Hab ein echtes Problem...... Bitte um Rat

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von sunny0804 15.08.07 - 14:23 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Ich stehe vor einem echten Problem.

Vor ca. 4 Jahren, hat uns ein kleines Widderhäschen so den Kopf verdreht, dass wir ihn mit nach Hause genommen haben. Da diese süßen Dinger ja nicht unbedingt einzeln gehalten werden sollten, kam eine Häsin, ebenfalls Widder dazu.

Da wir viel Platz haben und eine richtige Leidenschaft an diesen süßen Tieren gefunden haben, kamen noch 2 dazu. Jeweils Häsin und Bock. Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass wir zu der Zeit auch schon wussten, dass wir irgendwann mal Kinder bekommen möchten und es war auch kein Problem. Die 4 Hasen zusammen halten, ging leider nicht, da sich die Böcke auch nach Kastraktion nicht verstanden. So haben sie zwar ein Zimmer von 13 qm für sich, müssen aber getrennt ihren Auslauf machen.

So, nun wurde unsere Tochter letztes Jahr im Juni geboren. Viele meinten, das unsere Aufmerksamkeit den Tieren gegenüber nun nicht mehr so groß sein wird,was aber nicht stimmt, nach wie vor haben sie ihr Reich und können den ganzen Tag toben.

Wir haben immer sehr darauf geachtet, wie so der Kontakt von unserer Tochter auf die Hasen wirkt und ob sie denen weh tut oder auch andersrum. NIE, auch nur im Ansatz etwas passiert.

Jetzt ist folgendes pasiert,meine Tochter hatte zum Geburtstag sehr viele Geschenke bekommen, die unter anderem mit Süßigkeiten beschmückt waren. Irgendwo in Ihrem Zimmer flog also jetzt ein Kinderriegel rum, den ich nicht gesehen haben, auch nach aufräumen nicht. Sie hat sich natürlich gefreut und naschte den ganz in Ruhe in ihrem Zimmer, während Mama am spülen war.

Irgendwann dachte ich nur: komisch ruhig hier, ging in ihr Zimmer und sah das kleine Schokomonster über und über mit Schokolade beschmiert. Ich schmunzelte und ging ein nasses Tuch holen. Sie sah mich in die Küche gehen und kam hinterher. Am Hasenkäfig machte sie dann STOP, denn ich kam ja schon wieder zurück, mit dem nassen Lappen in der Hand.

So und dann ist es auch schon pasisiert. Die große Häsin hat sich ihren Daumen geschnappt, daran so rumgerissen und schließlich abgebissen. Ich glaube nicht, dass ich an dieser Stelle erklären muss, was da in mir vor ging!

Ich wurde einfach nur panisch. Habe mein Kind genommen und bin wie in Trance zu meiner Nachbarin runtergegangen.

Nach Besuchen in Krankenhäusern und Ärzten wurde festgestellt, das nichts von dem Knochen fehlt aber dennoch 1/4 von der Daumenkuppe.

Für mich war dann ganz schnell klar, das DIESER Hase nicht mehr bei uns bleiben kann. Ich habe es dananch selber versucht, meine Hand mit Nutelle bestrichen und die Hand in den Käfig gehalten. Von der großen wurde ich gebissen, alle anderen Häschen haben nicht nsatzweise versucht zu beissen.

Man kann dieser Häsin keine Absicht unterstellen, da sie dachte, es ginge um ein Leckerchen, wo die schokibeschmierten Kinderfinger kamen aber es wird wohl noch öfter passieren, dass sie irgendwas an den Händen kleben hat, was süß ist und das Risiko ist einfach zu groß.

Logisch ist, das KEINER diese Häsin gerne möchte, da sie bissig ist. Tierheim hat mir gesagt, dass sie sie nehmen würen, ich aber damit rechnen sollte, dass sie nach einiger Zeot eingeschläfert wird, da sie nicht vermittelbar ist. Dann haben wir einen Bauernhof gefunden, der normale Hauskaninchen hält aber auch Schlachthasen hat.

Da unsere Häsin ein Kaliber von 4 kg ist, hat er uns glech mit einem Lächeln im Geisicht gestanden,das dieses aber eher auf dem Teller landet, als in seinem Garten rumhoppelt!!

SUPER! Was mache ich denn jetzt??? Ich habe keine Ahnung, was ich machen soll, FAKT ist, dass ich das Tier, WENN ich es schon abgeben muss, in gute Hände wissen möchte und nicht, dass es auf irgendeinem Teller landet oder eingeschläfert wird, weil es bissig ist!

Entschuldigt, dass es so lang ist aber mich beschäftigt das echt ganz schön!!!

Habt ihr vielleicht einen Rat?
Gibt es nicht so einen Gnadenhof für solche Häschen bzw. Tiere? Ich hab wie ein Weltmeister gegoogelt aber nix gefunden!

Wäre dankbar für Eure Meinung!

LG
Sunny

Beitrag von naze 15.08.07 - 14:43 Uhr

oh wei
ich weis leider auch keinen rat.
aber das ist schon hart.

lg naze

Beitrag von eule0879 15.08.07 - 14:45 Uhr

Hm, wie alt ist deine Kleine? Ich denke schon, dass auch deine Kleine irgendwann lernen muss, dass sie bei den Tieren vorsichtig sein muss. Ich finde das sogar ganz wichtig, dass Kinder sowas lernen. Und.. kannst du die Hasis (zumindest die Dame und den Bock der bei ihr sitzt) nicht irgendwo "erhöht" unterbringen, so dass deine Kleine da nicht mehr alleine rankommt?

Ich kann im Ansatz verstehen was in dir vorging (hab noch keine Kinder, aber ich kanns mir denken..) und verstehe gut, dass du über's Abgeben nachdenkst. Und wenn du die Hasis nicht irgenewie aus der Reichweite deiner kleinen kriegen kannst (wo ein Wille ist...???), ist das Abgeben sicher besser, bevor noch mehr Fingerchen oder mal die Nase dran glauben müssen. Das muss nat. nicht sein!

Wirst du dann dem Böckchen wieder eine Spielkameradin holen? Sonst wär er ja ganz allein....

LG/ Katja

Beitrag von sunny0804 15.08.07 - 15:07 Uhr

Huhu!

Nein, leider gibt es diese Alternative sie erhöht unterzubringen, nicht! Das war mir als erstes in den Sinn gekommen, geht aber nicht! Die Hasen sind alle stubenrein, heißt, sie laufen den ganzen Tag frei rum und wenn se hunger, durst oder mal "müssen", gehen sie in ihren Käfig, das wäre dann nicht mher möglich, denn keines der Tiere geht eine Leiter hoch, weiß ich aus dem Grund, das wir schon mal so einen 4-stöckigen Käfig hatten und sie blieben alle im Erdgeschoss ;-)

Natürlich muss sie lernen, dass man Tiere nicht wie Puppen behandeln kann aber ich bitte dich, weder unsere Tochter, die jetzt 1 Jahr ist, noch der Hase haben einen FEHLER gemacht.

Sie hat nicht an den Ohren gezogen, so dass es aus Notwehr vonm Hasen zu betrachten ist. Es war eben ganz unglücklich und kleine Kinder werden noch öfter was an den Fingern kleben haben, soll ich dem Hasen jetzt versuchen beizubringen, dass er dann nicht da reinbeissen darf?

Sorry aber das scheint unmöglich und es ist auch unmöglich.

Es ist keine schöne Situation, das weiß ich, ich bin auch ein Gegneer davob sich Tiere anzuschaffen und dann abzugeben, wenn sie nicht der NORM entsprechen aber das Risiko ist einafch zu groß und wenn mit das Tier gleichgültig wäre, dann würde ich mir keine Gedanken machen und es einfach bei dem bauern oder ins Tireheim geben!

Bitte entschuldige, das liest sich jetzt ein bisschen schnippisch, ist aber nicht so gemeint!

Danke für eure Antworten!

LG
Sunny

Beitrag von janimausi 16.08.07 - 00:49 Uhr

hey, ich versteh dich da vollkommen, kann dir aber leider keinen rat geben...

naja bissig in dem sinne ist sie ja nicht, sie steht halt nur total auf schokolade...

versuch doch mal die häsin bei kijiji is ne kostenlose kleinanzeigen seite im inernet rein zu stellen, wenn die leute sich darauf dann melden, dann kannst du am denen ja am tele oder über e-mail ja noch erklären, das sie total auf schokolade abfährt und man nicht mit schokofingern an sie ran sollte, da sie sonst sehr doll zu beißt...

hoffe konnte dir ein wenig helfen...

alles liebe janina (31ssw)

Beitrag von germany 15.08.07 - 15:01 Uhr

Mh habt ihr einen Zoo in der Nähe?Bei uns haben die ein großes Hasengehege wo auch widder drin leben.Manche nehmen die Tiere dann auch gerne an.Ich bin ehrlich,ich hätte den hasen auch weggegeben tierliebe hin oder her.Oder vielleicht beim Tierschutzverein mal nachfragen.Oder unter: sweatrabbits.de die vermitteln auch Tiere.Da hast du vielleicht auch gute chancen.


lG germany

Beitrag von sunny0804 15.08.07 - 15:19 Uhr

Hallo!

Danke für deine Antwort!

Ja, im Zoo war ich auch schon aber das Gleiche. Die Hasen sind dort in einem Gehege untergebracht, was nicht hochumzaunt ist und die Kinder, die zu Besuch kommen, dürfen die Tiere auch streichdeln, also waren die natürlich auch abgeneigt.

Bei der Arche habe ich auch schon angerufen, dass ist hier unser Tierschutz und die sagten, dass ich es sehrs chwer haben werde, dieses Tier unterzubekommen.

Da es jetzt bei uns deren Meinung nach kein Notfall ist, soll ich mich erst weiter umhören nach Alternativen, bevor ich sie dort hingeben könnte.

LG
Sunny

Beitrag von germany 15.08.07 - 15:27 Uhr

Wie gesagt,versuchs auf sweatrabbits.de soweit ich weiß vermitteln die auch Problemfälle.Einen versuch ist es wert.

Viel Glück#klee

lG germany

Beitrag von miau2 15.08.07 - 16:42 Uhr

Hi,
ich hoffe, Du nimmst mir meine Meinung nicht übel, aber so ist sie nun einmal ;-):

Wir haben auch (Zimmer-)Kaninchen. Und da sie in der alten Wohnung im Wohnzimmer standen, war Kontakt zwischen unserem irgendwann krabbelnden Baby und den Kleinen nicht vermeidbar - von Käfighaltung, was ja dann ein hochstellen möglich gemacht hätte, halte ich nichts.

Unser Kleiner war absolut begeistert von den Kleinen. Er hat ganz lange am Gitter gestanden und den Kleinen beim Spielen zugeguckt. Und seinen vorwitzigen Zeigefinger reingesteckt.

Und was passiert? Unser liebes, süßes, braves Kaninchenmädel, dass in den Jahren, die wir sie haben, in allerhöchster Bedrängnis (bekam ein bitter schmeckendes Medikament in den Mund und musste dafür schon regelrecht mit Gewalt festgehalten werden) erst ein einziges Mal gebissen hat...dieses liebe Kaninchenmädel hat gedacht, der Finger wäre was zu futtern...und zugebissen. Nicht so dramatisch wie bei Euch, aber so, dass es heftigst geblutet hat und wir mit unserem damals knapp 1-jährigem Sohn direkt ins KH gefahren sind.

Es ist alles problemlos, ohne Entzündung o.ä. verheilt. Unser Kleiner hat wochenlang angefangen zu weinen, wenn die Ninchen ihn auch nur angeguckt haben. Und dann wurde er wieder mutiger...stellte sich wieder ans Gitter...und jetzt ist der Finger genau so oft im Gehege wie vor dem Unfall. Wenn die Kleinen am Gitter liegen, "schleicht" er sich an und piekst sie in die Seite - die zwei tun ihm den Gefallen und hoppeln dann ein bißchen herum. Wenn die zwei Auslauf haben, sitzt er mittendrin und lacht sich krumm. Natürlich mit einem von uns dabei, nicht nur zu seinem Schutz ;-).

Lange Rede, kurzer Sinn: es kann auch vollkommen grundlos passieren, dass ein Kaninchen zubeißt. Versehentlich, denn Lisa beißt definitiv nicht absichtlich. Und leider haben die Kleinen scharfe Zähne. Wenn ihr das vermeiden wollt, dann müsst ihr alle Kaninchen abschaffen. Aber dann auch alles andere, woran sich ein Kind wehtun kann. Das Kind einer Bekannten hat sich neulich mehrere Zähne ausgeschlagen. Vielleicht wird die Familie jetzt alle Tischkanten und Blumenkübel abschaffen, vielleicht aber auch nicht. Manche Dinge lassen sich halt einfach nicht vermeiden.

Max hat aus der Sache gelernt, er ist vorsichtiger geworden. Neugierig, frech - aber wenn die Kleinen den Kopf in Richtung von seinem Finger drehen, zieht er den weg.

Abgesehen davon würde ich Mäxchen auch in meinem Interesse (einer muss ja schließlich putzen) nicht süßigkeitenverklebt herumlaufen lassen, aber das ist ja jeder Mutter selbst überlassen ;-).

Ich fände es falsch, das Tier deshalb abzugeben. Du schreibst, die Tiere haben ihr eigenes Zimmer - da wäre es doch ein leichtes, die Tiere außer Reichweite für das Kind zu halten. Entweder Tür zu, oder ein Türgitter davor und die Kleinen mit Abstand dazu. Zumindest so lange, bis Deine Tochter bestimmte Dinge lernen kann.

Du hast schon recht, ein bissiges Tier wird kaum einer nehmen. Denn Kaninchen werden schon immer gerne mit Spielzeug verwechselt, und dazu passt es halt nicht, dass die Kleinen auch beißen können.

Nur, unter einem bissigen Tier verstehe ich ein verhaltensgestörtes Tier (und da hätte ich auch Bedenken). Aber keines, dass auf der Suche nach einer Leckerei versehentlich einen Finger trifft.

Wenn Du meine Meinung hören willst: behalte das Tier, sicher das Zimmer so ab, dass deine Tochter nur mit Aufsicht an die Tiere kann. Und räum die Süßigkeiten aus ihrer Reichweite ;-).

Viele Grüße
Miau2 mit #hasi Lisa und #hasi Cappuccino

Beitrag von dominica 15.08.07 - 17:13 Uhr

Huhu!
Würde miau ebenfalls zustimmen. Das Kaninchen hat nicht aus Agression gegen Deine Tochter gehandelt, sondern weil der Finger so gut nach Süßem roch. Es dafür wegzugeben und zu "bestrafen" in dem es aus seinem gewohnten Umfeld herausgenommen wird und Du nicht 100% sicher sein kannst, wo es hinkommt, wäre nicht fair. Außerdem ist dann das Partnertier ja alleine, oder Deine Gruppe müsste sich wieder neu sortieren, was ebenfalls Probleme bereiten kann.
Ich würde es behalten, es ist ja "nur" ein Kaninchen, bei einem Hund zb. wäre dies ein anderes Thema. Gut, ich gehe jetzt von mir aus, ich würde keines meiner Kaninchen weggeben egal was passiert, außer es wäre im Sinne des Tieres...
Habe aber auch bald eine Tochter und bin schon gespannt darauf, wie sie mit unseren Tieren aufwächst.
Grüße und Kopf hoch, das kriegt ihr schon wieder hin!