IQ <Tests was sagen sie aus?

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Beitrag von caro1969 14.08.07 - 21:30 Uhr

Huhu guten abend,


hab da eine frage an euch zwecks iq.

vor 4-6wochen hab ich meinen 7jährigen testen lassen zwecks iq.

raus kam das er einen iq von 126 hat und nur 4 von 100kindern in seinem alter besser waren.


meine tochter (8) hat einen iq von 106.

da waren36 besser wie sie.

beide hatten den test eher beiläufig mitgemacht,beide haben ads.


So, die eine fraktion meint diese tests sagen gar nichts aus und ändern sich mit dem alter der kinder.

die anderen meinen sie seien sehr wohl aussagekräftig und bleiben konstant bis ins alter.

was stimmt jetzt?

Habt ihr da ne meinung dazu?

LG Caro

ps:

währe mein sohn nicht förderwürdig oder sollte man einfach alles abwarten??#kratz

Beitrag von der_nick 15.08.07 - 08:33 Uhr

Hi!

Mag sein, daß meine Meinung etwas unbequem ist...

Alle Eltern haben die tollsten und begabtesten und schönsten Kinder der Welt. Jeder ist stolz auf sein Kind.
Schön, daß die Natur das so eingerichtet hat.

Aber was soll so eine Leistungsschau?? Ich verstehe Eltern nicht, die auf Biegen und Brechen Leistung aus ihren Kindern pressen wollen, sie zu Nachhilfen schicken, sie rund um die Uhr timen, aus ihnen ausschließlich Lernmaschinen machen (hierdurch kippt meiner Meinung nach unter anderem unser Schulsystem... Wer mag denn noch an die Hauptschule, wo man nur &quot;hängenbleibt&quot; wenn man den Absprung nicht schafft? (sorry für das überzeichnete Bild))...

Seltsamerweise wird man IQ-mäßig &quot;intelligenter&quot;, wenn man die Tests öfter macht... zumindest laut Testergebnis.
Ich sollte nur noch IQ-Tests machen ;)

[Ich finde solche Tests sehr zweifelhaft: Theoretisch müssen sie von jemandem erstellt werden, der die &quot;absolute Intelligenz&quot; besitzt und somit urteilen kann, wer anteilsmäßig wie intelligent ist.]

Freu Dich, daß Deine Kids aufgeweckt sind und mit gestellten Problemen (Testsituation) so locker umgehen. Das kannst Du draus lernen. Mehr nicht.

Intelligenz setzt sich aus ganz vielen Faktoren zusammen, wenn&#39;s nach Tests geht kann sie &quot;erlernt&quot; werden, ansonsten kann sie gefördert werden.

Lass Deine Kids in einem kreativ-fordernden Umfeld aufwachsen, geb ihnen input, wo sie ihn wünschen und brauchen und lass sie Kind sein. Sollten sie Interesse und Neigung zu mehr &quot;forscherischer&quot; Tätigkeit haben, so halte sie nicht ab.... Mehr solltest Du wohl nicht tun...

ach, doch - eins noch: Pfeif auf Tests.

Grüße
der_nick

Beitrag von caro1969 15.08.07 - 09:11 Uhr

Hi Nick,

warum unbequem?

hast doch eigentlich recht und es sollte keine leistungsschau sein
ansonsten hätte ich ja das ergebniss meiner tochter nicht reingestellt .
die tests wurden nur wegen ADS gemacht, gewusst haben wir es schon vorher das sie eine &quot;etwas&quot; anderen Aussprache haben bzw.Fremdwörter mit einbauen die wir normal gar nicht gebrauchen.

Ich bin froh das sie meine schreibschwäche nicht mitbekommen haben,da wird man schnell mal als dummchen abgestempelt nur weil ebend fehler in sätzen sind.


mein interesse lag oder liegt daran wie viele über iq denken.


nun, klar bin ich froh und glücklich kinder zu haben die aufgeweckt und wissensbegierig sind.
ich bin froh das es ihnen zeitweise leicht fällt zu lernen bzw. das erlernte zu behalten.

für mich steht schule ganz weit oben, ich denke es gibt nichts wichtigers(natürlich aussnahmen krankheit usw) als eine gute fundierte schulbildung zu haben.Obwohl, wenn ich mir es recht überlege bin ich gar nicht so zufrieden mit der schule.
wenn man bedenkt,
1-2-wird gar kein Englisch gemacht
3-4- nur SOLALA ohne benotung
und dann beim übertritt kommt der Hammer für die Kinder.
Ich habe jetzt schon ein bissl Angst vor meinen 2Großen der wechselt ab September auf Gym ohne gr. wissen von Englisch.
Wir haben ihn zwar hoffentlich ein bissl gefördert aber ob es ausreichend war wird sich herausstellen.


Da wird dann ein Druck ausgeübt den ich z.B gar nicht gut finde.
Ich kenne einige Kinder die daran beinahe verzweifelt sind.


Zurück zu den Test:

hatte zu spät erst die Links gesehen und waren soweit auch ok.

in anderen foren wird auch gesagt das es nur das erlernte wieder spiegelt.#kratz


Nun, also gibt es eine Hochbegabung oder eine überurchschnittliche Intelligenz?
Spiegeln diese Kinder einfach nur das erlernte wieder.

ok,#danke Dir

ist doch ne Aussage gewesen;-)

Beitrag von graupapagei4 15.08.07 - 09:20 Uhr

Also es ist schon so , dass Werte in dem Alter noch nicht so ganz stabil sind, aber ein Tendenz ist schon sichtbar.

Deine Tochter hat einen ganz durchschnittlichen IQ, wenn man davon ausgeht, dass 100 der Durchschnittswert ist.

Dein Sohn ist deutlich überdurchschnittlich mit 126, ab 130 spricht man von Hochbegabung.

Die Werte sind in dem Alter immer noch sehr Tagesform abhängig, d.h. bei einem weiteren Test könnten sie etwas anders ausfallen, aber sie wären sicher nicht wesentlich niedriger.

Förderwürdig ist jedes Kind egal , ob der IQ 90 oder 145 beträgt. Man sollte jedes Kind, da abholen, wo es steht und ihm die Anregungen bieten, die es einfordert.

Beitrag von caro1969 15.08.07 - 09:29 Uhr

guten morgen,


könntest mir mal Tendenz definieren?

also, leichtes lernen oder so.


mit förderwürdig dachte ich mir eigentlich auch von der schule aus das man eben etwas anders mit bei gibt was auch padagogisch sinnvoll ist.

wie soll man als laie erkennen :was kann ich schon verlangen oder ihn anbieten und was nicht.die lehrer sollten das doch wissen.
nur m.E sind sie einfach nur desinteressiert und möchten gar nicht fördern.
Und Schulen wo so etwas angeboten wird gibt es hier gar nicht ausser dann ebend später das Gymn.


wie gesagt, für mich ist schule bzw. die schulausbildung sehr wichtig.


LG und #danke dir

Beitrag von graupapagei4 15.08.07 - 11:18 Uhr

Bei Deinem Sohn ist es schon so, dass er über eine überdurchschnittliche geistige Leistungsfähigkeit verfügt. Das ist so und bleibt auch so.

Wo genau seine Stärken liegen, müsste Dir der Tester erklären können, Lehrer müssen sowas nicht unbedingt sehen, wenn er das zum Beispiel nicht zeigt oder durch die ADS Problematik nicht zeigen kann.

Es gibt eben KInder, die sind mathematisch begabt, sprachlich usw., das kann man am Testprofil ablesen.

IN der Schule muss sich das nicht zwangsläufig zeigen, manchmal tritt das Gegenteil ein.

Wichtig ist, dass Du schaust, was ihm leicht fällt und woran er Interesse zeigt, dann kann man da ansetzen.

Natürlich wäre eine Förderung in der Schule wünschenswert, das hängt aber auch davon ab, wie seine Leistungen so sind, die meisten Lehrer geben eben nur da Zusatzstoff, wo das Kind entsprechende Leistungen auch zeigt. Ist alles nicht so einfach!

Beitrag von lena10 15.08.07 - 13:27 Uhr

Ich würde im Prinzip graupapagei Recht geben, aber eins noch:


Wenn dir die Schulausbildung so wichtig ist, dann höre auf Dinge zu sagen wie &quot;Lehrer sind desinteressiert und möchten gar nicht fördern.&quot;!!! Zum Einen stimmt das mit Sicherheit nicht für den Großteil der Lehrer und zum Anderen vermittlelst du deinem Kind damit Ansichten, die garantiert nicht förderlich für sein Verhalten in und seine Begeisterung für Schule sind!

Beitrag von manavgat 15.08.07 - 11:28 Uhr

Du kannst Intelligenz nicht messen, wie Du einen Liter Wasser misst. Es gibt hier nichts absolutes.

Der IQ vergleicht die individuelle Leistungsfähigkeit mit einer Referenzgruppe, d. h. anderer Kinder im gleichen Alter, im gleichen Sprachraum, derselben Kultur usw. Der Durchschnittswert von 100 ist also willkürlich gesetzt.

Du weißt jetzt, dass Deine Kinder nicht dümmer sind - im Vergleich zur Referenzgruppe - als 126, bzw. 106. Es ist aber nur ein unterer Wert. Ein intelligenter Mensch, der schlicht keine Lust hat, oder Kopfschmerzen oder Juckreiz hat, wird in diesem Testzeitraum dann natürlich schlechter abschneiden.

Im übrigen ist jedes Kind würdig, gefördert zu werden. Im Rahmen seiner Interessen und Möglichkeiten. Das muss aber nicht unbedingt auf dem reinen (Schul-)wissensgebiet gemacht werden. Fördern kannst Du ein Kind durch Sport, Handwerk, Musikunterricht, regelmässigen Besuchen in der Bibliothek etc.

Ich halte nichts davon, über den IQ ein Problem herbeizureden. Die wenigsten überdurchschnittlich begabten Menschen sind sozial auffällig. Und nicht jeder der einen höheren IQ hat, ist zu überdurchschnittlichen Leistungen in der Lage oder willens, diese zu erbringen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von schnuffieundschmusie 15.08.07 - 13:46 Uhr

Hallo,
ich weiß nicht, warum sich manche Eltern so aufregen, wenn man wegen &quot;Verhaltensauffälligkeiten&quot; zum Arzt geht und sein Kind testen läßt. Ist es Neid? Ich weiß es nicht. Wenn ein Kind immer wieder Schnupfen hat, dann regt sich keiner darüber auf, wenn man zum Facharzt geht und einen Allergietest machen läßt. Aber wenn es um etwas Anderes geht, was nicht Greifbar ist, dann wird man gleich angegriffen.

Auch ich habe mein Kind testen lassen, weil es Verhaltensauffällig war. Ich hatte den Verdacht auf ADS. Nach dem Test wurde ein Wert von 131 festgestellt. Da ich nun weiß, daß sie sehr intelligent ist, kann ich darauf anders reagieren. Wenn sie wieder auffällig wird, dann lenke ich sie mit Rechnen oder anderen Wissensspielen, die für &quot;Normalis&quot; evtl. zu hoch sind ab. Ich weiß also, wie ich reagiere. Und da hat mir der Test geholfen. Sonst hätte ich mit einer damals 4Jährigen bestimmt kein kleines 1x1 geübt.

Also, liebe Eltern, es ist nicht schlimm, wenn man wissen möchte, was das Kind hat, wieso es so reagiert. Und stolz bin ich bestimmt nicht auf den IQ meiner Tochter. Es ist wahnsinnig anstrengend. Stolz kann man nur sein auf etwas, was man sich erarbeitet und nicht auf etwas, was einem in die Wiege gelegt wird.

Wenn man die Intelligenz nicht fördert, verkümmert sie im Laufe der Jahre sowieso. Und wollen wir das? In Deutschland wird sowieso nicht viel Wert auf die Intelligenz der Kinder gelegt. Da sind andere Länder schon sehr viel fortschrittlicher.

Liebe Grüße
Karola