Seit 5 Tagen am Relaktieren! Tiefpunkt! Was würdet ihr machen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von njenny2011 15.08.07 - 18:31 Uhr

Hi,

ich bin seit 5 Tagen am Relaktieren. Ich hab im KKH schon mit Tabletten abgestillt und mich vor fünf Tagen wieder umentschieden. Meine Kleine ist jetzt erst 15 Tage alt. Anlegen kommt für mich nicht in Frage, da ich mich dabei nicht wohl fühle. Nun pumpe ich seit 5 Tagen im 2 STunden Rythmus jeweils ne halbe Stunde. Nun merke ich aber, wie sich alles nur noch darum dreht. Meine KLeine läuft nebenher (ich pumpe wenn sie schläft) und mein Großer (2,5 Jaher) muss sich ständig selbst beschäftigen, weil ich in der Zeit in der die Kleine schläft pumpe. Ich hab mir vor zwei Tagen bei Ebay eine Doppelpumpe bestellt. die ist aber noch nicht da. Noch kommt keine Milch und meine Motivation lässt nach. Was meint ihr? Aufgeben und die Zeit meinen Kindern widmen, oder warten bis die andere Pumpe kommt und weiter machen?
Wer hat schonmal eine Relaktation gemacht?

LG
Jenny

Beitrag von zwieback1983 15.08.07 - 19:31 Uhr

schau mal hier
http://www.stillen-und-tragen.de/forum/index.php?f=2&sid=95bb36d9a0b10dcff1d2ef5c3f69d1db

da sind ein paar dabei die relaktiert haben

Beitrag von njenny2011 15.08.07 - 19:46 Uhr

Hi,

ich danke dir. Ich hab mich eben mit meinem Sohn hingesetzt und gefragt was ich machen soll. er sagte ganz klar "mama nich pumpen, mama lego bauen". Somit ist das Thema für mich durch. Ich habe die letzten 5 Tage nicht einmal mit meinem Sohn gespielt und das wird mir jetzt klar. Muttermilch ist das Beste, aber nicht um jeden Preis. Ich muss an meine ganze Familie denken und nicht nur an das Baby. Ein Versuch war es wert, aber es passte nicht zu unserer Familie.

LG
Jenny

Beitrag von kuhlie 16.08.07 - 02:44 Uhr

"Ich muss an meine ganze Familie denken und nicht nur an das Baby."

Echt traurig!!! Erst wolltest du nicht und jetzt wundern, dass es nicht klappt!!!

Ich würde NIE im Leben meiner Kleinen die Brust verwehren, außer ich wäre krank und müsste Medikamente nehmen!

Das Stillen ist so eine tolle Erfahrung für Mutter und Baby und schweißt beide ganz eng zusammen...

"Ein Versuch war es wert, aber es passte nicht zu unserer Familie."
Was ist das denn für eine Einstellung??? Das Wichtigste sollte IMMER das Baby sein!!!

Beitrag von njenny2011 16.08.07 - 11:07 Uhr

Und meinen Sohn darüber hinaus vergessen? Ich hoffe, dass du kein zweites Kind bekommst, denn dein Erstes wäre dann arm dran!

Sehr schlechter Beitrag von dir und sehr unreif!

Beitrag von kuhlie 16.08.07 - 11:20 Uhr

"Ich hoffe, dass du kein zweites Kind bekommst, denn dein Erstes wäre dann arm dran! "

Pass lieber auf du sagst!
Von wegen unreif!!! Fass dir lieber an deine eigene Nase- "ich will nicht stillen, jetzt doch, aber nee, lieber nicht, ist doch blöd, mein armer Sohn!"

Ich werd meine Kinder immer sofort nach der Geburt stillen, da muss ich nicht die Schlafzeit des Babys nutzen, um Milch abzupumpen...

Beitrag von njenny2011 16.08.07 - 11:53 Uhr

Es soll nicht böse gemeint sein, aber vielleicht wirst du deine Meinung etwas ändern müssen, wenn ein zweites Kind kommt, denn dein erstes Kind wird auch immer dein "baby" bleiben und genauso wichtig sein wie das neue Baby. Und das nicht im Bezug aufs Stillen. Den Bockmist hab ich gebaut, darunter leidet aber beim Pumpen nur mein Sohn.
Aber lassen wir es gut sein. Du hast eine steinharte Meinung, die ich nicht ändern kann und auch nicht will.

LG
Jenny

Beitrag von glasregen 15.08.07 - 19:46 Uhr

Hallo Jenny,

warum wolltest du erst nicht stillen, jetzt doch, aber Anlegen magst du auch nicht?

Vielleicht stehst du auch zu sehr unter Druck deswegen?

Ich denke aber, dass das Anlegen das Beste wäre, weil dadurch der Milchspendereflex besser ausgelöst wird als von einer Pumpe.

Hast du denn eine Hebamme die dir dabei zur Seite steht? So alleine stell ich mir das auch ziemlich schwierig vor.

Du kannst dich ja auch von einer Stillberaterin beraten lassen.

liebe Grüsse und viel Glück

Nici + Liara Jolin (12 Wochen) + Domi (5)

Beitrag von njenny2011 15.08.07 - 20:02 Uhr

HI,

habe sowohl Stillberaterin, als auch eine Hebamme, die mich unterstützt haben. Mein Hin und Her und das nicht anlegen wollen, rührt von meiner Vorgeschichte mit meinem Großen her. Ich hatte damals extreme Schwierigkeiten und wollte mein Kind nur noch "loswerden". ICh habe Monate gebraucht, diesen Knacks wieder hin zu kriegen und mein Kind anzunehmen. Aber nun hab ich mich gegen alles entschieden und werde nun auch nicht mehr abpumpen. Meiner Maus geht es mit ihrer Flasche so gut und mein Großer soll nicht weiter zu kurz kommen wegen dem Pumpen. Die Zeit, die Lotta schläft und ich nun nicht mehr pumpe, gehört nun ganz ihm. Ich merke, wie sehr ich das die letzten 5 Tage vermisst habe.
Stillen ist das Beste, aber nicht um jeden Preis und nicht für uns!

LG
Jenny

Beitrag von raleigh 16.08.07 - 00:03 Uhr

Naja, ein bisschen nörgeln muss ich aber doch: Du bist extrem sprunghaft in deinen Entscheidungen. Zack, abstillen, zack, relaktieren, klappt nach 5 Tagen nicht, zack aufgeben.

Deine Entscheidung ist nachvollziehbar, denn Relaktieren ist anstrengend, zeitaufwendig und dauert wesentlich länger als der Aufbau einer normalen Stillbeziehung (und selbst normale Stillbeziehungen sind ja oft schon eine Herausforderung).

Beitrag von njenny2011 16.08.07 - 11:03 Uhr

Nörgeln muss hier keiner, denn euch betrifft es ja nicht. Und die Enstcheidung Anfangs im KKH abzustillen hab ich ja nicht aus einer Laune heraus getan. Wie schon ansatzweise erzählt, habe ich einen schwierigen Anfang mit meinem Sohn vor 2,5 Jahren gehabt. Wenn man mal den Gedanken hat, sein eigenes Kind irgendwo auszusetzen, weil man gar nicht mehr klarkommt mit der Situation (Stillen), dann finde ich es nicht "zack" entschieden nicht zu Stillen beim Zweiten. Fürs Relaktieren entschied ich mich, weil ich nach 7 Tagen merkte, dass ich ein schlechtes Gewissen wegen dem Nicht-Stillen hatte. Und das kommt leider auch von der Gesellschaft her, die immer doof frägt "wie? du stillst nicht? warum?" Dass ich nun nach 5 Tagen aufgegeben habe, liegt nicht an meinem Durchhaltevermögen, sondern daran, dass ich noch einen 2,5 jährigen Sohn habe. Der braucht gerade jetzt, wo ein Geschwisterchen dazu gekommen ist, mehr Aufmerksamkeit. Ich kann mich um Gottes Willen nicht verreissen. Ich hab es versucht und mein Sohn hat die letzten 5 Tage nicht mal 10 Minuten mit mir gehabt. Das ist es mir nicht wert. Ich hab es versucht und es hat nicht so funktioniert. Und glaub mir: mal so "zack" entschieden habe ich nichts von allem. Viele Tränen hat es mich gekostet. Zum Glück hab ich ein tolles Umfeld, das mir jetzt nicht solche Vorwürfe macht oder nörgelt, nur weil ich mich Anfangs bei diesem Kind falsch entschieden habe und ein Zurück nicht funktioniert hat. Schade, dass von einigen von euch nicht ein wenig Verständnis kommt. Ich bräuchte nun eher Zuspruch, als ein weiteres schlechtes Gewissen eingeredet zu bekommen. Gut, dass du so perfekt bist!

LG
Jenny

Beitrag von svenjessi 16.08.07 - 11:24 Uhr

lass die ganzen supermamis hier mal reden! ich finde du hast das richtig gemacht wenn du für euch ALLE den richtigen weg gesucht hast.Kopf hoch und kein schlechtes gewissen man kann Kinder auch ohne stillen liebevoll großziehen.



Liebe Grüsse Jessica mit Marie-Cécile

Beitrag von njenny2011 16.08.07 - 11:35 Uhr

Danke Dir! Es tut leider Gottes sehr weh, wenn man solche Beiträge lesen muss und man selbst noch nicht gefestigt genug dafür ist. Ich habe eine tolle Stillbraterin, die mir in meiner Entscheidung sehr geholfen hat. Sie hat selbst zwei Kinder und weiß, dass eine Relaktation in dem Fall sehr schwierig ist und findet meine Entscheidung FÜR uns ALLE toll. Trotzdem bin ich in dem Punkt sehr verletzbar im Moment und werde mir am Besten jede weitere schlechte Meinung zu meinem Thread nicht durchlesen, denn mein Selbstwertgefühl sinkt momentan auf null.
Muss mich wohl diesem Forum in nächster Zeit fern halten.
Aber ich danke dir, dass du mir etwas Zuspruch gibst, das brauch ich momentan ganz viel. Werde mich nochmals mit meiner Hebamme in Verbindung setzen, denn ich möchte nicht wieder in solch eine Depression hineinschlittern wie damals bei meinem Sohn.

LG
JEnny