Trennungsangst wird immer größer-bald 3 Jahre!!!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von nicky2308 14.08.07 - 15:19 Uhr

Hey ihr Lieben,

unser Engel (wird im September 3 Jahre) entwickelt immer größere Trennungsangst.

Seit 3 Monaten weint er wieder beim Abgeben in der Kita( geht seit über 1 Jahr in die Einrichtung). Es wird jeden Morgen schlimmer, meist will er sich noch nicht mal anziehen.
Er schreit dann immer: "Meine liebe Mama, ich liebe dir-ich will nich in die Kita", das zerbricht mir fast das Herz.

Ich muss dazu sagen, dass ich in wenigen Tagen unser 2. Kind erwarte und deshalb im Mutterschutz bin, ich erkläre ihm aber immer wieder, dass Mama noch viel zu arbeiten hat und viel vorbereiten muss.

Seine Einstellung zum neuen Geschwisterchen kann ich nicht einschätzen, er sagt er freut sich darauf, ist aber auch unsere Kleiner Prinz (ihr wisst sicher was ich meine).

Er bleibt auch nicht mehr gerne bei Oma und Opa (mit denen wir im gemeinsamen Haus wohnen).
Ich dachte die Trennung von den Eltern fällt den Kindern mit zunehmenden Alter leichter.

Ich kann mit dieser Situation nicht so gut umgehen und mache mir zuviele Sorgen.

Kennt jemand ähnlich Situationen und wie hat es sich entwickelt?

Liebe Grüße Nicole mit Jannik und Smartie( 39.SSW).

Beitrag von moni02 14.08.07 - 15:41 Uhr

Mein Großer ist mit 3 Jahren in den Kindergarten gekommen und war begeistert. Keine Spur von Trennungsangst. Aber im Laufe der Zeit hatte er immer wieder mal Phasen, in denen er sich kaum von uns lösen konnte. Die gingen auch über mehrere Wochen. Jetzt ist er 6 und kommt in die Schule. Trotzdem hatte er im Frühjahr wieder morgens Probleme mit dem Abschied. Das war aber nur so lange, bis ich weg war, danach hat er fröhlich im Kindergarten gespielt und mittags wollte er am liebsten nicht mit nach Hause.
Beim Kleinen wars genauso.

Hast Du mal die Erzieherinnen gefragt, wie sich Dein Sohn in der Kita verhält? Ist da alles in Ordnung oder hat er Probleme mit anderen Kindern oder Erzieherinnen? Wenn nein, dann denke ich, dass Dein Sohn sehr genau merkt, dass eine Veränderung ins Haus steht und hat davor Angst. Er bangt um seinen Platz innerhalb der Familie. Deshalb will er auch nicht weg von Dir. Wichtig ist jetzt, dass Du ihn trotzdem in die Kita bringst und so Kontinuiät bewahrst. Versuch ihm zu Haus auch Sicherheit zu geben durch gleichbleibende Rituale, viel Schmusen und sag ihm nicht zu oft, dass er jetzt der Große ist, denn er ist es ja nicht, der sich verändert. Beziehe ihn in die Vorbereitungen ein, damit er merkt, dass er für Dich kein Störfaktor oder Fremdkörper ist. Hat er schon ein Geschenk für das Baby ausgesucht? Vielleicht kann er ja noch etwas für das Kinderzimmer beitragen, was basteln, malen...

Beitrag von aruula07 14.08.07 - 20:43 Uhr

Hallo Nicole,

unser 2. Kind ist vor 6 Monate geboren. Unsere "Große" (wird im Okt. 4) blieb bis zu meiner SS auch immer gern bei Oma und Opa. Je weiter meine SS voranschritt, desto anhänglicher wurde sie. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass unser Mädchen große Angst hatte, dass ich weggehe um das Baby zu bekommen.
Irgendwo her wusste sie wohl, dass Mama dazu ins Krankenhaus geht.

Ich habe sie in den letzten Monaten der SS nur noch bei Oma und Opa gelassen, wenn es gar nicht anders ging, so selten wie möglich (allerdings geht sie auch noch nicht in den KiGa).

Sie war schon immer sehr ängstlich anderen Kindern (nicht bei Erwachsenen) gegenüber. Seit ihr Bruder da ist, hat sie sich sehr zum Vorteil verändert. Sie ist mutiger gegenüber Kindern, bleibt auch wieder gern bei Oma und Papa.

Ich weiß sehr gut, wie schlimm es ist, wenn das Kind nach seiner Mama ruft. Ich weiß es auch nicht genau, aber vielleicht würde es ihm guttun, wenn er die kurze Zeit bis zur Geburt bei dir bleiben dürfte.
Wie gesagt, meine ging noch nicht in den Kindergarten, aber für sie war es das Richtige, dass ich sie bei mir gelassen habe.

aruula