Elternzeit,Mutterschaftsgeld usw. An die Experten

Archiv des urbia-Forums Baby-Vorbereitung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von nadine8382 13.08.07 - 14:52 Uhr

Hallo,
ich habe jetzt den Erziehungsgeld,-Kindergeld und Elterngeldantrag vor mir liegen und blicke nicht mehr durch.#kratz
Kurz zur Info,ich arbeite seid Januar bei einer Leihfirma,habe aber seid März ein Beschäftigungsverbot von meinem Ag bekommen,da sie keine Schwangeren vermitteln können.Wir sind auch nicht verheiratet,leben aber zusammen.So,nun meine Fragen:

Mutterschaftsgeld:
Die Bescheinigung von meiner Ärztin muss ich ja sieben Wochen vor dem Gt bei der Krankenkasse abgeben.Wie läuft das dann weiter?Setzen die sich dann mit dem Ag in Verindung oder muss ich da auch noch was machen?Der Geburtstermin ist der 11.10.Wie lange bekomme ich das Mutterschaftsgeld?Bis 8 Wochen nach der Geburt?Und solange bekomme ich dann auch noch einen Teil von meinem Ag?
Wie ist das dann danach?Dann gibt es das Geld was ich beantragt habe?

Elternzeit:
Ich habe vor,ab der Geburt ein Jahr zuhause zu bleiben.Nun habe ich grade mit meinem Arbeitgeber telefoniert,der mir aber keine Auskunft geben konnte.Nun weiss ich nicht ob ich entlassen werde (unbefristeter Vertrag) oder ich automatisch in die Elternzeit übergehe.

Mehr fällt mir grad auch an Fragen nicht ein.Hoffe ihr könnt Licht ins dunkel bringen.:-)

#herzlich Nadine mit Melina (31+4)

Beitrag von meaculpa 13.08.07 - 15:38 Uhr

Hallo,
zum Thema "Mutterschaftsgeld":
Die Bescheinigung des Arztes für das Mutterschutzgeld darf ich nicht älter als sieben Wochen sein :-) Du kannst sie also gar nicht sieben Wochen vor ET bei der Krankenkasse bereits eingereicht haben ;-) Es ist lediglich die Rückseite auszufüllen (drei Fragen) und dann an Deine Krankenkasse adressiert, ab zur Post. Der Rest läuft von alleine. Ich glaube, ich hatte drei, vier Tage später die Benachrichtigung meiner Krankenkasse im Kasten, daß das Mutterschaftsgeld für 6 Wochen an mich überwiesen wird (war dann einen Tag später auch da) und ich solle mich nach der Entbindung wieder melden. Vordruck für das Mutterschutzgeld für die 8 Wochen nach der Geburt waren dabei. Geburtsurkunde muß dann noch beigefügt werden. Mit dem Arbeitgeber setzt sich die Krankenkasse allein in Verbindung bzw. der Arbeitgeber mit der Krankenkasse ;-) Da mußt Du nichts machen.

LG, Mea

Beitrag von meaculpa 13.08.07 - 15:39 Uhr

...ach ja, die Differenz von Deinem alten Gehalt zum Mutterschutzgeld überweist Dir Dein Arbeitgeber und zwar zu dem Datum, wie Du sonst auch Geld bekommen hast. Und zwar für die 6 Wochen vorher wie auch für die 8 Wochen nach der Geburt. Da mußt Du auch nichts machen :-D

Beitrag von sooza 13.08.07 - 15:45 Uhr

Hallo Nadine,

zum Mutterschaftsgeld: Du reichst nur den gelbem Zettel bei Deiner KK ein. Du musst auf dem Zettel auch die die Adresse des Arbeitgebers eintragen und die KK regelt das dann alles mit denen. Du kriegst normalerweise Mutterschaftsgeld von der KK in 2 Raten. Einmal den Betrag für die 6 Wochen bis zum ET. Nach der Geburt musst Du dann die Geburtsurkunde vom Zwerg zur KK schicken und danach überweisen die Dir das restliche Mutterschaftsgeld für die 8 Wochen nach der Entbindung. Das Mutterschutzgeld entspricht Deinem Nettogehalt - einen Teil davon zahlt Dein AG. Wer da genau was und wieviel zahlt, kann Dir eigentlich erst mal fast wurscht sein. Du musst halt den Geldeingang nur prüfen und Dich ggf. melden, wenn was nicht stimmt.

Elternzeit: Du beantragst bei Deinem Arbeitgeber zunächst mal ab dem Geburtstermin Elternzeit/Erziehungsurlaub oder wie das heute heißt. Das kann alles zwischen den 8 Wochen Mutterschutz und 3 Jahren sein. Das ganze sollte frühzeitig eingereicht werden und kann in einem formlosen Schreiben passieren und der AG muss Dir das genehmigen. Entlassen werden kannst Du nicht, egal wie der sich anstellt. Du bist mit Bekanntgabe der SS in Kündiungsschutz welcher bis zum Ende der Elternzeit geht.

Geld bekommst Du von der Elterngeldstelle. Den Antrag hast Du ja. Du hast 8 Wochen Zeit, den Antrag zu stellen. Damit hat Dein AG nichts mehr zu tun. Der kommt erst wieder ins Spiel, wenn Deine Elternzeit ausläuft und Du wieder anfangen möchtest. Erst zu diesem Zeitpunkt könnte der Arbeitgeber Dir eine Kündigung aussprechen. Aber auch dies geht nicht ganz so einfach, wenn Du nicht gekündigt werden willst.

So weit zu meinem Informationsstand in der Sache.

Viele Grüße
Sooza (41. SSW, ET+1)

Beitrag von nadine8382 13.08.07 - 16:09 Uhr

Vielen dank erstmal.Ihr habt mir sehr geholfen.#blume#blume

Aber eine Frage habe ich noch.Wann soll ich dem Arbeitgeber denn bescheid geben?Wenn ich schreibe ab Geburtstermin,dann muss ich doch bestimmt hinterher einen Nachweis vorlegen,damit er weiss,wielange ich genau weg.Und man weiss ja sowieso nicht so genau wann die Zwerge kommen.#kratz

Beitrag von sooza 13.08.07 - 16:14 Uhr

Hallo,

es wird meines Wissens immer ab dem tatsächlichen Geburtstermin beantragt. Klar, den weißt Du vorher nicht, aber das ist ja auch wurscht. Du bist ja sowieso 6 Wochen vorm Voraussichtlichen ET in Mutterschutz. Hinterher weist Du der KK und dem Arbeitgeber durch die Geburtsurkunde nach, wann der Wurm geboren ist. Die KK berechnet dann danach das restliche Mutterschaftsgeld und danach geht dann bei Arbeitgeber auch die Elternzeit.

Viele Grüße
Sooza (41. SSW, ET+1)