Möchte noch lang weiterstillen, aber Partner meutert. Was tun??

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von doppelherz 14.08.07 - 13:05 Uhr

Hallo meine Lieben,

unser Söhnchen Steffen ist heute 19 Wochen alt geworden und wir zwei sind ein richtig gutes Stillteam. Gut, er kommt sehr häufig (größter Abstand ist 2,5 Std.), aber das stört mich mittlerweile nicht mehr. Er nimmt gut zu, wächst gut, ist kerngesund und macht auch keinerlei Anstalten, etwas anderes außer MuMi haben zu wollen.

Ich muss dazu sagen, dass mir das Stillen mit Steffen fast noch besser gefällt als damals mit meiner Tochter Emely, die doch immer sehr gierig war und nur allzugern an den Warzen gerissen hat. Zudem war sie recht schnell beikostreif. Bei Steffen ist das komplett anders und ich möchte ihn gern so lange stillen, wie er es will und gut verträgt. Somit ist eigentlich ja alles okay, wenn nur nicht mein Mann langsam querschießt. Problem Nr. 1 ist unser Liebesleben #hicks ... durch die Stillhormone hält sich meine Lust mehr als in Grenzen und zudem sorgen die Hormone dafür, dass ich trocken bleibe und somit der Sex sehr schmerzhaft ist #schmoll. Problem Nr. 2 ist, dass wir abends nicht weggehen können bzw. nicht wirklich flexibel auch mal ohne Kinder etwas machen können, da Steffen die Flasche absolut ablehnt (er nimmt auch keinen Schnuller) und ich somit keine MuMi via Flasche verfüttern kann. Mein Mann bekommt jetzt schon Panik, weil ich im September einen Bauchtanzkurs belegt habe und er dann für 2 Std. mit Sohnemann allein ist #augen.

Wie dem auch sei: Er ist nicht so unbedingt dafür, dass ich Steffen länger als 6 Monate vollstille. Gut, in Bezug auf unser Liebesleben kann ich ihn verstehen, aber immerhin geht es doch um unseren Sohn und die beste, reichhaltigste (und dabei preiswerteste) Nahrung, die er bekommen kann. Auch denke ich, dass es falsch ist, gegen das Gefühl zu handeln und den Kleinen abzustillen, obwohl ich innerlich noch gar nicht dazu bereit bin.

Habt ihr für mich vielleicht noch ein paar Tipps oder Gedankenanstöße, wie ich meinen Mann dazu bewegen kann, noch etwas länger "durchzuhalten"? Oder muss ich "um des lieben Frieden willen" bzw. um der Partnerschaft willen in den sauren Apfel beißen?

Viele liebe Grüße von Simone, Emely (2,5 Jahre) + Steffen (19 Wochen)

Beitrag von lucie_neu 14.08.07 - 13:11 Uhr

Ich glaube nicht, dass es eure Partnerschaft aushält wenn du quasi "gezwungen" wirst, gegen deinen Willen abzustillen.

Gegen "Trockenheit" gibts Mittelchen (z.B. Gleitgelen aus der Apotheke, ist ähnlich wie Vaseline aber funktioniert super), gegen chronische Unlust muss sich dein Mann auch mal ein bisschen ins Zeug legen ;-)

Zur Flaschenproblematik kann ich nur sagen: Emma hat nie eine Flasche genommen, außer die Avent. Mit der funktioniert es ganz gut. Hast du die schon ausprobiert?

Ansonsten gebe ich dir den Tipp, die Balance zu finden zwischen Mutter und Ehefrau, dann kommt sich dein Mann nicht ganz so vernachlässigt vor.... #liebdrueck

Beitrag von doppelherz 14.08.07 - 13:16 Uhr

Danke für deine liebe Antwort.

Ja, was die Balance angeht, so glaube ich, dass ich die schon gefunden habe. Ich fühl mich definitiv nicht nur als Mutter, nur weil ich noch lange stillen möchte. Natürlich bin ich auch Frau und Partnerin. Einziges Problem meinerseits ist halt, dass ich momentan eben einfach keine Lust auf die Lust habe. Da könnte mein Mann mit den exotischsten Verführungskünsten auf mir herumtanzen und es würde sich nix regen #schmoll. Von daher würden Gleitgele zwar den Zustand beheben, aber nicht die Ursache.

Bezüglich des Fläschchens: Guter Tipp #blume! Werd mal schauen. Emely hatte damals auch Avent, wenn ich mich recht erinnere ...

LG von Simone

Beitrag von monika030680 14.08.07 - 13:15 Uhr

Hi, hast du deine Sorgen mit deinem Mann besprochen?

Gruß Moni & Flo (5 J.) & Oli (1 Monat 1 T.)

Beitrag von doppelherz 14.08.07 - 13:17 Uhr

ja, sicher ...

Beitrag von doppelherz 14.08.07 - 13:25 Uhr

Sorry, eben konnte ich nicht weiterschreiben, da Steffen an die Brust wollte #hicks ...

Also: natürlich habe ich schon mit ihm gesprochen und ihm auch gesagt, dass ich seine "Vorwürfe" und Sorgen um unser Liebesleben mehr als verstehen kann, aber dass ich ihn halt auch um Verständnis bitte, dass man sein Kind nichtmal eben so auf Geheiß abstillen kann. Es ist halt auch hier viel Gefühl dabei und dass ich mir nicht vorstellen kann, ihn entgegen meiner Empfindung abzustillen. Das widerum fällt meinem Mann schwer nachzuvollziehen. Aber das können wohl auch nur wenige Männer. Wie auch?

LG an dich von Simone #blume

Beitrag von _lasse 14.08.07 - 13:48 Uhr

Moin Simone,
Du mußt Dein Kind doch nicht sofort abstillen.
Evtl. kannst du erstmal langsam eine Mahlzeit ersetzen.
Dann kann Dein Mann auch mal auf Eure Kinder aufpassen ohne Panik zu bekommen.
Könnte natürlich auch sein, dass sich Dein Problem von ganz alleine löst. Steffen bekommt mit was Ihr eßt und könnte evtl. ganz schnell Lust auf etwas anderes als Brust bekommen ;-)
LG Karin #katze

Beitrag von doppelherz 14.08.07 - 13:52 Uhr

Hallo Karin,

ja, das ist natürlich richtig, nur Steffen ist zzt. absolut noch nicht beikostreif. Weder kann er sitzen, noch ist er in irgendeiner Weise an Löffeln oder unserem Essen interessiert. Da heißt es erstmal abwarten.

LG von Simone #blume

Beitrag von crazyhasi1981 14.08.07 - 14:14 Uhr

Mensch, er kann doch froh sein, dass es bei dir mit dem Stillen klappt.

Bei mir hats nicht geklappt. Ich habe geheult vor Schmerzen beim Stillen, alles war wund und eingerissen... #heul

Er saß immer nur da und meinte, MuMi ist das Beste. Das Kind wird nicht krank, bekommt keine Allergien, ist preiswert... #bla

Ich brauchte nicht mal abstillen... Die Milch blieb einfach weg. Hatte mir auch Tips hier geholt, aber nichts hat funktioniert. Hab gepumpt wie ne blöde...

Er hat mir dann vorgeworfen, dass ich heimlich abgestillt habe, wenn er auf Arbeit war. #augen

Als dann eine Bekannte meinte, sie hätte auch beide Kidner nicht stillen können und die Bubis sind kerngesund hat er ein bisschen nachgegeben und ändern konnte er ja dann sowieso nichts mehr...

Der #sex ist seitdem aber auch nicht besser geworden. ich heb keine Lust und empfinde nichts. Ich spüre ihn zwar wie vorher, aber ich bin innerlich irgendwie, wie tot... Er meint, das braucht alles seine Zeit. Mal sehn... Wird wohl schon irgendwann... Hoffe ich... Aber es gibt ja auch andere Möglichkeiten... :-p

LG von Crazyhasi + Alicia Sophie (*1.6.07)

Beitrag von suto24 14.08.07 - 14:33 Uhr

Hallo,

also erstmals, wenn du eh keine lust hast, dann bleibts da untenrum#augen#hicks halt trocken. da gibts aber gute mittelchen die abhilfe schaffen (gleitgel).

dann....dass du keine lust auf die lust hast liegt wohl weniger am stillen...bei mir zumindest ist es so dass ich jetzt bem 2.ten kind echt "spitz"#hicks#hicks#hicks:-p #scheinbin, obwohl ich stille, beim 1.sten hab ich nur kurz gestillt, trotzdem ist die lust erst so nach 7-8 monaten wiedergekommen.

ich möchte dir nicht zu nahe treten, und auch nicht deine ehe beurteilen... aber ich hätte meine liebe mühe damit, wenn ich, um die libido zu steigern abstillen müsste.

ich meine wenn sonst alles stimmt, kann man(N!!!!) halt mal ein halbes jahr zurückstecken. und was die flasche angeht kann ich dir auch nur die avent empfehlen (aber nicht den 123suger) meine maus nimmt auch nur diese wenn ich mal abpumpe.

ich an deiner stelle würde diese einzigartige mutter kind beziehung so lange fortführen wie es für euch beide stimmt, denn die argumente gegen das stillen (liebesleben) wären mir etwas zu dürftig.
aber das ist meine subjektive meinung.;-)

#herzlich Suzana

Beitrag von sonne_1975 14.08.07 - 15:15 Uhr

Ich glaube, ich hätte so einen Partner in die Wüste geschickt.:-[ Dass das Baby bei ihm hinter dem Sex ansteht...:-[

Aber zu deiner Frage: du kannst ihn ja fragen, wie er sich das Abstillen vorstellt, wenn dein Sohn die Flasche nicht nimmt. Statt der Muttermilch muss ja die Kunstmilch gegeben werden und wie soll er sie bekommen, wenn er die Flasche nicht nimmt?;-)

Gruss. Alla und Juri, 15,5 Monate, noch morgens gestillt

Beitrag von juliocesar 14.08.07 - 22:34 Uhr

hallo simone,
diese diskussionen hatten wir auch und immer wieder mal. saskia schlief auch bei uns im elternbett, v.a. wenn sie zahnt oder verschnupft ist, kommt sie stündlich und strampelt papi fast aus dem bett. vor ca 6 wochen haben wir ihr ihr eigenes zimmer eingerichtet mit gästebett. sie wurde schlafend ins gitterbett gelegt und wenn sie weinte ging ich zu ihr, stillte sie im gästebett und schlief oft neben ihr ein bis zum nächsten morgen. offenbar war das für meinen mann noch schlimmer zu ertragen, da ja er statt saskia plötzlich alleine schlief und konnte sich ev deshalb leichter in sie versetzen. wie auch immer, kürzlich weinte saskia und ich schlief so tief, dass mein mann vor mir wach wurde und statt mich zu wecken, brachte er saskia rüber zu uns ins bett und legte sie mir an die brust. das fand ich echt süss.
leider strampelte sie so fest, dass es ihm wieder verleidete...
ich habe auch meinen standpunkt angebracht aber er hatte seine eigenen vorstellungen. was wirklich genützt hat, ist meine ausdauer, er sieht, dass ich nicht von ihm verlange, dass wir uns nachts abwechseln, dass ich regelmässig zu den stilltreffs gehe, dass ich mich von negativen kommentaren nicht beeinflussen lasse, dass ich das stillen meinen eltern und schwiegereltern nicht verschweige und dass saskia bewusst meine brust sucht und sich am besten so beruhigen lässt - da kommt keine flasche oder schnuller dagegen an. brust ist eben mehr als nahrungsaufnahme.
und wegen dem s...: wir hatten in den letzten 15 monaten etwa 6 mal, von denen ich 2 mal genossen habe, wobei meine lust eindeutig durch die minipille beeinträchtigt war, denn sobald ich sie abgesetzt habe, ergriff ich die initiative bewusst. denke nicht, dass das am stillen liegt, z.z. stille ich intensiver als vor 4 monaten, produziere auch mehr milch.
gib nicht auf. wenn du magst, kannst du immer wieder versuchen, deinem kleinen wasser oder tee zu geben, nicht wegen zufüttern, sondern, dass er sich an die flasche gewöhnt. abpumpen oder pulvermilch geben würde ich nicht, weil sonst die nachfrage nicht mehr stimmt.
besuch doch die lll-stilltreffs, dort triffst du gleichgesinnte, die dich mental unterstützen. ich würde wohl schon lange nicht mehr stillen, wenn dort nicht immer aufgebaut worden wäre.

lg gabriela.