noch mal lernen mit 2 kindern? Oder nicht? Oder was.....

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jhn 12.08.07 - 21:40 Uhr

Hallo ihr lieben!

Ich steh jetzt vor folgender Entscheidung,
entweder mache ich erst meine Ergotherapeutenlehre und bekomme dann in 4 Jahren noch ein Kind (unserer ist dan 6) oder aber ich bekomme jetzt ein Kind, setze noch ein Jahr länger aus, suche mir eine Tagesmutter und fange dann an noch mal zu lernen......
Ach Mensch, wenn ichs doch wüsste.... Entweder hab ich die Doppelbelastung, die ich mir aber durchaus zutraue, muss eh arbeiten nach einem Jahr jetzt mit dem Elterngeld, oder aber ihc habe 7 Jahre zwischen meinen Kindern und muss gleicht nach der Lehre wieder aussetzen weil ich in Elternzeit gehe....
Was ist denn nu richtig????
Also noch mal zu der allgemeinen Lage, ich habe eine abgeschlossene Berufsausbildung als Einzelhandelskauffrau, was aber eher aus der Not herraus entstanden ist damals.... Wollte dann meinen Substituten noch nachmachen wollte dann aber in diesem Beruf nun wirklich nicht alt werden. Jetzt kam meine Kreativpause und nun hab ich mich entschlossen eine Lehre als Ergotherapeutin zu machen. Ich bin 22 Jahre alt und unser Sohnemann ist jetzt 20 Monate....

LG

jhn

PS: Ich habe jetzt einmal hier geschrieben weil ich dachte das sich hier die meisten Mütter mit 2 oder mehr Kindern finden lassen!

Beitrag von binnurich 12.08.07 - 22:00 Uhr

Der Sohn meiner Freundin war 6 Jahre als sie ihren zweiten bekam. Funktioniert bereits seit mehr als zwei Jahren wunderbar.
Jetzt geht der eine in die Schule und der andere kommt bald in die Kita. Als sie jetzt in den Ferien zu Hause waren, konnte sie häufig aufräumen oder lesen .... Bei schlechtem Wetter haben die zwei mit der Eisenbahn im Kinderzimmer gespielt bei schönem Wetter waren sie im FGarten.
Klar gibt es manchemal Knatsch, aber es funktioniert überwiegend gut.
Der Große ist sehr kompetent auch im umgang mit aneren Kleinkindern und der Kleine entwickelt sich durch den Großen Bruder super.

Ich

Beitrag von jhn 13.08.07 - 08:30 Uhr

Das sind die Gründe warum ich immer einen großen Abstand wollte....
Aber dagegen sprechen auch Freizeitbeschäftigungen zum Beispiel. Wenn unser Großer was machen möchte und es geht nicht weil der Kinderwagen mit muss....
Es ist keine einfache Entscheidung, aber warum denn auch!

Danke für deinen Beitrag!

LG

Beitrag von binnurich 13.08.07 - 12:48 Uhr

Aber spätestens nach 1 bis 1,5 Jahren muss du den Kinderwagen auch nicht mehr mitnehmen. Seit unsere Tochter laufen kann ist sie zu Fuß unterwegs oder auf unserer Schulter.
Aber ich weiß schon was du meinst.

Keine leichte Enscheidung und wie mans macht, man kann es hinterher immer bereuen

alles Gute!

Beitrag von bambolina 12.08.07 - 22:52 Uhr

an deiner Stelle würde ich noch ein Jahr aussetzen und mit dem zweiten Kind nicht länger warten...

Gründe?:

- die Doppelbelastung hast du eh, ob jetzt oder in 7 Jahren...

- nach der Lehre gleich schwanger werden und dann wo einsteigen ohne Berufserfahrung ist sehr schwer. Es ist oftmals Müttern nicht vergönnt, in dem langjährig ausgeübten Beruf wieder einzusteigen

- Der Altersunterschied der Kids ist nicht allzu groß. Meine zwei kleinen (2+5) können (wenn sie nicht streiten ;-)) super miteinander zusammen spielen, während es bei den Jungs meiner Freundin (6+11) gar nicht möglich ist.

Meine Meinung ;-)

lg bambolina

Beitrag von jhn 13.08.07 - 08:28 Uhr

Hi bambolina!

Ja die ersten beiden Beiträge seh ich genauso, nur der letzte, hmm.....
Ich finde immer es ist sehr stark zu bemerken wenn die Kinder so ziemlich gleich jung sind, sich eher als Konkurrenz sehen und nicht als "Freunde".
Unser wird jetzt im Dezember 2 und wenns jetzt klappen sollte, kommt das Nächste wenn er 2 1/2 ist.....
Ich habe keine Bedenken das es nicht klappt, unser Sohn war ein Goldener Schuss!

Achja, ich merke ich muss noch 2-3 Nächte drüber schlafen!

LG

Beitrag von bambolina 13.08.07 - 23:17 Uhr

>>>ch finde immer es ist sehr stark zu bemerken wenn die Kinder so ziemlich gleich jung sind, sich eher als Konkurrenz sehen und nicht als "Freunde". <<<

Dazu...
Ist Kind 6 jahrelang oder mehr der wahre King oder die Prinzessin, ist es oftmals schwerer, wie wenn man seinen "Anspruch" nach nur 2 oder 3 Jahren teilen muß...

Und mein Sohn hatte nach 3 Jahren schon leichte Schwierigkeiten... bei meiner Freundin nach 5 Jahren, war es das absolute Chaos... und ist es heute noch....

lg bambolina

Beitrag von snowy24 12.08.07 - 23:06 Uhr

Hallo jhn,

Also zu deiner Frage was richtig oder nicht richtig ist, kann dir niemand beantworten. Das musst du selber entscheiden.

Aber ich schreibe dir ,mal meine/unsere Erfahrung.

Wir haben 3 Kinder im Alter von 3,5 Jahren, 2,5 Jahren und 1,5 Jahren. Mein Mann und ich haben im Mai 07 unsere 2.Ausbildung angefangen, Fachkraft im Transport und Logistikwesen, dieser beinhaltet die Fahrerlaubnis C/CE (Lkw),
Wir haben 2 Monate hin und her überlegt bis wir ja gesagt haben,weil uns diese Fragen durch den Kopf gingen,1. Wie reagieren die Kinder? Wird es Probleme geben im Kindergarten.

Also Probleme im Kindergraten gab es keine Die Leitung und die Erzieherinnen sind mir entgegen gekommen und haben durch eine Überbelegung unsere Grosse Tochter Angelina in das Kindertagheim untergebracht. DIe anderen beiden gehen zu meiner Mutter.Aber nur bis Anfang November.Da die beiden dann zu einer Tagesmutter gehen.
Die Kids sind wie immer sie haben es ganz gelassen auf genommen, sind nciht zickig oder nein nichts.

Und nun haben wir vor 1,5 Wochen ein Angebot bekommen
die Ausbildung zum Fahrlehrer. Haben wir dankend angenommen und am Freitag den Vertrag unterschrieben.
Diese Ausbildung fängt 3 Tage nach Ende dieser Ausbildung an. Das heisst keine Umstellung für die Kinder, da sie es schon gewohnt sind das Mama und Papa den ganzen Tag nicht da sind.und für uns ist die Chance unseres Leben in Zunkunft selbstständig zu werden. Was uns dann viel flexsibler zu gestalten ist mit Kinder usw. was man meistens heute in einem Abeitnehmervertrag nicht so ist.

Also ich an deiner Stelle würde ein Jahr Elternzeit dran hängen und dann deine Ausbildung machen so hast du eventuell mehr Chancen das man dich nach der Ausbildung einstellt, als wenn du erst die Ausbildung hast und dann wieder in Elternzeit gehst,, denn es ändert sich soviel in dem Bereich innerhalb kürzester Zeit, ich spreche da aus Erfahrung ich bin exam.Altenpflegerin, als ich nach der 2. ss wieder einsteigen wollte hätte ich erstmal 2 Aufbaukurse belegen müssen damit ich wieder auf dem neusten Stand der Dinge war.
Aber die Entscheidung kann dir hier keiner abnehmen, die musst du selber treffen.

Was sagt dein Mann/Freund dazu? Rede doch mal mit ihm.

Ich wünsche dir und deiner Familie alles erdenklich Gute in der Zukunft.


Lg
Marion


P.S. Sagst du Bescheid wie du dich entschieden hast?


Beitrag von jhn 13.08.07 - 08:24 Uhr

Dein Beitrag spricht mir aus der Seele!
Genauso wie du es verfasst hast, geistert es mir im Kopf rum! Ich denke mir auch das es schwierig wird nach einem weiteren Kind in den ja eigentlich noch nie ausgeführten Beruf zu gehen, so man denn überhaupt was bekommt.....
Eigentlich bin ich erst über meinen Mann darauf gekommen... Er lag abends im Bett und sagte er wolle wohl ein Baby... Ok, war ein Schock, aber seiddem kann ich an nichts anderes mehr denken!
Er unterstützt meine Pläne voll und ganz, er macht zur Zeit auch eine interne Lehre zum Programmierer.
Ich seh auch einfach die finanzielle Seite, jetzt haben wir eh nichts, aber wenn man dann einsteigt und kommt wieder in den Genuss des Geldes, dann will man es halten und dann wird es vielleicht nie etwas mit dem 2. Kind.....

Also erstmal Danke!

Dein Fall hilft mir schon sehr weiter!

LG

Beitrag von calleigh 13.08.07 - 19:29 Uhr

Hallo!

Also, ich hab mir die Antworten durchgelesen und will meine Meinung doch auch noch loswerden. ;-)
Ich habe eine Tochter, die ich mit 20 Jahren bekommen habe. Als sie zwei Jahre alt war, habe ich die Ausbildung zur Ergotherapeutin angefangen. Jetzt ist sie 4 Jahre alt und ich bin grad im dritten Ausbildungsjahr.
Ich kann dir sagen, dass diese Ausbildung ganz schön anstrengend ist! Mit wurde vorher zwar gesagt, dass man viel lernen und lesen muss - ich wusste es also vorher - aber ich bin oftmals doch ziemlich geschafft. Ich weiß nicht, wie deine persönliche Situation aussieht, wieviel Hilfe du bekommen kannst/wirst und in welchem Land du lebst, aber ich finde den Weg, den ich genommen habe, nicht ganz einfach. Ich hab aber auch viel alleine machen müssen und da mir das ganze Wissen auch nicht immer unbedingt zugeflogen ist ;-), musste ich auch ziemlich viel Zeit ins Lernen investieren. Was ich damit sagen will, ist, dass ich es mir nicht hätte vorstellen können, alles mit zwei Kindern zu bewältigen. Aber auch das ist nur meine Meinung.
Informiere dich doch einfach ein bißchen über die Ergo-Schulen in deiner Umgebung, die Unterrichtszeiten und vor allem über die Praktikumszeiten (in Praxen wird ja auch gerne mal bis 19/20h gearbeitet).

So, vielleicht konnte ich dir ja ein paar Anregungen oder Tipps geben?
Viele Grüße jedenfalls,

calleigh

Beitrag von jhn 13.08.07 - 19:52 Uhr

hi!

also deine situation kommt der meinen ja am nähsten!
ich danke dir dafür. also da ich bis jetzt in der schule nie sonderlich große probleme hatte (außer mathe, aber da kann ich auch lernen so viel ich will, ich schaff es trotzdem nicht :-p) denke ich das würde wohl gehen....
die unterrichtszeiten sind von 8 bis 13 uhr, würde also perfekt mir dem kindergarten passen..... ich weiß nur nicht wie das mit dem praktikum ist, aber das denke ich wird man mit den arbeitszeiten meines mannes regeln können.... auf oma,opa etc. kann ich leider nicht bauen, die wohnen entweder zu weit weg oder haben kein interesse am kind..... naja, wie das dann so ist!
wie sieht denn sein stundenplan so in etwas aus? und wie kommst du klar mit der verantwortung im job? erzähl doch mal ein wenig... ist es deine erstausbildung?

lg

Beitrag von calleigh 15.08.07 - 19:45 Uhr

Hallo!

Ja, das ist meine Erstausbildung, wenn man mal von den zwei Jahren des "Studieren-Versuchens" absieht ;-)
Ich bin jetzt grade im praktischen Jahr, wie haben über 12 Monate vier verschiedene Praktika (Neuro, Pädiatrie, Psychiatrie und AT) und haben dann im nächsten Jahr unser Examen. Bis zum April hatten wir knapp zwei Jahre die theoretische Ausbildung. Die Schule dauerte meist von 8-15h, manchmal aber auch noch länger. Das längste war dann 16.30h #schock Da musste ich dann schon früher gehen und meine Tochter vom KiGa abholen.
Jetzt im Praktikum sind die Arbeitszeiten in größeren Einrichtungen auch von ca. 8-16h, in den Praxen aber deutlich länger. Ich musste mit den Anleitern erst einmal besprechen, dass ich früher gehen und zum KiGa fahren muss. Das ist manchmal nicht ganz einfach gewesen.
Ich hatte früher auch nicht wirklich Probleme in der Schule, auch nur in Mathe, okay auch in Physik :-p Ich bin früher nur ziemlich faul gewesen und musste erstmal lernen zu lernen, da ich einen guten Abschluss haben möchte. Das bedeutet dann Lernen ab 19h, wenn meine Tochter im Bett ist und das macht nicht immer Spaß. Die Großeltern wohnen auch alle nicht in der Nähe und so weiß ich, wie es ist, wenn man alles alleine bewältigen muss. Es ist mit einem Kind mit ordentlich Disziplin auch gut zu schaffen, und glaub mir, so bin ich eigentlich eher nicht! Aber ich merke eben auch, dass es anstrengend ist und dass ich momentan nicht auf meinen Schlaf verzichten könnte und froh bin, dass meine Tochter nun schon größer ist und ansatzweise auch verstehen kann, wenn ich mal schon tagsüber lernen muss.
Darf ich denn mal fragen, wo du wohnst? Und auf welche Schule du gehen möchtest? Ich würde mich freuen, noch was von dir und deiner Entscheidung zu hören :-)

Liebe Grüße,

calleigh