Trinkfaules Mädchen

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von cori0815 14.08.07 - 15:25 Uhr

Hi, liebe Leserinnen!
Ich brauche dringend Tipps von stillenden Müttern, die das Problem kennen und beheben konnten:
Meine Tochter (heute 6 Tage alt) ist ziemlich trinkfaul und gibt beim Stillen nach der Vormilch mit mädchenhaftem Gejammere auf. Folglich wird sie natürlich nicht richtig satt und macht dann über kurz oder lang Theater.

Wenn sie dann an der Brust aufgegeben hat und irgendwann richtig empört brüllt und partout nicht schlafen will/kann, gebe ich ihr ein Fläschen mit Pre-Milch, damit sie ihren Hunger stillen kann. Aber dadurch wird das Problem ja im Grunde sicher noch verstärkt: sie merkt, dass es aus der Flasche einfacher geht und jammert noch mehr an der Brust... Ein Teufelskreis irgendwie...

Da meine Milchproduktion durch dieses An- aber nie Austrinken natürlich nicht richtig angeregt wird, habe ich auch das Gefühl, ich würde sie gar nicht richtig satt bekommen, wenns drauf ankäme. Wie ich die Milchmenge steigern könnte, weiß ich. Das wäre also nicht das Problem, aber sie zieht einfach nicht mit...

Kennt irgendjemand das Problem und weiß einen Rat?
Ich bin für alle Tipps dankbar.
(Übrigens, bei meinem Sohn hat das Stillen gut geklappt, also rein theoretisch spricht nix dagegen).

cori

Beitrag von dawn79 14.08.07 - 15:44 Uhr

Hallo,
schau dass sie richtig wach ist zum Trinken! Und lass die Flasche weg. Sie wird das Saugen noch lernen. Wichtig ist auch, dass Du sie richtig anlegst, die ganze Brustwarze im Mund hat. Wickel sie, bevor Du die Brust wechselst, damit sie dann auch wieder richtig wach ist. Es dauert ein paar Tage und vielleicht musst Du auch kurze Zeit das häufige Stillen in Kauf nehmen, aber es lohnt sich. Ein Frühchen ist sie nicht, oder? Oder Gelbsucht, zu viel Gewichtsverlust? Sprich Dich am besten mit einer Hebamme ab, die kann Dir alles Wesentliche zeigen.

Beitrag von cori0815 14.08.07 - 16:22 Uhr

Sie ist zwar ein bissi gelb, aber noch im Rahmen, sagt die Hebamme. Daran kann ihre Müdigkeit und Trinkfaulheit wohl nicht liegen, schätze ich. Das mit dem häufigen Anlegen wäre ja für eine zeitlich begrenzte Dauer okay, wenn ich sie mal wach kriegen würde...
Danke trotzdem für deine Tipps

Beitrag von metamarlene 14.08.07 - 18:03 Uhr

Hallo,

die tolle Tipps mit Wachhalten und so habe ich auch bekommen und dann nächtelang im 30-Minuten-Takt gefüttert, weil mein Süsser vor Erschöpfung immer wieder eingeschlafen und vor Huger immer wieder aufgewacht ist. Ich habe dann (und die Stillberaterin von LaLeche-Liga hat mich später darin bestätigt!) alle Ratschläge in den Wind geschlagen und Mika parallel zu meinen Stillversuchen mit abgepumpter Muttermilch sattgefüttert. Somit bekamen er und ich den nötigen erholsamen Schlaf, er genug zu essen, meine Milchmenge wurde mehr und floss bald leichter, durch das Weiterstillen hat auch er es nicht "verlernt" (und es immer mit großem Genuß betrieben!!!), er wurde kräftiger und nach ca. 8 Wochen habe ich dann ausschließlich gestillt und die Pumpe wieder abgegeben.

Anstrengend dabei:
- Abpumpen und füttern dauert länger als nur Stillen (vorrausgesetzt, das Stillen klappt reibungslos) oder ("künstlich") Flaschenfüttern, das ist bei dem anfänglichen Dauerschlafmangel auch ein "logistisches" Problem.
- Die Notwendigkeit, Kühlschrank-gelagerte Muttermilch zum Füttern aufzuwärmen, erzeugt manchmal sehr wütend-hungige Babys...

Viel Glück bei Deinem eigenen Weg!
Gruß
Andrea