wirklich so hart durchgreifen?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von awk1329 12.08.07 - 22:09 Uhr

Hallo,

folgende Situation:

wir waren heute bei meinen Eltern, er hat schon des öfteren dort Mittagsschlaf gemacht.

Heute gabs Riesentheater, anfänglich konnte man am weinen hören, dass er sich sehr unwohl gefühlt hat. Wir sind dann immer wieder rein, Spieluhr neu aufgezogen usw.

Irgendwann schlug die Stimmung dann aber um und er wurde sehr zornig.

Da ich aber ganz genau weiß, dass er nachmittags nicht durchhält ohne Mittagsschlaf und er auch müde war, bin ich konsequent geblieben und habe ihn im Bett gelassen.

Insgesamt zog es sich tatsächlich über fast 2 Stunden hin bis er dann einschlief.

Ihn aus dem Bett herausholen und wieder hinlegen wollte ich nicht weil wir zum einen nachmittags einen Ausflug machen wollten und zum anderen ich Konsequenz wichtig finde und klare Tagesstrukturen.

Außerdem war ich mir nachher ziemlich unsicher, ob er das nicht abspeichert so nach dem Motto: aha, ich muss nur lange und ernergisch genug schreien und dann holt die mich hier raus
und es dann weitere Szenen in der Art gibt.

Als er wieder wach war, hab ich ihn dann geknuddelt, wieder angezogen und mit ihm ein bißchen geschmust und was soll ich sagen: er war tatsächlich beleidigt und hat keinen Ton gesagt (ok, er kann auch nur "Mama" und "da" aber noch nicht mal das kam...)

Der Nachmittag war dann noch sehr schön und heute abend ist er auch gut eingeschlafen.

War ich nun zu hart oder konsequent?

Viele Grüße
awk + #baby 20 Monate + #ei

Beitrag von elke77 12.08.07 - 22:18 Uhr

Ich bin auswärts generell kulanter als zuhause. Will Anna bei Oma und Opa oder wo wir sonst gerade sind nicht schlafen, versuche ich es vielleicht noch einmal - lasse es aber schnell sein, wenn´s gar nicht klappen mag.
Sind wir nachmittags noch unterwegs, schläft sie da halt dann im Buggy ein. Oder im Auto.
Wir schlafen relativ regelmäßig auswärts, ich habe mir damit aber noch nie was "kaputt" gemacht. Anna weiß da eigentlich genau, dass zuhause klare Regeln gelten.

Ich würde ihn beim nächsten Mal nicht zwingen. Du hattest dadurch ja auch 2 Stunden lang keinen entspannten Tag sondern Stress.

LG, Elke+Anna #blume

Beitrag von arienne41 12.08.07 - 22:21 Uhr

Hallo

Ja ich finde es zu hart.

Er war in einer fremden Umgebung und du bist aus dem Zimmer gegangen bevor er schlief.

Kleinkindern ist es eben bewusster das sie in einer fremden Umgebung sind.

Warum hast du dich nicht mit ihm hingelegt?

Du hättest ihn in den schlaf kuscheln können oder sonst was.

Aber hauptsache dein Tagesplan stimmt und du bleibst konsequent.:-[

Wie würdest du dich wohl fühlen in einer ungewohnten Umgebung und allein?

Konsequenz ist wichtig aber auch kein Drama wenn die Kinder mal "Gewinnen".
Nach seinem verhalten nach dem schlaf: Du hast ihn im Stich gelassen und da würde ich genauso reagieren.

LG Arienne


Beitrag von naddy25 12.08.07 - 23:37 Uhr

Hallo!

Ich glaube, du hast das nicht richtig gelesen, aber es war keine ungewohnte Umgebung!!! Sie waren bei den Großeltern, wo er schon ÖFTERS seinen Mittagsschlaf gemacht hat. Unser Sohn hat auch eine lange Zeit bei meinen Eltern im Bett geschlafen, wenn wir da waren, jetzt turnt er da nur rum ... Und, regen uns nicht auf, ab mit ihm in den KiWa und ´ne Runde drehen oder einer wiegt ihn im Arm und muss dann evtl. eine halbe Std. bewegungslos da rumsitzen, weil Pierre dann schläft. Aber hier zu Hause, sind wir sehr konsequent! Wir lassen ihn auch mal 10 Min. schreien, wenn´s Trotzschreien ist. Sofort hin, rennen wir nur, wenn er weint! Oft brabbelt er auch und lacht 1 Std. oder so bis er einschläft, dann lassen wir ihn brabbeln, es geht ihm ja gut. Ich denke, Konsequenz ist ein Balanceakt, wo es sehr schwer ist, für alle akzeptable "Grenzen" zu finden/ziehen.

Gruß
Nadine

Beitrag von arienne41 13.08.07 - 00:29 Uhr

Hallo

Doch ich habe es richtig gelesen.

aber es ist nicht ihr zu hause und Kinder werden nicht nur körperlich größer sondern auch das Hirn wächst :-).

Wenn mein Kind eine Stunde im Bett noch erzählen würde wäre es ein Zeichen für mich das er noch nicht müde ist.

Ich weiß das meine Kinder oft meine Tagespläne durchkreuzten#gruebel gerade wenn ich was vor habe bzw. hatte.

Gestern bin ich spät ins Bett und mein Sohn auch erst um 20.30 Uhr und ich dachte naja das können wir sicher ausschlafen. ABER.... er war um 07.45 wach und sagte Mama aufstehn#gaehn und schon war mein Plan dahin.

Gruß Arienne

Beitrag von liz 13.08.07 - 08:53 Uhr

hallo!

ich finde auch dass man mal 5e grade sein lassen muss. dominik hält sich auch nicht immer an den plan den ich gerne hätte. ;-) manchmal wenn er noch nicht müde ist und dann statt 8 uhr abends 9 wird und ich denke dass er dafür am nächsten tag länger schläft, steht er dann früher als sonst wieder auf. #schmoll

was solls. er hat ja keine ahnung dass ich zb mal was vorhab und er mir dann mit seinen mätzchen alles durcheinander bringt. *gg*

lg liz

Beitrag von milli08 12.08.07 - 22:39 Uhr

Hallo awk,

ohhhh ich fürchte schon, dass das zu hart war. D.h. aber nicht, dass du keine gute Mutter bist du machst dir ja schließlich Gedanken.

Also zwei Stunden hätte ich es nicht übers Herz gebracht ihn in einem fremden Zimmer weinen zu lassen. Sehe es auch lockerer wenn wir bei Oma sind. Nur um meinem Tagesplan gerecht zu werden, hätte ich ihn nicht weinen lassen.

Nicht böse gemeint nur meine Meinung

LG
Nadine

Beitrag von sunflower.1976 12.08.07 - 23:23 Uhr

Hallo!

Bei André mache ich eien großen Unterschied, ob wir zuhause oder bei meinen Eltern sind. Da sie 300km entfernt wohnen, sind wir immer für einige Tage bei ihnen.
Wenn er dort unruhiger ist, schlechter einschläft o.ä. bleibe ich auf jeden Fall dabei. Er soll sich ja auch bei meinen Eltern wohlfühlen, auch wenn die Umgebung eher ungewohnt ist.

In der von Dir beschriebenen Situation wäre ich auf jeden Fall dabei geblieben. Du schreibst ja, dass Du am weinen gemerkt hast, dass er sich sehr unwohl gefühlt hat. Da wäre mir wichtiger, ihm Nähe und Sicherheit zu geben als die Regeln konsequent durchzusetzen.

Wenn ich bei André merke, dass er müde ist, aber noch nicht ins Bett möchte, frage ich ihn, ob er noch ein Buch schauen oder noch unseren Katzen gute Nacht sagen möchte o.ä. Also eine (!) kurze gemeinsame Tätigkeit bevor er schläft. Das klappt super. Wenn er im Bett liegt und weint, weil er sich zum schlafen noch nicht bereit fühlt, frage ich ihn, ob er nochmal kuscheln möchte. Meistens reicht es aus, wenn ich ihn nochmal auf den Arm nehme und mich mit ihm im Kinderzimmer hinsetze und kurz etwas erzähle. Danach geht er völlig problemlos ins Bett.

Mir ist wichtiger, dass er sich im Bett wohlfühlt und positive Assoziationen zum schafen gehen hat, als dass ich meine Regeln konsequent durchsetze. Dafür gibt´s noch genügend Möglichkeiten am Tag ;-)
Ich denke, es gibt langfristig weniger Probleme beim schlafen gehen, wenn er positive Gefühle wie Nähe und Geborgenheit damit verbindet als lange Zeit alleine weinen müssen.

LG Silvia

Beitrag von miratom 13.08.07 - 05:45 Uhr

Hi !

Ich finde es auch zu hart. Wenn Tom in einer anderen Umgebung als Zuhause nicht schlafen moechte oder sogar Angst hat, wuerde ich ihn nie zu etwas zwingen oder weinen lassen.

Liebe Gruesse
Svenaj mit Tom 11 Monate

Beitrag von twins 13.08.07 - 10:11 Uhr

Hi,
ich hole meine Kinder auch nie aus dem Bett, wenn sie schreien, denn einmal damit angefangen schon haben sie den Dreh raus.

Naja, so ganz fremd war die Umgebung nun auch wieder nicht. DIe Kleinen haben ein super Gedächnis. Unsere wissen genau, bei welchen Nachbarn sie mal einen Kekes bekommen haben und schreien, wenn ich einfach nur vorbei fahre.

Und wenn sie Oma und Opa kennen und die Umgebung ebenfalls, dann finde ich das durchgreifen nicht schlimm. Denn die nächsten Male bekommst Du ihn vielleicht besser ins BEtt, denn er weiß, das es dort keinen Freifahrtsschein gibt.

Zieh Dein Ding durch, denn jeder hat andere Ansichten und jede Situation ist doch anders.

Grüße
Lisa
21.11.05 Zwillinge