Hausgeburt

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von skye27 15.08.07 - 11:36 Uhr

Hallo!
Ich hätte da mal ein paar Fragen an diejenigen, die zu Hause entbunden haben.
Ich bekomme voraussichtlich im Januar mein zweites Kind. Da meine erste Geburt im Krankenhaus eine ziemliche Horrorgeburt war (Hebamme und Ärztin sowas von unfreundlich, 3 Schichtwechsel währed der 22 Std im KH, Liegezwang beim Entbinden, etc..... *schüttel)
möchte ich beim nächsten Kind entweder eine Hausgeburt, oder aber eine ambulante Geburt mit einer Beleghebamme.
Zu Hause wäre mir ja eigentlich noch lieber, aber wie war das bei Euch. Habt ihr die Wohnung dann mit Folie ausgelegt???? Klingt ja jetzt total doof, aber wir haben einen alten Dielenfußboden und bei meiner Entbindung im KH bin auch damals viel durch die Gegend gelaufen, und habe ziemlich geblutet dabei.

Wie ist es bei Komplikationen. Hat da jemand Erfahrung? Die nächste Klinik ist ca 15 min mit dem Auto weg. Also würde es ja mindestens 30 min dauern, bis der Krankenwagen hier und wieder mit mir in der Klinik wäre. Ich will ja nicht schwarz malen, aber es kann ja sein das etwas schief läuft.

Ich würde mich sehr über Erfahrungen und Tips freuen.

Nächste Woche habe ich Termin bei einer in Frage kommenden Hebamme.

Vielen Dank im voraus.

LG Claudia

Beitrag von anarchie 15.08.07 - 12:08 Uhr

Hallo!

Mein erstes Kind kam zuhause im Wasser...das zweite zuhause im Ehebett...Nr.3 kommt in einigen Wochen - auch zuhause hoffe ich.

Dünne Malerplane!#cool
Im geburtszimmer, auf dem bett...wo immer du rumrennen willst oder gebären...

Wir haben nie was ausgelegt, zum Einen habe ich nur wenig geblutet und bin da auch im Wasser gewesen..zum anderen haben wir relativ resistente Böden!#schein

Notfall...ja, kann immer schief gehen.
Statistisch ist die hausgeburt genauso sicher, wie eine KH-Geburt -schon weil dfeine hebamme dich kennt, sich nur um dich kümert und daher die lage gut einschätzen kann....
Zudem erfolgt die absolute mehrheit aller verlegungen in aller Ruhe,meisst mit dem eigenen Auto...
Zudem kündigen sich nahezu alle Probleme zeitig genug an!

Im absoluten Notfall, seeeeehr selten, aber nicht unmöglich...ja, da muss man ehrlich sein: es kann sein, dass gerade die Minuten fehlen....
Allerdinsg sprechen die Sterbezahlen für sich - sie sind keinesfalls höher als im KH...

schau mal hier
http://www.quag.de/content/publikationen.htm

nur so allgemein...

lg

melanie(36.SSW)

Beitrag von skye27 15.08.07 - 13:25 Uhr

Hallo!
Erstmal vielen Dank für Deine Antwort.
Das macht Mut.
Habt Ihr eine große Badewanne, oder wie habt ihr das gemacht?
Unsere ist eher klein, so eine alte Emaillewanne.
Wieso hast Du beim ersten Kind eine Hausgeburt gemacht?
Warst Du da von Anfang an zu entschieden, oder Erfahrungen von Freunden oder so?
Ich hätte beim ersten Kind schon gern eine Hausgeburt gemacht, da ich aber doch ziemlich unsicher war und ja gar nicht wußte was auf mich zukommt habe ich mich dann doch für eine Geburt im KH entschieden. Geburtshaus gibt es bei uns in der Nähe leider nicht.
Ich habe dann allerdings ambulant entbunden und bin 3 Std nach der Geburt nach Hause.
Schon allein das ist im Bekanntenkreis und Familienkreis komisch angesehen worden. Dann habe ich auch noch lange gestillt und das Kind hat bei uns geschlafen, oh mein Gott......
Bis auf eine Freundin (die kommt ursprünglich aus Venezuela und fand das alles auch ganz normal.) hat das alles keiner verstanden.
Ich glaub wenn ich das zweite Kind wirklich zu Hause entbinde fallen die alle vom Glauben ab.
Das macht einen halt manchmal so unsicher. Auch wenn ich es eigentlich gern machen möchte. Deshalb ist es schön zu sehen /lesen, dass es auch noch Frauen gibt die einen nicht gleich ür verrückt halten.
Danke und liebe Grüße
Claudia

Beitrag von anarchie 15.08.07 - 13:45 Uhr

hey...

Wir hatten ein aufblasbares Becken....war super!#pro

Als ich gerade ss war, fing ich an, mich schlau zu machen...und je mehr ich über die Geburten in KH mit ihren Masnahmen, Ansichten und Umständen las und hörte - je klarer wurde, das sich das für mich nicht wollte - und vor Allem nicht für mein Kind...

Ich las dan alles über Hausgeburten und entschied mich schon sehr früh dafür.
In der 10.SSW kam meine Hebamme das erste mal, die dann auch alle Vorsorgen machte....

Geburtshaus wäre vielleicht eine Alternative gewesen...aber da hätte ich zwischen 45 und 120 Minuten Fahrzeit gehabt - kam für mich nicht in Frage unter Wehen noch ewig im Auto zu sitzen...

Beim ersten wude ich auch noch sehr erstaunt angesehen, übel kritisiert...das Harmloseste war noch: "na, du musst es ja wisen!"
Bis hin zu "potentielle Kindsmörder!"...oder "du bist noch zu jung um das abschätzen zu können"....dann stillte ich 7 Monate voll, trug meinen Sohn von Angag an im Tuch, er schlief bei uns,...stillte die gesamte zweite ss durch - wieder eine hausgeburt - jetzt beide Kinder im Familienbett und tandem-stillend....#schock#schock#schock#schein

Und IMMMER warne es leute, die keine Ahnung hatten!
Sei es beim Familienbett,beim Rumtragen im Tuch, beim Langzeitstillen oder bei der hausgeburt....

Mein Sohn stillte knapp 3 Jahre...meine Tochter stillte 11 Monate voll, stillt mit ihren 3,5 jahren noch abends....

Da muss man nauf Durchzug schalten...übrigens wurde die Kritik immer weniger...einige finden es mittlerweile sogar gut!

und: trotz großer Familie war ich die erste , die länger als ein paar Wochen stillte(ich bin übrigens die jüngste meiner Cousinen und Cousins..) - meine Schwägerin stillte dann einmal 1 jahr, einmal 10 Monate, meine Cousine 1,5 jahre...und einige andere wenigstens einge Monate!

DU musst dieses Kind gebären..und wenn alles normal läuft solltest DU entscheiden,wo DU dich wohl fühlst - das ist so wichtig für einen komplikationsfreie Geburt!

lg

melanie,die Alternativ-Tante;-)

Beitrag von skye27 15.08.07 - 14:06 Uhr

Hi Melanie!
So ein ganz normales Schwimmbecken?

So lange habe ich zwar nicht gestillt (nach 15 Monaten hatte ich irgendwie wieder Lust mal was zu trinken und zu rauchen(davon bin ich mittlerweile zum Glück ab)und so nach und nach hat sich das dann mit dem Abstillen ergeben. Aber sonst war es echt schön und praktisch mit dem Stillen. (am Anfang zwar eher nicht aber danach)

Jo, Tragetuch kann ich mich auch noch dran erinnern.
"Hast Du denn schon einen Kinderwagen???"
"Nein, brauch ich auch nicht"
Pang und überall die Kinnladen runter.
Meine Mama hat dann einen von einer Bekannten bekommen, aber ich selber habe den kaum benutzt. Ich glaub im Zoo ein zwei Mal. Allerdings hat dann mehr die Verpflegung als Zoe da drin gelegen. :-D
Sie hat sich im Tragetuch immer so wohl gefühlt. Auch zu Hause bei Papa ganz oft drin gelegen. Ich fand das echt toll.

Ja, Du hast Recht. Ich werde mal das Gespräch mit der Hebamme nächste Woche abwarten, die macht Hausgeburten oder aber auch Beleghebamme.

Vielen Dank und liebe Grüße
Claudia , (die auch oft für komisch gehalten wird
wir haben nämlich zu allem anderen noch so ein altes Chaos Bauernhaus auf dem Land gekauft und unsere Hochzeitsreise mit dem Rucksack nach Schottland gemacht)
#schock

Beitrag von anarchie 15.08.07 - 14:28 Uhr

naja, das becken soltle halt die richtigen Masse habe, tief genug sein, eine stabilen Rand, einen ausblasbaren Boden, etc...
aber ansonsten: JA, ein Planschbecken!

lg

von einem Alien an einen anderen#schein

Beitrag von stoka 15.08.07 - 19:46 Uhr

Hi1Wie habt ihr das Wasser da wieder rausgekriegt?Nur Interessehalber...Hausgeburt kommt für mich leider nicht in Frage da 1.Kind KS!

Beitrag von anarchie 15.08.07 - 22:36 Uhr

Hi!

Einfache Tauchpumpe für 30EUR aus dem Baumarkt -besuchen wir sonst im Garten!#cool;-)

lg

melanie

Beitrag von bomaus79 15.08.07 - 15:51 Uhr

ich finde Hausgeburten schon gut aber für mich persönlich kommt es nicht in Frage.
Ich habe bei meiner letzten Entbindung Komplikationen gehabt die nicht vorhersehbar waren und ein Weg in die Klinik wäre für mich nicht gut geendet.
War innerhalb von Sekunden in Narkose.
Das muss nicht passieren aber es kann.
und aufgrund meines Erlebnisses würde ich es bei mir nicht mehr machen.
aber eine Beleghebamme würd ich mir immer wieder nehmen. die ist nur für dich da und der Vorteil ist ihr kennt euch vorher.

Beitrag von fraukef 15.08.07 - 12:10 Uhr

Hey

Deine Zweifel sind genau der Grund warum ich nicht zu Hause entbinden würde... (Niemalsnienicht...) Ich hätte Angst vor Komplikationen, ich könnte keine PDA kriegen, wenn ich sie wollte etc.pp.

Aber ich kann auch Deine Probleme mit dem KH gut verstehen. Ich habe für mich entschieden, wenn Nr.2 irgendwann kommen sollte (noch haben wir dafür VIEL Zeit) - dann mit Beleghebamme!!! ob ich dann im KH ambulant entbinden würde oder doch noch 2-3 Tage im KH bleiben würde, ist ein anderes Thema - aber das nächste mal würde ich auf jeden Fall eine mir bekannte Hebamme mitnehmen!

Vielleicht wäre ja für DIch sonst auch ein Geburtshaus eine Alternative? Das ist persönlicher als imKH - Du wirst von nur einer Hebamme betreut - es gibt aber Geburtshäuser, die an ein KH angegliedert sind - bei Komplikationen wärst du ganz schnell da...

Nur mal so als eine Idee....

LG
Frauke

Beitrag von skye27 15.08.07 - 13:08 Uhr

Hallo!
Ja, an Geburtshaus hatte ich auch gedacht, leider gibt es bei uns in der Nähe keins. Das nächte wäre ca. 1 Std mit dem Auto weg und da ich im Januar entbinde weiß man ja nicht, wie das Wetter ist. Und wenn dann auch noch Schnee liegt oder so und dann der weite Weg?
Die zweite Geburt soll ja in den meisten Fällen auch schneller gehen.
Aber trotzdem Danke.
LG Claudia

Beitrag von alexa81 15.08.07 - 13:16 Uhr

Hallo Claudia,

ich habe zwar selbst (noch?) nicht zu Hause entbunden, sondern habe meine Tochter mit Beleghebamme ambulant im KH bekommen, aber wie es im November laufen soll, weiß ich noch nicht. Zu Hause finde ich eigentlich die mit Abstand schönste Vorstellung - aber ich werde mir da alles offenlassen. Zumal die Entbindung meiner Tochter sehr, sehr schön war. Mit Sicherheit hauptsächlich durch die tolle Betreuung unserer Hebamme.

Natürlich gibt es Komplikationen, die zu Hause ziemlich schief gehen könnten, während im KH evtl. noch etwas unternommen werden könnte (z.B. eine Plazentaruptur - aber die ist auch im KH sehr gefährlich). Diese Arten der Komplikationen sind allerdings sehr, sehr selten, wie ja auch schon eine meiner Vorschreiberinnen sagte.

Was allerdings gar nicht so selten, aber u.U. auch tödlich für´s Kind sein kann, auf jeden Fall aber sehr gefährlich ist, ist die Infektion mit Krankenhauskeimen. Das ist eine der häufigsten Komplilationen - und dieser Gefahr ist man zu Hause nicht ausgesetzt. Außerdem sind im KH viele Probleme "hausgemacht" - die ständigen Untersuchungen, das ständige intervenieren führt häufig erst zu einem Geburtsstillstand, der einen Kaiserschnitt oder eine Saugglocken-/Zangengeburt nötig macht.

Ich finde es immer sehr einseitig zu sagen, zu Hause wäre es im Notfall zu gefährlich, das Krankenhaus ist sicherer. Es gibt zu Hause ganz klar Gefahren, die es im KH nicht gibt - aber es gibt auch im KH Gefahren, die es zu Hause nicht gibt!

Viele Grüße, Alex

Beitrag von skye27 15.08.07 - 13:49 Uhr

Hallo Alex!
Vielen Dank für Deine Antwort.
Es ist schön auch mal die andere Seite zu hören/lesen.
Wie ich auf den Beitrag oben schon geschrieben habe stoße ich hier bei den Leuten in meiner Umgebung (bis auf meinen Mann #kuss ) auf Unverständnis. Wie man in der heutigen Zeit denn freiwillig zu Hause entbinden will, wo es doch viel moderner im Krankenhaus geht.
Bei mir war es aber auch eher wie bei Dir beschrieben. Ich habe mich in der Umgebung so unwohl gefühlt und dann dazu auch noch eine Hebamme gehabt die die Meinung vertreten hat Kinder muß man im Liegen aus der Frau rausprokeln. (ich habe einen Bluterguss gehabt der war echt nicht mehr feierlich.) Und eine ganz junge Ärztin, die selber keine Kinder hatte (die Hebamme auch nicht). Kein Mutzuspruch, keine netten Worte. Einfach nur schrecklich.
Ich war zwar bestimmt auch keine einfache Gebärende, weil ich während der Wehen immer gedacht habe ich muß sterben, aber normalerweise sollten die das doch kennen, das war ja sicherlich nicht die erste Entbindung, die die gemacht haben.
Kann man leider nicht rückgängig machen. Dafür war die Wochenbettwoche nach der Geburt mit Mann und Kind ganz allein zu Haus wunderschön. Mal schauen wie sich alles entwickelt, bis Januar ist ja auch noch ein wenig Zeit.
Ich habe mich aber wie gesagt auch noch nicht entschieden. Aber die Beleghebamme ist dieses Mal auf jeden Fall ein Muß.
Leider wußte ich da bei der ersten Entbindung noch nichts von.
Wenn Dein Baby da ist würde ich mich freuen zu lesen, wie es bei Dir war und wozu Du Dich dann letztendlich entschieden hast.
Liebe Grüße
Claudia

Beitrag von alexa81 15.08.07 - 20:32 Uhr

Hallo Claudia,

ooooh ja, das kenne ich nur zu gut, was Du von den Reaktionen Deines Umfelds schreibst - genauso ist es bei mir auch! Selbst die ambulante Entbindung meiner Tochter hielten die allermeisten für verantwortungslos (außer meine Mama und mein Mann natürlich)...

Und jetzt höre ich schon ständig "Aber diesmal wirst Du doch wohl ein paar Tage im KH bleiben?! Den Stress mit Kleinkind und Baby zu Hause hast Du noch früh genug!"#augen Dabei ist gerade Lenja ein Grund für mich, sofort nach Hause zu gehen, falls wir nicht eh zu Hause bleiben. Aber von den Plänen erzähle ich erstmal gar nichts - werden sie im Fall der Fälle noch früh genug erfahren...;-)

Was Du von Deiner ersten Entbindung erzählst, ist natürlich der absolute Hammer!#schock Und das in Zeiten, in denen man weiß, wie wichtig die sanfte, selbstbestimmte Geburt ist. Im Endeffekt kannst Du da wahrscheinlich noch froh sein, dass das alles nicht im Kaiserschnitt oder einer Saugglockengeburt endete, bei dem Stress, den sie Dir dort gemacht haben! Umso mehr drücke ich Dir die Daumen, dass Du diesmal eine wunderschöne Geburt erleben wirst, die genauso ist, wie Du es Dir wünschst!

Ich werde Dir auf jeden Fall berichten, wie es bei uns lief und wo wir im Endeffekt entbunden haben. :-D

Liebe Grüße, Alex

Beitrag von raichu 15.08.07 - 13:35 Uhr

Liebe Claudia,
da meine Vorrednerinnen anarchie und alexa schon alle wichtigen Argumente angeführt haben (vor allem Keime im KH, hausgemachte Komplikationen im KH, Risiken im Vergleich etc.) und ich das wirklich absolut so unterschreiben würde, beschränke ich mich darauf, dir noch meine Erfahrungen mitzuteilen:
Ich habe mein erstes Kind vor 14 Jahren zu HAuse (Gebärhocker) entbunden und es ist alles super gelaufen. ich habe auch nichts vollgeblutet und die Hebamme sorgt auch dafür, dass ihr Arbeitsplatz richtig ausgestattet ist#schein
Auch die 2. HG (im Bett) vor fast 11 Jahren war super, es ging ziemlich schnell und war ein tolles Erlebnis ohne Komplikationen.
Auf die dritte HG freuen wir uns auch schon, sie sollte eigentlich #kleeheute#klee stattfinden, aber mein kleines Mädchen hat noch keine Lust... wir haben eine tolle Hebamme der wir 100%ig vertrauen! Für meinen Mann ist es übrigens das erste Mal und er steht voll und ganz dahinter, nachdem ich ihn überzeugen konnte und er sich selbst informiert hat (und er ist ein totaler Sicherheitsfanatiker und Sohn einer Krankenschwester...)
Wenn Komplikationen abzusehen sind oder sich noch ergeben, wird dir eine Hebamme ohnehin abraten, keine Übernimmt diese verantwortung dann freiwillig. Aus diesem Grunde sind HG genau so sicher wie KH Geburten. Ich ahbe so viele hausgemachte KH-Komplikationen mibekommen, die alle so nie passiert wären zu Hause!
Das Risiko verlegt zu werden muss man einkalkulieren (ich habe hier auch eine gepackte Tasche stehen...) und ob dein KH zu weit entfernt ist, besprichst du am besten auch mit der Hebamme!
Ein Riesenvorteil ist für mich auch das Wochenbett daheim zu verbringen, man muss allerdings für albsolute erholungsmöglichkeit sorgen und die Verantwortung für Kinder und Haushalt abgeben können. wenn du nicht konsequent liegen bleiben kannst, weil du weißt, dass noch die Spülmaschine ausgeräumt werden muss, dann solltest du an so etwas arbeiten;-)
Ich kann dich in deinem Vorhaben nur unterstützen und lass dir keine Angst machen, informier dich über die Statistiken und realistischen Berichte, die widerlegen, dass man ein viel höheres Risiko eingehen würde.
Und übrigens: Wir mussten beide Male nicht die Wohnung renovieren und es hat auch niemand die Polizei gerufen;-)
Ganz liebe Grüße!
Anja mit geburtstagskind noch immer inside....

Beitrag von skye27 15.08.07 - 14:17 Uhr

Hallo Anja.
Erstmal alles Gute für die bevorstehende Geburt und
danke für die liebe Antwort.
Wir wohnen eigentlich sowieso auf einer Dauerbaustelle (altes Bauernhaus) also wär das nichtmal so schlimm, aber das sind halt so Gedanken die mir durch den Kopf schwirren, wenn ich über die Entbindung nachdenke.
Wochenbett zu Hause hatte ich beim ersten Kind auch schon, da ich ambulant entbunden habe. Du hast Recht das ist einfach herrlich. Und vor allem hat mein Mann die ganze erste Woche nicht als gestresster Besucher sondern als mitkuschelnder Papa erlebt. Das war auch total schön. Besuch hatten wir bis auch Mütter, Väter und Omas einmal zu gucken komplett ausgeladen für die erste Woche. Die Ruhe tat gut. Wenn ich mir vorstelle ich hätte diese Zeit im KH verbringen müssen. Schrecklich.
Also wenn keine Komplikationen auftreten möchte ich auf jeden Fall mit Beleghebamme und ambulant entbinden. Ob KH oder zu Hause muß ich nochmal in Ruhe überlegen und mit der Hebamme besprechen.
Aber die ganzen positiven Antworten zur Hausgeburt haben schonmal sehr gut getan.
Wenn Dein Baby da ist würde ich mich freuen, wenn Du schreibst wie es gewesen ist.
Liebe Grüße
Claudia

Beitrag von verbene12 06.11.07 - 22:17 Uhr

Hallo, ich habe zwei ambulante Geburten gehabt und wünsche mir eigentlich eine Hausgeburt, aber mein Mann ist total dagegen. Und wenn er nicht mitzieht, geht das ja leider nicht...
Wie hast Du denn Deinen Mann überzeugen können?
LG Stef

Beitrag von kris2008 15.08.07 - 15:34 Uhr

Hallo,
ich habe meine erste Tochter aufgrund von BEL leicht binnen 4 Stunden in einer anthroposophischen Klinik entbunden und werde unser 2. Kind im Februar als Hausgeburt bekommen.

Weisst Du, ich glaube zu hause ist man entspannter und der Mumu öffnet sich leichter und rascher. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es viel unkomplizierter ist und du nicht stundenlang umherwehen musst. Finde, du machst das gut!

ZU der Frage mit den Böden und dam Blut: Ich habe bei meiner ersten Enbindung fast kein Blut verloren und meine Tochter kam fast "sauber" zur Welt. Für den Fall der Fälle findest Du im Baumarkt aber sicher Abhilfe. Deine Hebi kann Dir auch helfen.

Ich persönlich würde gerne im Badezimmer entbinden, weil ich gerne dort bin und es sehr groß ist. Zudem gehöre ich zu den aktiven Gebärerinnen. Habe im Bad alles, um mich festzuhalten oder zu stemmen und mich stehend, hockend oder sitzend zu entspannen. Liegen ist nicht mein Ding. Da löst sich das Problem mit dem Boden von selbst. Werde das bad für die Entbindung schön dekorieren.

Zu deiner Frage nach dem Risiko: Eine Hebi kennt Dich und sie kann die Distanz zur Klinik abschätzen und bei Gefahr rechtzeitig umsatteln. Aber malen wir mal nicht den Teufel an die Wand. hebis sind kleine Zauberinnen... ich vertraue meiner 100%.

Dir alles Liebe. Du machst das!

Kris mit Leia 81,5 jahr) und Krümel (16. SSW)

Beitrag von jasudan 15.08.07 - 15:57 Uhr

hallo claudia!

vor 4 wochen hatte ich eine mehr oder weniger schwierige geburt zu hause.
ich habe mich ca in der 18.ssw mit ein hebammen team (3 stück) getroffen und habe alle sorgen und wünsche mitgeteilt und sie wiederum ihre vorstellungen.
in der 37.ssw bekam ich eine liste mit allen wichtigen dingen die im haus sein sollten und was alles vorbereitet sein muss.

am tag der geburt packte mein mann eine maler-abdeckfolie in einen alten deckenbettbezug auf der dann schlußendlich die geburt stattfinden sollte *fand sie aber dann nicht:-p*

die "komplikation" die ich hatte war die, dass mein sohn seine rechte hand am kopf liegen hatte und es zu einem stop kam. es waren zwei hebammen anwesend und diese sprachen sich nach ein paar stunden mit meinem frauenart ab wie weiter vorgegangen werden soll.
es sah dann so aus, dass ich einen wehentropf verpasst bekam und nochmals deutlich angeleitet wurde beim pressen und siehe da die androhung ins krankenhaus zu müssen und die wunderbare unterstützung der hebammen wie auch durch meinen mann brachten nach 16 stunden bewegung in die geburt.

nach 18 stunden hatte ich meinen sohn wohl auf im arm und das "chaos" das ich in der wohnung erwartet habe belief sich auf zwei 60 liter müllsäcke und einen geplünderten kühlschrank;-).

ich lief die ganze zeit in der wohnung rum und habe im nachhinein nur einen kleinen blutfleck auf dem badezimmerteppich entdeckt -dafür habe ich die badewanne und den badezimmermülleimer als "kotzbehältnis" missbraucht#schein-
die folgenden 5 tage hatte ich dann eine sehr liebe haushaltshilfe (von der krankenkasse bezahlt) im haus die das kleine durcheinander aufräumte und uns täglich mit schönen leckereien verköstigte.

ich würde dir eine hausgeburt wünschen, aber auch nur dann wenn du und dein partner 100%ig dahinter stehen.

alles gute
jasmin und jonas albert (4 wochen)

Beitrag von kathrincat 15.08.07 - 17:53 Uhr

wenn ich nicht einen ks bekommen würde, würde ich nicht ins kh gehen sonder zuhaus oder im geburtshaus entbinden.

Beitrag von uvd 15.08.07 - 19:14 Uhr

solange du noch in der eröffnungsphase bist und dich bewegen willst, kannst du ja so netzhöschen mit einer einlage anziehen, die saugen dann das auslaufende auf.

wir hatten überhaupt keine "sauerei", da unsere hausgeburt im geburtspool stattgefunden hat. die fruchtblase sprang erst mit den letzten presswehen und alles war dann im wasser.

es war einfach perfekt.

wegen deiner "wenn-was-ist"überlegungen: keine geburtsart, kein geburtsort ist ohne risiko! die vermeintliche sicherheit eines krankenhauses ist teuer erkauft durch multiresistente keime, unnötige, den natürlichen geburtsverlauf störende interventionen und klinikroutinen, die einer geburt widersprechen.

jede hausgeburtshebamme hat ein notfallset dabei mit sauerstoff, beatmungsmöglichkeiten etc.
außerdem wird jede hebamme beim auftreten von unvertretbaren unregelmäßigkeiten die hausgeburt rechtzeitig abbrechen und verlegen.
statistisch gesehen ist eine sorgfältig geplante hausgeburt sicherer als eine klinikgeburt - und das nicht nur für als risikolos eingestufte schwangere.
die wenigsten entbindungskliniken haben rund um die uhr einen kinderarzt im haus, noch weniger haben eine neugeborenenintensivstation. wenn du also nicht gerade in einer uniklinik entbinden willst, muß ein kind im falle eines falles verlegt werden - ob nun nach der kh-geburt oder nach der hausgeburt bleibt sich gleich. wenn du nicht gerade hinterm mond wohnst ist der anfahrtsweg des kindernotarztwagens bis zum entbindungsort gleich. also auch hierkeinerlei vorteil im KH.

viel wichtiger ist allerdings, daß du dich am gewählten geburtsort wohlfühlst und öffnen kannst. mach dir gedanken, wie und wo du dein kind am liebsten gebären würdest und dann versuche, diese vorstellung so weit wie möglich umzusetzen und zu planen.

Beitrag von golm1512 15.08.07 - 21:23 Uhr

Hallo!
Meinen ersten Sohn habe ich 2003 im GBh bekommen. Sohn Nr.2 sollte 2005 eigentlich auch dort zur Welt kommen. Beide Geburten begannen mit einem Blasensprung. Während ich beim ersten mal aber echt noch Zeit hatte und die Wehen erst später anfingen, ging beim zweiten Mal gleich "die Luzie" ab. Ich hatte sofort heftigste Wehen, die mich zu Boden gehen ließen und ich verspürte keinerlei Gelüste, unsere Wohnung zu verlassen. Ich glaube, das wäre auch gar nicht gegangen.
Zum Glück war meine Hebi von Anfang an irgendwie scharf auf eine Hausgeburt und stand 45 Minuten später samt Ausrüstung und Kollegin auf der Matte. Wir haben uns zwei gemütliche Stunden gemacht und dann war Theo da. Wir hatten nichts vorbereitet, weil es ja anders geplant war, aber alles ging ohne "Sauereien" ab und ich ich möchte sogar behaupten, dass ich nach dem Eintreffen der Hebis keine Schmerzen mehr hatte. Ich fühlte mich gut und sicher. (Meine erste Geburt war auch nicht schlimm, aber ich kann mich schon noch erinnern, dass es weh getan hat und dass ich manchmal sehr erschöpft war.)
Kaum war Theo da, wollte ich gleich noch eins! Als ich meinen z.T. medizinhörigen Freundinnen/Bekannten erzählte, wie es war, waren einige entsetzt. Dabei war ich soooo zufrieden und unser Kind bzw. unsere Kinder auch!
Ich bin immer noch ganz beseelt von diesem Erlebnis. Sollte es ein nächste Mal geben, dann bleibe ich geplant zuhause!!!
Du machst das schon richtig!
Viele liebe Grüße
Susanne

Beitrag von alarabiata 17.08.07 - 19:19 Uhr

liebe claudia...

ich möchte dich auch noch pro hg unterstützen, wo hier doch sschon so viele mut machen konnten und richtige argumente hatten.
mein erstes kind habe ich ambulant im kkh bekommen...
das zweite im geburtshaus
drei und vier zuhause...

und das fünfte nun hoffentlich auch zuhause(diesmal im wasser, melanie hatte nen tollen link zu nem noch tolleren planschbecken;-))

ich finde das wichtigste, dass ich in meiner vertrauten umgebung bin.
darüber hinaus finde ich , es gibt nichts schöneres, als nach der geburt mit dem frischen menschlein ins bett zu sinken und dort bleiben zu können...ungestört....alles wie ich es will.

das ist mein krönender geburtsabschluss, den möchte ich nie mehr missen.

ansonsten wurde wohl alles gesagt. ich hoffe all das hat dir weiter geholfen.
g

bianca

P.S.

...ich wurde übrigens NOCH NIE mit komischen sprüchen konfrontiert...
eher fanden die leute meine entscheidung toll und haben mich dafür bewundert(was auch wieder übertrieben ist...aber besser als schlecht informierte leute die einen belehren oder gar das kind retten wollen*lach*)