HARTZ VI bzw. Allg II und trotzdem ein nagelneues AUTO???

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von maryleon 12.08.07 - 20:58 Uhr

eine bekannte hat sich ein auto für 8000 euro gekauft NEU. :-Dabei ihr ganzes gespartes BARVERMÖGEN aufgebraucht angeblich hat sie jetzt KEIN BARVERMÖGEN mehr . sie wird in 2 monaten vermutlich HARTZ VI bzw ALG II -beantragen müssen (Näheres wäre jetzt zu ausführlich) meine FRAGE: wird man nicht von ihr verlangen, dass sie das auto wieder verkauft und damit ihren LEBENSUNTERHALT finanziert und sich ein billigeres anschaft?#kratz
Ich meine ich kann doch zbsp nicht n mercedes fahren und dann hartz VI beantragen?#kratz
Allerdings ist bei Ihr abzusehen, dass sie in einem halben Jahr spätestens vermutlich wieder arbeiten geht.
Jetzt trennt sie sich von ihrem Kindsvater der gem. sohn ist 2 einhalb jahre alt. dannach gehts wieder joben (in einen halbenjahr). sie braucht ein auto um in die arbeit zu fahren...
wird man ihr das nahe legen zu verkaufen?
ich denke doch schon oder- sie glaubt mir aber nicht. #bla
das Auto ach ja, ist auf ihre mama angemeldet aber die Versicherung zahlt Sie. Das hat sie wohl so bedacht ;-)das alles auf mama geschrieben wird und man ihr nix abnehmen kann. ist das rechtens ? kann man das überprüfen?;-)
irgenwie finde ich manche sachen nicht fair...:-(

Beitrag von kati543 12.08.07 - 21:00 Uhr

Es ist nicht fair, aber man kann nix machen. Das Auto gehört nicht ihr, sondern der Mutter.

Beitrag von friendlyfire 12.08.07 - 21:05 Uhr

Was mischt du dich hier eigentlich ein? Find ich unmöglich! Wenn du das alles schriftlich hast, dann schwärz sie doch an, bei der ARGE. Um ehrlich zu sein, wenn sie das Geld hat, und noch kein ALG2 bezieht (ist ja ZUkunftsmusik) dann kann sie sich ein Auto kaufen, einen Mann kaufen, das Geld verschenken oder was weiss ich nicht damit machen. Unfair finde ich, dass du dich hier so auslässt und nicht, dass sie sich ein Auto kauft, wenn sie NOCH GAR KEIN ALG2 bezieht...
IM Übrigen... Unser Auto läuft auch auf den Vater meines Mannes. Und nicht, weil wir bei ALG2 (das wir gar nicht kriegen) bescheissen wollen!
Abgesehen von der Unverschämtheit deines Beitrages, der in meinen Augen nichts weiter als billige Bildzeitungshetze ist, ist glaube ich die Grenze für ein Auto bei 5000 Euro. Und wenn sie das Auto für die Arbeit braucht, finde ich es nur gut, dass sie sich jetzt gleich eins gekauft hat, denn ohne Auto keine Arbeit.
Und eins noch, wer solche Bekannte hat, braucht echt keine Feinde mehr...

Ohne Worte. ff

Beitrag von maryleon 12.08.07 - 21:17 Uhr

meine Liebe, ;-)du scheinst hier wohl im falschen forum gelandet zu sein- diese forum dient zum allgm. meinungsaustausch
und ich wollte lediglich auskunft darüber haben ob das rechtens ist oder nicht ...
noch dazu habe ich die gute frau eher davor gewarnt weil sie sie es bewußt über ihre mutter laufen läßt nächstes mal überlegen, wenn dir ein beitrag nicht gefällt.. . dann behalte deine kommentare #bladoch für dich du süße kratzbürste...

Beitrag von klau_die 13.08.07 - 06:24 Uhr

Eben, ein Forum zum Meinungsaustausch, kein Auskunftsservice.
Ich kann Deine Mißgunst in diesem Fall auch so gar nicht nachvollziehen, gönnst Du ihr das Billigauto nicht?

Noch empfängt sie kein ALGII, das Auto ist nicht auf sie zugelassen und wenn sie nur vorübergehend hilfsbedürftig ist, ist es doch okay, sie braucht ja ein halbwegs zuverlässiges Auto, um zur Arbeit zu kommen.

Gruß,

Andrea

Beitrag von nightingale1969 13.08.07 - 12:08 Uhr

"diese forum dient zum allgm. meinungsaustausch"

Eben. Und friendlyfire hat Meinung von sich gegeben.

Wenn du! also mit dem von dir propagierten MEINUNGSAUSTAUSCH nicht klar kommst, dann bist wohl eher du im falschen Forum gelandet.

Beitrag von st.michael 12.08.07 - 21:05 Uhr

Darf ich fragen ob du es in ihrem Sinne positiv oder negativ fragst?

Also offiziell gehört ihr das Auto dann doch gar nicht, zudem gehört sie laut Deiner Beschreibung ja nicht zu denen die sich auf ALG2 ausruhen, sondern benötigt es als Übergang in einer bescheidenen Lebenssituation............

Denke da dürfte es kein Problem geben und es ist auch kein Staat ausnutzen, denn ein wenig "Vermögen - Besitz " dürfen auch ALG2 Bezieher haben. Es errechnet sich nach dem Alter wie viel Wert man haben darf!

Beitrag von goldtaube 12.08.07 - 21:30 Uhr

Also erst einmal ist das Auto auf ihre Mutter geschrieben und gehört ihr somit gar nicht.

Natürlich wird sie für die letzten Monate vor Antragsstellung Kontoauszüge vorlegen müssen und geschaut ob sie unverhältnismäßig Geld ausgegeben hat, obwohl absehbar war, dass sie ALG II beantragen muss. Allerdings wird auch geschaut um wieviel es sich gehandelt hat und ob es im Rahmen der Vermögensfreibeträge lag.
Jeder volljährige Hilfebedürftige und auch sein Partner hat einen Vermögensfreibetrag von 150 Euro pro Lebensjahr. Mindestens aber 3100 Euro, maximal 9750 Euro.
Jedes minderjährige hilfebedürftigen Kind hat einen Vermögensfreibetrag von 3100 Euro.

Und selbst wenn das Auto auf sie geschrieben wäre, dann dürfte sie ein Auto haben was einen Wert von maximal 5000 Euro hat.

Beitrag von st.michael 12.08.07 - 21:33 Uhr

Gilt die Grenze des Autowertes auch bei 2 Personen?

Beitrag von goldtaube 12.08.07 - 21:37 Uhr

Ja, natürlich.

Beitrag von goldtaube 12.08.07 - 21:42 Uhr

Muss mich verbessern. Ein angemessenen Fahrzeug gilt für jeden hilfebedürftigen in der Bedarfsgemeinschaft.

Beitrag von snowy 13.08.07 - 09:00 Uhr

Das Auto gehört ihr nicht. Wo ist das Problem?

Die Beantragung von ALG2 ist so aufwendig, dass genügend geprüft wird, es aber genug Lücken gibt, die man vor Beantragung nutzen kann. Ob man dies nun gut finde oder fair, ist alleinig dein Problem, nicht das vom Amt.

Du kannst höchstens das Amt anschreiben und als "besorgte Bürgerin" unterschreiben :-) Das ist ja wohl normal geworden im sozialen Deutschland.

#snowy

Beitrag von nightingale1969 13.08.07 - 12:19 Uhr

Ich kopiere dir mal meine Antwort im Crossthread reicn:

"Sie hat doch das Geld VOR dem Antrag ausgegeben. Wo steht denn, dass sie das nicht darf?"

In gewisser Weise darf man das wirklich nicht, das kann gekürztes ALG II zur Folge haben, siehe § 31 Abs. 4 Nr. 1 SGB II:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__31.html

Sie müsste *gruebel*... um die 54 Jahre alt sein, damit der Betrag im Rahmen des Vermögensfreibetrages nach § 12 SGB II liegt... Insofern hat sie ihr Vermögen gemindert (= Auto gekauft und auf Mutter laufen lassen), damit sie die Voraussetzungen für den ALG II-Bezug schafft. Sie hätte ansonsten das den Freibetrag übersteigende Vermögen zunächst für den Lebensunterhalt einsetzen müssen.

Ist schon ein Betrug, der hier vorliegt. Insofern könnte man hier nicht nur die Kürzung des ALG II in Betracht ziehen, sondern auch eine nette kleine Anzeige seitens der ARGE.

Und die Transaktion kann rauskommen, denn im Rahmen des sog. Datenabgleichs kommen durchaus auch kurz vor ALG II-Bezug aufgelöste Konten ans Licht: http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__52.html

Na, kannst du nun besser schlafen?!

Beitrag von nightingale1969 13.08.07 - 17:24 Uhr

BTW: Wenn man schon mitreden möchte - die Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem SGB II (ALG II) nennt der Volksmund blödsinnigerweise "Hartz IV (vier!)" und nicht "Hartz VI (sechs)".