vielleicht würde das Arbeitsamt direkt das anders regeln, denn die ARGE sagt, bezahlt wird mir das nur wenn ich einen Arbeitgeber finde der mich dann einstellt.....

Beitrag von meaculpa 12.08.07 - 16:46 Uhr

...klingt kompliziert #kratz

Warum hat denn Dein Freund keine Krankenversicherung, wenn er ein Gehalt bezieht, auch wenn es gering ist? Selbst mit einem Azubi-Gehalt ist er doch krankenversichert. Und wenn er sich ansonsten auch noch nen 400 Euro-Job sucht? Dann müßtet Ihr eventuell etwas mehr Geld haben.

Sorry, daß ich Dir nicht wirklich weiterhelfen kann, aber vermutlich wirst Du nix bekommen :-( Wissen erwerben kostet leider nunmal...

Beitrag von st.michael 12.08.07 - 18:22 Uhr

Na nix dagegen das es Geld kostet Wissen zu erwerben, aber schon blöd wenn fast jedem dieser PC Führerschein bezahlt wird (vielen nicht wirklich etwas nutzt) und etwas was einem nutzt gar nicht gezahlt wird.
Na wurscht, hätte gedacht es gibt ja ne Möglichkeit. ;-)

Nee leider ist Männe nur auf 400e Basis angestellt und unseren Wissens nach ist er da nicht krankenversichert, sondern über das ALG2, welches wir ergänzend bekommen. Er wartet auf die entgültige Antwort seines Arbeitgebers, dan rutscht er nämlich endlich in eine volle Stelle........aber wir wissen nicht wann das nun endlich losgeht. Daher drehen wir uns arg im Kreis.

Beitrag von goldtaube 12.08.07 - 20:10 Uhr

Es ist richtig, bei einem 400 Euro Job ist man nicht krankenversichert. Erst ab 400,01 Euro.

So eine Maßnahme wird auch das Arbeitsamt nicht genehmigen. Fragen kannst du, aber sie müssen es eben nicht genehmigen.

Beitrag von st.michael 12.08.07 - 20:18 Uhr

mmm ist es ein Unterschied ob man vom Arbeitsamt oder vom Jobcenter betreuut wird?Zwecks der Entscheidungen?

Bezahlen würden sie es laut ARGE wenn ich einen Arbeitgeber vorweise der mich unter dem Aspekt einstellt, selbst wenns nur für einen Tag ist und ich danach wieder draussen bin........so hat der ARGE Jobmensch das gesagt.......

Beitrag von goldtaube 12.08.07 - 21:36 Uhr

Es ist schon ein Unterschied. Denn wenn man ALG I bekommt gilt das SGB III und da gibt es z. B. die Möglichkeiten für Maßnahmen zur Eignungsfeststellung, Trainingsmaßnahmen:
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__48.html
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__49.html

bzw. die Möglichkeit von Weiterbildungen:
http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__77.html

Beitrag von st.michael 12.08.07 - 21:39 Uhr

DANKE!
Ich werde mal versuchen mich da reinzulesen........Also bin ich doch nicht so verkehrt gewickelt mich so schnell wie möglich vom Jobcenter abzumelden, da dann die Betreuung anders wird.........Mir raucht echt der Kopf, wir wollen irgendwie weiter kommen, raus aus dem Bezug, aber es werden einem nur lauter Steine in den Weg gelegt.....

Beitrag von st.michael 13.08.07 - 09:16 Uhr

Drückt mir die Daumen, die Aussage des Arbeitsamtes klang doch arg anders als die des Jobcenters!!!!!!!!!!!!!!Warte nun auf den Anruf eines Sachbeabeiters des Arbeitsamtes!

Und wenn die nur einen Teil übernehmen oder halt solange bis ich wieder in den Job komme.............