Chef/in und Kollegen/innen "einverstanden" mit Eurer Schwangerschaft?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von anne_me 15.08.07 - 14:21 Uhr

Hallo!

Meine Frage hört sich ein bißchen doof an, beschäftigt mich aber schon sehr.
In ca. 5 Wochen werde ich meiner Chefin und meinen Kolleginnen sagen müssen, dass ich schwanger bin, und ich weiß jetzt schon, dass sie alle nicht begeistert sein werden, weil es eigentlich gerade nicht passt und ich gerade wieder neu angefangen habe.
Ich habe etwas Angst vor dem halben Jahr, in dem ich noch arbeite, zumal ich gerade wieder angefangen habe.

Wie war das bei Euch? Gab es mal eine ähnliche Situation, und wie seid ihr damit umgegangen?

Vielen Dank im Vorraus

Anne

Beitrag von frieda05 15.08.07 - 14:27 Uhr

Hi Anne,
was meinst Du mit "gerade wieder angefangen"? Kommst Du gerade aus dem Erziehungsurlaub?... Ich als Chefin könnte wahrscheinlich auch nicht darüber lachen, aber - nützt ja nichts. Kommt natürlich auch darauf an, wie die SS verläuft, ob Du oft fehlen wirst, wie Euer Verhältnis sonst so ist etc..pp.
Aber wie auch immer, erählen wirst Du es ja ohnehin müssen - und mit den Reaktionen leben.
LG Irmi

Beitrag von manavgat 15.08.07 - 14:31 Uhr

Du musst gar nichts sagen.

Wenn Du Stress befürchtest, dann sag es erst, wenn es nicht mehr zu übersehen ist.

Gruß

Manavgat

Beitrag von bobb 15.08.07 - 17:50 Uhr

dann hat sie aber auch kein recht auf mutterschutz.

Beitrag von haebia 15.08.07 - 18:01 Uhr

Hi,

na also ich frage ja nicht meine Kollegen oder den Chef, ob er mit meiner SS einverstanden ist :-p

Ich denk da eher egoistisch: habe ich einen festen unbefristeten Vertrag - was kann mir passieren? Nichts. Genau.

Klar, es wird böse / neidische / enttäuschte / verständnislose / kopfschüttelnde Blicke geben und vielleicht auch das ein oder andere stichelnde Kommentar oder auch was hinterm Rücken :-[ , aber take it easy. Paar Monate und dann biste ja eh wieder erstmal weg.

Klar, ist es doof für Chef (muß sich wieder nach Vertretung umschauen) und Kollegen (die dich vielelicht gerade erst wieder eingearbeitet haben?!, wissen, dass sie jetzt erstmal wieder deine Arbeit mit machen müssen etc.), aber mei - so ist das Leben. Frauen werden eben schwanger. Du wirst nicht die erste und nicht die letzte sein. Nicht nur in dem Betrieb, sondern überall.

Kopf hoch! Wenn du ein "Schuldgefühl" hast / zeigst, bist du nur ein "leichtes Opfer" #herzlich

Gruß,
Bianca

Beitrag von sassi31 16.08.07 - 13:57 Uhr

Hallo Anne,

ich antworte dir mal aus der Sicht der Kollegin und Vorgessetzten. :-)

Als mir vor zwei Jahren eine Kollegin gesagt hat, dass sie schwanger ist (ich war Abteilungsleiterin), hab ich ihr gratuliert und mich für sie gefreut. Denn ich wußte schon als sie eingestellt bzw. übernommen wurde, dass sie auf jeden Fall Kinder möchte und auch nicht so lange damit warten wollte.
Sie hat es erst nur mir und zwei anderen Kolleginnen gesagt und uns gebeten, es vorerst für uns zu behalten. Das habe ich selbstverständlich gemacht, denn es ist nicht meine Aufgabe, den Chef zu informieren. Allerdings fand ich gut, dass sie es mir gesagt hat, denn so konnte ich schon einmal dafür sorgen, dass die Regelungen im Mutterschutzgesetz eingehalten werden, sie also nicht benachteiligt wurde durch ihre Entscheidung.

Für mich selber hat mich die Schwangerschaft überhaupt nicht gefreut.
Ich habe bereits vorher die Arbeiten mehrerer schwangerer Kolleginnen auffangen bzw. umverteilen müssen. Das war immer mit sehr großem Aufwand verbunden und hat für mich reichlich Mehrarbeit und jede Menge Streß bedeutet.
Ist sicher verständlich, dass mein erster Gedanke war: Nicht schon wieder. Ich mag nicht wieder alles auf den Kopf stellen müssen und vor allem nicht wieder so wahnsinnig viel Streß und Überstunden haben.

Aber all das hat nichts mit der Kollegin zu tun. Sie kann nichts dafür, wie die Arbeit im Unternehmen verteilt ist bzw. wie sie später umverteilt wird. Ob Ersatz eingestellt wird oder nicht, entscheidet schließlich der Chef. Und wenn er sich gegen Ersatz entscheidet ist das zwar für die anderen Kollegen nicht toll, aber dafür kann die Schwangere nichts. Ich wäre also nie auf die Idee gekommen, sie das ausbaden zu lassen.

Aus Sicht der Abteilungsleiterin finde ich es allerdings ziemlich blöde, wenn die Schwangere ewig damit wartet, die Firma zu informieren. Denn eine Umstrukturierung oder die Suche nach Ersatz braucht ggf. etwas mehr Zeit, die je nach Zeitpunkt der Bekanntgabe dann evtl. fehlt.

Falls du allerdings damit rechnest, dass du nach der Bekanntgabe deiner Schwangerschaft Nachteile haben wirst, würde ich Manavgats Vorschlag aufgreifen.

LG + alles Gute
Sassi