Mach mir sorgen...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von angelsleader 14.08.07 - 14:52 Uhr

Mache mir Sorgen um meine Freundin.

Und zwar hat sie keinen Vertrag bei ihrem Arbeitgeber bekommen und fragt schon eine ganze Weile wann sie ihn den bekommt. Ihr (und uns) kam das alles etwas komisch vor. Darauf hin hat sie sich etwas neues gesucht. Und jetzt meine Frage. Kann man ohne Vertrag einfach in einem Betrieb aufhören oder muss man da genauso kündigungsfristen einhalten?

Danke schon mal für eure Antworten!

Beitrag von babsi1785 14.08.07 - 15:01 Uhr

Hallo,

also mir wurde es von meiner schwester (die arbeitet im Arbeitsamt) erklärt, das es auf die Arbeit ankommt die sie macht. Spielt sie da eine wichtige große Rolle und würde die "Firma" durch ihr unerwartetes Aufhören "Probleme" bekommen, dann muss sie die Kündigungsfrist einhalen.

#kratz mhh ich hoffe man versteht was ich meine. . .


Babsi

Beitrag von nica76 14.08.07 - 15:04 Uhr

Das ist Unfug! Kündigungsfristen sind entweder arbeitsvertraglich, tarifvertraglich oder gesetzlich festgelegt und haben nichts mit der Tätigkeit zu tun.

Es kann lediglich sein, dass durch einen in beiderseitigem Einvernehmen geschlossener Auflösungsvertrag die Kündigungsfrist umgangen wird.

Beitrag von nica76 14.08.07 - 15:02 Uhr

Arbeitet Deine Freundin denn dort? Wenn ihr AG sie ohne Vertrag arbeiten lässt und sie auch weiter vergütet, dann gilt sie als unbefristet dort beschäftigt.

Was eine Kündigung angeht: sind im Arbeitsvertag keine Kündigungsfristen vereinbart, gelten entweder die tariflichen oder die gesetzlichen Kündigungsfristen.

Gruß, Nica

Beitrag von angelsleader 14.08.07 - 15:15 Uhr

Ja sie arbeitet da, aber sie bekommt keinen Arbeitsvertrag. Es heißt jedes mal vom AG, ich hab so viel zu tun, ich hab besseres zu tun. Sie wird schlecht behandelt. Kann sie den von heute auf morgen einfach gehen? Sie hält es auch nicht mehr aus!?!?!?

Beitrag von klau_die 14.08.07 - 15:33 Uhr

Nein, sie kann nicht von heute auf morgen gehen.
Sie muß sich an die gesetzliche Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Monatsende halten, kann also bis zum 31.08. für Ende September kündigen.

Gruß,

Andrea

Beitrag von angelsleader 14.08.07 - 15:52 Uhr

warum geht das nicht???

Wenn sie keinen Vertrag, hat ist auch niergenswo festgehalten das sie eine Frist einhalten muss!?!?

Beitrag von florida-sun 14.08.07 - 16:46 Uhr

Weil es die gesetzlichen Kündigungsfristen gibt. Und die gelten eben für den Fall, dass über Kündigungsfristen nichts im Arbeitsvertrag steht, oder dass eben gar nichts vereinbart wurde!

Beitrag von klau_die 15.08.07 - 06:55 Uhr

Doch, sofern kein schriftlicher Vertrag besteht, der andere Fristen beinhaltet, ist sie (wie der AG auch) an die gesetzlichen Fristen gebunden.
Im übrigen bedarf ein Vertrag nicht der Schriftform.

Gruß,

Andrea

Beitrag von nica76 14.08.07 - 15:53 Uhr

Es ist leider wirklich so. Da sie keinen Arbeitsvertrag hat, muss sie sich an die gesetzlichen Kündigungsfristen halten.

Wenn sie dort unglücklich ist, dann ist es ohnehin was anderes, aber nur deshalb zu gehen, weil sie keinen schriftlichen Arbeitsvertrag bekommt, halte ich für unklug.

Beitrag von angelsleader 14.08.07 - 16:03 Uhr

Der Chef meinte außerdem zu Ihr da die Probezeit 6 Monate sind. Wir kennen das so das die Probezeit 3 Monate ist und wenn sie länder it muss das schrieftlich niedergeschrieben werden, ist das so!?!?!

Beitrag von nica76 14.08.07 - 16:26 Uhr

Das hier geht mir jetzt zu sehr ins Detail, um noch sichere Angaben machen zu können.

Generell gilt: es kann jederzeit auch ohne Arbeitsvertrag gearbeitet werden, es ist aber eben nicht üblich. Unterliegt der Arbeitgeber einem Tarifvertrag, dann gelten die tarifvertraglichen Regelungen über den gesetzlichen, solange sie keinen Nachteil für den AN bedeuten. Gibt es keinen Tarifvertrag, so gelten die gesetzlichen Regelungen.

Für die Probezeit gibt es keine gesetzlichen Regelungen, es wird einfach nur am häufigsten die 3-Monate-Variante genommen. Sechs Monate sind nichtsdestotrotz aber genauso üblich.

Natürlich würde ein Arbeitsvertrag, in dem solche Regelungen schriftlich und verbindlich festgehalten sind, deutlich helfen ;-)

Aber wenn Deine Freundin sich doch ohnehin schon nach was anderem umgeschaut hat, dann ist die Probezeit für sie doch unerheblich. Es sei denn sie befindet sich noch in derselben, denn hat sie das Recht sofort und ohne Angaben von Gründen zu gehen.

So... ich mach jetzt Feierabend ;-)

Kannst mich gerne über die VK anschreiben, wenn Du noch Fragen hast.

Gruß, Nica

Beitrag von nica76 15.08.07 - 08:03 Uhr

Guten Morgen,

ich muss meinen Thread von gestern noch in soweit ergänzen, dass eine Probezeit auf jeden Fall schriftlich vereinbart werden muss. Dies bedeutet für Deine Freundin, dass sie eben nicht einfach so gehen kann, sondern sich an die gesetzliche Kündigungsfrist halten muss.

Gruß, Nica