Was haltet Ihr von dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen"?

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von thinkpink 13.08.07 - 13:07 Uhr

...die Frage steht ja oben.

Vielen Dank fuer Eure Meinungen.

Sue, 32. SSW

Beitrag von karina210 13.08.07 - 13:15 Uhr

ich halte nix davon : gar nix
mein Tip: in liebe wachsen von Dr. Gonzales, das ist jeden Euro wert das Buch

Beitrag von dood2004 13.08.07 - 14:05 Uhr

WARUM?

Beitrag von ratpanat75 13.08.07 - 17:49 Uhr

...weil es keine schnelle Wunderlösung verspricht, die den Eltern (und nur den Eltern) gut tut, sondern erklärt, warum Kinder nicht durchschlafen und an den Mutterinstinkt appelliert, das Bedürfnisse nach Nähe zu befriedigen.

LG

Beitrag von kleineute1975 13.08.07 - 14:11 Uhr

Hi

alle sagen was dagegen aber ich habe das Buch probiert gelesen und habe mich in vielen Bereichen wiedergefunden

ich würde sagen du musst selber entscheiden ob du es anwendest oder nicht, es gibt viele Tips dort, lesen schadet nicht, ob du das anwendest bleibt dir überlassen...

viele sagen immer das das Buch nur über schreien lassen schreibt, was eigentlich gar nicht so richtig ist, dieses Buch gibt viele andere Tips

bei uns war es so das mein Sohn die ersten 16 wochen nur geschrien hat, und dann noch weiter bis zum 06. Monat danach konnte ich einfach nicht mehr, es gab Nächte wo ich nicht mehr als 2 Std. geschlafen hatte, über tag ging es mir schlecht ich konnte mein Kind gar nicht mehr gerecht werden (und ob das gut ist, denke ich nicht) naja jedenfalls hatten wir auf Anraten meiner Pekip Tante dieses Buch benutzt und er schlief nach einer Woche endlich durch....meinem Mann und mir hat es sehr geholfen. Jonas der ja dann durchschlief, war selbst viel entspannter und fröhlicher über Tag und alles ging bergauf...

Lass dir nichts einreden, es hat nichts damit zu tun, das man sein Kind nicht liebt etc....

die die dagegen sind, haben selber pflegeleichte Kinder und wissen gar nicht was das heißt, Nachts nur 2 Std. zu schlafen

LG Ute mit Jonas 2 Jahre

Beitrag von tekelek 13.08.07 - 14:27 Uhr

Hallo Ute !
Ich lasse Dir gerne Deine Meinung und Dein Buch. ABER - es stimmt nicht, daß alle, die dagegen sind nur pflegeleichte Kinder haben !
Mich ärgert das immer gewaltig, wenn ich so einen Mist lese, tut mir leid, aber es ist so.
Meine Tochter war ein klassisches Schreibaby, hat ebenfalls im ersten halben Jahr fast nur geschrien, außer sie war im Tragetuch, bis zum ersten Geburtstag war sie ständig unruhig, nervös und kam nie von alleine zur Ruhe.
Mein Sohn ist bis zum 8.Monat 1-2stündlich nachts aufgewacht, manchmal sogar jede halbe Stunde, anschließend dann zum Glück nur noch alle 3 Stunden und mittlerweile nur noch 1-2 Mal pro Nacht.
Ich bin seit Monaten am Ende, auch damals bei Emilia dachte ich manchmal, es geht nicht weiter, ich würde aber NIE meine Kinder alleine schreien lassen. Du weißt nicht, wie es in Deinem Sohn wirklich aussieht und wie er durch das Schlaftraining geprägt wurde für sein späteres Leben ...
Nichts für ungut, aber es geht auch anders, selbst wenn man "anstrengende" Kinder hat.
Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (2,5 Jahre) und Nevio (in 3 Wochen 1 Jahr)

Beitrag von kleineute1975 13.08.07 - 15:11 Uhr

Hi

tja man wird hier immer verurteilt.......ich finde das zum kotzten es muss jeder selber wissen

und ich habe nicht geschrieben das ich ihn hab schreien lassen

also ich finde das Buch so ganz gut mit den Tips die da drin stehen es handelt nicht nur vom schreien lassen

außerdem

weißt du mein Kind ist das liebste Kind auf Erden....tja du bist vielleicht auch stündlich nachts aufgestanden, bist du denn auch arbeiten gegangen in der Zeit???
also nicht immer jeden verurteilen bevor du antwortest....

außerdem mal ein Kind 1 min schreien lassen un ddann immer wieder beruhigen das soll schlimm sein, aha alles klar....

ich schreibe hier meine meinung und ich finde es zum kotzen das man immer blöde antworten bekommt wenn man nicht still und wenn man das Buch jedes Kind kann schlafen lernt benutzt hat

LG Ute

Beitrag von thinkpink 13.08.07 - 17:31 Uhr

Hallo Ute,

Vielen Dank fuer Deine Meinung und Deine Erfahrungsberichte - das hilft mir sehr. Ich finde es uebrigens auch nicht nett, wenn man sich hier im Forum gegenseitig verurteilt.

Es gibt sicherlich verschiedene Erfahrungsberichte und verschiedene Situation, und da muss man eben sehen, was fuer das eigene Kind das Richtige ist.

Bin Dir auf jeden Fall dankbar, und bitte aergere Dich nicht ueber bloede Antworten.

Gruss
Sue #klee

Beitrag von bettibox 13.08.07 - 15:05 Uhr

Hallo Ute,

jeder soll machen was er für richtig hält, aber nicht alle, die nichts davon halten haben pflegeleichte durchschlafende Kinder.

Ich weiss was es heisst nachts zweistündlich manchmal auch stündlich geweckt zu werden und ich arbeite auch noch 35 Stunden die Woche, aber mir wäre und würde nie in den Sinn kommen nach dem Buch zu handeln, aber wie gesagt, jeder soll machen was er für richtig hält, aber bitte keine Pauschalurteile, dass alle die nix vom schreienlassen halten, pflegeleichte Kinder haben.

LG Ines;-)

Beitrag von kleineute1975 13.08.07 - 15:15 Uhr

Hi,

ich habe gesagt das Buch sei gut und man kann sich dort Tips holen ich habe nicht gesagt, das man es schsreien lassen soll...

übringens ich arbeite auch noch 35 Std. die Woche also ....

das Buch handelt nicht nur übers schreien lassen, es gibt viele Tips vielleicht hast du es noch nicht gelsen

ich finde es schlimm das man immer wieder verurteilt wird, wenn man hier z.b. schreibt, das man nicht stillt selbst die Flaschenmamis werden hier arge runtergemacht..und dann noch das Themas dieses Buches...ätzend.....wenn eine Mutter am Ende ist...kann sein, das du es so geschafft hast...aber wenn eine Mutter am Ende ist...ist es ihr überlassen was zu tun..denn es geht auch an die eigene Gesundhheit und ich weiß nicht, ob es so toll ist, wenn Mutter nee Kur braucht damit es fit fürs Kind ist, ich glaube davon hat ein Kind auch nichts..

mein Sohn ist ein liebenswertiges Kind es schläft nachts gut und auch sonst total ausgeglichen......und macht selten Probleme....

LG Ute

Beitrag von anval 13.08.07 - 17:16 Uhr

mein kind ist weiß gott nicht "pflegeleicht" und ich halte auch nicht besonders viel von dem buch. ein paar sachen sind ganz informativ aber ich würde nicht dieses schlaftraining anwenden.

und jetzt fühl dich bitte nicht wieder angegriffen, wie bei den vorherigen antworten! mach wie du denkst. nur dein letzter satz ist ganz ganz großer unsinn.

Beitrag von hoeppy 13.08.07 - 21:55 Uhr

Hallo,

hmmm..... meine Tochter ist 2 jahre alt und hat noch nie richtig durchgeschlafen. Seit 10 Wochen haben wirn nochmal Nachwuchs zuhause.
Aber ich würde NIEMALS auf die idee kommen, nach diesem Buch zu handeln.

Ich hbe es leider auch zuhause im Regal stehen. Eine Fehlinvestition hoch drei.

Kannst Dir ja mal die folgenden Links anschauen, dann denkst Du vielleicht auch anders.

übrigens- der "Erfinder" dieser Methode istmittlerweile auch von dieser Methode abgerückt.

http://home.qualimedic.de/~birgit.gutsche/ferbern.htm
http://home.qualimedic.de/~birgit.gutsche/ferbern1.htm
http://home.qualimedic.de/~birgit.gutsche/ferbern2.htm
http://home.qualimedic.de/~birgit.gutsche/ferbern3.htm

http://www.continuum-concept.de/ferberkompl.htm

http://www.das-kind-muss-ins-bett.de/hints_kastmor.html


Gruß Mona

Beitrag von ayshe 14.08.07 - 09:20 Uhr

***
die die dagegen sind, haben selber pflegeleichte Kinder und wissen gar nicht was das heißt, Nachts nur 2 Std. zu schlafen
***
absoluter irrtum!!!


meine tochter ist alles andere als pflegleicht gewesen, schlief mit über 1,5 jahren ab und zu diurch, schlecht ein, schrie...

HIEr wäre sie sicher 10000fach geferbert worden

Beitrag von minna79 14.08.07 - 14:02 Uhr

bin ganz deiner meinung!!!

schöne grüße

minna

Beitrag von dood2004 16.08.07 - 14:07 Uhr

Hallo Ute,

mir ging es ganz genauso! MEin Sohn ist jetzt 22 Wochen und bis zur 16 Woche exakt das selbe. Seit 3 Tagen benutz ich jetzt den Plan für die tagschläfchen und was soll ich sagen.
KEine 10 MIN gejammer und bumm er schläft! Nachts traue ichmich noch nicht, aber wenn es tagsüber so gut läuft, ist es nur noch eine Frage der Zeit!

Ich hatte mir 1 Woche Pronbezeit gesetzt, aber das man den Unterschied schon nach 2 Tagen sieht, wahnsinn und davor, war es immer nur streß! Und der KLeine ist jetz wirklich viel ausgeglichener als vorher!

Jeder muß wirklich selbst entscheiden, ob er danach vorgeht oder nicht!

LG ANna und MAthis

Beitrag von tekelek 13.08.07 - 14:38 Uhr

Hallo Sue !
Ich halte rein gar nichts von diesem Buch. Generell finde ich Bücher mit "Schlaftips" nicht besonders gut, am besten verlässt man sich immer noch auf seinen Mutterinstinkt und auf sein Gefühl.
Es gibt schöne Bücher über das Schlafverhalten an sich, ohne Tips, z.B. "Schlafen und Wachen" von William Sears, die nicht "Probleme" lösen wollen, sondern helfen, das Verhalten von Babies besser zu verstehen.
Man kann Kinder zwar wie Hunde "abrichten", ob das allerdings positiv ist und längerfristig dem Kind gut tut, ist die große Frage.
Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (32 Monate) und Nevio (fast ein Jahr), die mir gezeigt haben, daß die Zeit und viel Liebe alle sogenannten "Schlafprobleme" löst #danke

Beitrag von thinkpink 13.08.07 - 17:34 Uhr

Hallo Katrin,

Vielen Dank fuer Deine Meinung - das hilft mir sehr. Ich denke, es kommt wirklich auf die jeweilige Situation an und wie verzweifelt man sich fuehlt oder auch nicht.

Liebe Gruesse

Sue

Beitrag von visilo 13.08.07 - 16:36 Uhr

ließ das Buch und bilde dir dann eine EIGENE Meinung zu dem Thema, jeder sieht das für sich und sein Kind anders, ich habe nur Teile von dem Buch gelesen und finde es gut, hier im Forum wird das Buch aber meist verteufelt, ich denke jedes Kind ist anders und jede Situation ist anders, ließ das Buch und zieh dir vielleicht einige Anhaltspunkte für dich und dein Kind raus ( vielleicht hats du ja Glück und dein Würmchen schläft sofort gut durch - ja auch sowas soll es geben;-)). Uns war es sehr wichtig das Lukas relativ schnell alleine einschläft und auch alleine durchschläft, zu dem Zeitpunkt kannte ich das Buch NICHT, ich habe es mit Lukas einfach so gemacht wie es mir von meiner Mutter empfohlen wurde und bei uns hat es super funktioniert, Lukas schlief schnell durch und macht bis heute keine Probleme beim Thema Schlafen ich hab das wohl ähnlich gemacht wie es im Buch beschrieben wurde nur war Lukas halt noch viel jünger wie im Buch beschrieben. Warte erstmal bis dein Kind da ist und dann ließ dir verschiedene Bücher durch ( falls du sowas überhaupt brauchst) und dann kannst du entscheiden ob es zu euch passt.

LG
visilo

Beitrag von thinkpink 13.08.07 - 17:36 Uhr

Hallo Visilo,

Vielen Dank fuer Deine Meinung! Das hilft wirklich sehr.

Gruss

Sue

Beitrag von popmaus 13.08.07 - 19:06 Uhr

Es mag sein das in dem Buch auch nützliche Tipps sind.
Aber von Schreien lassen halte ich gar nichts.
Eltern die so ihre Kinder behandeln finde ich verantwortungslos.
Die Spätfolgen von dieser Methode können noch Jahre später auftreten.
Manche sollten sich lieber einen Hund zulegen, den können sie dressieren wie sie wollen aber kein baby das vor allem Liebe und Nähe der Eltern braucht.
Klingt vielleicht jetzt hart - ist aber meine Meinung.


Liebe Grüsse
Carmen und #baby Chantal * 27.02.07

Beitrag von dawn79 13.08.07 - 22:06 Uhr

Hallo,
ich halte nichts von dem Buch. Ich finde die Tipps darin auch nicht sehr gut, es redet den Eltern ein schlechtes Gewissen ein, es behauptet, dass Babys mit 6 Monaten durchschlafen müssen und dass sie ansonsten nicht normal sind oder die Eltern was falsch gemacht haben. Ich habe das Buch gelesen und mich danach richtig schlecht gefühlt. Ständig wird einem das Gefühl gegeben, dass man etwas falsch macht. Ich finde, das hilft Eltern nicht viel.
Mein Kind ist durchschnittlich, was das Schlafen angeht. Wir hatten durchwachte Nächte ebenso wie sehr gute, stündliches Stillen und 5 Stunden Schlaf am Stück (aber erst mit etwa 7 Monaten). Mein Sohn lag halt oft bei uns, so war es einfacher und ich werde es wiedr so machen. Seit fast einem Jahr schläft er nun durch und in seinem Bett im eigenen Zimmer. Ohne dieses Buch.
Ich empfehle gerne "Mein Kind schläft durch", das hat mir gefallen.

Beitrag von ayshe 14.08.07 - 09:19 Uhr

schrecklich: man bricht sein kind, bis es eben resigniert aufgibt und geschnallt hat,
daß sie eltern ihm nicht helfen werden.

Information über Prof. Ferber:
Der im Ratgeber "Jedes Kind kann schlafen lernen" aufgeführte Behandlungsplan beruht auf einer Methode, die Prof. Ferber, Leiter eines Kinderschlafzentrums in Boston, USA, Mitte der 80ziger Jahre entwickelt hat.
Dabei betonte er:
1. Zum Zeitpunkt der Anwendung des Plans muss das Kind mindestens 1 Jahr alt sein
und
2. dieser Plan ist für Eltern entwickelt worden, die am Rand der Erschöpfung stehen, als Notbremse sozusagen, um die Kinder vor elterlicher Gewaltanwendung zu schützen.

Inzwischen ist Prof. Ferber ein Befürworter des Familienbettes. Im New York Magazine gab Prof. Ferber 1998 ein Interview. Hier ein Auszug daraus:
Ferber sagte: "Ich wünschte, ich hätte nie diese Sätze geschrieben." Ferber führte fort, dass das gemeinsame Schlafen von Eltern und Kindern im Familienbett eine gute Alternative sei zur herkömmlichen Schlafgewohnheit in getrennten Betten und Zimmern. Eltern müssten nur klar ihren Weg gehen. Ferber sagte auch, er wäre sehr traurig darüber, dass Eltern seine Methode als Rechtfertigung benutzten, um ihre Kinder schreien und schreien zu lassen. Er sagte, Leute wären zu ihm gekommen und hätten erklärt, sie wendeten seine Methode bereits über Wochen an und es wäre nicht besser geworden. Andere erzählten, sie würden ihr Kind eine Stunde und länger schreien lassen. Ferber sagte, dass er der Meinung sei, dies wäre brutal und sein Behandlungsplan passe NICHT für jede Familie. Es gehöre sehr viel mehr zur Vorgehensweise, als nur 5-10-5 Minuten "kontrolliertem" Schreienlassens.


der kinderschutzbund ist übrigens auch dagegen:

Erfahrungen
http://www.continuum-concept.net/familienbett/ferber_moni.html

http://home.qualimedic.de/~birgit.gutsche/ferbern3.htm

http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/mebboard.php3?step=1&range=20&action=showMessage&message_id=21045&forum=155

http://www.rund-ums-baby.de/nachdergeburt/mebboard.php3?step=0&range=20&action=showMessage&message_id=35557&forum=110

http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/mebboard.php3?step=0&range=20&action=showMessage&message_id=3370&forum=129

http://www.ferbern.de/index.php?page=experience_ferbern&m=8


Seabrook
http://www.continuum-concept.de/ferberkompl.htm

http://www.rabeneltern.org/schlafen/wissen/schlafen-rab-jedeskind.shtml

http://www.rabeneltern.org/schlafen/wissen/schlafen-freddy-jedeskind.shtml

http://www.das-kind-muss-ins-bett.de/hints_kastmor.html

http://www.trostreich.de/Service/Rezension/Rezension2/rezension2.html

http://www.attachment-parenting.de/baby/zusammen_schlafen.htm

Kinderschutz gegen ferbern bzw. jkksl
Da wir's ja letztens von der Neuauflage des "Schlaflern-Buchs" hatten, hab ich mal beim Kinderschutzbund nachgefragt, was die davon eigentlich halten.

Heute kam folgende Antwort:

Sehr geehrte Frau XY,

einen schönen Dank für Ihre Email.


Wir kennen das Buch, "Jedes Kind kann schlafen lernen". Es gibt eine ganze Reihe in der Serie: "Jedes Kind kann ... lernen". Diesen Büchern steht eher ein verhaltenstheoretisch orientiertes Erziehungsmodell des Konditionierens zu Grunde.

Wir im Kinderschutzbund empfehlen diese Bücher nicht. Weder die Haltung noch das Menschenbild, noch die Tipps, die in diesen Büchern zu finden sind, entsprechen der Haltung, die wir im Kinderschutzbund und in unseren Elternkursen, "Starke Eltern - Starke Kinder®" haben.

Für uns ist eine Anleitung zur Erziehung, die die Bindung und Beziehung zwischen Kindern und Eltern stärkt, die die Kompetenzen der Eltern und Kinder heraus zu finden hilft und die auf Klärung der eigenen Werte- und Erziehungszielvorstellungen setzt, wichtig. Bei uns kommt es auf die Achtung von Bedürfnissen und Gefühlen von Kindern an, aber später auch, wenn Kinder größer sind, sollen Eltern sich auch nicht bloß ohne Ende für die Kinder aufopfern müssen.

Weiterhin sind bei uns wichtig: der sensible aber auch humorvolle Umgang und klare Kommunikation miteinander, gegenseitiger Respekt, Zuneigung, Anerkennung, Vertrauen und Annahme. Wir unterstützen Eltern bei der Suche nach den Wegen Konflikte und Probleme zu lösen, die die unterschiedlichen Bedürfnisse und Werte möglichst berücksichtigt.

Auch die Kinderrechte spielen bei uns in den Elternkursen eine wichtige Rolle.

Ein genaueres Bild über unsere Haltung und Inhalte in den Elternkursen gibt Ihnen, wenn Sie möchten, der von Paula Honkanen-Schoberth geschriebene Elternratgeber:

"Starke Kinder brauchen starke Eltern", erschienen in der Urania Verlag, für 12.90 €. Sie ist auch die Mitautorin der Elternkurskonzeption, Familientherapeutin und langjährige Mitarbeiterin im Kinderschutzbund.

Elternkurse werden inzwischen in vielen Orten, bei unterschiedlichen Trägern angeboten, die Kinderschutzbund-Ortsvereine vor Ort sind in der Regel informiert, wo die Kurse laufen.

Und nun möchten wir Ihnen und Ihrem Baby alles Liebe und Gute wünschen, achten Sie auf die positiven Seiten ihres Kindes, und auf die in Ihnen selbst, dies würde Ihnen auch das Motto des ersten Kursabends empfehlen.

Mit freundlichen Grüßen
Beata Hoffmann
Fachreferentin


Expertenantworten

Biggi Welter und die Kunst, sein Kind schlafen zu lassen...
http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/mebboard.php3?step=1&range=20&action=showMessage&message_id=56060&forum=129
http://home.qualimedic.de/~birgit.gutsche/ferbern2.htm

Gehirnentwicklung
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Kindheitsforschung/s_763.html
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Kindheitsforschung/s_2338.html

"Schaden durch Schreienlassen"
ein Text, übersetzt aus "The No-Cry Sleep Solution". da ist auch der Text von Jean Liedloff dabei, die beschreibt, wie sich ein so allein gelassenes wesen fühlt.

SCHREIENLASSEN

Es hört sich so einfach an: Einige Nächte schreien lassen, und dein Baby wird die ganze Nacht schlafen – jede Nacht. Wenn es nur so einfach wäre! Meine Recherchen haben ergeben, dass nur sehr wenige Eltern einen so einfachen Erfolg erleben. Viele müssen wochenlang jede Nacht mit stundenlangem Weinen (dies gilt oftmals für Baby und Eltern), fertig werden. Manche Babys schreien so sehr, dass sie sich übergeben müssen. Einige Eltern stellen fest, dass das nächtlichen Weinen das Verhalten des Kindes am Tag beeinflusst – es wird anhänglich und durcheinander. Viele bemerken, dass jede Art von Rückschlag (Zahnen, Krankheit, Ausfall eines Nickerchens, Urlaub) ihr Kind erneut zum nächtlichen Aufwachen bringt, und sie ihr Kind wieder und wieder schreien lassen müssen. Viele wenn nicht alle Eltern, die auf das Schreienlassen zurückgreifen, glauben aber, dies sei der einzige Weg, ihr Baby zum Durchschlafen zu bewegen.

Was Experten über die beiderseitige Qual des Schreienlassens sagen
(...) Dr. Paul M. Fleiss und Frederick Hodges in Sweet Dreams (Lowell House, 2000) sagen folgendes über solche Trainingsprogramme für Babys:
Babys und kleine Kinder sind eher emotionale als rationale Wesen. ein Kind kann nicht begreifen, warum Sie seine Rufe nach Hilfe ignorieren. Nicht auf die Schreie Ihres Babys zu reagieren, auch mit der besten Absicht, bedeutet, dass sich Ihr Kind im Stich gelassen fühlt. Babys haben biologische Bedürfnisse, die „Schlafexperten“ entweder ignorieren oder verleugnen. Es stimmt, dass ein Baby, dessen Bedürfnisse ignoriert werden, letzten Endes wieder einschlafen wird, aber das Problem, dass das Aufwachen eigentlich hervorgerufen hatte, bleibt ungelöst. Auch wenn die Eltern nachgesehen haben, um sicher zu gehen, dass das Kind nicht krank ist oder an sonstigem körperlichen Unbehagen leidet, wird der eigentliche emotionale Stress beim Baby bestehen bleiben, wenn sie mit ihm nicht auf eine mitfühlende Weise umgehen, es beruhigen oder stillen, bis es wieder einschläft.
Die vernünftigste und anteilnehmendste Herangehensweise ist ein sofortiges Reagieren auf das Weinen Ihres Kindes. Vergessen Sie nicht, Sie sind die Eltern. Und Ihrem Kind Sicherheit zu geben ist eine der erfreulichsten Aufgaben der Elternschaft. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, das Sie alleine die Macht haben, das Leben Ihres Babys aufzuhellen und Angst und Schmerz von ihm fernzuhalten.

Kate Allison Granju schreibt in Attachement Parenting (Pocket Books, 1999):
Babys sind Menschen, extrem hilflose, verwundbare, abhängige Menschen. Ihr Baby verlässt sich auf Ihre liebevolle Fürsorge. Wenn es weint, signalisiert es – auf die einzige Art, die es kennt – dass es Sie braucht. Sie wissen, wie es sich anfühlt, vor Angst oder Verzweiflung zu weinen. Es fühlt sich schrecklich an. Und für ein Baby ist es nicht anders. Wenn Ihr Baby weint – aus welchem Grund auch immer – erfährt es körperliche Veränderungen. Sein Blutdruck erhöht sich, seine Muskeln erhalten eine erhöhte Spannung, Stresshormone überfluten seinen kleinen Körper. (...)

Dr. William Sears (...) warnt in Nighttime Parenting (Plume, 1999), sogar vorm Schreienlassen:
Eltern, lasst mich euch warnen. Schwere Probleme in der Kindererziehung haben keine einfachen Lösungen. Kinder sind zu wertvoll und ihre Bedürfnisse zu wichtig, als dass sie zu Opfern billiger und oberflächlicher Ratschläge werden dürften.

Wie fühlt sich ein Baby, das man schreien lässt?
Niemand weiß wirklich, wie sich das Schreienlassen tatsächlich auf ein Baby auswirkt. Man kann es schließlich nicht zweimal aufziehen und sich den Unterschied ansehen. Und niemand weiß wirklich, wie sich ein Baby letztlich fühlt, wenn man es weinen lässt. Jean Liedloff präsentiert jedoch eine sehr wahrscheinliche Sichtweise in Ihrem Buch Auf der Suche nach dem verlorenen Glück (Addison-Wesley, 1977). Hier beschreibt sie das Aufwachen eine Babys mitten in der Nacht:

Er wacht auf in dem sinnlosen Schrecken der Stille, der Bewegungslosigkeit. Er schreit. Sein kleiner Körper brennt von Kopf bis Fuß vor Bedürfnis, Verlangen, unaufschiebbarer Ungeduld. Er schnappt nach Luft und schreit, bis sein Kopf nur noch ein einziges Pochen ist. Er schreit, bis seine Brust schmerzt, bis sein Hals wund ist. Er kann den Schmerz nicht mehr ertragen und sein Schluchzen lässt nach und klingt ab. Er lauscht. Er öffnet und schließt seine Fäustchen. Er rollt seinen Kopf hin und her. Nichts hilft. Es ist unerträglich. Er beginnt wieder zu weinen, doch es ist zu viel für seinen überanstrengten Hals; bald hört er auf. Er rudert mit den Ärmchen, und tritt mit seinen Beinchen. Er hört auf, leidend, unfähig zu denken. Er lauscht. Dann schläft er wieder ein.

Lösungsmöglichkeiten
Wer sein Baby dazu bewegen möchte, nachts durchzuschlafen, für den gibt es andere, liebevollere Möglichkeiten als das Schreienlassen. Durch das Erkennen, Analysieren und Bewerten der Schlafmuster des eigenen Babys können diese sanft beeinflusst und in die gewünschten Bahnen gelenkt werden. Wie das geht, steht z.B. in dem Buch The No-Cry Sleep Solution von Elizabeth Pantley, einer Elternberaterin und Mutter von vier Kindern. Hier werden verschiedene Schlaflösungen, aus denen man die für sich passenden herauspicken kann, vorgestellt, und ein tränenfreier maßgeschneiderter Schlafplan wird erstellt.



so. das reicht erstmal.

Beitrag von florenate 15.08.07 - 07:50 Uhr

Hallochen,

hier mal ein sehr informativer Link dazu.

http://www.rabeneltern.org/expblog/details.php?id=133


Und: Ich finde es gut, dass Du Dich vorher informierst!!
LG
florenate

Beitrag von thinkpink 15.08.07 - 13:35 Uhr

Hallo Florenate,

Vielen Dank fuer den Link - das war sehr informativ. Habe das Buch noch nicht gekauft, aber schon viel drueber gehoert und wollte eigentlich nur mal sehen, was die urbianer so drueber meinen. Interessante Meinungen :-D

Na, wir haben ja noch ein wenig Zeit bis zur Geburt....

Gruss

Sue

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