weiß nicht mehr weiter ...

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von laraberg 12.08.07 - 11:19 Uhr

Ich hatte ja schon berichtet, daß meinem neuen Freund (wir sind seit 6 Wochen zusammen) gekündigt wurde und hatte mir Tips und Ratschläge geben lassen wie ich damit am Besten umgehen kann und soll. Aber es wird schlimmer ...

HILFE

Ich habe mich gestern mit ihm getroffen und ich bin wirklich erschrocken.

War um 18 Uhr in seiner Wohnung und eigentlich ist er ja der Sauberkeitsfanatiker hoch zehn und bei ihm sah immer alles aus wie aus dem Ei gepellt. Gestern dagegen Chaos ohne Ende. Schmutzwäsche überall auf dem Boden verteilt, Aschenbecher am Überquellen, benutztes Geschirr in der ganzen Wohnung etc.
Und auch er sah schlimm aus. Wenn ich dachte, er sah Donnerstag schon schlimm aus, war dies nichts gegen das, was ich gestern erlebte. Unrasiert, blaß, rote Augen und bereits um 18 Uhr eine Riesenfahne, die nun auch sein Fisherman nicht überdecken konnte. Dieser Mann ist derzeit echt mehr als am Ende

Er hat dann auch gebeichtet, daß er seit Montag, seit der Nachricht nun jeden Abend bis in die Puppen mit seinen Freunden unterwegs war. Sich bei denen ausgeheut hatte und sich mit denen jeden Tag bis zum Abwinken zulaufen ließ. Geholfen hat es nichts, vertragen tut er auch nichts und alles, was sich am nächsten Morgen breit macht, ist ein schlimmer Kater. Trotzdem macht er Tag für Tag so weiter.

Wir haben uns gestern auch lange unterhalten. Er sagte mir auch, daß er wisse, daß es für mich derzeit ein schwierige Situation sei, aber wie ich das machen würde, wäre es gut für ihn und würde ihm gut tun. Er ist froh, daß ich nicht stresse, er ist froh, daß ich nicht nerve und es ist schön für ihn zu wissen, daß ich für ihn da bin und jederzeit Zeit habe, wenn er mich braucht! Er ist gerne mit mir zuammen. Er vertraut mir in jeder Hinsicht! Allerdings sei seine Seele und auch sein Ego mehr als angekratzt, sodaß er in einem schwarzen Loch sei und nun auch erstmal schauen müsse wie er da am Besten rauskommen würde. Für ihn sei es daher kein Spiel, wenn er abends lieber mit Freunden säuft. Für ihn sei es daher kein Spaß, wenn er was mit anderen macht.

Ich glaube ihm! Ich habe gesehen wie er aussieht, wie seine Wohnung aussieht und wie es ihm geht! Und wenn ich dies alles sehe, dann zerreißt es mir fast mein Herz ...

Nachdem, was ich nun gestern gesehen und erlebt habe, möchte ich ihm noch mehr denn je helfen. Ich weiß nicht, ob er es schafft, wieder aus seinem Loch heraus zu kommen, denn das, was er derzeit macht, ist hier sicherlich keine Lösung! So fällt er eher noch tiefer ...

Und ich habe auch Angst, daß er UNS nun komplett gegen die Wand fährt.

Er sagt, daß er gerne mit mir zusammen ist, daß ich ihm gut tue, etc, aber warum läßt er es dann nicht zu, daß ich bei ihm bin und ihm wirklich helfe? Warum ertränkt er dann lieber Abend für Abend seinen Kummer im Alkohol? Warum riskiert er, daß ich durch sein Verhalten auch noch weg sein könnte?

Hat jemand einen Tip für mich?

Und ich kenne Teile seiner Vergangenheit. Der Arme muß derzeit sozusagen eine Art Deja-Vu haben.

Er zog wegen des Jobs in meine Stadt. Der Job wegen dem ihm nun gekündigt wurde. Seine damalige Beziehung scheiterte, weil die Ex nicht zu ihm gehalten hatte, keine Fernbeziehung wollte.

Jetzt hat er mich. Dachte, er ist glücklich. Dachte, er hat es geschafft. Dachte, er kann endlich seßhaft werden und mal längere Zeit an einem Ort bleiben und nun die Kündigung!

Er hat Jobangebote. Er ist wirklich gut in dem, was er macht. Aber alle 4 Jobangebote, die er bislang hat und wo er teilweise schon zum 01.09. anfangen könnte, sind nicht in meiner Stadt. Er müßte also schon wieder umziehen. Schon wieder alles zurück lassen. Schon wieder in Angst leben müssen, auch ich gebe auf und lasse ihn fallen und bin wie die Ex!

Und die Frage ist: wie kann ich ihm diese Ängste nehmen? Wie kann ich ihm zeigen, daß ich anders bin? Das ich an ihn und unsere frische Beziehung glaube?

Beitrag von silkstockings 12.08.07 - 11:52 Uhr

Ach Mensch, du Arme.

Da hilft nur: es ihm sagen. Ihm zeigen, dass du an die Beziehung glaubst. In der heutigen Zeit sollte er so schnell er kann die Jobangebote annehmen.

Also; setz dich mit ihm hin, vergleicht die Angebote, dass was für ihn das Beste ist, sollte er annehmen. Dann macht ihr einen Plan, wie es mit euch weitergeht.

Ich weiß nicht, wo du wohnst, aber war das eine Angeebot nicht in Hamburg? Wie weit ist das von euch weg? Welche Möglichkeiten hast du zu wechseln?
Ich führ auch eine fernbeziehung (500 Kilometer) und wir haben auch einen Plan gemacht, wie wir das organisieren. Es ist nicht einfach, geht aber, wenn man das Ziel vor Augen hat. Nach 2,5 Jahren wird mein Partner nun endlich hierher ziehen können.

Die Zeit war nicht einfach, aber unsere Beziehung ist an der Belastung gewachsen.

Das ist bei euch auch möglich.

Jeder hat das Recht mal in ein Loch zu fallen. Nur irgendwann ist Schluss mit lustig.
Also: Wohnung aufräumen, Kaffee kochen, Pläne machen, handfeste Pläne. Versuch ihm Zuversicht zu geben.
Garantien gibt es nirgends. Aber wo ein Wille, da ein Weg.

Kopf hoch, ich halte euch die Daumen

Silk

Beitrag von laraberg 12.08.07 - 12:18 Uhr

Hallo Silk,

die Angebote, die er bislang hat, kommen aus Stuttgart, Hamburg, Berlin und New York und ich wohne im Rhein-Main-Gebiet. Und leider gibt es hier nur 2 andere Firmen, die seinen Job ebenfalls haben. Er steht zwar auch mit diesen in Kontakt, aber wirklich eine konkrete Zusage konnten ihm diese nicht geben! Sie sind zwar an ihm interessiert, wollen ihn auch, können aber keine Garantie darüber abgeben, wann denn nun ein Job frei werden würde. Er würde gerne noch etwas warten, würde gerne ein Angebot von denen annehmen, um nicht gehen zu müssen, aber er weiß auch, daß er nun nicht ewig lange arbeitslos sein möchte und daß ihm daher die Zeit ein wenig unter den Nägeln drängt ...

Die Angebote haben wir auch bislang gemeinsam verglichen, weil es ihm hier auch wichtig war, meine Meinung hierzu zu hören. Er sagte auch, er würde mich gerne mitnehmen, wenn er denn gehen muß.

Aber ich sehe auch, wie er leidet und wie er sich selbst quält. Ich sehe, daß er in einem tiefen tiefen Loch drinnen ist und nicht raus kommen will, kann oder mag.

Ich stütze ihm täglich den Rücken und sage, daß ich für ihn da bin, daß wir wegfahren können, damit er den Kopf frei bekommt, daß ich da bin, wenn er Ablenkung braucht oder reden will, aber er sagt, er ist mir dafür dankbar, aber läßt es dann doch nicht zu, daß ich hier groß was aktiv mache und genau dies ist mein Problem.

Er sagt, daß er bedingungsloses Vertrauen in mich hat, aber trotzdem sehe ich, wie er mit seinen Ängsten hadert. Daß er Angst hat, auch ich könne ihn wieder enttäuschen und auch von meiner Seite sind es nur leere Worte wie damals mit der Ex. Auch ihr hatte er geglaubt, aber hier wurde er auch enttäuscht.

Beitrag von silkstockings 12.08.07 - 12:23 Uhr

Vertrauen auf sich und auf dich muss aus ihm kommen. Das kannst du ihm nicht abnehmen.

Könntest du denn theoretisch in den Städten einen Job bekommen? Würdest du das machen? (Muss ja nicht sofort sein).

Hamburg ist meine Traumstadt. Leider kann ich hier nicht weg.
New York ist auch ein Traum, da hab ich mal gelebt und gearbeitet.

Es ist aber wichtig, dass er aus dem Loch kommt, sonst geht es nur weiter abwärts.

Beitrag von laraberg 12.08.07 - 12:38 Uhr

Er kennt auch meine Geschichte. Und dies bereits bevor seine Jobprobleme angefangen haben.

Ich bin seit Jahren in einer Führungsposition, habe in meinem Unternehmen alles erreicht, was man hier erreichen kann, sitze seit 9 Jahren auf diesem Job und ich langweile mich bereits seit einiger Zeit. Auch ich brauche eine neue Herausforderung, auch ich bin dabei, mich gerade umzusehen, was ich als Nächstes tun könnte. Auch ich stehe derzeit in Kontakt mit einigen Headhuntern und auch für mich wäre es letztendlich kein Problem, einen Job in einer neuen Stadt anzufangen, denn auch ich habe Angebote aus anderen Städten. Von daher wäre alles "easy", von daher wäre ich auch bereit wegen ihm und unserer Beziehung mir einen neuen Job in seiner neuen Stadt vermitteln zu lassen und daher hätten wir sogar sehr sehr gute Voraussetzungen dafür, daß es nicht nur eine Fernbeziehung werden könnte und muß und daher verstehe ich hier noch weniger, wieso er deswegen nun soo depri ist und so dermaßen in seinem Loch sitzt und nicht all das Positive sehen kann und will

Er ist ein sehr sensibler Mensch. Ich weiß wie sehr ihn das jetzt auch an der Seele kratzt, wie sehr nun sein Ego verletzt ist und auch sein Stolz, denn dies sagt er mir ja immer wieder, aber es gibt doch so viele positive Aspekte und ich kann nicht verstehen, daß er diese nicht sehen kann und nicht sehen möchte!

Er sagt immer, daß er bedingungsloses Vertrauen in mich und in uns hat, aber wieso kommt er denn nicht in die Puschen? Wieso bezieht er mich nicht mit ein?

Ich sagte ihm gestern auch, daß ich mir derzeit wie ein Spielzeug vorkomme, was von ihm mal rausgeholt wird und dann wieder in die Ecke gestellt wird, wenn er allein vor sich hinleiden möchte. Auch da kamen wieder Tränen. Er möchte nicht, daß ich so denke, denn so sei es gar nicht. Er sei so dermaßen durch den Wind, daß er derzeit einfach keine klaren Gedanken fassen würde und es tut ihm leid, wenn ich so denke und so fühle, denn dies will er gar nicht!

Es ist so verzwickt ... es ist so fies ... und ich fühle mich dabei mies und hilflos und zurückgesetzt!

Beitrag von silkstockings 12.08.07 - 14:24 Uhr

Dann sind doch alle Voraussetzungen gegeben.

Du kannst ihm wahrscheinlich gar nicht helfen, das muss von ihm kommen. Wie gesagt: jeder darf mal in ein Loch fallen, aber irgendwann ist gut.

Und das ist jetzt. Hinsetzen, weitermachen.

Letztendlich wirst du abwarten müssen. Alles was du machst, machst du schon richtig. Nun ist er am Zug.
Vielleicht machst du ihm das mal deutlich, denn diurch sein momentanes Verhalten gefährdet er eure Beziehung mehr, als wenn er nach vorne blicken und weitermachen würde.

Beitrag von laraberg 12.08.07 - 14:37 Uhr

Habe ihm heute eine nette SMS geschrieben: "Guten Morgen Süßer! Bist Du nicht der, der immer sagte, im Regen kann man noch die Sonne sehen? Der Job ist weg. Es ist sch***, aber na und? Du hast mich! Und wenn Du es möchtest, wirst Du mich nicht mehr los! Kopf hoch und 1000 Küsse!"

Ich dachte, dies muntert ihn ein wenig auf. Dies zeigt ihm, ich bin da für ihn.

Jetzt nach 4 Stunden habe ich die Antwort bekommen: "Habe die ganze Nacht nicht schlafen können und habe wach gelegen. Wie geht´s Dir? Kuss"

Er ist völlig neben der Rolle und geht noch nicht mal mehr auf meine SMS ein. Es tut mir so leid, ihn so erleben zu müssen ...

Beitrag von silkstockings 12.08.07 - 15:41 Uhr

Ich kenn das. Wenn du magst, kannst du mich über VK anschreiben.

Beitrag von nick71 12.08.07 - 19:20 Uhr

"Von daher wäre alles "easy", von daher wäre ich auch bereit wegen ihm und unserer Beziehung mir einen neuen Job in seiner neuen Stadt vermitteln zu lassen."

Und das für einen Mann, mit dem Du gerade mal 6 Wochen (!!!) zusammen bist? Würde ich auf keinen Fall machen...Ihr seid noch in der Kennenlernphase & Eure Beziehung ist noch kein bisschen gefestigt. Aber das ist natürlich DEINE Sache.

Vor allem würde ich an Deiner Stelle erstmal abwarten, wie ER sich mit seinem derzeitigen Problem "weiterentwickelt"...im Moment scheint er ja ziemlich abzugleiten. Und Du hast keine Garantie dafür, dass er sich wieder fängt.

Und ich fände es auch noch wichtig, sich erstmal RICHTIG kennenzulernen...ich würde nicht wegen einem quasi "fremden" Mann in eine fremde (womöglich weit entfernte) Stadt ziehen.

Natürlich kann man nicht ALLE Risiken immer komplett ausschliessen...aber sowas wäre mir definitiv zu unsicher. Bei einer langjährigen Partnerschaft hat man zwar auch keine Garantien...aber da würde ich diesen Schritt auf jeden Fall eher wagen.





Beitrag von meggy20082005 12.08.07 - 11:58 Uhr

Hallo,

mal ganz ehrlich (und ich meine das nicht böse), ABER

dein Freund versinkt im Selbstmitleid und hat alle Chancen dieser Welt um sich rum! Ich würde ihm mal gewaltig in den A*** treten, dass er mal wieder vorwärts kommt!

1.Er ist erst seit kurzem arbeitslos und hat schon 4(!) Angebote die er antreten könnte! Das hat nicht jeder, trotz vieler Bemühungen.

2.Du unterstützt noch dieses Versinken im eigenen Mitleid mit "ja du hast es sooo schwer,...geh nur trinken,... ich kann warten,..."

Also mal ganz im Ernst, wenn er wirklich jetzt schon ernsthaft begriffen hätte, dass er so nicht rauskommt, hätte er schon was unternommen und deine Hilfe angenommen und nicht nur sich bei dir ausgeheult, wenn du mal vorbei kommen darfst. (die Abende will er ja anscheinend mit dir nicht verbringen, sondern nur die Zeit zum Ausheulen).

3. So hart wie es jetzt klingt, aber ihr seit erst 6 Wochen zusammen, dafür kann er nicht seine berufliche Zukunft sitzen lassen. Er muss umziehen, wenn es nötig ist.

4.Und was dann aus euch wird bringt die Zeit. Kein Paar kann nach 6 Wochen schon sagen, dass daraus die Ehe fürs Leben wird und man dafür alles aufgibt. (*Aber alle 4 Jobangebote, die er bislang hat und wo er teilweise schon zum 01.09. anfangen könnte, sind nicht in meiner Stadt. Er müßte also schon wieder umziehen. Schon wieder alles zurück lassen. Schon wieder in Angst leben müssen*)

Diese "Kopfstreichel"-nummer bringt ihn nicht weiter, da bin ich ganz ehrlich, und bei allem anderen hilft nur reden, dass du nicht so bist wie die Ex.

LG Anja

Beitrag von laraberg 12.08.07 - 12:30 Uhr

Hallo Anja,

richtig, er hat bereits 4 Angebote, die er sofort antreten könnte, aber wie gesagt, die sind nicht in meiner Stadt und er will eigentlich nicht gehen. Er will nicht wieder irgendwo von Null anfangen, sich wieder alles aufbauen müssen, wieder alles aufgeben müssen, wieder Freunde, Wohnung etc aufgeben müssen, weil er dies in den letzten Jahren einfach zu oft gemacht hatte. Seit dem Studium ist er 4 mal umgezogen, weil es auch da nicht anders gegangen ist, weil er nicht der Typ ist, der arbeitslos sein möchte und weil seine Branche leider auch recht schnelllebig ist und er hier teilweise auch keine andere Chancen hat als einen Umzug, um nicht arbeitslos bleiben zu müssen.

Und nein: ich "pflege" nicht sein Selbstmitleid. Ich habe ihm gestern bereits einige warme Worte mit auf den Weg gegeben. Ich habe ihm gesagt, daß ich es nicht ok finde, wenn er Abend für Abend trinkt, weil dies nichts an dem Problem ändert. Er gibt mir ja auch Recht, aber trotzdem macht er damit derzeit halt weiter und das bereitet mir Kummer!

Und er denkt auch, er müsse mir was "bieten", wenn er sich mit mir trifft. Es ist nicht so, daß er sich bei mir groß Ausheulen will. Für Ausheulen geht vielleicht maximal 10 % unserer Zeit drauf. Er will mit mir was Schönes machen. Er will dann mit mir essen, Sport machen, shoppen und unter Leute.

Richtig "ausheulen" tut er sich dann an den Abenden und in den Nächten und dies mit seinen Freunden und mit viel Alkohol! Und wie gesagt, dies nun schon seit gut einer Woche. Toll finde ich dies nicht und da streichel ich ihm auch nicht das Köpfchen!

Ich habe ihm gestern auch gesagt, daß er doch immer das Lebensmotto hatte: bei Regen sollte man auch immer wieder die Sonne und habe ihn gefragt, wo dies denn geblieben sei? Der Job ist weg. Das ist schlimm, aber na und? Es gibt schon wieder Firmen, die sich um ihn reissen, die ihn haben wollen und das ist doch toll. Er ist gut, die anderen Firmen wissen dies und daher soll er an sich glauben. Ich tue es doch auch. Und ich bin für ihn da. Und ich werde nicht morgen wieder weg sein, nur, weil die ersten Probleme kommen und nicht mehr alles nur noch golden ist. Ich sagte ihm, daß ich ihn liebe, weil er so ist wie er ist und daß es mir egal ist, ob er nun einen tollen Job hat, viel verdient und in welcher Stadt er gerade sein wird. Alles was da kam von ihm waren Tränen und er hat mich in den Arm genommen ...

Von daher mache ich hier nicht die "ich streichel das Köpfchen-Technik", sondern ich versuche ihm durch Worte und Taten klar zu machen, daß ich nicht wie die Ex bin. Das es bei mir nicht nur Worte sind, sondern ich es ernst meine ...

Aber ich denke, daß hier seine Angst einfach größer ist und da ist die Frage, wie nehme ich ihm diese? Was kann ich selbst aktiv dazu beitragen? Was kann ich für ihn tun?

Beitrag von sigru 12.08.07 - 17:01 Uhr

Da kann nur erselbst wieder rausfinden! Du kannst und darfst ihm das nicht abnehmen er ist ein Mann - kein Kind - und Du bist nicht seine Mutter!
Ganz wichtig, das Du das begeifst! Halte Dich zurück - es sein denn Du willst ein Kind, was an Deinem Rockzipfel hängt.
Tut mir leid, daß ich so hart spreche - ich bin ein sehr sozialer Mensch - auch für andere da, wenn sie mich brauchen - aber die Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig es ist nicht zu viel für den Anderen zu tun... - auch wenn man sagt man tut es aus Liebe, weil man an eine Zukunft glaubt, etc.

Beitrag von laraberg 12.08.07 - 17:06 Uhr

Vermutlich hast Du Recht ...

Du glaubst aber gar nicht wie schwer es ist, ihn zu sehen, ihn zu hören und all das Leid zu sehen. Aber sicher: er will es gerade so. Er hat die Wahl und hat sich entschieden in Selbstmitleid zu zerfließen.

Vielleicht sollte und muß ich ihm hier wirklich ein wenig Zeit lassen, damit er wieder sich selbst findet.

Wobei von meiner Seite natürlich auch Verlustängste mitspielen! Nach so kurzer Zeit eine so hohe Belastungsprobe für so ein neues frisches Glück. Dies ist schon derb! Gerade, wenn man wie wir nicht mehr die Jüngsten sind und hier natürlich Träume, Pläne, etc hatten, die nun mit einem Schlag und mit der Kündigug zerstört wurden