Ein wenig verwirrt

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von shari2007 12.08.07 - 17:54 Uhr

Ich gehöre zu den Menschen denen Unabhängigkeit immer sehr wichtig war. Ich bin beruflich erfolgreich und wollte schon zu meiner Schulzeit immer schneller weiter kommen. Stillstand, das war ein Zustand den ich nicht akzeptieren wollte, weil ich das Leben dann langweilig fand.

Vor fünf Jahren ist meine letzte langjährige Beziehung den Bach runter gegangen und ich habe lange gebraucht um darüber hinwegzukommen. Hier passte einfach meine berufliche Planung nicht zu seinen Lebenszielen und so sehr ich mich auch bemüht habe alles unter einen Hut zu bekommen - es hat einfach nicht geklappt -. Seitdem bin ich davon überzeugt das Männer einfach anders sind und ich für das Zusammenleben nicht geschaffen.

Vor ein paar Wochen habe ich einem alten Bekannten eine E-mail geschickt, weil es mich wirklich interessiert hat wie es ihm geht. Über die E-Mail hat er sich gefreut und schlug vor, dass wir mal einen Kaffee trinken gehen. Das haben wir dann auch getan. Seitdem ist alles anders. Ich fange aus heiterem Himmel an zu heulen und frage mich ob ich in meinem Leben denn alles so richtig gemacht habe. Das Problem ist, ich hatte früher zweimal die Gelegenheit mit ihm zusammen zu kommen, wollte aber nicht weil ich mich irgendwie zu höherem berufen fühlte. Zugegeben es gab auch hinsichtlich meiner beruflichen Planung eine hohe Erwartungshaltung meiner Eltern.

Wenn ich ganz ehrlich zu mir selbst bin bereue ich das heute. Allerdings konnte ich das vor 18 Jahren alles nicht Wissen. Sagen möchte ich ihm das aber auch nicht, da er eine Freundin hat. Die beiden wohnen zwar nicht zusammen, weil das aus beruflichen Gründen nicht passt aber ich gehöre auch nicht zu den Damen die sich in bestehende Beziehungen einmischen. Ich bin mir auch gar nicht sicher ob da heute noch eine Chance besteht.

Zum Abschied hat er mir angeboten, ich solle doch zum Sommerfest seiner Firma kommen und gesagt wir bleiben in Kontakt. Zwischendurch gab es in seinem Leben wohl ein paar Anlässe wo er an mich denken musste.

Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir vielleicht einer Verraten wann dieser verwirrte Zustand wieder vorbei ist?

Vielen Dank im Voraus

Beitrag von midlife crisis 12.08.07 - 19:17 Uhr

Ich schätze dich mal auf Mitte dreißig.
Kann es sein, dass du durch das Treffen mit deinem Bekannten jetzt vermehrt an "alte Zeiten" denkst?
Dass du darüber nachdenkst, ob du alles richtig gemacht hast?
Ob dein Ehrgeiz dich wirklich dahin geführt hat, wo du hinwolltest?
Für mich liest es sich so, dass dein Bekannter dir damals nicht gut genug war, weil du dich zu Höherem berufen gefühlt hast.



Immerhin hat dein Bekannter dich zum Sommerfest eingeladen, ist ja schon mal was.

Beitrag von shari2007 12.08.07 - 21:53 Uhr

Hallo midlife crisis, Du hast es auf den Punkt getroffen.

Ich denke, ich werde nicht zu dem Sommerfest gehen und hoffe alles wird wieder ganz normal.