An die Muttis von Kann- Kindern, und allen anderen. Neue Schulreform!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von sway110283 15.08.07 - 15:03 Uhr

Hallo,
nachdem das vor einigen Tagen schon einmal Thema hier war, habe ich mal ein bisschen gegoogelt und folgendes gefunden:

4. Vorziehen der Einschulung

Der Stichtag für das Einschulungsalter wird beginnend mit dem Schuljahr 2007/2008 schrittweise vom 30. Juni auf den 31. Dezember verlegt (§ 35):

zum Schuljahr 2007/2008 auf den 31. Juli,

zum Schuljahr 2009/2010 auf den 31. August,

zum Schuljahr 2011/2012 auf den 30. September,

zum Schuljahr 2012/2013 auf den 31. Oktober,

zum Schuljahr 2013/2014 auf den 30. November,

zum Schuljahr 2014/2015 auf den 31. Dezember.

Den Eltern bleibt es weiterhin unbenommen, für ein nach dem jeweiligen Stichtag geborenes Kind eine frühere Einschulung zu beantragen, wenn es schulfähig ist. Kinder, die nach dem 30. September das sechste Lebensjahr vollenden, können auf Antrag der Eltern auch ein Jahr später eingeschult werden, ohne dies im Einzelnen begründen zu müssen. Durch das Vorziehen des Einschulungsalters wird die Zeit, in der die Kinder nach heutigem Erkenntnisstand besonders lern- und aufnahmebereit sind, effektiver genutzt. Das Vorziehen wird über mehrere Jahre gestreckt, um zum einen die Kapazitäten der Schulträger nicht zu sprengen und um zum anderen die Grundschulpädagogik den Bedürfnissen jüngerer Schülerinnen und Schüler entsprechend schrittweise weiterentwickeln zu können.

Das heißt für uns, das Tim sofern ich keinen Antrag stelle mit 5 Eingeschult wird.
Was haltet ihr davon?

Vlg Sway

Beitrag von josefine06 15.08.07 - 15:18 Uhr

hallo

also ich finde es nicht gut.
aus dem grund weil man mit 5 noch in den kindergarten kann um da mit gleichaltrigen zu spielen.
ab 6 kann man dann anfangen in der schule zu lehrnen denn dann steht spielen nicht mehr an erster stelle. und kinder spielen sooo gerne. nimm ihnen diese schöne zeit nicht weg.
auserdem ist es kein schönes gefühl der jüngste in der klasse zu sein oder mit zu den jüngsten zu gehören.

meine tochter kommt mit 6 jahren in die schule so wie es "normal"
ist.

grüße von kathleen

ps: bitte nehm es nicht persöhnlich, ist halt meine meinung

Beitrag von sway110283 15.08.07 - 15:29 Uhr

Erstmal #danke für deine Antwort,
und ich nehme es nicht persönlich. Ich muß zugeben wir hatten vor ewigen Zeiten mal darüber gesprochen das wenn Tim schon soweit sein sollte, das wir dann Probieren ihn ein Jahr früher einzuschulen, auf Antrag. Sind dann aber eigentlich erst vor kurzem zu dem Ergebnis gekommen das wir ihn egal was ist, mit sechs einschulen lassen wollen, weil wir es mit 5 Jahren auch viel zu früh finden. Wie du schon sagtest, er wird immer einer der jüngsten sein und dann mit 15 aus der Schule zu kommen, wenn er nicht gerade Studieren sollte #schein, finde ich auch schon recht früh. Denn dann gäbe es wahrscheinlich für ihn Probleme überhaupt eine Arbeit zu finden.
Ich denke mal das wir es dann anders herum machen werden und stellen einen Antrag darauf das er ein Jahr SPÄTER eingeschult wird.
Sway

Beitrag von hanni2350 15.08.07 - 16:32 Uhr

Hallo Sway, ich bin gerade etwas irritieret. Vielleicht habe ich auch einen Denkfehler ( kommt ja mal vor;-) )
Mein Sohn hat am selben Tag wie deiner Geburtstag ( auch im gleichen Jahr geboren)

Wenn unsere Würmer 6 Jahre werden, ist es 2011 und da ist doch der Stichtag dann der 30.September. Dann sind sie doch schon 6 ?
Versteh ich da was nicht?

Ich bin Erzieherin von Beruf und habe damit bis zur Geburt von Joel mit zu tuen gehabt. Diese neue Regelung kannte ich noch gar nicht (habe aber schon so etwas gehört)
Also ich(wir)im Kiga haben es so gehandhabt, dass wir gesagt haben, dass Kannkinder noch ein Jahr bleiben sollen. Weil viele die sozialen Aspekte noch nicht erfüllen konnten , bzw, zu hibbelig waren. Vom Kopf gab es einige, die so weit gewesen wären aber es gibt ja mehrere Anhaltspunkte.
Ich finde es nicht schlecht, wenn Kinder früher eingeschult werden.
Diese Meinung von vielen, im Kindergarten können sie noch spielen ist schon richtig aber heut zu Tage wird auch im Kiga viel mehr getan als NUR spielen.

Ich denke, dass muss ganz individuell vom Kind abhängig gemacht werden.

Mach dich nicht verrückt, bis dahin ist noch etwas Zeit.
Nur ein kleiner Tipp, wenn die Erzieher dir dann raten schule ja oder nein, orientiwere dich daran. Ich ahbe schon viele Kinder in den Brunnen fallen sehen, wo Eltern sagten, ihr kind sei Schulfähig, wir abgeraten haben und nach einem Jahr musste das Kind die Klasse wiederholen. DAS IST NICHT SCHÖN FÜR DAS KIND.

Wäre lieb, wenn du mir meine obige Frage beantworten könntest, damit ich klarer sehe.

LG und Danke
Nadine


Beitrag von sway110283 16.08.07 - 09:29 Uhr

Halo,
also das ist jetzt eine gute Frage #kratz. Ich bin davon ausgegangen das er dann nach der neuen Reform 2010 eingeschult wird. Denn er wäre dann fünf und würde halt 2-3 Wochen nach Schulbeginn sechs werden. Aber so wie du das sagst ist es auch richtig. Hm, da muß ich mich mal weiter erkundigen.
Aber #danke für deine Antwort.
Schönen Tag noch!
Sway

Beitrag von hanni2350 16.08.07 - 11:57 Uhr

Hallo, so wie es bislang war, finde iches nicht schlimm,wenn ein Kind erst nach 2 bis 3 Wochen 6 wird. wenn es mehrere Monate sind, sollte man dem Kind die Chance geben, bzw. individuell entscheiden. Falls du darüber etwas neues weist,. wäre es nett, wenn du mir bescheid sagen könntest. Bin ja doch neugierig.

LG Nadine

Beitrag von sunflower.1976 15.08.07 - 16:52 Uhr

Hallo!

Mein Sohn ist kein Kann-Kind.
Aber selbst wenn...ich würde ihn nicht früher einschulen lassen. Die Kindheit ist so schnell vorbei und ich finde, die Kleinen sollten sie ausgiebig genießen können.
Selbst wenn die Lernfähigkeit und Interesse vorhanden sind...das Sozialverhalten, Konzentrationsfähigkeit usw. müssen es auch sein.
Und das ist bei 5-jährigen nicht unbedingt der Fall.
Meine Mutter und meine beste Freundin sind Grundschullehrerinnen. Sie erzählten beide schon mehrfach von Kann-Kindern, die gescheitert sind, weil sie nicht lang genug halbwegs still sitzen können, sich dauernd ablenken lassen und daher nichts mitbekommen usw. Und bei 27 Kindern in der Klasse gehen die Kleinen schnell unter...
Kinder, die vorgezogen eingeschult werden, sind immer die KLeinsten. Sie sind ja ein ganzes Jahr jünger, als die ältesten regulär eingeschulten Kinder und das macht eine Menge aus. Das kann - wenn´s blöd läuft - auch zu einer Außenseiterrolle führen.

LG Silvia

Beitrag von sonne_1975 15.08.07 - 16:59 Uhr

Diese Schulreform gilt nur für einige Bundesländer, z.B. für NRW.

Bei uns in Hessen bleibt alles wie bisher.

Abgesehen davon ist mein Sohn am 01.05.06 geboren, er ist sowieso ein Muss-Kind.

Gruss. Alla

Beitrag von ersteshuhn 15.08.07 - 18:31 Uhr

Wenn mein Sohn so weiter macht, was lernen und begreifen angeht werde ich ihn mit fünf Jahren einschulen, aber nur dann.

Ich denke es wird noch mehr "Kleine" in der Klasse geben und wenn der Kiga seinen Wissenshunger nicht mehr decken kann ist die Schule für mich die einzige Alternative.

Beitrag von kja1985 15.08.07 - 19:02 Uhr

Ist doch egal, ob das Kind mit fünf oder sechs Jahren eingeschult wird, Hauptsache es ist "schulreif".

Meine Tochter ist ein Kann-Kind und ich werde mich einfach nach den Empfehlungen ihrer Kindergartenerzieherinen richten - ausser ich bin ganz anderer Meinung.

Beitrag von womboing 15.08.07 - 19:27 Uhr

Ich bin selber ein Kann-Kind, Ende Oktober geboren.
Hatte nie ein Problem, außer das ich auf der Abschlußfahrt als Einzige noch nicht volljährig war.
Meinen Sohn werde ich, sofern dann nichts dagegen spricht, auch mir 5 in die Schule geben, er ist allerdings im Februar geboren. Ich denke, nach dann 4,5 Jahren Krippe/KiGa wird es ihm da ohnehin langweilig werden.
Und dafür kann er gerne inseinem späteren Leben z.B. als Student mal ein Jahr verbummeln oder auf Weltreise gehen.

Beitrag von milli08 15.08.07 - 20:19 Uhr

HALLO!

halte gar nichts von der Einschulung mit 5. Vivien wird im nächsten Jahr mit fast 4 für 3 Jahre den Kindergarten besuchen und gut ist.

Wer natürlich wirklich ein Kind hat, welches total unterfordert im Kindergarten ist und mit Zustimmung der Erzieherin, dann würde ich es auch befürworten.

LG
Nadine#blume

Beitrag von lena10 15.08.07 - 21:12 Uhr

Hallo!

Ich möchte mich mal als Grundschullehrerin hier einmischen:

Zum Einen ist die oben genannte Regelung nur für irgendein bestimmtes Bundesland (welches?) gültig, denn das regelt jedes Bundesland anders! Da sollte sich jeder mal genau erkundigen, was für ihn zutrifft.

Zum Anderen finde ich es absolut falsch, hier so allgemeingültige Aussagen zu treffen, wie "Mein Kind soll auf jeden Fall mit 5 eingeschult werden." oder "Meinem Kind gönne ich das eine Jahr." #augen. Alles Blödsinn, denn das kann und sollte man erst dann entscheiden, wenn es soweit ist!
Es kann für ein Kind zur Qual werden, wenn es von überehrgeizigen Eltern früher eingeschult wird, obwohl es nicht "reif" dafür war, genauso schlimm kann es aber sein, ein wirklich "schulreifes" Kind auf Biegen und Brechen ein zusätzliches Jahr im Kindergarten zu lassen, wo es evtl. völlig unterfordert ist. Es hängt absolut vom Kind ab und kann überhaupt nicht verallgemeinert werden!
Außerdem sollte man nicht außer Acht lassen, dass die meisten europäischen Länder mit 5 Jahren einschulen, so dass die deutschen, spät eingeschulten Kinder im internationalen Vergleich durchaus einmal Nachteile haben können (sofern sie Berufe ergreifen, für die dies von Bedeutung ist).

Und noch eins: Ich würde mich auch nicht unbedingt alleine auf die Meinung der Kindergärten verlassen (ohne hier jemandem zu nahe treten zu wollen), denn ich habe es schon häufig erlebt, dass Eltern abgeraten wurde, ein definitiv schulreifes Kind einzuschulen, da (wie man intern erfahren konnte) der Kindergarten seine Zahlen auf diese Weise halten wollte/musste...

LG Lena