Würde gerne abstillen, doch meine Kleine 14 Monate fordert immer mehr!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mollinchen 15.08.07 - 10:03 Uhr

Hallöchen,

ich habe im Moment ein Problem mit meiner Tochter (14 Monate).
Seit Ihrer Geburt haben wir einige Stillexperimente durch.
Sie war leider ein Kaiserschnitt und hatte einige Anpassungsschwierigkeiten. Deshalb hat sie auch lange Zeit die Brust verweigert.
Ich musste zu Angang nur abpumpen und zich Male zwischendurch probieren, dass sie vielleicht doch meine Brust nimmt.
Auch mit Stillhütchen war es immer ein Akt und Verzweiflung machte sich oft breit.
Doch was lange wärt wird endlich gut! Mit fast 4 Monaten hatten wir es geschafft, dass sie endlich nur von der Brust trank und ich nicht mehr abpumpen musste.
Alles entspannte sich wunderbar...
Nun ist es aber so, dass Liah auch seit dem 4.Monat etwa nicht mehr durchschläft. Aus was für Gründen auch immer.
In einem gewissen Rahmen fand ich das ja auch ganz normal.
Nun ist es aber so, dass sie nicht weniger mit der Zeit wach wird, nein sie wird immer häufiger wach. Um 23Uhr, wieder zwischen 0.30 u. 1.00Uhr, dann häufig wieder um 2.30Uhr, um 4.30Uhr und wenn es ganz dicke kommt
auch nochmal gegen 6Uhr und dann schläft sie um 6.30Uhr wieder ein und schläft bis 8.00-8.30Uhr.
Würde den letzten Schlaf ja weg fallen lassen, aber nachdem sie die Nacht ja mehr oder weniger durchzecht, würde sie ab halb sieben auf meinem Arm weiter schlafen.
Also in der Regel wird sie 3 Mal wirklich zum Brust trinken wach und der Rest reicht oft, wenn ich wieder beruhige und Ihr Wasser zu trinken gebe, oder den Schnulli wieder gebe.
Aber in manchen Nächten würde sie am liebsten die ganz Nacht an meiner Brust schlafen.
Das Problem ist weiterhin, dass Liah eigentlich so langsam aber sicher in Ihrem Bettchen weiter schlafen sollte.
Sie schläft abends um halb acht oft total problemlos in Ihrem Bett ein mit Ihrem Ritual,aber wenn ich sie gegen 0.30Uhr nicht zu mir hole, weint sie fast halbstündlich. Und mein Mann muss morgens um 3.45Uhr raus, da kann ich nicht alle halbe Std. Liah beruhigen weil sie weint.
Ich meine wenn es nicht die Regel wäre, und ich nicht das Gefühl hätte es würde schlimmer werden, würde ich es unter
einer "Phase" abhaken, aber so ist die Belastung für alle ziemlich hoch.
Über den Tag ist Liah abgestillt und nun möchte ich das eigentlich auch für die Nacht, denn so ist es auch für die Kleine nicht toll, wenn sdie nur übermüdet am Tag ist.
Ich habe es auch schon so probiert, die einzelne Mahlzeit Nachts zu verkürzen, bis sie ganz wegfallen würde, nur soweit komme ich gar nicht.
Sobald ich Liah die Brust frühzeitig entziehe ist ein Mordstheater los!
Liah hat noch nicht woanders geschlafen und nun gab mir meine Kinderärztin den Rat sie mal eine Nacht zu den Großeltern zu geben, weil es oft Gewohnheit wäre, dass sie an die Brust möchte und so würde sie mich ja nicht riechen.
Nur finde ich das ziemlich krass, zumal da zwei Sachen aufeinander prallen, das erste Mal woanders schlafen und keine Brust!:-(
Ich weiß ja auch nicht! Naja ich hoffe Ihr habt ein paar schonendere Tipp für mich!#gruebel

Liebe Grüße
Danny

Beitrag von odin1981 15.08.07 - 10:15 Uhr

Hi !

Einen Tipp habe ich leider auch nicht, abr ich fühle mit dir!

Meine Tochter (19 Monate) wird auch noch gestillt, kommt nachts 2-4x an. Auch tags ißt und trinkt sie schlecht, hab oft Sorge, daß sie verdurstet. Also wird sie tags auch teils gestillt.
Dazu kommt sie, wann immer ihr dannach ist zu mir, und schiebt mir das Shirt hoch #augen Abends kommt sie dann oft ein paar Mal hintereinander zum stillen, bevor sie nach langen Geschreie endlich schläft. Bin kurz davor sie radikal abzustillen, weil es mir einfach zu heftig mit ihr wird.

LG Bianca

Beitrag von anarchie 15.08.07 - 10:42 Uhr

Hey...

Habe keinen ultimativen Tipp für dich...

Meine beiden sind/wurden langzeitgestillt...und ich erinnere mich lebhaft dass wir in diesm Alter ähnliche Pänomene hatten....

Und je mehr ich versuchte, das Stillen einzudämmen(also nicht durchgehend ein Kind an der Brust zu haben), desto mehr verlangten die kids dannach...

Irgendwann gab ich einfach auf!
Zum Einen konnte ich nachvollziehen, dass sie mehr wollten, je zögerlicher ich es gab...zum Anderen wollte ich schlafen!
Und mit meinem Kind im babybalkon, dass einfach rüberrobbte und andockte, schlief ich besser, als wenn ich versuchte, es vom Nicht-stillen zu überzeugen...
Was dann Geschrei und richtig Wachwerden zur Folge hatte!

Hinzu kam, dass sie in diesem Alter einfach viel verarbeiten müssen - und das tun sie eben gut und leicht an de Brust...

Es dauert bei uns einige Zeit, dann wurde es wieder weniger....

Dank Familienbett war es auch erträglich....

lg und alles Gute

melanie mit nr.3(36.SSW)

Beitrag von bleathel 15.08.07 - 10:51 Uhr

Hi,

meiner (fast 1 Jahr), kam auch die letzten Monate mindestens 1 x die Nacht, manchmal öfter.

Seit einigenWochen haben wir jetzt folgendes Programm durchgezogen:

- mein Mann bringt ihn ins Bett (--> wurde ummontiert, stand vorher an meiner Seite, ist jetzt zum richtigen Babybett mit Gittern geworden, aber immer noch in unserem Schlafzimmer)
- er schläft dann meist nach ca. 15 min ein.
- nachts keine Brust mehr, am Anfang gabs noch Wasser in der Flasche, jetzt beruhigt er sich selber wieder
--> er schläft jetzt durch, d.h. wird zwar mal kurz wach, quengelt aber nur kurz und schläft dann wieder ein


Ich denke, er hat jetzt kapiert, dass er im Bett schlafen muss.

gruss
Julia

Beitrag von skye27 15.08.07 - 11:01 Uhr

´Hallo!
Ich habe meine Tochter damals auch ca 16 Monate gestillt. Eigentlich wollte ich gar nicht so lange, aber irgendwie wurde sie zwischendurch dann krank und hat außer Brust nichts angerührt. Ich habe es aber nachher ohne Kampf geschafft sie abzustillen. Ich habe immer mehr die Stillmahlzeiten ersetzt. Immer erst etwas anderes als Brust angeboten und die Brustmahlzeiten dann von Tag zu Tag reduziert. Immer eine mehr am Tag viel somit weg und irgendwann wurde die Milch in der Brust dann auch weniger. Dadurch wurde es dann wohl auch zunehmend uninteressant. Nachher hab ich nur noch zum einschlafen gestillt und einmal morgens. Nachts gabs Wasser aus einer Flasche, wenn sie mal aufgewacht ist. Fand sie zwar erst nicht so toll, aber ich habe lauwarmes Wasser genommen, dann gings.
Das mit dem woanders übernachten lassen um das zu stoppen finde ich einen ziemlich doofen Tip, wenn das Kind noch nie woanders übernachtet hat. Die arme Oma, die hat danach bestimmt nicht unbedingt die besten Erinnerungen, wenn das Baby die ganze Nacht rumschreit. Und das Baby auch nicht. Also ich würde es nicht so machen und habe das nicht so gemacht. Kann nämlich sein, dass Deine Kleine dann später wenn sie größer ist gar nicht bei oma schlafen möchte.
Unsere Lütte war erst sehr spät länger woanders und heute mit 2 1/2 ist sie immer total glücklich, wenn sie zu Oma darf.
Schlafen allerdings nur bei meiner Mama.
So, alles Liebe
Gruß Claudia

Beitrag von methodm 15.08.07 - 12:09 Uhr

mein gott, schlafen kann man doch ja fast nicht mehr nennen!!

hast du mal was von dem buch "jedes kind kann schlafen" gehört?

mir bzw uns hat es geholfen. bekommst du auch relativ günstig bei einem grossen inernet-versteigerungshaus ;)

lg tina

Beitrag von kati_n22 15.08.07 - 13:20 Uhr

Das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" würde ich ganz schnell wieder vergessen. Der "Erfinder" dieser Methode, Herr Ferber, hat sich davon mittlerweile selbst distanziert - es kann für Kinder recht traumatisch sein. Hier eine Kritik dazu:
http://www.rabeneltern.org/schlafen/wissen/schlafen-rab-jedeskind.shtml

Wenn Nachts abstillen, würde ich das Programm nach Gordon empfehlen, ich denke das könnte euch Besserung bringen und ist wirklich human!
http://www.rabeneltern.org/schlafen/wissen/schlafen-rupp-gordon.shtml

LG
Kati