bin total traurig und verwirrt (achtung laaang)

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von faultier79 15.08.07 - 19:53 Uhr

hallo.

muss jetzt auch mal meine sorgen loswerden. hatte bis her eine unkomplizierte und schöne schwangerschaft und freue mich riesig auf den kleinen schatz in meinem bauch, der aller voraussicht anfang dezember in meinem arm liegen wird.
vor einer woche hatte ich das screening auf gestationsdiabetes und siehe da - wert erhöht. 167 obwohl er unter 140 sein sollte. dann das ganze programm... diabetologe, messgerät, ernährungsberatung und und und. am anfang war ich total vor den kopf gestoßen und wußte nicht, warum ich? (blöder gedanke, ich weiß) keiner in meiner familie hat einen diabetes, ich leide nicht an übergewicht (sorry, aber dass korreliert ja meistens) woher kommt das? werte waren soweit ok, deshalb erstmal mit diät. das find ich aber echt schwierig, denn sobald ich früh auch nur ein brötchen mit süßem esse und nen kaffee mit milch trinke sind die werte schon bei 150 und sollen eigentlich unter 120 liegen! tagsüber ist es kein problem. da kann ich mehr kohlenhydrate essen und habe gute werte. aber morgens. und eigentlich esse ich doch immer mein müsli, aber dass geht gar nicht#heul

jetzt gibt es verschiedene leute, die unterschiedliche meinungen haben und das macht mich noch krank. die einen sagen, ist alles gar nicht so schlimm, ich soll nicht übertreiben mit der diät, wenn die werte mal höher sind würde nix passieren und die anderen sind der meinung ich brauche insulin , da der diabetes heute sehr streng eingestellt wird, wegen der komplikationen beim kind... das problem: alles ärzte. Und irgendwie denke ich, keiner weiß so richtig bescheid.
ich habe ja auch kein problem mit diät oder insulin, ich will nur endlich wisse, was richtig ist um meinen kleinen engel zu schützen#schmoll.
aber dieses ewige hin und her, das macht mich völlig fertig und ich bin nur noch traurig, obwohl ich normalerweise so ein glücklicher und lebensfroher mensch bin.

sorry. das ich euch mit diesem langen text nerve, aber dass musste jetzt einfach mal raus...
habe freitag wieder termin bei diabetologen und hoffe dann kommt endlich licht ins dunkel und ich habe klare richtlinien.

fühlt euch alle lieb gedrückt.#liebdrueck

anne mit babyjunge (24+3) im bauch

Beitrag von lenchen25 15.08.07 - 20:14 Uhr

#liebdrueck
hallo,
ich weiß, wie du dich fühlst. ich hatte in meiner ss mit meinem sohn eine präeklampsie. ist zwar völlig anderes gebiet, aber ich denke ich weiß trotzdem, was du durchmachst.
immerzu angst etwas falsch zu machen. immerzu angst, daß dem baby etwas passieren könnte.

in dieser ss hatte ich wieder hohen blutdruck und auch ein wenig eiweiß im urin. ich nehme es diesmal etwas gelassener. und was soll ich sagen, es hat funktioniert. mir geht es insgesamt sehr viel besser, als letzes mal. auch psychisch.

sehr wesentlich ist, das du einen internisten an deiner hand hast, der voll hinter dir steht. der dich gut aufklärt und der dir vor allem das gefühl gibt, daß alles gut wird!!!!!

in deinem fall wird wahrscheinlich versucht den diabetes diätetisch in schach zu halten. ich glaub es ist ungünstiger für die anpassung des babys nach der entbindung, wenn du spritzen müßtest.
laß dich unbedingt gut aufklären. wenn du das gefühl hast, der arzt ist nicht gut genug, dann wechsle ihn.... auch fünf oder sechs mal..... das ist echt ganz wichtig.

liebe grüße lenchen

Beitrag von isa22 16.08.07 - 08:29 Uhr

Hallo faultier,
das was du schreibst deckt sich wirlich genau mit meinen Erfahrungen.
Nachdem meine Werte beim Belastungstest zu hoch waren, hieß es auch erst einmal Ernährungsumstellung.
Habe das auch zwei Wochen durchgezogen mit regelmässigem Blutzuckermessen, leider hat es nicht funktioniert, die Werte waren einfach zu hoch.
Zwischenzeitlich war mein Diabetologe im Urlaub und ich musste zur Vertretung, der hat mir dann allerdings ganz andere Richtwerte genannt und plötzlich sollte ich nicht mehr nach einer Stunde sondern nach zwei Stunden den Blutzucker messen. Ich war auch vollends verunsichert und als ich dann wieder zu meinem Diabetologen ging, war wieder alles ganz anders. Ich habe auch gedacht, dass das ja schon komisch ist, zwei Diabetologen und zwei völlig verschiedene Behandlungsansätze, da fragt man sich doch echt, ob es denn keine einheitliche Regelungen gibt!
Letztendlich bin ich aber froh, dass mein Diabetologe alles etwas strenger handhabt, denn so ist gewährleistet, dass es meinem Zwerg weiterhin gut geht.Bzgl. des Frühstücks kann ich Dir nur raten, von Brötchen auf reines Vollkornbrot umzusteigen und falls du abgepacktes Brot kaufst schau mal auf die Zutatenliste auf der Rückseite, viele enthalten nämlich erschreckenderweise Zucker, Zuckerrohrsirup, Glucose oder ähnliches.
Sei nicht traurig, Gestationsdiabetes ist natürlich nicht toll aber es ist eben heutzutage auch nicht mehr sooo schlimm, es kann behandelt werden,letztendlich vielleicht mit Insulin aber auch das geht (ich muß jetzt seit drei Wochen spritzen).
Ich schliesse mich meiner Vorrednerin an, das allerwichtigste ist, dass Du einen guten sprich sorgfältigen Diabetologen findest,bei dem Du Dich gut aufgehoben fühlst und der sich wirklich gut um Dich kümmert. Ich mußte meinen beispielsweise drei Wochen lang jeden Abend zu Hause anrufen und ihm meine Werte sagen, so haben wir peu a peu meine Insulineinheiten angehoben, bis ich endlich richtig eingestellt war. Das war zwar manchmal etwas nervig, aber letztendlich bin ich ihm sehr dankbar für die Genauigkeit, da ich jetzt endlich wieder mit gutem Gewissen essen kann und mich nicht ständig elend fühle bei dem Gedanken daran, wie es meiner Maus jetzt gehen mag mit all dem Zucker im Blut!
So, ist sehr lang geworden, sorry.
Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du das alles hinkriegst..
Isa