er wollte leben...

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von gans_amanda 14.08.07 - 00:09 Uhr

...und hat den kampf gegen den krebs doch verloren. Vor einer Woche ist der Lebensgefährte meiner Ma gestorben. Wir sind unendlich traurig und hoffen, dass er nun keine schmerzen mehr haben muss.

Für meine Mama ist es besonders schwer, sie macht sich ständig Vorwürfe möglicherweise nicht genug für ihn getan zu haben, dabei hat sie sich total aufgeopfert! Sie ist nicht mehr arbeiten gegangen, um rund um die uhr für in da zu sein und hat ihm ermöglicht zuhasue sterben zu dürfen. Ich hoffe sie übersteht das halbwegs gut und ich will versuchen eine Gruppe gleichsam Betroffener zu finden...

Ich zünde eine #kerze für ihn an! Du warst ihre große Liebe, auch wenn das Glück schon nach wenigen Monaten von der Diagnose überschattet und bereits nach 2 Jahren durch deinen Tod beendet wurde. Ich danke dir für deinen Lebenswillen, den du für meine Ma aufgebracht hast! Ich hoffe, du hast keine Schmerzen mehr, wo auch immer du jetzt bist! Ich ziehe meinen Hut vor deiner Art dieser Krankheit die Stirn zu bieten!

Ich bin unendlich traurig :-(

Amy

Beitrag von glucke68 14.08.07 - 08:23 Uhr

Hallo Amy,

Es tut mir leid zu hören,dass wieder jemand den Kampf gegen den sch.. Krebs verloren hat.

Ich kann deine Ma verstehen ,dass sie sich Vorwürfe macht,obwohl sie sich die mit Sicherheit nicht machen muß,ich glaub es ist ganz normal,mein Vater hatte auch Krebs,wir haben auch alles für ihn getan,er kam zum sterben nach Hause,die letzten 8 Wochen mit ihm ,waren intensiver als all die Jahre zuvor und wir hatten immer ein gutes Verhältnis.

Als er dann starb,habe ich mir auch Vorwürfe gemacht,ich hätte das besser machen können oder das anders und ich glaub wir haben alles menschenmögliche für ihn getan und doch waren da die Gedanken nicht alles getan zu haben.

Heute sag ich mir,für die damalige Situation haben wir alles richtig gemacht.

Meine Geschwister und ich haben uns auch oft gewünscht,dass er endlich gehen darf,so wie er gelitten hat,es war schlimm,wir haben uns es nicht gewünscht weil wir keine Kraft mehr hatten oder es uns zuviel war,sondern damit er nicht mehr leiden muß.Heute denke ich mir,wie konnte ich mir sowas wünschen?Von mir aus hätte es Jahre so weiter gehen können,Hauptsache er ist bei uns...aber dieser Wunsch wäre wieder zu egoistisch gewesen,es war einfach kein Leben mehr für ihn.

Ich bin mir ziemlich sicher das es dem LG deiner Mama und meinem Vater jetzt auf jeden Fall besser geht und sie immer bei uns sind.

Wünsche euch viel Kraft für die kommende Zeit


Alles Liebe
Daniela

Beitrag von sarah722510 14.08.07 - 09:24 Uhr

#kerze

Beitrag von mama.nicki 15.08.07 - 11:35 Uhr

Lass dich mal #liebdrueck!

Meine Tante ist vor 6 Jahren auch an Krebs gestorben, ich hatte damals ein Gedicht für sie geschrieben, das, wie soll ich sagen, mir irgendwie wieder Kraft gegeben hat:

Gekämpft hast du
und doch verloren.

Den Mut nie aufgegeben
und doch hast dus gewußt.

Keine Träne geweint
und doch im Inneren geschrien.

Deine ganze Kraft geopfert
und doch so schwach gewesen.

Er hat gewonnen
und doch bist du unbesiegbar!


FÜR IMMER BEI UNS
UND DOCH SO WEIT WEG!!


LG Nicki

Beitrag von lumanera 18.08.07 - 00:19 Uhr

hallo Amy,

ich kann deine trauer sehr nach voll ziehen denn mein onkel ist vor einem jahr und genau einem monat auch an krebs gestorben.....
Es tat so weh meine tante (die frau von ihm) so leiden zu sehen.... Mein onkel muss anscheind starke schmerzen gehabt haben zum schluss wurde er (wie mir berichtet wurde) mit starkem fieber ins kh eingeliefert. Dann kam mittags während der arbeit eine sms von meiner tante: Er ist für immer eingeschlafen... Ich konnte ihn noch nicht mal mehr sehn! Als ich es erfuhr arbeitete ich mit meiner mutter zusammen sie versuchte als ihre tränen zu verstecken doch irgendwie kann ich auch verstehen ging es nicht mehr...
Ich zog meine sonnenbrille auf wie sie es hatte.. in dem moment flossen die tränen wie regen....
Meine mutter wollte immer mehr arbeiten da sie selbstständig ist hab ich gemeint in einem strängen ton: Hör auf!! das ist zu schwer lass es das bringt nichts! sie schaute mich nur an und brach fast zusammen... dann fuhren wir heim....
Ich blickte zuhause zu meiner tante die stark am weinen war ich dachte nur: warum kann ich jetzt nichts für sie tun? warum war ich in dem moment nicht bei ihr? warum kann ich nicht an seiner stelle sein um ihr das leiden zu nehmen?


Es tat nur weh selbst heute noch. Ich habe vorhin ein foto von ihm gefunden in einer kiste die ich von ihm bekommen hatte es war als würde er noch leben...

Ich kann genau fühlen wie es dir jetzt geht#kerze


lg Lumanera