...irgendwie tut mir alles LEID im Moment....(sorry lang)

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von bubababy 15.08.07 - 10:04 Uhr

Hallo, keine Ahnung, ob ich Depressionen habe, oder einfach überfordert bin.....
ich bin Selbstständig, was heisst, dass ich die meisste Arbeit vormittags erledige (von zu Hause) und falls das Telefon am Nachmittag klingelt, oder sonst ein Problem auftaucht, gehe ich natürlich auch dran. Manchmal ist es dann nachmittags doch stressiger, als mir lieb ist und dann muss ich die KLEINE (fast 4J.) ständig zügeln, nicht zu reden, wenn ich telefoniere, oder halt auch mal alleine zum spielen ins Zimmer "abstellen". Des öfteren gebe ich Sie bei meinen Schwiegerleltern ab....geht halt nicht anders. Da habe ich dann aber immer ein schlechtes Gewissen, weil ich weiss, dass sie da auch nur in der Bude hockt und auch "Sachen" zu futtern bekommt, die ich Ihr nicht geben würde (wie Großeltern halt so sind). Aber immer noch besser, als wenn ich Sie vor den Fernseher setze. Zum August haben wir auch noch, nach einem Jahr, den Kindergarten gewechselt, weil ich es zeitlich einfach nicht geschafft habe, täglich vormittags und nachmittags, zum andere Stadtende zu fahren (wir sind umgezogen). In dem neuen KiGa tut Sie sich sehr schwer und klammert viel und weint, wenn ich weg gehe....da könnte ich jedesmal heulen.
Ich weiss nicht, ob ich dieses Gefühl nur habe, weil Sie so klammert, oder ob Sie mich schamlos asnutzt (im unterbewussten) oder einfach nur mehr Aufmerksamkeit will.
Versteht mich nicht falsch ! Ich gehe woechentlich in zwei Turngruppen mit ihr und ich sorge auch dafür, dass wir uns 1x wöchentllich mit jemanden gezielt verabreden und dann kommen noch gelegentlich die Kinder aus der Nachbarschaft dazu. Das ist eigentlich genug Nahmittags-Animation, aber trotzdem habe ich das Gefühl, das Kind muss einstecken, weil ich Arbeite. Ich höre mich auch nur noch jammern, weil alles so durcheinander und aus der Bahn ist und ich fuer nichts richtig Zeit habe...weder Haus, noch Arbeit, noch Kind oder Mann. Von mir selber ganz zu schweigen. Mein Mann kann mit der KLEINEN auch nicht besonders viel anfangen. Wenn er von der Arbeit kommt steht ständig irgend eine Dikussion an, weil sie ihn nicht sofort grüsst, oder gerade Fernsehen guckt, oder mal nicht Essen will, was auf dem Teller ist. Daraufhin rennt sie heulend ins Zimmer und das wars´......mein Mann neigt sich anderen Dingen zu, weil die Kleine zu stressig ist und eh immer nur rumzickt. Man kann sich das Leben auch einfach machen, oder !?

Sorry, daß ich Euch so "vollgetextet" habe, musste ich einfach mal alles los werden.

Lg, Mimi

Beitrag von ismena 15.08.07 - 11:55 Uhr

Hallo Mimi,
es hört sich tatsächlich etwas chaotisch an... Kannst du denn deine Arbeit nicht ausschließlich auf vormittags einschränken? Ich weiß ja nicht genau, was du machst und weiß zwar, dass es bei selbständiger Arbeit anders ist und man hat keine geregelten Arbeitszeiten, aber es scheint, dass deine Familie/Tochter dadrunter leidet. Da muss man vielleicht Prioritäten setzen.
Schade aber auch, dass dein Mann dir so wenig eine Stütze ist. Hast du denn schon mit ihm darüber geredet? Ich finde es schlimm, wie sich manche Väter "aus der Affäre" ziehen (hat meiner aucht getan...)
Na ja, wirklich helfen kann ich dir wohl nicht, da ich die Situation vermutlich nicht richtig beurteilen kann. Ich würde einfach nur versuchen, die Nachmittage ruhiger gestalten zu lassen.
Aber ich bewundere dich auch, dass du dir soviel Mühe gibst! Und ich wünsche dir viel Kraft!
Ismena

Beitrag von leiahenny 15.08.07 - 12:27 Uhr

Mach Dir nicht soviel Sorgen. Du machst mehr mit deiner Tochter als die meisten "Vollhausfrauen".
Kenn dein Problem nur zu gut - bin auch Selbsständig.
Gut gemeinte Ratschläge, wie - kannst Du nur am Vormittag arbeiten etc., sind wie beschrieben nun mal für Selbststäbdige nicht möglich. Denke Du willst alles perfekt machen und dann kommtt der Streß und nix geht mehr.
Denke das gezicke mit deinem Mann muß nicht sein -klare Ansage Papa wird sofort gegrüßt und nicht ignoriert. ( Sonst Fernseher aus etc.). Einmal die Woche kann dein Mann sicher was mit der Kleinen allein machen - auch wenn die beiden sich nur Streiten sollten - nicht dein Problem.
Und bei den Großeltern läuft es halt anderes, ist okay.
Mütter sind nicht das Animationsprogramm ihrer Kinder.
Viel Kraft und du schaffst das.

Beitrag von sweety03 15.08.07 - 13:02 Uhr

Dein Nachmittagsprogramm mit zwei Turngruppen und einer Verabredung pro Woche finde ich absolut auseichend. Ich bin zwar nicht selbständig, aber arbeite 2-3 volle Tage pro Woche, mehr mache ich auch nicht mit meinen Töchtern (2 und 4).
Mein erster Gedanke war, dass Du Deinen Mann mehr einspannen solltest. Und wenn er nicht viel mit ihr anfangen kann, kann er es lernen, ist schliesslich seine Tochter. Und mit Vierjährigen kann man schon eine Menge machen.
Das Gezicke würde ich auch unterbinden und klare Ansagen machen.
Mach Dir kein unnötig schlechtes Gewissen, und ich kann Dir versichern, dass meine Töchter bei Oma und Opa auch viele Sachen machen und essen, die es ihr nicht gibt :-). So what, dafür sind Grosseltern auch da.
Ich finde diesen Balanceakt Familie-Job-Haushalt auch recht schwierig, aber ich habe einen Mann, der 100%ig mitzieht, ohne ihn würde das Konstrukt hier nicht funktionieren.

Sweety

Beitrag von miauna 24.08.07 - 00:32 Uhr

Hm,ganz ehrlich? Ich glaube,Deiner kleinen Tochter geht es momentan gar nicht gut. Ich möchte Dir ganz bestimmt kein schlechtes Gewissen einreden aber versuche bitte IRGENDWIE,Dir mehr Zeit für Dich und die Kleine zu nehmen. Und zwar auch mal Ihr beiden alleine,fernab von irgendwelchen Gruppen bzw.Verabredungen. Ich bin Erzieherin und werde selbst im November zum zweiten mal Mama.Ich weiß auch,dass der Rubel rollen muss,das kenne ich nur zu gut. Aber ich denke,Dein kleiner Engel braucht die Mama wirklich und das ist doch auch ein schönes Gefühl,oder?#huepf
Ich wünsch Euch von Herzen ganz viel schöne Zeit miteinander. #liebdrueck

Beitrag von bubababy 24.08.07 - 09:33 Uhr

#blumeHallo ! Vielen lieben Dank fuer Deine Meinung. Ich weiss nicht was ich tun soll.....ich komme gerade aus dem Kindergarten und koennte erst mal ´ne Runde heulen. Ich habe ein total gestörtes Kind, seit wir den KiGa gewechselt haben. Die Erzieherinn steht mir ratlos gegenüber....weil Sie selten sonein "willenstarkes" Kind gehabt hat !? Meine Angi verweigert jegliches aktives Spielen und lässt sich nicht auf die anderen Kinder ein, auch wenn diese auf sie zukommen und spielen möchten. Sie weint und fragt immer nach mir und etwas anderes interessiert sie nicht....sie sitzt da Ihre Zeit ab um wartet nur, bis ich sie abhole (heulend, jammernd)
Mein Tochter ist aber gar nicht so !!! Im anderen KiGa war sie unter Ihrer Mini-Clique eher der Leithammel und sie singt und malt und spielt total gerne ! In der Bewertung vom ersten KiGa steht auch nur "gutes" drin. Ich mache mir schwere Vorwürfe.....ich bin kurz davor, die Leiterin aus dem alten KiGa anzurufen und mal nach der Meinung zu fragen. Die Frag ist nur......dem Kind nachgeben, ja oder nein !? Ist das förderlich für den Rest des Lebens, oder messse ich dem ganzen "Durchsetzungsding" zu viel bei !?
Die jetzige Erzieherinn meint, Angi hat eine Mama-Phase und ich soll sie mehr ignorieren!!!???? auch zu Hause mehr alleine spielen lassen und nicht so viel auf sie eingehen. Dieses Gefühl habe ich aber gar nicht .......
Ich weiss nicht......ich schaue mir das noch heute an und dann trete ich an die Leiterinn ran. Mein Kind leidet unter der Umstellung und ich mit. Sie hat auch "Nessel-Ausschlag" seit sie den Wechsel gemacht hat....das kann viele Ursachen haben, aber ich fürchte, dass ist der Stress, dem sie momentan ausgesetzt ist.
Sorry, dass ich Dich so "volltexte", vielleicht kannst Du als Erziehreinn mich in die richtige Richtung schubsen. Ich weiss, so eine Ferndiagnose ist immer schwierig, aber auf eine Erfahrene Meinung würde ich schon wert legen.
Danke und schönes WE, Mimi

Beitrag von miauna 25.08.07 - 00:49 Uhr

Hi,ich werde mir noch mehr Zeit nehmen,hatte heut viel zu tun. Ich finde,Du schätzt das alles schon sehr sehr richtig ein. Ich würde Dir niemals den Rat geben,Dein Kind,gerade in dieser Situation,zu ignorieren. Das halte ich für sehr fragwürdig..... Und als Mutter kann ich es erst recht verstehen,dass man mit den Gedanken beim Kind ist,wenn man weiß,dass die Kleine im Kindergarten viel weint und einen vermisst. Ich denke auch,dass jede Krankheit ihre Ursache hat und der Ausschlag bestimmt kein Zufall ist. Hast Du denn einen guten Kinderarzt,mit dem Du mal in Ruhe reden kannst? Klar,man soll nicht immer direkt die Pferde scheu machen aber ich verstehe Dich absolut und würde dies alles auch nicht einfach so weiterlaufen lassen.#gruebel