Durchschlafen mit 18 Monaten? Was soll ich noch machen?

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von tini26 12.08.07 - 09:22 Uhr

Hallo und Guten Morgen,

Gut ist der Morgen bei mir nicht.... und ich weiss nicht mehr weiter.

Johanna wird in 9 Tagen 1,5 Jahre alt. Sie schläft nicht durch!! Hat sie noch nie gemacht. Bislang war es o.k. für mich, dass sie eben nachts 3-4 mal aufwacht an den Busen will od. den Schnulli oder oder oder. Aber so langsam wird das zur Qual. Ich bin wieder schwanger. In der 17 SSW. Ich brauche meinen Schlaf! Ich merke auch wie ich ungerecht zu Johanna werde, einfach weil ich so müde bin. Das tut mir total leid, da könnte ich glatt heulen, aber ich kann einfach nimmer. Mein zweites Kind braucht doch nachts auch seine Ruhe.

Also, ich habe nachts jetzt schon seit ein paar Wochen abgestillt, das ging eigentlich ganz gut. Meine Kinderärztin meinte, dann wird es von alleine besser. PUSTEKUCHEN. es ist genau das gleich geblieben, nachts immer noch so oft aufwachen.

Sie bekommt jetzt nachts den Schnulli od. Wasser und ab 7 Uhr nochmal den Busen, damit sie noch ein bisschen weiter schläft und ich auch.

Sie schläft bei uns im Bett. Ich lege mich mit ihr hin und stehe auf, wenn sie eingeschlafen ist.

Was soll ich noch machen? Wenn ich bei google unter Schlafprobleme schaue, dann sehe ich nur immer diese Ferber Methode (KOTZ). Aber so langsam weiss ich nicht mehr weiter. Soll ich doch mal versuchen, sie in ihrem Bett einschlafen zu lassen? Schläft sie dann vielleicht besser?

Was soll ich tun? Hat jemand auch das Problem? Was macht ihr? Wie gesagt, es wäre nicht so schlimm, wenn ich nicht schwanger wäre, aber ich bin total am Ende und merke, wie ich das so langsam auch auf Johanna übertrage und das tut mir total leid#heul

LG tini mit Johanna (1,5 Jahre) und Niklas (morgen 18. SSW)

Beitrag von inesita 12.08.07 - 09:45 Uhr

Hallo Tini, erstmal ein ganz dickes #liebdrueck von mir. Es tut mir leid, dass es nicht besser bei euch geworden ist (aber Hut ab, dass ihr es geschafft habt, sie nachts abzustillen). Ich werde auch das Ferber Methode nicht anwenden, auf Dauer -so meine Meinung- bringt es nicht viel. Aber ich muss zugeben, ich habe neulich Sebastian doch schreien lassen (nur 1-2 min und dann war es für ihn gut), weil ich in der letzten Zeit (und ohne SS zu sein) auch unter Schlafmangel (jetzt ist wieder OK) gelitten habe (und ich kann sehr gut nachvollziehen, man hat Tagsüber einfach keine Lust mehr und du bist auch noch SS!!!!!). Aber es ist vielleicht die Zeit gekommen, dass Johanna in ihrem Bett schlafen lernen muss. Aber ich würde es auch ganz, ganz sanft machen. Ich weiß es nicht, aber vielleicht wird sie aus verschiedenen Gründen nachts wach, weil sie ja nicht alleine schläft. Ich werde -Gott sei dank nicht so oft- manchmal von meinem Mann geweckt, weil er sich zu doll bewegt, geschnarcht oder geredet hat. Und das wissen wir selbst nicht.

Also, was ich probieren würde: Weiter hin dich mit ihr beim Einschlafen hinlegen, ABER, sie in ihrem Bett du neben ihr auf einer Matratze. Und auch nachts vielleicht eine Weile bei ihr im Zimmer übernachten, damit sie nicht von null auf hundert alleine bleiben muss. Ihr könnt euch auch abwechseln (damit du auch etwas besser schlafen kann). Und wenn das gut geklappt hat, dann nur sich mit ihr beim Einschlafen hinlegen und nicht mehr nachts. Ich weiß es nicht, vielleicht funktioniert das nicht, vielleicht habt ihr das auch probiert, aber ich denke, vielleicht schafft Johanna doch dann, in ihrem Bett weiter zu schlafen (und hoffentlich ihr auch ohne sie ;-))

Sonst habe ich keine weiteren Tipps. Würde ich euch gerne helfen.
Und du weißt schon, ich für dich da. Wenn du magst, kann ich auch bei euch vorbei kommen und du musst dich nicht um uns kümmern, ich kümmere mich um die Kleinen und du kannst dich einfach hinlegen. Ich würde es sehr gerne für euch tun.
#liebdrueck Ines mit Sebastian

Beitrag von tini26 12.08.07 - 09:50 Uhr

Danke, das ist lieb!

Aber Johanna merkt sofort wenn ich im Bett liege und sie nicht... dann kommt sie angewackelt und schaut nach mir, daher kann ich mich auch dann nicht hinlegen, wenn mein Mann mit ihr unten im Wohnzimmer bleibt.

Die Methode mit der Matraze in ihrem Zimmer habe ich mir auch schon überlegt. Haben wir noch nicht ausprobiert und wäre eine Möglichkeit. Vielleicht versuche ich das mal. Ach Gott, ist alles so anstrengend wenn Du einfach nur müde bist. Zu allem Überfluss war mein Mann das Wochenende weg, jetzt bin ich doppelt geschlaucht, weil er sich ja sonst auch nachts im sie kümmert. Vielleicht schlafe ich heute mal im Keller, wenn er wieder da ist, dann kann ich auch mal länger am Stück schlafen.

Ich meld mich bald mal per mail. Im Moment bin ich so fertig, dass ich gar keine Lust habe, gross war zu unternehmen.

LG tini

Beitrag von nalanie 12.08.07 - 15:08 Uhr

Hallo Tini,

ich hatte das gleiche Problem. Meine Kleine hat in den ersten 7 Monaten 11 STd. am Stück durchgeschlafen (mal abgesehen von den ersten 10 Wochen) und dann plötzlich nicht mehr. Von heute auf morgen wurde sie jede Nacht wach. Das steigerte sich dazu, daß sie zwar in ihrem Bett einschlief, aber irgendwann zwischen 12 und 3 zu uns ins Bett mußte, da sonst nicht mehr an Schlaf zu denken war.
Immer hofften wir auf Besserung von allein.

Unser Einschlafritual endete immer damit, daß ich neben ihrem bett stand bis sie einschlief und mich dann raus schlich. Das dauerte immer zwischen 5 und 30 Min. Hat mich auch nie groß gestört. Letzte Woche bin ich jedoch dekompensiert. Seit 4 Monaten bin ich unter der Woche allein, weil mein Mann im Ausland arbeitet, Ich war/ bin sooo müde und erschöpft (heute 34.SSW).

Dazu die Sorge: was mache ich wenn der Kleine da ist? Er wird ziemlich sicher abends gegen 20Uhr wenn Amélie ins Bett geht auch (mal) schreien. Ich kann ein Neugeborenes definitiv nicht schreien lassen. Also kann ich nicht 30 Min. neben ihr stehen bis sie eingeschlafen ist. Fange ich dann an sie schreien zu lassen, weil ich mich um den Kleinen kümmern muß schüre ich nur Eifersucht und wie soll sie diesen Aufmerksamkeitsentzug auch sonst verstehen?
Ich sah keine Lösung und fragte die Erzieherinnen in Amélies Kita um Rat. Sie rieten mir zum Schrien lassen jetzt. Damit sie lernt allein einzuschlafen.
Es waren grauenvolle 3 Tage. Sowohl zum Mittagsschlaf als auch abends. Am 1. Tag hat sie gar nicht geschlafen mittags und abneds trotzdem noch 1 Std. geschrien bevor sie einschlief. Ich habe im Wohnzimmer gesessen und mitgeheult. Nach 3 Tagen schrie sie nur noch 10 Min. Nach 5 Tagen nur noch im Moment in dem ich gehe. Sie steht gar nicht mehr auf. Und schläft schon wenn ich 5 Meter von der Tür weg bin. Und oh Wunder: seitdem schläft sie durch!!!! Und selbst als ich 1x hin mußte, mußte ich sie nur kurz streicheln, bin wieder in mein Bett und der Rest der nacht war Ruhe. Es ist toll. Und auch Mittags klappt es jetzt genauso schnell (hat allerdings 7 Tage gedauert).

Ich war/ bin lange Gegner des Schreien lassens und ich denke man muß einen unkt der Erschöpfung erreicht haben, um es durchziehen zu können. Außerdem muß das Kind auch dazu passen. Meine Biene ist ein ganz schön sturer Bock! (Am Anfang flogen die Schnuller aus dem Bett durch den Raum (hat es mir leichter gemacht, denn Wut kann ich leichter ignorieren als Not). Ich denke ohne das Problem mit dem 2., das ich auf mich zukommen sah, hätte ich mich nie dazu durchringen können. Aber so ist es super gelaufen und Amélie ist erstaunlicher Weise auch tagsüber viel ruhier und zufriedener. Das Erfolgserlebnis für sie?? Schläft auch sie besser?? Ich weiß es nicht, aber ich bereue es nicht.
Für uns in dieser Situation war es das Beste- auch wenn mich hier einige vermutlich jetzt steinigen. (von denen hätte ich gerne eine Lösung für das Abendproblem :-))

Ich wünsche Dir viel Kraft und hoffe für Dich, daß ihr eine Lösung für Euch findet.

Alles Gute für die SS

Nina, Amélie (16,5 Monate) und Phillipe (34.SSW)