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Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von straciatella 15.08.07 - 12:29 Uhr

Hallo,
endlich habe ich mal ein Forum gefunden, wo ich das loswerden kann, was mich so doll bedrückt im Moment. Beim Lesen war ich eben erleichtert, daß es noch mehreren so geht wie mir. Vor 2 Wochen ist mein Schwiegervater gestorben. Er war zwar schon längere Zeit im KH, aber das kam dann doch unerwartet. Er war immer so fit und gehörte doch einfach zu uns dazu.......es tut mir so leid für Paulina (fast 4 Jahre), daß sie nun gar keinen Opa mehr hat. Sie hat das alles aber ganz gut aufgenommen. Meine Zwillinge (16 Monate) haben so leider keinen ihrer Opas mehr so richtig kennengelernt :-(
Außerdem haben wir letzten Monat die Daignose bei meiner Mutter erhalten, daß sich bei ihr eine beginnende Demenz zeigt. Sie wohnt ca. 100km entfernt und das macht die Sache nicht leichter. Im Moment geht es ihr gut, aber ich habe nun ständig Angst, daß sie eines Tages verzweifelt anruft, weil sie irgendwas nicht mehr schafft. Das macht mich so fertig. Vor allem weil ich so Einiges über diese schreckliche Krankheit gelesen habe. Sie wird dann eines Tages in ein Pflegeheim müssen. Das macht mich so traurig.......
Es tat gut, das mal loszuwerden.

Jutta:-(

Beitrag von sarah722510 15.08.07 - 12:42 Uhr

Hallo Jutta,
das tut mir alles sehr Leid. Zu deiner Mutter das sie eine beginnende Demenz entwickelt, ist nicht schön aber im Alter auch normal.
Ich habe aber noch nie gehört das man auf Grund dessen ins Pflegeheim "muss".
Sie kann auch weiterhin Zuhause wohnen, wenn ein Pflegedienst eingeschaltet ist, geht das eigendlich sehr gut.
Oder wieso holst du deine Mutter nicht in deine Nähe, dann kannst du sie täglich unterstützen und sie muss nicht ins Heim. Ich kenne auch eine Alte Dame, die sehr dement ist und auch schon sehr alt und sie ist auch nicht in einem Heim. Sie hat einen Pflegedienst, die Tochter wohnt nebenan und meine Mutter steht ihr auch ab und an zur Seite und das geht super.

Ich wünsch dir alles Liebe und Gute#klee

LG Sarah #sonne

Beitrag von dubai2006 16.08.07 - 13:46 Uhr

Hallo Jutta,

ich kann dich total verstehen. Meine Mama ist vor 4 Wochen verstorben. Sie hatte MS,war aber noch halbwegs mobil. Sie hat sich so auf ihr Enkelkind gefreut, hat noch den Kinderwagen gekauft,...
Dann kam meine Mama mit Oberschenkelhalsbruch ins Krankenhaus, ich bekam das Baby mit anschließender Wochenbettdepression, Mama wurde nach 4 Wochen aufenthalt entlassen (da war Joshua 6 Tage alt). Als wir Sie dann zu Hause besuchten war sie sehr krank, hatte 40 Fieber und ihren Enkel zum ersten mal gesehen, aber ich weiß nicht wie viel sie wahr genommen hat.
Also Mama zurück ins Krankenhaus. Dort ist sie dann ins Koma gefallen. Aufgrund ihrer Vorerkrankung hatte ich seit letztem Jahr die Betreuung für sie. Diese Zeit war schrecklich. Ich mußte oft ins Krankenhaus um irgendwelche Eingriffe zu unterschreiben. Und immer mußte der Kleine mit, da ich voll stille und das KH 40 Kilometer weit weg ist. Ich hatte immer ein schlechtes Gewissen meiner Mama und dem Baby gegenüber, hatte Angst für keinen genug Zeit aufzubringen.
Dann starb meine Mama am 17.7.2007, gerade mal 61 Jahre, nach 7 Wochen Koma.
Ich habe nie die Möglichkeit gehabt mit ihr über die Geburt, etc zu sprechen. Sie fehlt an allen Ecken und Joshua hat seine Oma nie wirklich kennengelernt.

Liebe Grüsse

Bianca mit Joshua (fast 12 Wochen)#kerze