Ich hab meine reitbeteiligung gekündigt

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von stoka 13.08.07 - 15:37 Uhr

Hi!

bin so traurig!
Zur Vorgeschichte:
Hatte 4 jahre lang ne tolle Kaltblutstute die ich kurz vor meiner Entbindung einschläfern lassen musste wegen schweren Arthrosebefund, nach einem halben jahr habe ich mir in demselben Stall eine RB gesucht, um ab und zu wieder aufs Pferd zu kommen, die besitzerin war schwanger durfte nichtmehr reiten, also optimal.
Bei meiner RB war es mir immer wichtig, dass mein Pferd bewegt wird und sie lieb zu ihr sind. Aber das Leben als RB ist echt schwer, man soll es so machen und dann wieder so.Ständig wird man bevormundet und mit regeln überhäuft, und alles was der Dicke falsch macht, ist man natürlich auf einmal falsch. Nach einem Jahr jetzt hab ich gekündigt. Ich liebe dieses Pferd und es ist echt schwer, aber ich mag nicht mehr die doofe RB sein.Immer wenn sie mal wieder Stress hatte, standen so Sprüche wie:"Du SOLLTEST doch den Sattel putzen,ist echt schon überfällig,der war teuer."drin. Mal abgesehen davon dass ich das Ding hasse(ist nen Westernsattel, er wird aber englisch geritten)er ist zu schwer und völlig bescheuert um irgendwelche Hilfen zu geben, ich war immer ohne im Wald.Das es gemacht werden muss ist mir auch klar, aber hey es ist ihr Pferd und für alles andere zahle ich ja wohl, oder sehe ich das falsch??
Der Dicke hatte auch ne Pilzinfektion, ich hab ihr bescheid gegeben, aber eh da mal nen TA kam, das hat gedauert.Ach ich weiß auch nicht!Bin verdammt traurig!Weiß nicht ob es richtig war, vielleicht nervt mich auch nur das Kommandieren so und die Immunität gegen Hilfestellungen. Hab in der zeit in der sie Schwanger war, mit dem Pferd ein bisschen gearbeitet, weil er mit seinen 9 jahren auf der falschen Hand grundsätzlich angallopiert ist, jetzt kann er es, aber erst wurde gefratzt, weil ich mir Hilfe bei einer Reitlehrerin geholt habe. Naja wollt mich nurmal ausheulen....wenn ich irgendwann wieder anfange,wird es wohl wieder mit einem eigenen sein. Ist es echt so schwierig zwischen Besitzer und RB??Kann man es dem Besitzer nie Recht machen?Oder warum haben Besitzer so hohe Ansprüche?Also nicht dem Tier gegenüber sondern meistens:räum den Schrank auf,mach das Putzzeug sauber,mach dies mach das....es soll nicht heißen dass ich unordentlich bin, aber sie ist einfach penibel!
danke fürs Zuhören

Beitrag von brinchen19 13.08.07 - 15:49 Uhr

HuHu...


Ich kann dich ja so gut verstehen!

Ich hatte schon ziemlich viele RB...und nur bei zwei hab ich mich so richtig wohl gefühlt...die erste wurde später meine eigene...allerdings hat die jetzt ihr Gnadenbrot...

und das Pferd was ich jetzt reite...da sind die Besitzer einfach nur klasse!!!

Liegt vieleicht auch etwas daran,das beide nicht reiten können und ich mehr Anhnung wie die habe und die froh sind,wenn ich weiter helfen kann...ich brauch mich auch um nix kümmern und wenn ich der Meinung bin,es müssten neue Gamaschen her oder wir bräuchten dies oder das,dann wird das besorgt oder aber ich bekomm das Geld und ich besorg es...

Auch jetzt wo ich wieder Schwanger bin und nicht reiten kann...ist Verständnis da...dann mach ich halt Bodenarbeit mit ihr und longier sie...

Die Besitzer sind jetzt drei Wochen im Urlaub und sie haben mir beide Pferde anvertraut...

Einfach nur toll!

Aber die Regel ist das nicht!!! Meistens hab ich nur Probleme gehabt oder ich wurd ausgenutzt :-(

LG Bine mit Krümmel 10ssw und Jana-Sophie 13.3.06

Beitrag von dore1977 13.08.07 - 16:51 Uhr

Moin,

ich kann Dich gut verstehen. Ich war auch jahrelang RB irgendwann wurde mir dieses ständige tu dies tu das wieso Du solltest doch jenes zu blöd.
Ich habe mir selbst ein Pferd gekauft und da ich promt SS geworden bin brauchte ich ebenfalls eine RB. Ich habe mir also wirklich Mühe gegeben nicht irgendwelche doofen Forderrungen zu stellen. (Meine RB hat nie irgendwas aufgeräumt oder den Sattel geputzt)
Das schlug dann immer dahin um das die RB gemacht haben was sie wollten.
Beispiel: Pferd hat morgens eine Wurmkur bekommen und nachmittags komme ich zufällig in den Stall da lässt sich meine RB eine Doppelstunde Unterricht geben. Sorry das fand ich gar nicht komisch!
Ich habe insgesammt drei RB gehabt und habe am Ende total endnervt aufgegeben und das Pferd verkauft da ich Kind und Pferd nicht unter einen Hut bringen konnte.

lg dore

Beitrag von stoka 13.08.07 - 20:51 Uhr

Ja das ist dann das Ende vom Lied, ich weiß auch wie schwer es ist ne RB zu finden,finde mich selbst aber garnicht so furchtbar...naja...wir basteln auch an einem 2. baby also wäre es so oder so irgendwann vorbei gewesen und machen wir uns nix vor mit 2 Kindern dann....wohl eher nicht.ich denke wenn ich mit dem referendariat fertig bin und vollständiger lehrer,die Kinder etwas älter...dann denk ich auch wieder an ein eigenes Pferd!hach jaaaa das wär schööööön!

Beitrag von eule0879 14.08.07 - 11:03 Uhr

Ohje, ich kann dich gut verstehen. Ich kenne beide Seiten. Ich war RB, hatte dann ein eigenes Pferd was ich leider nach 2 Jahren abgeben musste (das Pferd war mir zu heftig, hab's nicht hingekriegt...) und war dann ersmal wieder RB.

Bei dem einen Pony durfte ich die Mähne nicht bürsten, die Besitzerin war überpingelig damit und wollt da keinen ranlassen. Sonst gings aber, allerdings lag mir das Pony nicht sonderlich und ich suchte mir was Neues. Habe dann über ein Jahr eine Stute mitgeritten, sie war fast wie meine Eigene, denn die Besi hatte noch ein zweites Pferd und ich war min. 3 -4 Tage die Woche (oft auch mehr) im Stall. Tja.. aber sie war nur FAST wie meine Eigene. Hab viel in die Stute investiert, nicht zur Zeit. Wurde mir auch gedankt, so ist das nicht.. nur wurden wir uns was die Notwendigkeit eines Tierarzt-Checks anbelangt nie einig. Stuti lahmte häufig, aber der Tierarzt kam meist nicht. Irgendwann hab ich dann anfang diesen Jahres völlig frustriert und unter Tränen die RB gekündigt. Es tat mir leid um die Stute, so ein liebes Ding.. aber es ging nicht mehr.

Jetzt hab ich wieder ein eigenes Pferd und das ist gut so. Seit 3 Wochen bin ich endlich wieder mein eigener Herr und kann machen was und wie ich will. Es ist schon schwer eine RB zu sein, wenn man selber mal ein eigenes Pferd hatte. Da müssen die Einstellung von RB und Besitzer schon sehr ähnlich sein, damit das klappen kann.

Andererseits hatte ich aber auch schon RB's, da hab ich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen. Ist für einen Besitzer auch nicht leicht jemand zu finden, dem man 100%ig vertraut. Ich bin da auch sehr pingelig ;o) Meine jetzige RB reitet mein Pferd schon 4 Jahre lang, reitet nicht sonderlich gut (was momentan blöd ist, weil das Pferd ein Korrekturpferd ist, macht sich aber schon sehr sehr gut), aber sie kümmert sich ansonsten sehr gut. Da muss man halt Kompromisse machen.

Ich verlange von ihr nicht, dass sie den Sattel putzt, das mache ich lieber selber (macht mir keiner gut genug...). Ich musste das als RB aber auch schon machen und find das total ok, schliesslich benutzt man die Sachen ja auch . Klar zahlt man für ne RB, aber der Besitzer hat auch viele Kosten und muss den Sattel trotzdem putzen ;o)

Als RB würde ich aber auch auf stur schalten, wenn man mir nur Forderungen auferlegen würde.. Wenn ich mich ausgenutzt fühle, alles allein mache und der Besitzer nichts macht, dann hätt ich da auch keinen Bock drauf. Muss alles auf Gegenseitigkeit beruhen. Meine RB hat nur eine Auflage: Sie soll sich gut um das Pferd kümmern und sie bewegen wenn sie da ist. Ich denke, dass ist nicht zuviel verlangt ;o))