partnerschaftlich bedingter unerfüllter kinderwunsch...

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von lieber so... 13.08.07 - 07:04 Uhr

.....ich(31) lebe seit 2 j in einer "patchworkbeziehung",ich habe meine 9j tochter mit in eine beziehung gebracht.vor einem jahr verspürte ich den wunsch nach einem gemeinsamen kind.mein partner(38) möchte keine eigenen kinder,die gründe die er mir nannte,waren ein einziges wirrwarr.er hat zu meiner tochter ein tolles verhältniss,für aussenstehende nicht zu erkennen, das er nicht der echte papa ist.mittlerweile bin ich kein mensch mehr,ich heule nur noch und denke täglich an ein gemeinsames kind,er übersieht meine trauer.
meine frage an euch, wie konntet ihr mit solch einer entscheidung eures partners leben, welche ja auch das eigene leben beeinflußt?!ich habe das gefühl, das ich es aleine nicht schaffe,damit zu leben und denke mir professionelle hilfe zu nehmen, denn wie ich zur zeit lebe, so kann es nicht auf dauer gehen.trennung kommt nicht in frage, denn ich liebe ihn ja über alles und der wunsch ist ja aus der liebe zu ihm entstanden. und kommt mir nicht mit tipps, wie dann jubel ihm eines unter...,das kanns ja auch nicht sein.
liebe grüße aus der ferne

Beitrag von auriane_sn 13.08.07 - 08:49 Uhr

Zitat "trennung kommt nicht in frage, denn ich liebe ihn ja über alles"

Tja, wenn das SO ist... musst DU wohl mit seiner Entscheidung leben, denn ihm eventuell durch das Hintertürchen ein Kind anzudrehen (bitte nicht falsch verstehen), wäre erst recht das Ende der Beziehung.

Ich habe mich von meinem letzten Partner getrennt, weil ich auch eine Familie wollte und nach 3 Jahren Beziehung meinte er, er will in dieses System keine Kinder setzen.
Ok... tat weh... und auch bei mir ist der Wunsch natürlich aus Liebe entstanden... aber das Ende vom Lied.... ich wurde immer trauriger, wenn ich junge Familien sah und er immer verschlossener.
Ich traf die Entscheidung zu Gunsten einer Familie und trennte mich.
Denn ich wollte nicht in zehn Jahren aufwachen und dann zu alt für ein Kind sein und mich fragen, wo meine Träume hin sind.

Professionelle Hilfe? Was bringt dir das? In diesem Fall erachte ich das nicht zwingend als notwendig, es sei denn, du willst dir einfach mal nur was von der Seele reden.
Willst du jetzt unbedingt NUR MIT IHM ein Kind oder allgemein noch ein zweites?
Wenn letzteres der Fall ist, dann rate ich dir trotzdem, trenne nicht. Wenn nicht, überlege dir, ob du damit leben kannst. Denn wenn er nicht will, hast du eh verloren.

Sorry, so hart es klingt... ich weiß, wie weh das tut.... Aber es geht in diesem Fall nur leider Entweder Oder.

LG
Auriane

Beitrag von auriane_sn 13.08.07 - 08:52 Uhr

Glaubst du, er wird seine Meinung über Kinder mit 38 Jahren tatsächlich noch ändern?

Ich denke nicht.

Und er wird dir immer wieder sagen: Du hast doch schon ein Kind.
(ich weiß, das ist nicht der Punkt, aber so wird er dir kommen)

Beitrag von babylove05 13.08.07 - 09:02 Uhr

Hallo

Also ich muss ganz klar sagen ich könnte nicht mit ein Mann zusammen sein der keine eigene kinder will.

Du musst dich wenn du dich nicht trennen willst damit abfinden.

Wird sicher schwer werden aber wenn du dich nicht bald damit abfinden kannst, wird es sicher immer schwerer und tut auch mehr und mehr weh.
Zwingen kannst du ihn sicher nicht. Er ist halt mit den Wunsch fertig du nicht.

Ich hab selber einen grossen Kinderwunsch ( auch wenn es für mich schwer war schwanger zuwerden PCO syndrom , nun entlich geschafft) weiss daher wie es ist. UNd ich muss sgaen ich bin froh das mein Mann mich so unterstütz.

Aber ich hab von anfang an gewusst das wir beide ein Kinderwunsch haben und hätte so krass es sich anhören mag mein Mann nicht geheiratet wenn er keine Kinder wollte.

Naja also am besten geht ihr vieleicht gemeinsam mal zu Therapie um das ganze aufzuarbeiten so das du einfach ein schluss strich ziehen kannst.

Martina

Beitrag von nick71 13.08.07 - 14:09 Uhr

"mein partner(38) möchte keine eigenen kinder,die gründe die er mir nannte,waren ein einziges wirrwarr."

Für Dich vielleicht...aber es sind halt SEINE Gründe. Ich finde eigentlich auch, dass man sowas gar nicht begründen MUSS...die Entscheidung "dagegen" sollte man ohne großartig zu hinterfragen hinnehmen.

Mein Freund (ebenfalls 38 und selber kinderlos) kommt auch super mit meinem Sohn klar...und trotzdem will er kein EIGENES Kind. Ich möchte auch keine weiteren Kinder, von daher ist das kein Problem für mich...aber es WÄRE u.U. zu einem geworden, wenn ich anders denken würde.

Es scheint Dir ja auch nicht vordergründig darum zu gehen, unbedingt noch ein Kind zu bekommen (a la "egal", wer der Vater ist). Er hat das für sich so entschieden und ich glaube nicht, dass Du ihn umstimmen kannst.

Einen anderen Rat, das als gegeben hinzunehmen, habe ich leider nicht für Dich!

Beitrag von akzeptanz 13.08.07 - 14:52 Uhr

Stell dir die Frage, ob du auch ohne ihn UNBEDINGT ein zweites Kind haben wollen würdest? Und falls nicht, mach dir klar, dass du so, wie du mit DEINEM Problem umgehst, seine Liebe zu dir zerstören könntest. Ein Kind unterjubeln wäre das allerletzte - gut, dass du das auch so siehst!

Ich kenne zwei Paare, bei denen jeweils einer einen Kinderwunsch hat und der andere nicht. Beide haben keine Kinder, weil hinter der Entscheidung FÜR ein Kind IMMER beide Teile stehen MÜSSEN! Mit DIESEM Mann kannst du kein zweites Kind haben. Also frage dich, worauf es dir ankommt. Willst du mit ihm zusammen bleiben, lerne die Tatsachen so wie sind zu akzeptieren. Ggf. mit professioneller Hilfe.

Ich wünsche dir viel Erfolg!