Warum heiratet Ihr?

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Forum: Hochzeit

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Beitrag von jesssy 14.08.07 - 12:40 Uhr

Hallo Ihr Lieben!!

Ich habe mir hier so einige Beiträge im Forum durchgelesen..

Mich interessiert mal, warum Ihr und Euer/re Partner/in beschlossen habt, zu heiraten? Ich persönlich finde ein Anlass wie den steuerlichen Vorteil eigentlich eher unpassend, um den Bund fürs Leben zu schließen. Klar, jedem ist es selber überlassen, aber ich finde, dass es meines Erachtens einer der größten Liebesbeweise ist, zu heiraten. Für mich (und für meinen Partner) ist es quasi das "Tüpfelchen auf dem i"

Mein Freund und ich geben uns am 14.09. vor dem Standesamt und am 15.09. vor der Kirche das Ja-Wort. Bei uns gibt es aus finanzieller Sicht eher einen Nachteil, da ich zur Zeit über dem 2. Bildungsweg mein Abitur nachhole und elternunabhängiges Bafög beziehe, was mit dem Tag der Hochzeit weg fällt, da mein Partner aus Sicht des Staates zu viel verdient. Auch den Wechsel in eine andere Steuerklasse bringt nicht viel, da trotzdem Geld fehlen wird. Uns ist das relativ gleichgültig, wenn es auch schwierig werden wird. Aber wir werden auch das in den Griff bekommen, wir haben schon ganz andere Dinge gemeistert. Geld macht zwar glücklich und ist für die Existenz wichtig, ist aber nicht alles. Zum Leben wird das Geld schließlich reichen. Wie steht Ihr dazu? Heiratet Ihr auch eher aus den Gründen des finanziellen Vorteils oder gibt es für Euch auch andere Dinge, die Euch wichtiger sind?

LG Jessica

Beitrag von jona1 14.08.07 - 12:50 Uhr

Hi Du,

ich habe meinen Mann vor 2 Jahren geheiratet weil ich Ihn liebe und er der Mensch ist mit dem ich bis an mein Lebensende sein will! Jetzt sagen viele das kann man auch ohne Trauschein ! RICHTIG aber für mich isses wichtig !

Schöne Hochzeit wünsch ich euch !

Beitrag von kaptainkaracho 14.08.07 - 13:02 Uhr

Hallo Jessica

Mein Freund und ich sind seit über 8 jahren zusammen.
Wir haben höhen und tiefen gemeinsam durchgestanden.
Vor 20Monaten bekamen wir unseren schönsten Liebesbeweis überhaupt. In der Gestalt unseres Terrorkrümels Christian #schein

Wenn es einfach nur nach der Liebe gegangen wäre, muss ich ganz ehrlich sagen: dafür brauch ich keinen Trauschein!

Wir heiraten jetzt u.a. eben wegen der Finanziellen Vorteile (klingt für viele doof, aber wir sind über 8 jahre zusammen, ein Trauschein ändert für uns nur meinen Nachnamen, die Krankenversicherung und die LSK). An unserer Liebe ändert dies nichts, bzw. lieben wir uns jetzt nicht weniger weil wir noch nicht verheiraratet sind.
Da ich gerade dabei bin mich selbstständig zu machen (ich stelle Mittelalterliche Kleider her) und nur über die Elterngeldstelle Krankenversichert bin müsste ich mich und meinen Sohn ab Dezember selber versichern. Sind wir aber verheiratet wird eine Familienversicherung gemacht. Naja und mein Freund hat seit dem 06.07.07. wirklich einen spitzen Job bekommen und das macht bei uns ne Ecke finanziell aus.

Zwar sind eine interessanterweise der Meinung ich heirate meinen Freund des Sparbuchs wegen (Gestern wurde das ja hier netterweise gesagt) aber solche Vorwürfe finde ich lächerlich, denn zum einem hat er bis jetzt kein Sparbuch mit Vermögen und zum anderen haben wir einen Ehevertrag für den Fall das seine Oma mal stirbt. <-- dabei war gerade das Thema Geld bzw. seine Erbschaft immer das Streitthema bei uns gewesen, weil ich ihn deswegen nie heiraten wollte (weil böse Zungen ja er weiß behaupten könnten)
Hinzu sollte ich auch mal erwähnen das ich bevor ich eine Berufsunfähigkeit bekam immerhin sein und unser Lebensunterhalt finanziert hatte, da ich selbst damals monatlich gut verdiente.

<----- so viel zu den netten Vorwürfen :-p

Aber da muss ich sagen: da steh ich drüber.

Nun denn da wir aber beide für uns sagen: wir haben einfach mehr Vorteile wenn wir heiraten, dann tun wir es auch. Klar lieben wir uns beide vom ganzen Herzen, aber ich (und damit meine ich wirklich MICH und nicht alle) bin der Meinung das ICh dafür keinen Trauschein brauch um das zu beweisen.
Aber mein Freund sieht das etwas anders und er möchte das wir heiraten.
Da ich aber wenigstens so eine Hochzeit haben möchte das es mit schöner Feier und drum herum ist (wiederspruch ins sich aber wenn ich Heirate in meinem Leben dann nur einmal und dann richtig!) heiraten wir erst jetzt (der Gedanke kam erst das erste mal als sich unser Sohn ankündigte) da wir es uns vorher einfach nicht hätten leisten können.
So haben wir beide einfach alles gespart und heiraten jetzt so wie wir es uns vorstellen und auch leisten können.

Klar ist es jetzt nachdem alle Vorbereitungen laufen ein anderer Gedanke und ich freu mich ungemein auf den großen Tag und bin auch sehr aufgeregt und hoff das es einder der schöänsten Tage meines Lebens wird. Aber das Thema "Heirat" haben wir damals nur unter den finanziellen Aspekt in Angriff genommen

Und nun können einige gerne mich steinigen, weil ich eben eine eigene Meinung und manchmal nicht derer anderer habe

LG Alexa *Hochzeit am 31.08.07*

Beitrag von schlumpfsocke 14.08.07 - 13:57 Uhr

Hallo Jessica,

hm, warum heiraten wir? Das sind wir in den letzten Monaten sehr häufig gefragt worden, immerhin sind wir schon neunzehn Jahre ohne Trauschein glücklich.
Wir sind zusammen gekommen, da war ich 18 und er 22. Und dachten ans Heiraten überhaupt nicht, war uns in dem Alter echt zu früh! Dann kamen im Laufe der Jahre Weiterbildung und teilweise Arbeitslosigkeit bei ihm, in der Zeit wollten wir auch nicht heiraten. Obwohl wir dadurch echt finanzielle Vorteile gehabt hätten, da ich schon immer einen recht gut bezahlten Job habe. Aber nur wegen dem Finanziellen wollten wir halt nicht (nicht falsch verstehen, ich akzeptiere diese Gründe auf alle Fälle!).
Tja, und so vergingen die Jahre. Wir sprachen öfter mal übers Ehelichen, aber in die Gänge sind wir nicht gekommen. Wir hatten auch beide keine Vorstellungen, wie wir das Ganze eigentlich wollten.
Letztes Jahr um die Weihnachtszeit hat es uns nun endlich gepackt und wir haben unsere Heirat für dieses Jahr beschlossen! Aus tiefer Liebe! Und aus ein paar "praktischen" Gründen, zum Beispiel möchte ich, falls mich oder ihn mal ein schlimmer Unfall oder Krankheit trifft, keinen Ärger mit dem Krankenhaus, da man als nichtverheirateter Partner eigentlich keine Rechte auf Besuch oder Entscheidungen hat.

So hat jeder seine Gründe und ich respektiere und akzeptiere jedem seine!
Auf alle Fälle freue ich mich auf den 7. September, ab dann ist unsere "wilde" Ehe "rechtmäßig (und hoffentlich genauso wild wie bisher ;-))!

Liebe Grüße,
Sabine

Beitrag von cowflat 14.08.07 - 14:18 Uhr

Hallo Jessica,

mein Mann und ich waren 4 Jahre zusammen, als wir geheiratet haben.
Damit haben wir unsere Liebe, unsere Beziehung, besiegelt. Wir wollten einfach Mann und Frau sein. Auch unbedingt vor Gott.. obwohl wir nicht aussergewöhnlich mit der Kirche verbunden sind. Aber wir sind gläubig und der Segen ist uns beiden sehr wichtig gewesen.

Klar, viele sagen, es ändert sich doch nix durch den Trauschein... doch, für uns schon. Das innige Gefühl. Es ist schon ganz besonders gewesen, als ich zuerst hörte, wenn mein Schatz von mir sprach, in dem er sagte "Meine Frau"!!! Und ich liebe es zu sagen "Mein Mann". Das macht ich stolz und glücklich. Es ist einfach ein wundervolles, zusammgehöriges Gefühl.

Beitrag von cowflat 14.08.07 - 16:53 Uhr

Ach, das habe ich ja noch ganz vergessen: Ich wusste vor der Hochzeit nicht, was sich finanziell verändert und jetzt weiß ich es eigentlich immer noch nicht so richtig. Ok, die Steuerklasse hat sich schon geändert... aber über sonstiges haben wir uns bisher keine Gedanken gemacht.

Beitrag von jassy-1984 14.08.07 - 16:43 Uhr

Hallo,

also aufgrund von irgendwelche finanziellen Vorteilen zu heiraten finde ich recht schade, auch wenn man es wohl teilweise verstehen kann... Ich würde es nicht tun...

Warum wir heiraten?!

Wir lieben uns... und wir wollen eine "richtige" Familie sein... mit einem Namen und allem was eben dazu gehört... außerdem ist es sicherlich nochmal eine Steigerung der Beziehung oder meint ihr nicht?!... Schon alleine die Vorstellung ihn dann "meinen Mann" nennen zu können finde ich toll...

LG Jasmin

Beitrag von jesssy 14.08.07 - 16:55 Uhr

Hallo Jasmin,

Deine Ansicht teile ich ebenfalls voll und ganz. Ich finde es ebenfalls sehr schade, aus finanziellen Gründen zu heiraten.

Auf jeden Fall ist es eine Steigerung der Beziehung, sonst wüsste ich auch gar nicht, wozu man eigentlich heiraten sollte, wenn es nur um den finanziellen Vorteil oder solche Dinge gehen würde. Schließlich heiratet man i.d.R. auch nur, wenn man wirklich verliebt ist und den Partner seiner Träume an seiner Seite hat, und nicht, weil ich dann mehr Geld in den Taschen habe, was ich jedenfalls niemals als unangenehm empflinden würde, sondern eher als unpassend.

LG Jessica

Beitrag von kaptainkaracho 14.08.07 - 17:37 Uhr

Hallo Jessica

Ich bin anscheinend die einzige die hier wenigstens dazu steht das das Thema Hochzeit bei uns aufkam eben wegen der Vorteile die man dann hat.

Das man seinen Partner an der Seite liebt und weiß das es der Mensch ist mit dem man sein Leben teilen sollte kann man aber auch ohne Trauschein.

Das ich mich jetzt natürlich freue und es kaum abwarten kann zu heiraten ist ja ein ganz anderes Thema

Aber wir haben URSPRÜNGLICH übers Heiraten nachgedacht als es um die Vorteile geht

Warum denn sonst heiraten hier einige während sie schwanger sind? Damit das Baby nicht unehelich ist (was ich z.B. viel schlimmer finde nur wegen des Kindes wegen zu Heiraten) #gruebel

LG Alexa

Beitrag von jesssy 14.08.07 - 20:19 Uhr

Liebe Alexa!

Sicherlich braucht man keinen Trauschein, ich stehe auch zu dem, was ich sage, und mein Freund und ich halten dies halt etwas anders, aber wie gesagt, jedem das seine. Wie das bei den anderen aussieht, kann ich leider nicht sagen, bei mir/uns ist es folgendes: Ich bin auch schwanger, in der 11. Woche. Das Kind war nicht geplant, aber wir freuen uns sehr. Die Hochzeit an sich planen wir aber schon weit aus länger, wir haben anfang/mitte Januar schon den Termin für die Kirche fest gehabt und dann auch die Einladungskarten übermittelt, ich denke daraus wird ersichtlich dass es bei uns auf keine Fall der Grund ist, warum wir heiraten.

LG Jessica

Beitrag von rosastrampler 14.08.07 - 21:18 Uhr

Ich finde, man kann nicht einfach so zusammen leben, wenn man sich liebt. Es gibt doch eine Reihe rechtlicher Zusammenhänge. Wenn zB meinem Mann etwas passiert, dann kann ich ihn nicht einfach im Krankenhaus besuchen und Einkünfte einholen.

Mein Sohn fragte mich mal, was heiraten bedeutet. Ich sagte, dass man sich verspricht, für immer zusammen zu bleiben. Darauf fragte er, warum wir nicht verheiratet sind. Und er hat Recht: eine Heirat ist jedenfalls für mich und meinen Mann ein Versprechen, welches man öffentlich und bewußt ausspricht. In einer Lebensgemeinschaft gibt man sich dieses Versprechen wohl eher nicht - jedenfalls haben wir es in über 12 Jahren nicht gemacht. Denn: DAS wäre dann eine Verlobung. Oder sehe ich das falsch?!
Mir war es einfach wichtig, meinem Mann dieses Versprechen ganz feierlich zu geben und dies auch zu bezeugen. Ein Versprechen, welches man sich in diesem Rahmen gibt, ist doch sehr überlegt, das hat für mich einen GANZ anderen Charakter als ein auf dem Sofa gesäuseltes "Schatz, wir bleiben doch für immer zusammen oder?" Und er (zwischen Fussball und Schluck aus dem Bier) - "Klar, Schatz".
Überspitzt ausgedrückt. Was ich meine ist die Ernsthaftigkeit und die Überlegung, die hinter dem Versprechen einer Ehe steckt.

Mir war dieses bewußte und ernsthafte gegenseitige "Ja" zu UNS 1000000x wichtiger als das Geld! Auch wenn wir natürlich die Vorteile gern mitnehmen, ich will mich sicher nicht als uneigennützige Heilige darstellen.
Ich möchte nur deutlich machen, warum manchen Menschen wirklich das Versprechen wichtiger ist als das Geld, auch in der heutigen Zeit, in der Heiraten gesellschaftlich nicht mehr notwendig ist.

naja- vielleicht wird das Ehegattensplitting doch noch mal abgeschafft. Dann muss niemand mehr wegen dem Geld heiraten...

Beitrag von cowflat 15.08.07 - 13:45 Uhr

Hey,

Du kannst doch uns anderen nicht unterstellen, dass wir wegen der Vorteile geheiratet haben und das nun nicht zugeben wollen!

Geht ja wohl gar nicht.

Wir haben nicht einmal über die finanzielle Lage oder irgendwelche Vorteile nachgedacht. Bis heute nicht. Wir wollten schlicht und einfach verheiratet sein, weil es ein wunderschönes Gefühl ist... noch viel schöner, als ohne Trauschein. Verbundener.

Beitrag von kaptainkaracho 15.08.07 - 14:04 Uhr

Ich habe auch nirgendwo behauptet das Ich Euch das unterstelle

Ich habe gesagt das ich die einzige bin die dazu steht!
Bei uns kam nunmal das Thema Heiraten erst auf als wir merkten wir haben einfach Vorteile davon. (das erste mal merkten wir es als ich im Kh lag und meinen Sohn per KS entbinden musste und im Falle von Komplikationen hätte er quais kein Recht auf infos gehabt #schock )

Und es gibt hier auf jeden Fall noch etliche User die auch durch die Vorteile einer Ehe ans heiraten dachten und es daher auch tun.

Alexa

Beitrag von cowflat 15.08.07 - 14:22 Uhr

Sorry, habe es so verstanden, dass Du uns anderen nicht glaubst, dass wir nicht wegen irgendwelcher Vorteile geheiratet haben.

Letztlich ist es ja auch egal. Jeder heiratet oder heiratet nicht aus unterschiedlichen Beweggründen.

Wir haben auch eh über nix weiter nachdenken müssen, weil wir weder Haus, Kinder oder sonst was haben. Zudem verdienen wir auch noch gleichviel. Also gabe es bei uns in der Hinsicht keinerlei Beweggründe.

Nix für ungut ;-)

Beitrag von kaptainkaracho 15.08.07 - 15:20 Uhr

HuHu

na ich mein das auch garnicht böse.
Bei uns ist es nur so das wir über 8 Jahre zusammen sind und auch über 8 Jahre zusammen leben
Wir haben ein gemeinsames Kind und wissen selbst das es als "offizielle" Familie einfach Vorteilhafter ist

Klingt für viele doof, ist aber leider so.

Bei uns ist z.B. so wenn mir mal was wirklich passiert oder ihm dann bekäme man keine Info im Krankenhaus.
Oder eben auch weil ich eine Berufsunfähigkeit habe werde ich nie so viel verdienen wie er als Dipl. Ing.
Das waren dann für uns dann Ausschlaggeben die Gründe uns für eine Hochzeit zu entscheiden (ich war immer dagegen, da es bei uns ein bissl komplizierter ist da er mal später erben wird und mich so ein Vermögen arg dolle abschreckt).

Ich denke mal einer der nicht alle Hintergründe bei uns kennt kann es auch so nicht nachvollziehen.

Jetzt wo wir natürlich die Hochzeit in Angriff genommen haben und diese ja nun auch bald ist (wir heiraten am 31.08.) ist es auch ein ganz anderes Gefühl und ich freu mich unglaublich dolle.

LG Alexa

Beitrag von cowflat 15.08.07 - 15:46 Uhr

Na, dann wünsche ich Euch noch spannende 2 Wochen bis zu Eurem grossen Tag und eine wunderschöne Hochzeit!!!!

Alles Liebe und Gute für Eure Ehe #liebdrueck

Beitrag von maeuschen06 14.08.07 - 19:36 Uhr

Hallo,

wieso eine Hochzeit die Steigerung einer Beziehung sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Das ist für mich ein Grund, warum viele Ehen scheitern: falsche Erwartungen.

Eine Hochzeit ist (vom romantischen Beiwerk mal abgesehen) ein rein juristischer Akt, mehr Rechte, mehr Pflichten. Das verbessert oder verstärkt doch keine Beziehung #kratz

Ich war mit meinem Mann schon zig Jahre zusammen, bevor wir ans Heiraten gedacht haben. Ich war mit ihm glücklich und mir war klar, dass ist der Richtige. Da hätte eine Hochzeit nichts daran geändert. Die Überlegung zum Heiraten kam erst, als wir über Kinder nachgedacht haben, was passiert, wenn das Kind da ist, aber ein Partner stirbt? Es ging uns vor allem um Absicherung und dann auch um steuerliche Vorteile, da ich mit Kindern erst mal weniger arbeiten wollte. Da haben wir uns dann zur Heirat entschlossen.

Das finde ich auch nicht schlimm, warum auch. Unsere Beziehung hat sich in keiner Weise verändert. Er war vorher schon mein Mann, ich seine Frau. Jetzt ist es eben nur staatlicherseits auch abgesegnet.

Okay, mit 20 habe ich da auch noch anders gedacht. Da träumt man eben vom Märchenprinzen und der Märchenhochzeit. Nach einiger Beziehungserfahrung war mir dann aber klar, dass eine Hochzeit nichts ändert. Es klappt, oder eben nicht. Das hängt nur von zwei Menschen ab, nicht von einem Zettel, den ich unterschreibe.

Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass die, die in einer Hochzeit die "Krönung ihrer Liebe", "das I-Tüpfelchen" oder "Steigerung der Liebe" gesehen haben, einfach zu hohe Erwartungen hatten und letztlich gescheitert sind. Gut, die meisten hatten auch schon Anfang zwanzig geheiratet, vielleicht lag es auch daran.

Ich nehme meinen Mann bzw. die Partnerschaft als nicht selbstverständlich hin und wir arbeiten an unserer Beziehung, das sehe ich als Erfolgsrezept, nicht das wir geheiratet haben.

lg

Beitrag von jesssy 14.08.07 - 20:12 Uhr

Also für uns persönlich ist es halt das "Tüpfelchen auf dem i" und ich denke auch, dass man nie eine Garantie hat, ob eine Ehe oder Beziehung scheitert oder nicht.

Du sagst es, maeuschen06, es hängt von den zwei Menschen ab, aber doch keinesfalls vom Alter? Ich denke nicht, dass ich wer weiß wie lange warten muss, bis ich merken muss, dass eine Hochzeit nicht wirklich was ändert, davon gehe ich auch nicht aus, für uns erfüllt sich damit ein wunderschöner Traum, und ich denke, da geht es einigen so, ob mit anfang 20 oder anfang 50. Klar, einige haben andere Ansichten, aber wäre ja auch langweilig, wenn es nicht so wäre, oder?

Auch wenn ich noch so lange mit einem Partner zusammen bin, noch so alt bin, kann die Beziehung / Ehe scheitern und natürlich sollte immer an einer Beziehung / Ehe gearbeitet werden, denn Zeiten und Menschen ändern sich.

Wir persönlich - wie auch schon erwähnt - heiraten nicht aus finanziellen Vorteilen oder so etwas in der Art, aber wer möchte, bitte.

Einen schönen Abend wünsch ich noch. lg

Beitrag von pfeiferlspieler 15.08.07 - 00:13 Uhr

Ich heirate ihn weil er der Vater meiner beiden Kinder ist... und diese Familie ist das beste was mir in meinem Leben bisher passiert ist. Warum sollen wir nicht heiraten und nach außen eine Einheit werden... natürlich spielt dabei auch die Absicherung eine Rolle, was ist wenn einer der beiden Eltern nicht mehr ist, dann steht ein Teil mit 2 Kindern alleine da und hier in Bayern kann man dann nicht mal arbeiten gehen weil es keine gescheite Betreuung (tagsüber noch nicht einmal, geschweige denn für Schichtarbeiter) gibt.

Wir haben letztes Jahr September standesamtlich geheiratet (schwanger mit dem 2. Kind) und werden nächstes Jahr Sommer eine große Feier mit alternativer Trauung nachholen. Weder mit dickem Bauch noch mit Stillkind wollte ich Hochzeit feiern. Das passt irgendwie nicht und nächstes Jahr ist der Kleine dann anderthalb und kann auch mit Oma schlafen gehen, so dass wir bis zum Ende feiern können.

LG Tanja mit Mina und Malik

Beitrag von snowy 15.08.07 - 09:58 Uhr

Wichtig ist einfach der Liebe noch zusätzliches Fundament zu geben und ihr Rechte aber auch Pflichten beizuordnen.

Ansonsten gibt es da keine richtige Antwort für deine Frage, denn jede Nationalität sieht das anders. Es gibt ja noch soviel anderes zwischen "schwarz" und "weiss". Kein Sex vor der Ehe und so weiter...

Vielleicht gibt es auch deutsche die es so halten, wer weiss das schon. Ich persönlich heirate nicht wegen finanzieller Probleme, oder wegen Vergünstigungen, sondern weil ich meinen Partner liebe und dieses letzte Stück des Bandes haben möchte.

Was ich persönlich richtig schlimm finde ist, wenn jemand in einer Kirche heiratet und diese ansonsten nicht betritt. Es wird dann einfach aus dem Grund dort geheiratet weil es ja so schön ist.

#snowy

Beitrag von kaptainkaracho 15.08.07 - 12:52 Uhr

"Was ich persönlich richtig schlimm finde ist, wenn jemand in einer Kirche heiratet und diese ansonsten nicht betritt. Es wird dann einfach aus dem Grund dort geheiratet weil es ja so schön ist. "

Auch wenn wir manchmal anderer Meindung sind #schein hiermit hast Du absolut recht


Alexa

Beitrag von snowy 15.08.07 - 20:47 Uhr

Das streich ich mir aber jetzt im Kalender an!

:-D

#snowy