Tarchykariden und Herzrythmusstörungen, wer leidet mit mir??

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Beitrag von sternenzauber24 14.08.07 - 11:40 Uhr

Hallo ihr Lieben,

im moment habe ich wieder vermehrte Angst um mich, deshalb möchte ich hier gerne Erfahrungen mit gleich Betroffenen austauschen, insofern sich jemand findet. Denn geteiltes Leid, ist meist nur halbes leid. Seit meiner letzten Schwangerschaft leide ich unter Tarchykardien: http://de.wikipedia.org/wiki/Tachykardie

Der Link ist für jene, die darüber noch nichts wissen. Und natürlich begleiteten Bluthochdruck. Das ganze wird Mittels Beta- Blocker gedrückt, und zwar anderthalb Tabletten Metropolol am Tag. Seither traten zwar weniger Tarchykardien mit extrem hohem Puls und Herzjagen auf, aber in letzter Zeit habe ich bei der Kleinsten Stresssituation Herzrythmusstörungen. Ich habe dann immer das Gefühl, es stolpert, schlägt total unregelmäßig und setzt aus. Ich kann dann nur liegen, mich beruhigen das geht oft über Stunden so. Kardiologisch wurde ich durchgecheckt in der Klinik, alles unauffällig. Es kommt von jetzt auf gleich, und ich habe oft furchtbare Angst. Ich darf mich nie extrem aufregen ( wie soll man das vermeiden?), oder wenn ich am Tag ganz viele Termine hatte, geht es mir ebendso. Wer hat ähnliche Erfahrungen und kann mich etwas beruhigen. Ich werde die Woche eh zum Arzt gehen, und mit ihm erneut sprechen. Aber es tut gut, wenn man nicht alleine ist.

Liebe Grüsse, Julia

Beitrag von sternenzauber24 14.08.07 - 11:42 Uhr

Entschuldigt- in der Überschrift sollte es * Tarchykardien * heißen.

Beitrag von fainne 14.08.07 - 12:50 Uhr

"Wer ohne Fehler ist werfe den ersten Stein"

Ts ts ts, hätte man ja mal drüber weg schauen können#augen

Und auch du hast es falsch geschrieben :-p

Richtig ist es ohne "r" - Tachykardie ;-)

Beitrag von sternenzauber24 14.08.07 - 13:24 Uhr

Sorry, das ich nicht Fehlerfrei bin.

Beitrag von cryingangel1 14.08.07 - 12:28 Uhr

Hallo Julia,

ich habe das gleiche Problem. Bei der kleinsten Gelegenheit krieg ich solches Herzrasen und daraufhin Panikattacken, weil ich denke, ich könnte ohnmächtig werden. Ich war auch beim Kardiologen. Da wurde alles untersucht (Ultraschall, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG). Ich habe eine "erhöhte Mittelfrequenz, was wohl nicht weiter schlimm ist. Ich habe auch eine zeitlang Betablocker genommen, die ich dann wieder absetzen konnte, weil nichts mehr aufgetreten war. Seitdem hab ich weitestgehend Ruhe, obwohl es schon immer wieder auftritt. Wenn ich aufgeregt bin beispielsweise. Ich versuche dann immer selber runter zu kommen, etwas zu entspannen. Manchmal gelingt mir das, aber nicht immer. Mein Arzt hat mir empfohlen, Übungen zum Stressabbau durchzuführen. Ich habe bis jetzt allerdings noch nicht das richtige für mich gefunden. Für den "Notfall" habe ich ein Beruhigungsmittel - welches ich aber wirklich nur nehme, wenn gar nichts mehr geht (auch wenn es keine Dauerlösung ist). Aber ich fühle mich damit doch etwas beruhigter, weil ich doch etwas da hab, wenn ich das Gefühl hab, mir springt gleich das Herz aus der Brust.
Es ist zwar gut, wenn keine organische Ursache vorliegt, aber so weiß man auch nicht, was man machen soll :-(

Liebe Grüße,
Sandy

Beitrag von sternenzauber24 14.08.07 - 13:43 Uhr

Hallo Sandy,

#danke für die Lieben Worte.
Leider habe ich nicht das Glück, das ich den Beta- Blocker absetzen darf. Bei mir tritt es leider trotz dessen auf. Ich glaube aber hier gelesen zu haben, das Metropolol die Angewohnheit hat, nach einer Zeit den Blutdruck wieder ansteigen zu lassen. Deshalb werde ich fragen, ob mir mein Arzt nicht ein anderes Medikament aufschreiben kann.

Ich habe auch einige Tipps erhalten, was ich tun kann, wenn diese Herzsituation auftritt. Da gibt es ja etliche Sachen, wie z.B. Kopf kurz in kühles Wasser legen, etwas kaltes Trinken mit Kohlensäure u.s.w. Habe ich bisher noch nicht getestet, werde es aber demnächst versuchen. Manche Sachen, die der Arzt mir genannt hat, haben mir aber auch garnicht geholfen. Ich nehme jetzt aber zusätzlich Magnesium ein, und trinke auch mal gerne Herz- Kreislauftee. Bei mir wurde das ganze leider durch viel Stress verursacht, ich habe schon viel hinter mir, und das hat Spuren hinterlassen. Panikattacken bekomme ich dann auch, was absolutes Gift für das Herz bedeutet. Das verschlimmert ja noch. Aber mittlerweile sage ich mir dann immer komm, du weißt wie man 112 wählt, du wirst schon nicht umkommen. Kein großer Trost, aber man lernt irgendwie damit zu leben. Ich gehe auch ungerne ganz allein auf Große Ausflüge oder abgelegene Wege. 2 Tachykardien waren nämlich unterwegs mal, und das war der Horror. Da war mein Sohn 2, und ich dachte ( weil ich da noch nicht wußte, was das ist) was wenn du jetzt umkippst, wer findet das Kind #schock. Seither wissen alle Bescheid in meinem Umfeld. Es ist nur so schwer auch zu glauben, das wirklich nichts passieren kann. Auf jeden Fall ist die Lebensqualität absolut eingeschränkt. Man muss halt manchesmal einfach Ruhe bewahren, und das ist nicht immer leicht.

Liebe Grüsse, Julia

Beitrag von grassl1 14.08.07 - 12:50 Uhr

Hallo Julia,

meine Schwester hatte jahrelang genau das gleiche Problem. Nun ist sie vor 1,5 Jahren zur Herzkatheterisierung gewesen, ist gar keine große Sache. Dort wurde die für die "Attacken" verantwortliche Leitung verödet und ihr gehts richtig gut. Seitdem hat sie ab und zu mal leichtes Herzstolpern, aber das war es auch schon.

Liebe Grüße

Jana

Beitrag von glu 14.08.07 - 13:12 Uhr

huhu!

du bist ja noch recht jung, kann man da nix mit sport machen? sport trainiert ja das herz, das führt zu eine niedrigen herzfrequenz.

natürlich nicht gleich los sporten, vom arzt abchecken lassen und vielleicht in eine cardio-gruppe gehen, wenn die sport machen ist immer ein arzt anwesend.

lg glu

Beitrag von doucefrance 14.08.07 - 14:03 Uhr

Liebe Julia,

auch ich nehme seit 1 Jahr Betablocker gegen hohen Blutdruck. Und habe seit 2000 eine Panikstörung, die sich eben auch in diesem Herzrasen und diversen anderen Symptomen zeigt. Daraufhin wurde ich komplett durchgecheckt: Ruhe u. Belastungs u. Langzeit-EKG, Magen-Darmspiegelung, Computertomigraphie und MRT (Kernspin). alles ohne Befund. Als das durch war, und die Attacken, bzw. die Angst vor der Angst mir immer mehr mein Leben einschränkte, sprach ich mit meinem Hausarzt über eine richtige Psychotherapie. Ich schreibe "richtige", weil ich schon mal in eine sehr akuten Phase der Attacken mehrere Gespräche hatte bei einem Psychologen, aber geholfen hat mir das nicht, auch nicht die dort erlernte Entspannungstechnik nach Jacobsen.
Dann habe ich hier in der katholischen Bildungsstätte einen Kurs in QiGong mit gemacht. Zeitgleich eine Gesprächstherapie angefangen. Und das beides zusammen tat mir richtig gut.
eine Kur ist auch beantragt worden, leider aber nicht genehmigt worden, weil ich die Maßnahmen am Ort noch nicht ausgeschöpft hatte.
Nach insgesamt 2 Jahren der Therapie (erst alle 14 Tage, dann alle 4 Wochen, alle 6 Wochen und die letzten 2 termine alle drei Monate) geht es mir soweit gut. Es ist keine Attacke mehr aufgetreten, mein Herz geht ruhig. Meine Attacken kamen durch zuviel Strß. Ich habe vieles heruntergeschraubt, máche jetzt so wie ich kann und vor allem will und habe gelernt NEIN zu sagen... eine tolle CD habe ich mit QiGong Übungen, die ich ab und zu immer noch mal höre, mitmache und dabei entspanne. Aber eigentlich sollte ich die Übungen jeden Tag machen...
Mein Rat an Dich, versuche doch mal einen therapeuten zu konsultieren, die gespräche dort helfen ungemein und man lernt gelassen mit allem umzugehen, was auch ganz wichtig für das Herz ist. Dann packt man Streß besser weg und der Körper dankt es einem.
Oder versuch wenigstens eine (Mutter-Kind)-Kur zu bekommen, am besten in einer Klinik, die auch psychosomatische Erkrankungen mitbehandelt.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Kinder vieles mitbekommen, auch wenn man es noch so sehr versucht nicht zu zeigen.
Ich wünsch Dir alles Liebe und viel Kraft.
Liebe Grüße