Hilfe! Er raubt mir die Nerven

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von luna1976 13.08.07 - 23:04 Uhr

Hallo,

ich muß jetzt einfach mal meinen Frust ablassen. Ich habe zwei Jungs (5 u fast 3). Mit dem Großen hatte ich nie so extreme Probleme, aber der Kleine toppt echt alles.

Seit Wochen knatscht er nur rum. Sobald etwas nicht klappt wirft er sich auf den Boden und schreit. Wenn ich etwas verbiete, dann rennt er in sein Zimmer und schreit nach Papa und um Hilfe. Vor kurzem wollte er vor dem Essen einen Lutscher und ich habe nein gesagt. Wie sonst auch immer und da lief er auf den Flur und schrie um Hilfe. Mir ist das total peinlich. Die Nachbarn müssen denken ich mache werweißwas mit meinem Sohn.

Was der Große hat muß er auch haben. Geht das nicht wird geschriehen.

Wenn zum dritten mal die Nudel vom Löffel fällt, dann wird der Teller weggeschoben und nichts mehr gegessen und geschriehen.

Wenn er durst hat, dann kommt er nicht zu mir und fragt nach Sprudel, nein, er schreit und jammert, so daß ich kaum verstehe was er will.

Gleichzeitig ist er so extrem anhänglich geworden. Nur noch Mama, nur noch auf meinem Arm und dann will er ein Baby sein.

Glaubt mir, ich gebe mir echt mühe. Ich versuche mit ihm zu reden, ihn zu verstehen, doch immer öfters stehe ich irgendwann heulend in der Küche weil ich nicht mehr weiter weiß und das jammern und schreien nicht mehr ertrage.

Wem geht es auch so, oder kann mir Tipps geben.

Also er hat auch süße Momente. Ich sollte vielleicht sagen, daß er zweimal in der Woche bei der Oma ist und da hat er das nicht. Da ist er immer das liebste Kind. Sie kann sich gar nicht vorstellen, daß er so sein kann.

Ich hoffe echt auf Hilfe!

Gruß Luna

Beitrag von snusnu 14.08.07 - 07:21 Uhr

Hmmm, es hört sich fast nach meinem kind und meinen Nerven an......

mein Sohn ist zwar erst 16 monate, aber auch er schreit wenn er was nicht bekommt oder er vom balkon rein muss wie ein abgestochenes schwein.

bei uns im haus geht sogar das gerücht um, dass ich meinen sohn verdresche ( ich hasse den ausdruck, aber so wurde es mir gesagt), nur weil er immer so furchbar schreit.
Bei jeder gelegenheit muss geschrien werden und das in einer lautstärke..... aber gut, es war noch nie anders, nur gelegentlich mal weniger, was ich aber abzählen kann ;-)

Bei dir denk ich ist das eine phase, die kleinen haben doch kurz vor ihrem 3. geb die heftigste trotzphase, wie ich gehört hab, aber danach soll es besser werden. hoffe ich zumindest.

Kopf hoch, kann nur besser werden, oder zumindest nicht mehr schlimmer

Beitrag von celia79 14.08.07 - 09:49 Uhr

Hallo Luna,

das kenne ich gut, meine Tochter war als Baby ein Schreikind und dadurch, dass wir immer sofort auf alles reagiert haben, war das nachher normal für sie. Sie hat bis zum 2. Geburtstag jeden Tag dauergenörgelt und geschrien oder getobt, wenn etwas mal nicht klappte oder sie ihren Willen eben nicht bekam.
Dabei habe ich schon, sobald ich merkte, dass diese Dinge mit vollem Bewusstsein bei ihr ablaufen, mit Konsequenzen und Hartnäckigkeit gearbeitet. Das hat lange gedauert, aber sich ausgezahlt.
Ich habe ihr beispielsweise keine Beachtung geschenkt, wenn sie ihre Ausraster bekam. Ich habe sie toben lassen und wenn es dann irgendwann (konnte auch schonmal 1 Stunde dauern) vorbei war, habe ich mit ihr weitergeredet, gespielt etc. als ob nichts gewesen wäre. Diesen Tipp habe ich von einer befreundeten Pädagogin bekommen. Und vor allem musst Du Ruhe bewahren und konsequent bleiben. Wenn Du nein gesagt hast, solltest Du auch dabei bleiben. Auch wenn dass einen Riesen Trotzanfall mit sich ziehen kann. Dann lass ihn einfach toben, bleib in seiner Nähe solange, aber mach einfach Deine Hausarbeit oder etwas anderes weiter, sodass er merkt, dass Dich sein Toben gar nicht interessiert.

Bei uns hats geholfen und ich wünsche Dir viel Kraft und gute Nerven. Auch ich habe bei solchen Wutanfällen schonmal selber Wut bekommen und mit ihr rumgeschimpft, aber das nützt nix.

Liebe Grüsse, Celia mit Hannah