Schlafen mit 15 Monaten

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von jenx 13.08.07 - 13:36 Uhr

Ich werde es mal andersrum versuchen und einfach mal ein unsere Situation schildern. Antworten erhoffe ich mir - ehrlich gesagt - vor allem von den ganzen Mitgliedern hier, die es immer so schön verteufeln Kleinkinder schreien zu lassen ;-)

Also los:

Mein Sohn Jamie (15 Monate) schläft nur in unserem Bett. Und zwar nur dann, wenn ich daneben liege. Aber auch dann hat er oft keine Lust einzuschlafen (Ja, er IST müde). Das heißt er steht also auf und spielt rum...während ICH im Bett liege. Und zwar am Mittag ca. 30-45 Minuten. Abends genau dasselbe. Er wird müde, quengelig, reibt sich Augen, Nase und Ohren. Kaum liegt er mit mir im Bett ist er wieder quietschfidel und macht Unsinn. Momentan geht das gerade noch, weil ich nur ein Kind habe, im Januar kommt aber Nummer zwei. #kratz

Da kommen nun eure Meinungen ins Spiel. Jamie hat immer geweint, wenn er alleine im Bett schlafen sollte. Da ich ihn nicht schreien lassen wollte, habe ich ihn also zu uns geholt. Jetzt wird die Situation aber noch dadurch verschärft, dass er sich nachts ständig quer legt und zappelt. Man hat also plötzlich seine Füße im Gesicht. Wenn man ihn dann wieder "ausrichtet" weint er häufig und zappelt gleich wieder los. Wir würden aber alle besser schlafen, wenn wir genügend Platz hätten. Sprich: Jeder in seinem Bett. Aber wie soll das funktionieren? Jamie ist leider keinerlei logischen Argumenten zugänglich #schein

Jetzt bin ich mal auf ganz viele tolle Ideen gespannt!

Liebe Grüße und #danke
Jenny

Beitrag von tekelek 13.08.07 - 14:20 Uhr

Hallo Jenny !
Hier kommt gleich eine Antwort von einer Mama, die ihre Kinder nie schreien lassen würde (außer ich bin kurz davor, Amok zu laufen und brauche 5 Minuten zum Durchatmen #schein).
Emilia ist bis zum 18.Monat auch nur mit "Schlafbegleitung" eingeschlafen, ab dem Zeitpunkt ging es dann von alleine, von ihr aus !
Ich war ebenfalls wieder schwanger, als sie 11 Monate alt war und da ich sie nicht in unserem Bett haben wollte, aber mich auch nicht ins Gitterbett bücken wollte, haben wir ihr einfach ein normal großes Bett gekauft.
Damals hatte sie als Herausfallschutz die alte Gitterbettmatratze vor dem Bett liegen und ein Stillkissen am Kopfende.
Es hat super funktioniert. So konnte ich mich bei Bedarf dazulegen, auch wenn sie nachts mal wach wurde, bin dann aber wieder rüber in mein Bett, sobald sie sich beruhigt hatte und eingeschlafen war.
Nevio schläft nun seit er 10 Monate alt war zusammen mit seiner Schwester im Stockbett, sie oben, er unten. Bei ihm haben wir als Herausfallschutz eine Kommode vors Bett geschoben, falls wir das Zimmer mal umstellen, haben wir auch ein Bettgitter gekauft.
Wenn unsere Kinder offensichtlich müde sind aber nicht schlafen wollen, lege ich mich daneben und halte sie einfach fest. Meist zappeln sie dann noch etwas herum, brüllen manchmal auch ein wenig, schlafen dann aber binnen kurzer Zeit ein. Wenn sie absolut nicht wollen, lasse ich sie eben wach und sie kommen abends früher ins Bett.
Es gibt Kinder, die eben nicht so schnell von alleine zur Ruhe kommen, leider habe ich gleich zwei davon #augen
Ständig Angst, etwas zu verpassen, total neugierig und schnell überdreht #schwitz
Vielleicht konnte ich Dir helfen ...
Liebe Grüße,

Katrin mit Emilia-Sofie (*05.01.05) und Nevio (*03.09.06), die beide nicht viel vom Schlafen halten :-p

Beitrag von jenx 13.08.07 - 14:30 Uhr

DAS ist nun mal eine Antwort mit der man was anfangen kann! Eine gute Idee mit dem Bett! Wir ziehen zum 01.12. um, also einen Monat vor der Geburt, da werde ich zum Umzug das neue Bett einweihen. Bin sehr gespannt, ob das funktioniert!!!

Aber das Grundproblem ist ja, dass Jamie entscheiden will, wann er schläft. Egal ob müde oder nicht. Und ich muss abends von zu Hause aus arbeiten. Das heißt: Entweder ich liege mit Jamie im Bett und er spielt noch ewig rum, zögert also ganz bewusst hinaus --> ich kann nicht arbeiten. Oder er steht halt wieder mit auf, ist dann aber quengelig und will auf meinen Arm --> ich kann nicht arbeiten. Zur Erklärung: Mein Mann ist Selbstständig, ich mache die Buchhaltung. Oft kommt er aber abends so spät, dass er mir Jamie nicht abnehmen kann. Es ist also eine wirkliche Zwickmühle. Wenn die Firma so gut läuft, dass wir einen Buchhalter bezahlen können, dann ist das natürlich passé, aber momentan sind wir halt drauf angewiesen, dass es so funktioniert. Also eine Zwangslage :-(

Mit dem von alleine zur Ruhe kommen hast du vollkommen recht! Und ausserdem weiß ich ja, von wem er das hat #schein Unsere Eltern können Geschichten erzählen... #hicks
Und Jamie ist auch noch Stier und macht seinem Sternzeichen alle Ehre!!! Peer und ich sind Jungfrauen, die sollen ja noch halbwegs gemäßigt sein, aber Jamie ist echt ein Besen. Wo der die Energie hernimmt ist mir nicht begreiflich!

Liebe Grüße
Jenny

Beitrag von bofan 13.08.07 - 14:50 Uhr

HI,

also bei uns war es haargenau so wie bei Dir.Auch 15 Monate alt.
Ich habe mich immer mit ihm hingelegt.Erst war er müde, dann wurde geturnt, dann gespielt, dann wurde ich sauer, habe ihm immer die Beine weggezogen, wenn er über mich klettern wollte, er hat gebrüllt, ich war nervlich am Ende.Am Schluß zog sich das Ganze mittags und abends bis locker 2 Stunden hin mit dem Ergebnis, dass ich abends erst gegen 10 aus dem Schlafzimmer kam und mit meinem Mann noch 1 Stunde für uns hatte.
Dann waren wir 2 Wochen in Urlaub.In der Zeit haben meine Eltern das Schlafzimmer und Kinderzimmer renoviert.
Als wir wiederkamen, sah alles etwas anders aus und Luca wurde in sein Zimmer in sein Bett gelegt.
Er wird nun abends nicht mehr gestillt, sondern bekommt eine Milchflasche (hat er vorher nie akzeptiert).Eine Woche lang versuchte er aufzustehen, usw. geweint hat er aber nie.
Heute lege ich ich ihn um 8 ins Bett, gehe raus, er trinkt seine Flasche und schläft dann.Ganz alleine.
Ich kanns selbst noch nicht glauben.Es ist wie Urlaub.

LG Samira

Beitrag von jenx 13.08.07 - 15:38 Uhr

Uaaaaaaaaahhhhh! Aber wirklich genau wie bei uns...auch das sauer werden #hicks

Ich baue ja auch darauf, dass wir mit unserem Umzug im Dezember quasi "Neues Spiel - neues Glück" in einer ungewohnten Umgebung haben können. Ich werde sein Zimmer hübsch tapezieren etc. Allerdings weiß ich auch, dass ich völlig fertig sein werde, wenn er es nicht annimmt und weiter Theater macht... :-( Schlimm ist vor allem, dass ich genau weiß, dass er mich manipuliert und bewusst rauszögert. Trotzdem mag ich ihn eigentlich nicht schreien lassen #kratz

Wie man es dreht und wendet, es bleibt ein Problem.

Toll, dass es sich bei dir in Wohlgefallen aufgelöst hat, vielleicht habe ich ja Glück und bei uns ist es ähnlich #schwitz

Liebe Grüße
Jenny

Beitrag von caro_22_de 13.08.07 - 19:18 Uhr

Hallo,

also mit dem Umzug kann sich einiges ändern. Allerdings muss ich auch sagen, daß es wahrscheinlich schon darauf hinausläuft ihn ein wenig schreien zu lassen.
Sieh das mal von seiner Seite. Er hatte die ganze Zeit das Privileg bei euch im Bett zu liegen. Außerdem hatte er ganz viel Mama-Zeit, bevor er eingeschlafen ist. Das sind alles tolle Umstände, die er wahrscheinlich nicht kampflos aufgeben wird. Warum sollte er auch?
Sei liebevoll und konsequent. Du wirst Zeit investieren müssen, der erste Abend/Nacht im eigenen Bett wird wohl für euch beide schlaflos sein. Aber mit der Zeit wird er's verstehen. Du kennst deinen Sohn am besten. Wenn er wirklich verzweifelt und hilflos weint, würd ich am Anfang mit 1-2 Std. zufrieden sein, die er bei sich im Bett liegt (auch wenn er nicht schläft, nur etwas Ruhe geben ist schon ein Anfang). Dann langsam die Zeit steigern (1/2 Std. pro Nacht z.B.) und irgendwann wird er dann dort auch die ganze Nacht schlafen.
Meine Tochter versucht auch hin und wieder etwas durchzusetzen indem sie schreit (bei uns schlafen, wir sollen bei ihr bleiben bis sie schläft usw.). Aber sie schreit dann eben nicht verzweifelt sondern nur quengelig. Den Unterschied hört man sehr gut. Und da laß ich sie dann auch mal schreien. Wie gesagt, du kennst deinen Sohn am besten, nur du kannst entscheiden, wann du schreien läßt und wann nicht.
Ach so. Wart nicht bis nach der Geburt damit, sonst wird dein Sohn das dem Geschwisterchen eventuell verübeln.

Alles Gute,
Maria & Emma (1,5 Jahre) & Arthur (3 Mon)