integrative Spielgruppe - Hamburg

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von onetta 13.08.07 - 13:55 Uhr

Hallo,

ich suche für meine Tochter eine integrative Spielgruppe. Sie selbst ist gesund, ich bin schwerhörig.
Ich möchte, dass sie von klein auf weiß, dass es Menschen mit unterschiedlichen Handicaps gibt.

Vielleicht kann mir jemand einen Tip geben,

viele Grüße
Onetta

Beitrag von amorvincitomnia 15.08.07 - 19:55 Uhr

Du kannst Dich natürlich bei der Lebenshilfe melden, die haben allerhand Gruppen. Allerdings verstehe ich nicht, warum sie "Nachhilfe" in Sachen Behinderung braucht, wenn sie eine sh Mutter hat? Ich würde sie in einen I-Kindergarten tun, diese Form des Kindergartens finde ich sowieso am besten. Dort lernt sie, mit allen möglichen Menschen umzugehen, ob körperbehindert, mit ADHS, schwerhörig oder Epi. Und das, ganz egal, ob sie selbst in irgend einer Form behindert oder nicht behindert ist.

Beitrag von onetta 15.08.07 - 20:19 Uhr

Danke für die Antwort.
"Nachhilfe" ist ein gutes Wort. Ich möchte einfach das sie weiß, das er Behinderungen gibt, die das Leben viel mehr einschränken, als Schwerhörigkeit.
Als Kind konnte ich auch gut hören, mein Gehör wurde erst so ab 15, 16 schlechter, genauso war es bei meinem Bruder auch. Bei meiner Mutter hat es mit 12J. angefangen.

Ich weiß also nicht, ob sie auch mal schwerhörig werden wird. Wenn, dann möchte ich , dass sie nicht in so ein großes Loch voll Selbstmitleid fällt, wie ich. Ich möchte, dass sie weiß, dass man mit allen möglichen Behinderungen ein guten Leben führen kann, das zwar manchmal anstrengender ist, als wenn man sie nicht hätte, aber trotzdem schön ist.

Viele Grüße
Onetta

Beitrag von amorvincitomnia 16.08.07 - 08:43 Uhr

Dann ist doch vielleicht wirklich ein I-Kindergarten der beste Weg. Mein Sohn ist auch schwerhörig (kombiniert), bei ihm wird das Mittelohr aber voraussichtlich irgendwann besser, wobei wir nicht wissen, wie stark die Auswirkungen von viereinhalb Jahren mit eingeschränktem Gehör sein werden. Das Gehirn reift zwar nach, aber die Hörbahn - mal sehen. Wir haben sozusagen die umgekehrte Diagnose. Er fühlt sich im I-Kindergarten super wohl, hatte bis vor wenigen Tagen einen Regelplatz, fällt aber innerhalb der Gruppe aufgrund des Hörschadens immer mehr gegenüber seinen Altersgenossen zurück, hat Konzentrationsprobleme und so weiter. Er ist nach außen hin komplett "gesund", aber halt doch nicht. Wir müssen uns also auf eine schwere Schulzeit einrichten, obwohl er sehr intelligent ist. Dass Du versuchst, Deine Tochter auf den Fall der Fälle vorzubereiten, finde ich sehr vernünftig. Ob es ihr dann wirklich hilft? Das ist doch wohl eher von der Persönlichkeit abhängig, oder? Ich verstehe übrigens nicht, warum in Deutschland nicht alle Kindergärten integrativ arbeiten, diese Kindergärten sind einfach besser (wir haben zwei andere hinter uns). Viele Grüße, Barbara