Brauche Gedankenhilfe... Behinderter Mann will Sorgerecht für Baby...

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von laurafee 15.08.07 - 17:39 Uhr

Hallo,
ist ein bisschen blöd, das hier alles zu erzählen, aber ich möchte mir auch mal andere Meinungen anhören...

Unser bester Freund (30 Jahre alt) hat vor vier Jahren einen schweren Autounfall als Beifahrer gehabt und sitzt seit dem im Rollstuhl. Nur um es nebenbei zu erwähnen, er hat sehr viel Schmerzensgeld bekommen und braucht in seinem Leben nicht mehr arbeiten zu gehen... (Geld soll ja ne wichtige Rolle spielen, wenn es um Kinder geht...)

Jetzt ist er letztes Jahr im Oktober mit einer Frau (32 Jahre alt) zusammen gekommen, die ein 11 Jähriges Mädchen hat und auch logischerweise alleinerziehend ist. Sie sind zusammengezogen und haben sich kurz nach Weihnachten wieder getrennt, weil sie nur noch alleine unterwegs war, tief in der Nacht nach Hause gekommen ist, eine Fresse am Leibe hatte wie sie seines gleichen sucht und und und... Die Tochter von ihr blieb so lange sie unterwegs war bei unserem besten Freund.

Wie geschrieben, nun haben sie sich ja kurz nach Weihnachten getrennt und sind im Februar wieder zusammen gekommen. Nun sind sie seit zwei Wochen wieder auseinander, aber es hat sich viel getan in den paar Monaten...

Er musste den Kontakt zu allen Personen seiner Seite abbrechen, auch den Kontakt zu seinen Eltern und Verwandten und zu uns. Er durfte kein Telefon haben und musste seine Wohnung aufgeben und zu ihr und ihrer Mutter ziehen. Das war vorraussetzung dafür, dass sie es wieder versuchen...

Freitags hat er ihr ein neues Auto gekauft, Samstags wurde es auf ihren Namen angemeldet (ging nicht auf seinen Namen, weil auf seinen Namen bereits ein Auto läuft und er wegen der Behinderung nur ein Auto führen darf), und Sonntags hat sie sich von ihm getrennt...

Sie hatten vor ein Haus zu bauen, Grundstück wurde nun schon bar gekauft und läuft auf beide Personen. Geheiratet sollte im September werden und sie ist nun schon seit 5 Monaten schwanger. Sie möchte gerne, dass er Unterhalt für sie und das Kind bezahlt. Sie möchte aber, dass nur er das Kind sieht, wenn sie es möchte, dass seine Eltern und Freunde das Kind niemals zu Gesicht bekommen.

Jetzt hat er rausgefunden, dass sie ein sehr leichtes Mädchen ist um das mal nett auszudrücken. Er hat Unterlagen von einem Bordell gefunden, in dem sie wohl anfangen wollte, bevor die zwei wieder zusammen gekommen sind und sie ist wegen ihrer Depressionen in Behandlung bei mehreren Ärzten und hat eine Kur nach einer Woche abgebrochen. Die 11 jährige Tochter soll sich benehmen wie der letzte Dreck, kein Benehmen, keine Erziehung, ne Null in der Schule, aber überall den Mund mit dazwischen haben obwohl sie keinerlei Ahnung hat und deshalb eckt sie überall an. Sie sind von der Sozialhilfe abhängig (soll nichts schlechtes heißen...) und können sich nun laut ihrer Aussage keine Wohnung leisten und auch kein Essen usw... Deshalb bleiben sie wohl noch bei der Mutter von ihr wohnen, wobei diese auch von der Sozialhilfe abhängig ist.

Nun hat er erstens Angst, er darf das Kind nie sehen, weil sie das nicht möchte und er hat Angst, das Kind wächst in nicht sozialen Bedingungen auf, wenn es denn dann mal geboren ist im Januar.

Nun überlegt er, ob er nicht das Sorgerecht für sich beantragen soll, weiß aber nicht, ob das so gut fürs Kind ist, da ja jedes Kind auch eine Mama braucht. Aber ist sie denn eine gute Mutter in dem Fall?

Ich kenne sie nicht wirklich. Wir ecken auf jeden Fall immer aneinander, da sie so ziemlich immer alles besser weiß und ich der Meinung bin, sie wollte und will unseren Freund ausnehmen. Das mit dem ausnehmen bezieht sich darauf, dass sie von ihm 10.000 Euro haben möchte, sonst unterschreibt sie ihm nicht, dass das Grundstück von ihm ist, obwohl er das von seinem Geld bezahlt hat und sie sagte, er müsse nun 3 Jahre für sie und für das Kind ja sowieso bis dass das Kind aus der Lehre ist, bezahlen.

Mittlerweile haben wir aber durch unseren Rechtsanwalt rausgefunden, dass er allerhöchstens ein halbes Jahr für sie bezahlen müsse, da sie nicht arbeiten war, als sie schwanger wurde. Anders würde es aussehen, wenn sie arbeiten gegangen wäre.

Hätte er mit seiner Behinderung überhaupt ein Recht auf das Kind? Er würde sich dann eine Haushaltshilfe zulegen die ihm regelmässig unter die Arme greift, obwohl er das jetzt auch ganz gut alleine hinbekommt.

Bitte steinigt mich nicht, ich möchte nur mal eure Meinung wissen.

Ich habe selber zwei Kinder und mir bricht das Herz, wenn ich daran denke, dass jemand einem Kind die Mutter weg nimmt. Aber ich bin mir nun auch nicht so sicher, ob es so gut wäre, wenn das Kind bei dieser Frau aufwächst. Vor allem, nachdem man sieht, wie sich die Tochter der Frau mit 11 jahren schon entwickelt hat.

Die Verhältnisse, die diese Frau hat (Freunde, Familie usw.) sind wohl mit asozialen Verhältnissen gleich zu setzen. Ist das ein geeignetes Umfeld für ein Kind?

Für ehrliche Antworten und vor allem sachliche und nicht beleidigende Antworten wäre ich sehr dankbar.

Sonnige Grüße

laurafee

Beitrag von ca2005 15.08.07 - 19:20 Uhr

Hallo,
Dreh mal den SV hypothetisch um und wir sagen dass der Vater wäre kein guter Umgang und die Mutter sitzt im Rollstuhl. Dann würdest du sicherlich keine Sekunde daran zweifeln ob sie "ein Recht auf IHR Kind hat"...
Lg CA

Beitrag von juliafranziska 15.08.07 - 19:42 Uhr

Hallo,

"Mittlerweile haben wir aber durch unseren Rechtsanwalt rausgefunden, dass er allerhöchstens ein halbes Jahr für sie bezahlen müsse, da sie nicht arbeiten war, als sie schwanger wurde. Anders würde es aussehen, wenn sie arbeiten gegangen wäre."
>>> Das ist nicht richtig. Die unverheiratete Mutter hat einen Anspruch auf Betreuungsunterhalt bis zum 3. Lebensjahr des Kindes, wenn sie aufgrund der Betreuung nicht arbeiten gehen kann (oder möchte - bis zum 3. Lebensjahr könnte sie noch nicht einmal das JobCenter/ARGE zwingen.

Sollte sie im Moment Alg II beziehen, geht der Unterhaltsanspruch auf die ARGE über und die holen sich vom Kindsvater jeden Cent, gegebenenfalls bis zum 3. Lebensjahr, zurück.

Siehe hier:
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1615l.html

Der Anwalt ist ganz offensichtlich kein Meister seines Faches, bzw kennt das BGB nicht besonders gut.
Ich würde mir gut überlegen, ob es nicht ratsam wäre, sich im weiteren Verlauf dieser diffizilen Angelenheit nicht besser wäre, einen anderen Anwalt zu nehmen.

In diesem Sinne,
juliafranziska

Beitrag von lollorosso71 15.08.07 - 22:02 Uhr

1. hat ein unverheirateter vater nicht die geringste chance, ohne einverständis der mutter das sorgerecht zu bekommen. er kann ihr das jugendamt vorbeischicken, aber selbst wenn sie ihr die kinder wegnehmen sollten würde das kind vermutlich eher in eine pflegefamilie kommen als zu einem vater im rollstuhl - sorry. nicht meine meinung, ist einfach so.

2. natürlich muss er ihr 3 jahre lang unterhalt zahlen, ob sie vorher gearbeitet hat oder nicht. die höhe allerdings richtet sich nach ihrem verdienst, den sie vorher hatte; mehr würde er ihr nicht zahlen müssen, selbst wenn er es von seinem verdienst her könnte. da das aber nur für super-großverdiener der fall ist, ist das hier eher nicht relevant.

was er rechtlich tun kann, ist sein umgangsrecht so weit wie möglich auszuüben. mehr ist nicht. aber umgangsrecht hat er auf jeden fall, da kann sie sich quer stellen, wie sie lustig ist und wenn er das kind im rahmen seines umgangsrechtes bei sich hat, kann er es auch zu seinen eltern, nachbarn und freunden bringen, wie es ihm spass macht, da hat sie überhaupt kein recht, ihm irgendetwas vorzuschreiben.

gruß, lollo

Beitrag von accent 15.08.07 - 22:56 Uhr

Ist es überhaupt sein Kind? Das würde ich erst mal klären.
Linda

Beitrag von naddikiel79 16.08.07 - 08:37 Uhr

Hallo!
Ich habe noch nie soetwas geschmackloses gehört wie Deine Geschichte! Dabei weiss ich leider nicht ob Dein bester Freund mir Leid tun soll oder nicht. Habt Ihr ihm mal versucht die Augen zu öffnen?
Egal was ist, sie kann ihm auf GARKEINEN FALL das Kind entziehen, denn es gibt das sogenannte Kindschaftsrecht welches besagt, dass das Kind ein Anrecht auf Umgang mit dem Vater hat.
Naja, und das er 3 j. Unterhalt für diese Hexe zahlen muss stimmt leider auch! Danach wird das Einkommen berechnet.
Ich weiss es so genau da ich selber "Unterhalt" von meinem Ex-Freund erhalten "muss".
Und ich habe immer gearbeitet und wir wohnten nicht zusammen. Er hat versucht dagegen anzugehen da ich arbeitssuchend bin und dies auch nachweisen kann. Es haperte aber bisher an der Betreuungsunterkunft meines Sohnes (20Mon.) und trotzdem muss er bis zur Vollendung des 3. Geburtstages unseres Sohnes zahlen.
Aber die gute Frau (oder nennen wir sie einfach mal Hexe) hat scheinbar schon alles bis ins kleinste Detail durchdacht und sich wohl ganz gut abgesichert. Was sie nur dabei vergisst: SIE hat nichts von dem Geld, denn wenn sie ALGII erhält dann wird es ihr angerechnet und er zahlt es nciht direkt an sie sondern ans Amt, Welches es als Einkommen anrechnet. Es kommt Plus minus null dabei raus.
LG
Nadine

Beitrag von naddikiel79 16.08.07 - 08:49 Uhr

hallo nochmal!
Warum sollte Dich hier jemand steinigen???
Ich finde es klasse wenn man Freunde hat die sich um einen kümmern und um das Wohl besorgt ist!
Dein bester Freund kann sich glücklich schätzen!
Wenn er nachweisen kann das sein ungeborenes Kind definitiv in assozialen Verhältnissen aufwächst hat er gute Chancen. Ich würde an seiner Stelle zum Jugendamt Kontakt aufnehmen und dies besprechen.
Sicher ist es kein einfacher Weg, aber wenn er Nachweise dafür erbringne kann das das Kindeswohl gefährdet ist werden die Behörden eingreifen.
Das Amt MUSS jedem Verdacht nachgehen.
Euch viel Glück!

Beitrag von scullyagent 16.08.07 - 12:42 Uhr

Wenn er nachweisen kann das sein ungeborenes Kind definitiv in assozialen Verhältnissen aufwächst hat er gute Chancen.

Leider ist dem nicht so. Schon allein , das der Nachweis der Kindeswohlschädigung äußerst schwerfallen wir, ist auch in diesem Fall ein unverheirateter Vater so gut wie chancenlos das Sorgerecht zu bekommen. Und das selbst wenn er gesund wäre. Einem behinderten Vater werden noch mehr Steine in den Weg gelegt.

Mal abgesehen davon habe ich schon beim lesen des Ursprungtextes gewisse Zweifel an der Vaterschaft. Ich will nicht indiskret sein, aber ist es nicht so, das sich bei Querschnittslähmung nicht viel tut unterhalb der Gürtellinie??

Ich würde einen versierten Fachanwalt für Familienrecht beauftragen, einen Vaterschaftstest einfordern und wenn dieser positiv ausfällt einen Dedektiv beauftragen um Belastungsmaterial gegen die KM zu finden.

Aber dennoch sind die Chancen auf Erfolg beinahe bei Null.

Scully

Beitrag von laurafee 16.08.07 - 14:26 Uhr

Hallo,
ich glaub, ich muss hier mal was klar stellen #kratz

Er ist nicht Querschnittsgelähmt, er hat lediglich eine Gehbehinderung, die es ihm ermöglicht, zu Hause auf einer Krücke und auf kurzen Strecken mit der Krücke zu gehen und nur, wenn man z.B. in die Stadt fährt und dort stundenlang zugegen wäre, bräuchte er einen Rollstuhl. Sorry, hab mich wohl nicht richtig ausgedrückt.

Und ja, es ist definitiv sein Kind, da es in einer Kinderwunschklinik mit seinem Sperma gezeugt wurde, da hat er Unterlagen drüber.

LG Susanne

P.S. Vielen Dank schon mal für diese Gedankenanregungen. Ich denke, er sollte nochmal genau überlegen was er möchte und dies sollte er dann vielleicht mal mit zwei unabhängige Rechtsanwälte besprechen um zwei Meinungen zu hören. In erster Linie zählt aber wohl das, was er möchte. Möchte er das Kind nicht bei sich haben weil er es sich nicht zutraut, könnte er wenigstens dafür Sorgen, dass es in geregelten Verhältnissen aufwächst.

Übrigens fand ich den ersten Kommentag ganz passend. Was ist, wenn der Vater asi wäre und die Mutter säße im Rollstuhl? Niemand würde auch nur einen Gedanken daran verschwenden, ob es dem Kind bei der Mutter gut gehe... Sch... Gesetze würd ich sagen... Aber nachher, wenn alles zu spät ist und das Kind beispielsweise eine sehr asi Kindheit oder noch schlimmer, auch auf den Strich gehen muss, weil Mama sich sonst nix leisten kann, dann schreien alle: Och, das arme Kind, konnte man da nicht früher was machen??? Gab es doch schon oft, oder? Und jedesmal waren die Eltern psychisch krank, oder????

Ja ja... was solls, wir müssen uns ja den Gesetzen fügen...

Beitrag von scullyagent 17.08.07 - 13:36 Uhr

Ich frage mich gerade, ob ich Deinen Bekannten nicht kenne??
Sind die Initialen G.S.????

Scully

Beitrag von manavgat 17.08.07 - 13:11 Uhr

Deine Ausführungen haben mehrere Fehler, auch inhaltliche.

1. Geht es Dich nichts an.

2. Frauen wie Männer in Beziehungskrisen fabulieren viel - und viele stimmt (so) nicht.

3. Wenn sie das alleinige Sorgerecht hat, dann ist er chancenlos. Besuchsrecht hat er auf jeden Fall

4. Sie hat vollen Unterhaltsanspruch gegen ihn, ob sie vorher gearbeitet hat oder nicht.

5. Prostitution ist mittlerweile als Beruf anerkannt (was ich nicht befürworte,btw) insofern schließt das ihre Mutterqualitäten nicht aus. Hierfür ist es auch egal, wie oft und mit wem die KM Sex hat.

Gruß

Manavgat