Fruchtwasseruntersuchung! Würdet ihr es machen?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von nicki1820 13.08.07 - 09:58 Uhr

Hallo ihr lieben,

am Anfang meiner Schwangerschaft hatte ich eine Darmspiegelung machen lassen (wusste nicht das ich schwanger bin). Hatte auch Medikamente genommen, daraufhin hat mir meine Frauenärztin zu einer FU geraten. Nun habe ich den Frauenarzt aber gewechselt (aus vielen Gründen) und mein neuer Frauenarzt rät mir eher davon ab. Nun habe ich den Termin und die Überweisung zur FU und bin hin und her gerissen ob ich es machen lassen soll oder nicht.

Klar könnt ihr mir die Entscheidung nicht abnehmen aber ihr könnt mir evtl. helfen eine Entscheidung zu treffen.

Vielen Dank

Katja mit Jolina (17 Monate) und #ei (17. SSW)

Beitrag von s_a_m 13.08.07 - 10:12 Uhr

"...hatte ich eine Darmspiegelung machen lassen... Hatte auch Medikamente genommen, daraufhin hat mir meine Frauenärztin zu einer FU geraten."


Hmmm, was möchte die Frauenärztin denn durch die Amniozentese überprüfen? Das fände ich mal interessant, denn darum geht es bei der Entscheidung: Was will ich wissen und gibt es einen Grund für einen bestimmten Verdacht?

Durch eine Darmspiegelung und Medikamenteneinnahmen während der Schwangerschaft bekommt ein Kind keine chromosomalen Besonderheiten wie z.B. eine Form der Trisomie. Und um diese Dinge, also chromosomal / genetisch bedingte Behinderungen sowie einige Stoffwechselerkrankungen u.ä., geht es bei der Untersuchung des Fruchtwassers. Die haben aber alle nix mit Untersuchungen oder Medis zu tun.

Von daher kann ich die Empfehlung der Ärztin ("daraufhin hat mir meine Frauenärztin zu einer FU geraten") nicht nachvollziehen, wenn sie nur darauf beruht, dass du die Darmspiegelung hattest und Medikamente genommen hast.

Vielleicht allgemein interessant?
http://www.regenbogenzeiten.de/amnio.html

Liebe Grüße
Sabine

Beitrag von nightwitch 13.08.07 - 10:14 Uhr

Hallo,

ich habe auch in meiner Frühschwangerschaft Medikamente genommen. Sie waren zwar freiverkäuflich, aber dennoch könnten diese ja auch dem baby schaden. Zusätzlich habe ich mir am Wochenende bevor ich feststellte SS zu sein, so richtig lehrbuchmässig einen kleinen (naja schon eher grossen) Schwips angetrunken.
Ich war damals schon in der 10. Woche.
Mein Arzt war zwar nicht begeistert, aber er meinte die Natur hätte es schon so eingerichtet, dass wenn mein "Lotterleben" dem baby geschadet hätte, dieses nicht so weit gekommen wäre, bzw sich nicht mehr weiter entwickeln würde.

Wenn bislang alles in Ordnung war (in der 17. Woche sieht man ja schon einiges), dann denke ich dass du Glück gehabt haben könntest.

Eine FU ist immer mit extremen Risiken behaftet. Letzendlich ist es aber deine Entscheidung. Vorher solltest du dir aber einige Fragen beantworten:

Was würdest du tun, wenn bei der Untersuchung herauskommt, dass dein Kind geschädigt ist - abtreiben oder behalten? Wenn du es behalten willst ist es meiner Meinung nach egal ob du eine FU machst oder nicht, das Ergebnis ist das gleiche und du hast weniger Risiko, dass etwas bei der Untersuchung passiert.

Was machst du, wenn alles in Ordnung wäre, du aber dein Kind aufgrund der Untersuchung verlieren würdest? Würdest du dir da keine Vorwürfe machen?

Also ich muss für mich beide Fragen mit Ja beantworten: ja ich würde das Kind behalten und ja ich würde mit Vorwürfe machen.

Aber es ist deine Entscheidung.... ich würde sie jedenfalls nicht machen (habe ich ja auch nicht) und immer so entscheiden.

Ich wünsch dir dennoch alles Liebe und Gute.#liebdrueck

Sandra, 35. Woche

Beitrag von dani0801 13.08.07 - 10:14 Uhr

Hallo Katja.

ich hatte vor genau 2 Wochen meine Fruchtwasseruntersuchung. Ist meine erste Schwangerschaft und ich mir wurde auch "empfohlen" einen FU machen zu lassen.
Die Entscheidung liegt natürlich bei dir und deinem Mann/Freund, ist ja immer ein geringes Restrisiko dabei, dass Kind zu verlieren.
Also ich würde die Untersuchung wieder machen lassen (wenn nötig). Die FU war überhaupt nicht schlimm, der Arzt hat mit einem ganz tollen US Gerät ca. 30 Minuten US gemacht, dann bleibt der US auf dem Bauch und wird durch die Assistentin festgehalten. Der Arzt desinfiziert den Bauch und dann geht´s los. Der Einstich war etwas intensiver wie bei einer normalen Blutabnahme - beim füllen der Spritze hatte ich so ein Druckgefühl im Bauch. Dann noch 30 Min. an den WEhenschreiber und ab nach Hause. Hatte noch 2 Tage Ziehen im Bauch, ist aber normal..... Schnelltest hatten wir 1 Tag später und der "normale" Befund kommt diese Woche...

Falls du noch Fragen hast melde dich gerne! #herzlich

lg #herzlichdani

Beitrag von junistern2006 13.08.07 - 10:23 Uhr

Hallo Katja
Ich finde die Entscheidung eigentlich ganz leicht, ich würde sie nicht machen lassen. Ich würde nämlich auch keine Konsequenzenen daraus ziehen. Bei uns ist jedes Kind willkommen. Allerdings ist das unsere Meinung. Dir muss klar sein, dass das Ergebnis VIELLEICHT nicht so ist, wie ihr euch es wünscht. Aber was würdet ihr dann tun?
Allerdings hätte ich viel zu viel Angst davor, das Kind durch die FU zu verlieren. Und dein neuer FA rät doch eher ab. Daher denke ich, dass er das Risiko, dass dein Kind Schaden genommen hat, als geringer einschätzt als die Gefahren durch die FU. Ein richtig konkreter Verdacht ist doch anscheinend nicht vorhanden, daher würde ich lieber die bestehende SS stabilisieren.
Also, wie du ja selbst schreibst, ihr müsst es alleine entscheiden. Ich wünsche euch viel Glück!
LG Inga + Jan (14 Monate) + #ei (21. SSW)

Beitrag von butzinchen1 13.08.07 - 11:08 Uhr

Hallo Katja,

Deine alte FÄ sollte sich mal besser informieren. Mit einer FWU kann man keine Veränderungen feststellen, die durch eine Darmspiegelung oder eine Medikamenteneinnahme verursacht sein können. Dazu wäre ein Feindiagnostik-Ultraschall geeignet. Bei der FWU geht es um die Erkennung von speziellen genetischen Veränderungen.
Die meisten Medikamente haben zum Glück sowiso keinen schwerwiegenden Einfluss auf eine SS. Wenn Du weißt, welche Medikamente Du genommen hast (müsste sich ja auch zur Not rausfinden lassen), kannst Du auch bei speziellen Einrichtungen nachfragen, ob sie Auswirkungen haben können, z.B. bei

www.reprotox.de

(einfach auf "Anfrage" und dann "Formular" klicken oder anrufen)

Und wie schon meine Vorschreiberinnen schrieben, Du solltest Dir auch darüber Gedanken machen, ob ein schlechtes Ergebnis bei Deinem Kind überhaupt Konsequenzen für Dich bedeuten würde.

Viel Glück #klee!

Liebe Grüße,
Butzinchen1 mit Mäuschen an der Hand und Mini 34.SSW

Beitrag von christine820 13.08.07 - 12:51 Uhr

Hallo,

mein FA hat mir auch gesagt das ich eine FU machen könnte es aber ganz alleine an mir und meinem Mann läge was wir tun.
War haben uns gegen die FU entschieden, das Risiko das doch etwas schief geht war uns zu groß.
Nun bin ich in der 19 SSW und ich denke doch das alles ok ist, mein Arzt ist zufrieden mit uns.

Ich wünsche Dir egal was du tust eine schöne#schwanger schatft.


Liebe Grüße Christine820

Beitrag von froschl 13.08.07 - 13:09 Uhr

Hallo Katja,
ich hab auch ne FU machen lassen. Es war überhaupt nicht ein bisschen schlimm. Ich habe den Pieks in die Bauchdecke wie Blutabnehmen empfunden, dann hab ich noch einmal etwas gespürt als es durch die Gebärmutterwand ging - das war aber auch nicht schlimmer als beim Blutabnehmen und dann als der Doc mit der spritze angesaugt hat, hat es sich so vakuum-mässig angefühlt. Das wars auch schon. Also - schlimm fand ichs überhaupt nicht. Auf einer Scala von 1 bis 10 war der Schmerz wohl so bei 2 von dem was ich mir vorgestellt hatte. Das erstmal zur beruhigung.
Allerdings - wie schon ein anderer hier gesagt hatte: die Frage ist wozu es gemacht werden soll? ich denke auch dass nur bestimmte genetische Risiken damit ausgeschlossen werden können und ob irgendwas durch Medikamentengabe passiert ist, sieht man wohl nicht am Ergebnis der FU. Allerdings ist es auch wirklich nicht wahrscheinlich dass die Darmspiegelung, bzw. die Medikamente (Valium?) viel gemacht haben, wenn die Schwangerschaft noch ganz ganz am Anfang war.
Frag doch nochmal deinen Arzt ganz genau danach.
liebe grüsse
Froschl