Frage zu Beleghebamme und Geburtsplanung

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Beitrag von meggie39 15.08.07 - 17:07 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich habe schon vor einigen Wochen eine Beleghebamme kontaktiert, die mich bei der Geburt begleiten soll. Jetzt hat sie mir einen Vertrag zur Unterschrift geschickt, in dem allerdings nicht viel drin steht, außer dass ich ihre Dienste in Anspruch nehme und wie vereinbart eine Rufbereitschaftspauschale von 150,- Euro zahle. Soweit alles okay.

Nun habe ich mir mittlerweile überlegt, dass ich für den - erstmal hypothetischen - Fall, dass ich einen geplanten Kaiserschnitt haben sollte (falls das Kind in BEL liegt o.ä.) in einem anderen KKH entbinden will, in dem meine Hebamme als Beleghebamme nicht zugelassen ist. Ich denke mir, dass ich dann trotzdem die Rufbereitschaftspauschale zahlen müsste, weil sich das ja erst relativ kurz vor ET herausstellen wird. Aber würde ich damit sonst irgendwie vertragsbrüchig werden?

Ich traue mich nicht so ganz, die Hebi darauf anzusprechen, weil ich Angst habe, dass sie dann ganz abspringt, und sie ist die einzige Beleghebamme, die für mich hier überhaupt infrage kommt.

Hat jemand Erfahrung mit so einer Situation?

#danke und viele Grüße
Meggie mit Paula (*16.07.2006) und #ei Babygirl 30. SSW

Beitrag von anyca 15.08.07 - 17:08 Uhr

Das ist doch ne total berechtigte Frage. Frag sie einfach, was bei BEL o.ä. passiert.

Beitrag von meggie39 15.08.07 - 17:13 Uhr

Hab ich schon. Sie meinte, sie würde dann auch bei einer KS-Entbindung dabei sein. Es ist ja aber nun so, dass ich in diesem Fall in ein anderes KKH will, in das sie gar nicht mit kann. Das habe ich ihr noch nicht gesagt.

Danke für deine Antwort!

Meggie mit Paula (*16.07.2006) und #ei Babygirl 30. SSW

Beitrag von jhn 15.08.07 - 17:17 Uhr

Hallo Meggie!

Also deine Hebamme darf überall mitkommen! In jedes Krankenhaus! Es ist schließlich deine Entscheidung wen du zur Geburt mitnimmst! Sie wird dir auch bei einem Kaiserschnitt beistehen und das Baby mit der Diensthabenden Hebamme in Empfang nehmen. Genau wie dein Mann das auch darf!
Aber das wird schon werden..... BEL wäre doch eigentlich kein Grund für einen Kaiserschnitt, du hast ja schon ein Kind! Aber das muss jeder selber wissen!

Eine schöne Geburt wünsche ich dir!

Beitrag von momo_nrw 15.08.07 - 21:38 Uhr

Das stimmt so nicht.. Hebammen haben Verträge mit den jeweiligen KHs...

Momo + Leandra Sophie (ET+6) #huepf

Beitrag von jhn 15.08.07 - 21:47 Uhr

in dem sie entbinden dürfen, hab auch nie was anderes behauptet! meine hebi ist 2 mal mit hir in ein anderes krankenhaus gegangen weil ich vorzeitige wehen hatte und es beide male so aussah als wenn unser sohn eher käme....
sie hätte mich in jedes krankehaus begleitet, aber entbinden darf sie nur in "ihrem" krankenhaus. so hab ichs auch geschrieben....

Beitrag von momo_nrw 15.08.07 - 21:51 Uhr

Warum soll sie dann mitkommen? #kratz

Momo + Leandra Sophie (ET+6) #huepf

Beitrag von jhn 16.08.07 - 13:36 Uhr

als reine unterstützung.....
schließlich wollte man sie ja dabei haben wen man schon eine beleggeburt plant!
also ich hab mich gut aufgehoben gefühlt mit ihr und es war eine freundschaftliche beziehnug zwischen uns!
sie konnte mir zb. sachen erklären die man in dem moment nicht nachgefragt hat oder hat einem in diesem moment vertreten weil sie genau wusste was man wollte und was nicht!
also unser nächstes kind kommt wieder mit meiner hebamme zur welt, das steht fest! wo und wie auch immer (am liebsten zu hause!)

lg

jhn

Beitrag von nadja172 16.08.07 - 13:01 Uhr

Hallo

ich hatte auch eine Beleghebamme aber ich musste nix unterschreiben und auch nix zahlen.
Meine Hebi hat das alles mit der Krankenkasse geregelt.

Pass auf, dass das keine Abzocke wird. Wenn in deinem Vertrag im sogenannten Kleingedruckten nichts anderes steht, musst du diese Gebühr nicht zahlen, wenn du in ein anderes KH gehst. Die Gebühr wird nur fällig, wenn du deine Hebi rufst und sie mit dir ins KH fährt und dich entbindet. Wenn du in ein anderes KH gehst, fällt die Gebühr auch nicht an.

Hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen. Würde mich aber an deiner Stelle trotzdem mal bei der Krankenkasse erkundigen, ob diese Rufbereitschaftspauschale zahlen musst bzw. ob die Hebi das überhaupt verlangen darf.

LG Nadja

Beitrag von karbolmaeuschen 17.08.07 - 23:59 Uhr

Liebe Nadja!

Dass Du nichts bezahlen mußtest, ist die Ausnahme!

Wenn eine Hausgeburt, eine Beleggeburt oder eine Geburt im Geburtshaus geplant ist, muss eine Gebühr für die Zeit bezahlt werden, in der die Hebamme sich für die Frau auf Abruf in Bereitschaft hält. Diese Bereitschaft kann individuell geregelt werden. In der Regel sind es drei Wochen vor und zwei Wochen nach der Geburt.
Da diese "Wartezeit" nicht von den Krankenkassen bezahlt wird, muß die Schwangere selbst dafür aufkommen. Die Hebamme kann sich in der Bereitschaftszeit halt nicht länger als 1/2 Autostunde vom Entbindungsort entfernt aufhalten.

Habe da was gefunden:
>>...Der Grundsatz der Gleichbehandlung muss hier zur Anwendung kommen, wenn Krankenhäuser im Rahmen der DRG - Regelung ihre Betriebskosten für eine ambulante Geburt zur Deckung bringen können, einem Geburtshaus oder einer anderen von Hebammen geleiteten Einrichtung jedoch keine Betriebskosten zugestanden werden.<<

>>Auch im Hinblick auf die Wahlfreiheit von Frauen bezüglich des Ortes, an dem sie ihr Kind zur Welt bringen möchten, ist es angezeigt, die Geburtshilfe für von Hebammen geleitete Einrichtungen leistungs- und vertragsrechtlich abzusichern. <<

>>Eine gesetzliche Grundlage für Hebammen gibt es bisher nur in der Reichsversicherungsordnung von 1911. <<

http://dip.bundestag.de/btd/16/021/1602118.pdf



<<Pass auf, dass das keine Abzocke wird. Wenn in deinem Vertrag im sogenannten Kleingedruckten nichts anderes steht, musst du diese Gebühr nicht zahlen, wenn du in ein anderes KH gehst.>>
Das ist so erstmal richtig, jedoch muß sie vor Beginn der Bereitschaft (also vor der 39. Woche) absagen, da sonst anteilige Gebühren fällig werden könnten.

<<Würde mich aber an deiner Stelle trotzdem mal bei der Krankenkasse erkundigen, ob diese Rufbereitschaftspauschale zahlen musst bzw. ob die Hebi das überhaupt verlangen darf. >>

Ja, darf sie, da die kosten nicht durch die Krankenkasse oder einen anderen Träger übernommen werden.

Gruß Silke
exam. Krankenschwester

Beitrag von karbolmaeuschen 18.08.07 - 00:03 Uhr

Liebe Meggie!

>>Ich denke mir, dass ich dann trotzdem die Rufbereitschaftspauschale zahlen müsste, weil sich das ja erst relativ kurz vor ET herausstellen wird. Aber würde ich damit sonst irgendwie vertragsbrüchig werden?<<

Nein, mußt Du nicht, jedoch mußt Du vor Beginn der Bereitschaft (also vor der 39. Woche, oder falls vertraglich anders geregelt, früher) absagen, da sonst anteilige Gebühren fällig werden könnten.

Gruß Silke
exam. Krankenschwester