Reisekrank, ja oder nein...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jonise 12.08.07 - 22:42 Uhr

Hallo,

ich habe ein kleines Problem. Mein Großer, 4 Jahre, hatte bis vor einiger Zeit keine Probleme beim Autofahren.
Jetzt kommt es immer wieder mal vor, wenn wir länger unterwegs sind (ab einer Stunde), daß ihm schlecht wird. Nicht immer, aber immer öfter.
Die Heilpraktikerin hat mir empfohlen, ich soll ihm Vitamin b6 geben und außerdem Vertigoheel...
Haben es am Samstag dann probiert, bei einer 3 stündigen Fahrt...
Nach einer 3/4 Stunde wurde ihm übel, haben ihn dann nach vorne gesetzt... ne halbe Stunde später dann auf der Autobahn... genau... Frühstück kam wieder, und danach? War er bestens gelaunt und alles war vergessen...
Wir mußten die Strecke spätabends wieder heimfahren.. er saß wieder vorn... nach ner halben Stunde schlief er ein, bis daheim.. und nichts... vor 2 Wochen noch isser bei einer Abend/Nachtfahrt nach einer halben Stunde Schlaf aufgewacht und hat sich auch das Abendessen durch den Kopf gehen lassen, aber danach war alles ok...

Ist er nun Reisekrank oder nicht, und was soll man dagegen machen... Warten, bis er ... und dann is gut, oder gibts doch noch ne Möglichkeit...

Wir haben nämlich auch im September ne 16stündige Urlaubsautofahrt vor uns... die hatte er bisher (3 x schon) unbeschadet überstanden, selbst mit 1 1/2 Jahren, aber jetzt bin ich doch etwas skeptisch...

Also, hat jemand von euch auch dieses "Problem"????

(Dachte immer, reisekrank bedeutet, es ist einem dauernd übel beim Autofahren...)


LG
Christine

Beitrag von bambolina 12.08.07 - 23:03 Uhr

Meinem Bruder war als Kind auch immer reisekrank - was hab ich ihn beneidet, weil er vorne sitzen durfte ;-) aber er hat auch wirklich viel gek... aber nur bei längeren und kurvenreichen Strecken...
Es muß einem nicht zwangsläufig immer übel sein...

Während meine eine große Tochter als Kind bei jeder längeren Autofahrt kübelte, ob sie vorne saß oder nicht, ob gerade oder kurvig.

Das mit dem vorne sitzen bringt meines Wissens ja auch nur etwas bei kurvenreichen Strecken, das ein Auto hinten minimal mehr ausschwenkt als vorne.

lg bambolina

Beitrag von mel1983 12.08.07 - 23:50 Uhr

Hallo Christine,

ich hab von der Kinderärztin für unsere 6 Stunden Hollandfahrt und die 10 Yacht-Urlaub

Vomex A Sirup

bekommen.

Das ist gegen Übelkeit und Erbrechen und machte die Kinder etwas müde.

Ich habe es gottseidank nicht gebraucht, obwohl meine Kurze vorher auch ständig das Auto beschmutzte ;-)

Ich habe festgestellt, keine Bücher ansehen lassen (da wird mir auch schlecht!) und wenn geht so wenig wie möglich Spielzeug, weil dieses Auf-einen-Punkt-konzentrieren echt schlecht ist.

Ansonsten viel mit ihm reden.
Nicht aus der Seitenscheibe rausgucken lassen, weil da wird mir auch schlecht. Musst du mal probieren. Da fliegen die Bäume und Sträucher noch dreimal schneller vorbei, als wenn du vorn rausschaust.

Ich würds mit dem Saft definitiv probieren (wenn was über ist, kannst du es auch bei sonstigem Übelkeit und Erbrechen wieder geben) oder gleich nach vorn.

Und da soll er erzählen, dann ich sehe was was du nicht sieht usw.

Ich wünsch euch viel Glück und viel Spass im Urlaub.

PS: Meine Kurze hat auf der Hollandfahrt in 2. Reihe gesessen, ohne jegliches Spielzeug, ihr hat Omi neben ihr gereicht, und ihr war überhaupt nicht schlecht, weil sie eben so rumgeplödelt und ich sehe-was-was-du-nicht-siehst Spielchen gemacht haben.

LG Mel

Beitrag von jonise 13.08.07 - 09:43 Uhr

Hallo Mel!

Danke für Deine Antwort...

Genau das wollte ich eigentlich vermeiden, ihm was zu geben, was ihn müde macht. Die Schwester meines Mannes is Reisekrank, aber so richtig, der war aber während der ganzen Fahrt übel, und die hatte damals (vor fast 30 Jahren???) Reisetabletten gekriegt, wo sie eben immer "neben sich stand".
Wir fahren überwiegend nachts, aber wie gesagt, is uns jetzt auch passiert, daß er ne halbe Stunde schlief, aufwachte und schon kam was, da hat er nichts gesehen...

Und etz am Wochenende, als er dann auch vorn drinsaß, hat er auch nur vorn rausgeschaut und erzählt...
Problem ist, hab ja noch nen zweiten dabei, wenn ich mich dauernd mit dem Großen unterhalten würde, schläft der Kleine nicht und tagsüber fahren wir noch 6 Stunden...
Bis letztes Jahr war es überhaupt kein Problem, da hat er solche Fahrten vertragen, aber momentan, nicht mal etwas über ne Stunde und dann auch noch auf einer guten Straße, mit wenig Kurven...

Er liest nichts, er schaut nichts an... er schaut nur vorn raus, was die LKW´s machen... ;-)

Und eben, am Samstag am Hinweg hat er ja ... danach war er, als wenn nichts gewesen wär, und auf der Heimfahrt war auch überhaupt nichts....

Ich find DAS irgendwie komisch #kratz

Aber danke nochmal #danke

LG
Christine

Beitrag von mel1983 13.08.07 - 11:41 Uhr

Hallo Christine,

also sooo müde macht das Vomex A nicht. Hab es zu Hause meiner Kurzen mal gegeben, als sie ne schwerfe M-D-Infektion hatte, aber geschlafen oder so hat sie davon nicht.

Das du ihm sowas bei ner 1-stündigen Fahrt nicht geben möchtest, kann ich verstehen.
Bei ner 16-stündigen, wovon 6 Stunden Tagfahrt sind, wäre mir das lieber, so ein Saft zu nehmen. Du darfst nicht vergessen, dass ihm die Übelkeit und das Erbrechen ja selbst auch sehr unangenehm ist.

Vielleicht solltet ihr auch vor der Fahrt darauf achten, was er isst. Lieber nur leichte Dinge. Und für die Fahrt Apfelstückchen und Gurkenscheibchen und sowas mitnehmen.

Ich denke, es wird schon. Und wenn er kotzt und ihm geht es hinterher besser, ists auch gut.
Tu ihm eine Tüte mit hin, damit er nicht das Auto besudelt, oder hab du immer eine griffbereit um zu reagieren.
Denn nichts ist schlimmer, als ein Kind stundenlang in nem Sitz sitzen zu lassen, der schon 3mal vollgekotzt wurde (so ist es uns passiert! zum Glück hatten wir genug Wechselwäsche und Feuchttücher dabei. Das war echt unangenehm).

Kauf dir doch den Saft und wende ihn nur im Notfall an. Sagt ja auch niemand, dass du deinem Sohn schon vor der Fahrt die volle Dröhnung verpassen musst ;-)

Also leichtes Essen und viel Ablenkung. Mehr denke ich, kannst du nicht machen. Vielleicht noch einen Walkman mit seinen Lieblingskassetten. So ist er abgelenkt und das kleine Bubi kann trotzdem schlafen. Und ihr müsst euch nciht die ganze Zeit das Kinderliedergedudel anhören ;-)

Ich wünsch dir viel Glück und euch viel Spass.

Kannst ja hinterher mal erzählen, wie es gelaufen ist :-)

LG Mel

Beitrag von schnecke1966 13.08.07 - 10:04 Uhr

hallo christine - unserem sohn wird auch schlecht - allerdings nur wenn er sich ein buch anguckt und mit 'nem auto etc. spielt - solange er rausschaut gehts.
meine schwester (heilpraktikerin) hat mit empfohlen ihm "cocculus d12" globulis zu geben - 5 kügelschen bei reiseantritt und dann alle 1-2 std. weitere 3-5 - haben wir bei der letzten tour gemacht und obwohl er mit seinen bandolinos gespielt hat ist nichts passiert - folglich scheinen die kügelchen wohl geholfen zu haben - oder wir hatten einfach glück!!
gruß susi mit marius *10.07.2003

Beitrag von jonise 13.08.07 - 11:31 Uhr

Hallo Susi...

danke für deine Antwort...

Wie gesagt, ich hatte unsere Heilpraktikerin angerufen, bei der unser Kleiner in Behandlung ist, die hat mir empfohlen, ihm 3 - 4 Tage vorher Vitamin B6 Tabletten zu geben (1 am Tag) und dann bei Reiseantritt und alle halbe Stunde bis Stunde eine Vertigoheel. In den Vertigoheel-Tabletten ist auch cocculus drin.
Komisch war nur, ich hab ihm am Samstag die erste Vertigoheel geben bei Reiseantritt, dann na knappe Stunde später während der Fahrt eine, kurz drauf meinte er, ihm wär net gut. Also, ab nach vorn mit ihm. Dann wieder ne halbe Stunde später (nachdem ihm ja net gut war, hab ich ihm eben dann nach ner halben Stunde eine gegeben), wieder eine und 5 Minuten drauf, nachdem er Hunger hatte und selbst von seiner Breze essen wollte, 3 Bissen, dann "mir ist gar nicht gut" und ne Minute später kams auch schon...
Mir ist halt im Nachhinein gekommen, dass es immer kurz nach diesen Tabletten kam. Hab ihm dann auch keine mehr gegeben...
Und wie gesagt, kaum ist "alles" draußen, ist er quietschfidel und alles ist gut...
Bei der Heimfahrt nachts, hatte er vorher auch mit Abendgegessen, da war auch was im Magen... aber da hat es ihn nicht gestört...
Es ist auch nicht immer... daß ihm schlecht wird...
Vielleicht kannst deine Schwester ja fragen, was sie zu Vitamin B6 Tabletten und den Vertigoheel meint...
Ich hab auch kein Problem, die Globulis zu besorgen, hab da ja schon Erfahrung mit meinem Kleinen...

#danke

Christine mit Jonas (*20.03.2003) und Niklas (*06.08.06)

Beitrag von ekieh1977 13.08.07 - 11:13 Uhr

Hallo!

Bislang vertragen meine Kinder das Autofahren noch gut, aber mir war als Kind auch immer schlecht auf längeren Fahrten. Ich habe damals Reisekaugummi genommen (Superpep und später Superpep forte). Das machte nicht müde oder so und mir ging es gut...Ich konnte nämlich nicht vorne sitzen, da meine Mutter das gleiche Problem hat :-)

LG
Heike