Keine Ahnung...

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von dashing1984 14.08.07 - 08:16 Uhr

Ich habe mal wieder ein Problem und weiß nicht so recht, mit wem ich darüber sprechen soll... Ich bin jetzt bald 23 und seit vier Jahren mit meinem Freund zusammen. Wir hatten eine Menge Höhen und Tiefen in dieser Zeit, aber ich hatte bisher immer das Gefühl, das ich wusste wofür ich das alles mitmache – weil ich ihn halt einfach liebe.

In letzter Zeit ist das aber irgendwie immer weniger geworden. Ich habe das Gefühl, das ich mich sehr verändert habe und er irgendwie nicht so. Dazu kommt, dass er in letzter Zeit (ca. das letzte halbe Jahr) wirklich sehr viel arbeiten musste und auch weiter muss. So haben wir uns sehr selten gesehen und wenn dann mal, war er immer müde und es war total langweiliger Alltag miteinander.

Dann habe ich immer mehr angefangen nach anderen zu gucken – ich würde da jetzt nie was anfangen, aber leider habe ich angefangen mich umzuschaun (mehr oder weniger unbewusst). Bin da auch überrascht über mich... Und es gibt wirklich tolle Typen da draussen ;o)

Naja, jetzt am Wochenende haben wir dann, nachdem wir uns beide schon seit Wochen einer Krise bewusst waren und das auch ausgesprochen hatten, unterhalten. Vielmehr war es ein Treffen, totale Abweisung meinerseits, spazierengehen und dabei zwei Stunden anschweigen, dann reden. Dabei sagte ich auch, das ich unglücklich so bin und so nicht weitermachen kann. Er meinte, das er mit in letzter Zeit mit allem (nicht nur mit uns) unzufrieden sei und einfach müde.

Naja, wieder zu Hause haben wir dann miteinander geschlafen – nach langer Zeit mal wieder. Es war auch eigentlich schön, aber ich habe das Gefühl, nicht ganz mit dem Herzen dabei gewesen zu sein. Gestern hat er sich dann auch total Mühe gegeben und sich bemüht.

Jetzt ist es auch so, das ich vor kurzem durch Zufall jemanden kennengelernt habe, von dem ich zwar kaum was weiß, aber trotzdem reizt mich da auch das Neue. Es war da bisher nichts ausser einer kurzen Unterhaltung, aber da waren schon gegenseitige Sympatien...

Und das macht die Sache jetzt auch nicht grade leichter: Auf der einen Seite ein toller Mensch, treu, liebevoll, einfühlsam, verlässlich – auf der anderen das Neue, spannende.

Und ich denke mir, ich bin noch so jung – warum konnte ich ihn nicht ein paar Jahre später kennenlernen?! Mein Freund ist nämlich auch mein erster gewesen muss man dazu wissen...

Ich hab keine Ahnung mehr, wie es weiter gehen soll. Ich will meinem Freund auch nicht wehtun, er ist nunmal der liebste Mensch den ich kenne und er bedeutet mir wirklich viel. Aber in letzter Zeit eher als Freund, weniger als Partner, Liebhaber...

Beitrag von jamey 14.08.07 - 08:26 Uhr

"ich will meinem freund auch nicht wehtun"

tust du aber schon indem du dich umschaust, absichten hin oder her.in einer beziehung tritt irgendwann IMMER der alltag ein, früher oder später! jeder hängt irgendwie in seinem leben, arbeit etc. das schlaucht und man ist müde und geschafft, da kostet es kraft und mühe die beziehung zu pflegen. weniger machen sich diese mühe.es ist vermeintlich leichter, sich in was neues zu stürzen. was neues ist ja auch aufregend. bedenke mal, dass der neue mann nicht unbedingt aufregender ist als der aktuelle, was neues ist immer spannend...erstrecht wenn man unzufrieden ist, aber auch diese spannung legt sich.

wenn du deinen freund liebst, dann bemüh dich um ihn. eine beziehung macht arbeit, das ist kein selbstläufer. egal wieviel kraft es kostet, man muss sie pflegen sonst geht sie ein.ich weiß wovon ich rede, war in deiner situation... hab mich vom neuen reizen lassen und meine liebe verloren.nach mehr als zwei jahren später fühlt es sich noch immer schlimm an...und man hat sich die schuld selbstzuzuschreiben.

lange rede kurzer sinn: überleg dir was er dir wert ist und was er dir bedeutet und dann entscheide dich für den neuen/deine freiheit oder bemüh dich, kümmere dich, helfe ihm über seine schlechte phase...

Beitrag von schlange66 14.08.07 - 08:39 Uhr

laß es ...was neu ist ...ist am anfang immer toll nacher stellt sich da auch der alltag ein...

ich hatte mich auch mal getrennt von einem lieben menschen und bereue es heute noch die anderen waren alle scheiße nach ein paar jahren:-D

Beitrag von bluehorizon6 14.08.07 - 11:21 Uhr

Auch mir bedeuten viele Menschen sehr viel Vater, Geschwister, Kinder, Freunde... aber ich Liebe sie nicht wie den Schatz der an meiner Seite ist. Das Gefühl in einem ist ein Anderes, es wärmt und sehnt. Das habe ich bei den Anderen nicht.

Das ist der kleine Unterschied. Und vielleicht sprichst du dir die Wahrheit einfach mal ins Gesicht und erkennst, dass nicht für die Ewigkeit geschaffen wurde. Wenn nichts mehr da ist, ist die Liebe vielleicht erloschen.

Wenn es so ist, wen quälst du mehr? Dich oder deinen Freund.
Er lebt in dem Glauben geliebt zu sein und du setzt dir eine Maske auf glaubst das Theater durchhalten zu können. Na dann probiere das mal aus, und immer mit dem miesen Gefühl im Bauch du fühlst nichts mehr... wie lange wirst du das ertragen bis deine Seele aufgefressen ist. Du belügst dich selbst und ja, es ist schwer diese unerbittliche Erkenntnis jemandem mitteilen zu müssen. Und es hat meistens auch nichts damit zu tun dem anderen nicht weh tun zu wollen, es hat damit zu tun das man selbst den Mut nicht hat ehrlich zu sein.

Überlege gut ob die Liebe erloschen ist, wenn ja tust du euch beiden einen Gefallen die Bziehung zu beenden.

BlueH6