Muss der AG das wissen?

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Beitrag von sophie8 14.08.07 - 20:10 Uhr

Muss ich dem AG Bescheid geben wenn ich schwanger bin? Mein Vertrag läuft im Oktober aus, was ist wenn ich jetzt schwanger bin muss ich da Bescheid geben. Ich warte noch auf den Vertrag wegen Verlängerung und wollte wenn es so sein sollte und ich nen Wurm unter dem Herzen trage warten bis ich die Verlängerung in der Tasche habe. Andernfalls würde mein AG bestimmt meinen Vertrag nicht verlängern und ich wäre ab November arbeitslos.

Danke für eine Meinung

lg

Beitrag von moehre74 14.08.07 - 20:34 Uhr

es gibt keine verpflichtung den ag über eine schwangerschaft zu informieren!

gruß

dani

Beitrag von sophie8 14.08.07 - 20:38 Uhr

Ich habe das im Netz gefunden ein Auszug aus dem Mutterschutzgesetz, da klingt es so als wenn man das gleich melden muss.

Zitat: (1) 1Werdende Mütter sollen dem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist. 2Auf Verlangen des Arbeitgebers sollen sie das Zeugnis eines Arztes oder einer Hebamme vorlegen. 3Der Arbeitgeber hat die Aufsichtsbehörde unverzüglich von der Mitteilung der werdenden Mutter zu benachrichtigen. 4Er darf die Mitteilung der werdenden Mutter Dritten nicht unbefugt bekannt geben.

LG und danke für deine Antwort das macht mir Hoffnung, denn ich bekomme wenn ich nen neuen Vertrag bekomme einen unbefristeten das will ich nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.

Beitrag von manavgat 15.08.07 - 12:30 Uhr

Sollen heißt nicht müssen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kati543 14.08.07 - 20:40 Uhr

Du bist nicht verpflichtet ihn zu informieren. ER kann dann im Gegenzug natürlich nicht die Mutterschutzrichtlinien einhalten.

Beitrag von sophie8 14.08.07 - 21:23 Uhr

Danke dir, aber das Risiko muss ich eingehen. Sobald ich im November dann angefangen habe kann ich ihn ja informieren. Was ist eigentlich mit der Probezeit die ist ein halbes Jahr, das wird sicher egal sein denke ich. Oder kann er während der Probezeit oder kurz danach eine Kündigung aussprechen? Ach alles kompliziert.

Beitrag von gorecki 14.08.07 - 21:35 Uhr

wenn Du schwanger bist kann er Dir in der Probezeit nicht kündigen.
Aber warum solltest Du eh eine Probezeit haben, Du arbeitest da doch jetzt schon.

LG G.

Beitrag von gorecki 14.08.07 - 21:33 Uhr

Hallo,

ja Du bist verpflichtet, Deine Schwangerschaft Deinem Arbeitgeber mitzuteilen, sobald Du von ihr erfährst.
Es geht hier auch um Regelungen, die Dich und Dein Kind schützen sollen.

Aber im wahren Leben macht das doch kaum jemand und das mit guten Grund.
In welcher Woche bist Du denn oder weisst Du es noch nicht so genau?

Die meisten Frauen warten die ersten 12 Wochen ab, einfach um sicherzugehen, dass es dem Kind gut geht und sie keine schlafenden Hunde geweckt haben, falls die Schwangerschaft leider vorzeitig endet.

An Deiner Stelle würde ich auch abwarten, keiner kann Dir nachweisen, dass Du bereits früher von der Schwangerschaft wusstest.
Vielleicht forcierst Du ein bisschen die Vertragsunterzeichnung.

Ich meine auch gelesen zu haben, dass wenn es allgeimein Usus in Deiner Firma ist, dass befristete Arbeitsverträge nach einer gewissen Zeit in unbefristete umgwandelt werden, Du im schlimmsten Fall (der Chef erfährt vorher, das Du schwanger bist und gibt Dir keinen Vertrag) gerichtlich dagegen vorgehen kannst. Aber da bin ich mir nicht sicher.

Bedenken solltest Du in jedem Fall, dass Dein Chef sich hintergangen fühlen könnte. Eventuell ist Ehrlichkeit sinnvoller. Denn was nützt Dir ein fester Vertrag, wenn Du in der Firma nicht merh willkommen bist.

Wichtig ist auch, ob bei Deiner Arbeit bestimmte Mutterschutzbestimmungen greifen, eventuell Arbeit mit gefährlichen Stoffen, dann musst Du natürlich mit Deinem Chef sofort reden.

LG G.




Beitrag von sophie8 14.08.07 - 21:50 Uhr

Ja das ist richtig ich arbeite schon seit gut zwei Jahren in dem Unternehmen. Seit einem Jahr fest über diese Firma vorher über ne Zeitarbeitsfirma. Mein Problem es ist ein Krankenhaus also mit Schichten und allem drum und dran. Ich denke aber das ich die ersten 12 Wochen eh abwarten werde, eine Kollegin meinte mal das sie das auch so gemacht hat weil sie einfach weiterhin und gerade in den ersten Monaten normal weiter arbeiten wollte ohne Einschränkungen. Mein Chef sitzt so weit oben den wird das am Ende nicht interessieren, deshalb habe ich auch keine Gewissensbisse ausserdem denke ich auch das man ja sehen muss wo man bleibt. Ich will ja auch weiterhin arbeiten und nicht arbeitslos sein, denn eine schwangere Frau stellt auch kein anderer ein.

Danke für deinen Beitrag

LG

Beitrag von gorecki 14.08.07 - 21:58 Uhr

Hallo,

also im Krankenhaus hätte ich da gar keine Gewissensbisse, die gehen da nicht kaputt dran und diese befristeten Arbeitsverträge dort sind doch wirklich 'ne Unverschämtheit!

Pass aber auf mit körperlichen Anstrengungen und Gefahrstoffen.
Nachtschichten dürfen Schwangere eigentlich nicht machen, aber du wusstest ja von nichts ;-).

LG G.

Beitrag von sophie8 14.08.07 - 22:19 Uhr

Ja ich weiß ja welches Risoko ich eingehe, aber ich pass auf mich auf und werde mich schonen. Bin von robuster Natur. ;-)

Eben und wie du schon schreibst die Krankenhäuser gehen daran nicht kaputt, und wenn sie es nicht anders wollen bekommen sie es so und ich bin eben auch was das finanzielle angeht aus dem Schneider, das ist schon sehr wichtig.

LG

Beitrag von sophie8 14.08.07 - 21:52 Uhr

Da fällt mir noch ein der AG will ja immer den Mutterpass sehen und da steht doch das Datum an dem die Schwangerschaft festgestellt wurde. Das bedeutet ja das ich erst Ende Oktober zum Frauenarzt gehen kann.

Beitrag von gorecki 14.08.07 - 22:02 Uhr

Der Arbeitgeber sieht den Mutterpass?

Also meiner nicht, der hat eine Bestätigung meiner Schwangerschaft vom Arzt bekommen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass er ein Recht hat so persönliche Daten einzusehen.

LG G.

Beitrag von sunjoy 14.08.07 - 22:05 Uhr

Er hat keinen Recht darauf. Das steht sogar im Mutterpaß drin ...

LG

Beitrag von anyca 14.08.07 - 22:06 Uhr

Der Mutterpaß ist privat, den darf der Arbeitgeber nicht einsehen! Da stehen ja nun wirklich intime Dinge drin, evtl. auch Krankheiten und so.

Beitrag von sophie8 14.08.07 - 22:16 Uhr

Danke#huepf sehr interessant meine Kollegin die ihre Schwangerschaft vor kurzem bekanntgegeben hat hatte den Mutterpass vorgezeigt. Auf die Urbanier und ihre Infos ist eben immer verlass. Hatte mir da gar keine negativen Gedanken dazu gemacht, aber ihr habt ja völlig recht.

LG

Beitrag von haebia 15.08.07 - 10:42 Uhr

Nichts Mutterpass! Das darf er nicht. Schließlich stehen da auch Gesundheitsdaten drin, die ihn nichts angehen. Er muß dir glauben (erstmal) und dann kannst du immernoch vom Arzt ein Attest über einfach den Entbindungstermin ausstellen.

Beitrag von manavgat 15.08.07 - 12:31 Uhr

Der AG hat kein Recht, den Mutterpass einzusehen.

Dieses ist ein Dokument, was nur die Frau und den Arzt etwas angeht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von manavgat 15.08.07 - 12:30 Uhr

Wandermärchen.

Frau muss AG nicht informieren.

Gruß

Manavgat

Beitrag von gorecki 15.08.07 - 18:33 Uhr

Hallo manavgat,

du hast recht, in der Regel soll der Arbeitgeber informiert werden. Er muss nicht.

In diesem Fall liegt aber eventuell (wie meist bei Arbeiten im Krankenhaus) eine Offenbarungspflicht vor.

LG G.

Beitrag von haebia 15.08.07 - 10:40 Uhr

Hallo,

es ist deine Entscheidung, wann du es sagst!

Allerdings laufen befristete Verträge so oder so aus - auch trotz SS.
Wie es ankommt beim AG und Kollegen, wenn du Verlängerung bekämst und dann beichtest, dass du ss bist ... ist eine andere Frage.

Bedenke auch, dass du evtl nochmal Probezeit hast!

Dann kommt es natürlich auch drauf an, was für eine Job du hast. Hast du einen für dich und das ungeborene Kind "gesundheitsschädlichen" Job (also z. B. Röntgenassistentin oder Krankenschwester im OP / bei Chemos etc. oder arbeitest mit giftigen Dämpfen etc.), dann wäre es natürlich verantwortungslos von dir, euch den Gefahren bewusst auszusetzen. Da sollte man es so früh wie möglch sagen.

Gruß,
Bianca

Beitrag von manavgat 15.08.07 - 12:29 Uhr

Der AG muss erst mit Beginn des Mutterschutzes informiert werden.

Wer etwas anderes behauptet, der erzählt ein Wandermärchen.

Also erstmal Vertrag machen und dann Bescheid sagen, wenn Du es willst.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von sil_fide 16.08.07 - 06:12 Uhr

also mir hat man am Dienstag erzählt, dass man sobald man den Mutterpass hat, welcher ja ein Dokument ist, bescheid geben muss, da sonst der AG gerichtlich vorgehen kann... dazu gibt es auch schon Urteile, wo der AG damit durchgekommen ist...