Psychische Probleme als Trennungsgrund

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von yidaki 13.08.07 - 07:32 Uhr

Hat Jemand damit Erfahrung:
Wir trennen uns, weil meine Frau ein psychisches Problem hat und das Zusammenleben für uns und unsere beiden Kinder zur Hölle wird. Sie läßt sich auch nicht noch einmal zu einer Therapie bewegen. (Sie hatte schon einmal eine vor Jahren, da ging es auch eine Weile gut) Der Ansatz zu einer Paartherapie ist jetzt z. B. völlig schiefgelaufen.

Die Kinder sind in dem Alter, in dem Sie selbst entscheiden wo Sie wohnen wollen. Sie haben sich für Ihre Mutter entschieden.

Fakt ist jedoch, dass z. B. meine Frau den Unterhalt (Sie ist freiberufliche Designerin) für sich und die Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bestreiten können wird.

Die letzten Jahre hatte ich Ihr neben meinem Beruf bei der Auftragsbearbeitung mit KnowHow geholfen welches sie nicht besitzt. Bei Anstellungen hat man Sie nach Probezeiten wegen ihrer Probleme nicht eingestellt.

Ausserdem hat sie durch ihr Problem keinen guten Einfluss auf die Entwicklung der Kinder.

Hinter der ganzen Angelegenheit steckt eine schreckliche Tragödie aber vielleicht hat jemand hier im Forum Erfahrung mit einer solchen Situation.

Kann ich in irgendeiner Form auf die Entscheidung der Kinder Einfluss nehmen?

Beitrag von cinderella2008 13.08.07 - 08:50 Uhr

Hallo,

ich weiß ja nicht, welcher Artdie psychischen Probleme Deiner Frau sind. Aber, wenn die Kinder bei ihr leben möchten, wird Dir meiner Meinung nach nichts anderes übrig bleiben, als den Weg über das Gericht zu nehmen, das dann anordnen könnte, dass die Kinder bei Dir zu leben haben. (Aber ob das gut ist, gegen den Wunsch der Kinder?) Sicherlich werden dann Gutachten über den psychischen Zustand Deiner Frau in Auftrag gegeben, danach wird das Gericht dann entscheiden, wo die Kinder leben.

Ob Du Deine Kinder "überreden" kannst, lieber bei Dir leben zu wollen, kannst nur Du wissen. Wie alt sind sie? Kannst Du Ihnen evtl. erklären, warum es aus Deiner Sicht nicht gut ist, wenn sie bei der Mutter bleiben.#heul

Gesetzt den Fall, die Kinder bleiben letztendlich bei ihrer Mutter und sie ist nicht in der Lage, für den Lebensunterhalt aufzukommen, nehme ich an, wirst Du dies tun müssen. Du hast mit der Familiengründung Verantwortung übernommen. Deine Frau ist krank. Sie hat sich diesen Zustand nicht ausgesucht. Jetzt wirst Du für Deine Entscheidung (für diese Frau) einstehen müssen.

Vielleicht wäre es das Beste, Du würdest Dich weiterhin um ein sehr gutes Verhältnis zu Deiner Frau bemühen, Dir eine Wohnung in unmittelbarer Nähe suchen und Deinen Kindern ermöglichen, jederzeit zu Dir kommen zu können.

Aber da ich keine Ahnung von den Ausmaßen der psychischen Störungen Deiner Frau habe, ist es natürlich schwierig, eine objektive Antwort zu geben, da ich nicht weiß, was wirklich möglich ist und was nicht.

LG, Cinderella

Beitrag von schlange66 13.08.07 - 08:56 Uhr

ich habe auch psychiche probleme aber dafür nimmt keiner mir die kinder weg...kommt aber immer drauf an was es ist..


aber mein mann drohte mir auch ich nehme dir die kinder weg....warum denn???

man nimmt einer mutter nicht die kinder weg.

merk dir das#freu

Beitrag von 270483 13.08.07 - 20:36 Uhr

Man sollte aber auch einem Vater die Kinder nicht wegnehmen!
Merk dir das auch! Denn auch wenn die Mutter die Kinder "ausgetragen" hat, sind sie dem Vater mindestens genauso ans Herz gewachsen!

:-[

Beitrag von schlange66 14.08.07 - 09:21 Uhr

ich merk mir gar nichts....

jeder kann hier seine meinung äußern....und man nimmt keiner mutter die kinder weg...basta....#freu

Beitrag von schwalliwalli 14.08.07 - 09:50 Uhr

man nimmt keinem vater die kinder weg...basta.....

ist genau so eine inhakltsleere aussage wie deine

Beitrag von plattfuss 14.08.07 - 11:59 Uhr

ich merk mir gar nichts....

......jetzt wird dem geneigten Leser deutlich klar, daß du psychische Probleme hast.

Um deine Thesen zu untermauern hättest Du Deine Unfähigkeit nicht so deutlich unter Beweis stellen müssen....

Beitrag von kathyundjannik 14.08.07 - 09:14 Uhr

Leider ist nicht jede Frau, die ein Kind zur Welt gebracht hat, auch automatisch eine gute Mutter!!!! Und so finde ich es gut, dass sich hier ein verantwortungsvoller Vater Gedanken um das Wohlergehen seiner Kinder macht! #pro

Die Aussage, man nimmt keiner Mutter die Kinder weg, ist meiner Meinung nach absolut überholt. Gerade hinsichtlich der zahlreichen Mord- und Totschlägen der letzten Monaten und Jahren von Müttern an ihren kleinen Kindern. :-[ Und ich wette, dass die meißten der Taten auf ein psychisches Problem basieren! #augen

Nun ja, wenn deine Kinder aber tasächlich schon in dem Alter sind selber zu entscheiden würde ich in erster Linie, wie schon jemand vor mir geschrieben, ein gutes Verhältnis zu allen anstreben. Eigentlich bleibt dir ja auch nicht wirklich etwas anderes übrig. Mache die Mutter nicht schlecht bei den Kindern, dass kann im schlimmsten Fall nach hinten losgehen. Ich bin ein typisches Scheidungskind und habe oft zu meinem Paps gehalten, obwohl meine Mum, aus heutiger Sicht, bei allem recht hatte.

Alles Gute für Euch.

Kathy

Beitrag von janchensmama 14.08.07 - 11:47 Uhr

"man nimmt einer mutter nicht die kinder weg. "

Warum nicht?

Beitrag von haiku 14.08.07 - 11:16 Uhr

Hallo Yidaki,

auch wenn du aus deiner Sicht die Entscheidung der Kinder als falsch ansiehst, wirst du der Vaterrolle am besten gerecht, wenn du deine Kinder in *ihrer* Entscheidung unbedingt unterstützt. Dann bleibt ihnen der Raum und das Selbstbewusstsein, falls sie später einmal ihre Entscheidung revidieren wollen. In der jetzigen Situation kannst Du nur gewinnen. Wenn Du die Kinder gegen ihren Willen zu Dir ziehst, kannst Du nur noch verlieren.
Einfluss auf die Entscheidung der Kinder nehmen zu wollen, ist in meinen Augen genau der falsche Weg, auch wenn es schwer fällt. "Psychische Probleme" sind sehr relativ und der Lebensraum der Kinder besteht längst nicht nur aus Ihrer Mutter.

LG, Haiku