anmerkung zur terminvergabe bei privat versicherten

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Beitrag von lollorosso71 15.08.07 - 22:35 Uhr

bezieht sich auf meinen tread http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=28&tid=1028853

in dem ich nach erfahrung von privat versicherten gefragt hatte, ob die schneller einen termin bekommen, wenn sie ihre private versicherung erwähnen...

fazit aus den antworten ist:
die privat versicherten haben geantwortet, dass sie keinen vorteil haben

die gesetzlich versicherten haben geantwortet, dass sie entweder jede menge privat versicherte kennen, die einen vorteil haben, oder glauben, dass privat versicherte einen vorteil haben.

frage ist jetzt schon, wie das zusammen passt, ob die umfrage repäsentativ war oder ob sich gesetzlich versicherte nicht nur ein falsches bild von privat versicherten machen...


gruß, lollo

Beitrag von klan82 15.08.07 - 22:44 Uhr

Hallo!!

Ich arbeite auch in einer Arztpraxis und muss dazu sagen das die Privatpatienten immer einen Vorteil haben. Wenn bei uns ein Privatpatient anruft und einen Termin möchte, bekommt er ihn auch sofort. Kassenpatienten dagegen müssen bis zu 4 Wochen warten. Mich nervt das ehrlich gesagt tierisch, aber so ist es nun mal.


L.G.

Beitrag von emilymaria 15.08.07 - 23:26 Uhr

Hallo,

ich denke, es ist ein Mischung aus beidem.

Das gesetzlich Versicherte "glauben", dass private jede Menge Vorteile haben, kann ich nachvollziehen, ist aber meines Erachtens nicht ganz so - gibt nämlich Vor- und Nachteile (z.B. Kosten Kur, Vorstreckung der gesamten Ausgaben usw). Außerdem vermute ich, dass diese auch glauben, Beamte zahlen keine Steuern, Privatversicherte kriegen ne Impfung gegen Krebs usw...

Dass diese jede Menge kennen, die privat sind, finde ich irgendwie unlogisch - angeblich können sich das doch nur die Besserverdienenden oder Beamte leisten - schon komisch, dass man davon jede Menge kennt, obwohl man selbst der arme Schlucker ist, der sich gesetzlich versichern muss...

Ich als selbst privatversichert (und zwar nicht unbedingt freiwillig) kenne beide Seiten (s.o.) und ich kenne Ärzte, bei denen man tatsächlich schneller dran kommt, aber bei den meisten kommt man dran, wenn ein Termin frei ist - im Falle meines Augenarztes im November.
Fakt ist aber auch, vielleicht auch da ich meine Rechnungen sehe und damit weiß, wie hoch die Gesundheitskosten sind, gehe ich eigentlich nur zum Arzt, wenn ich krank bin - also akut und da kommt jeder gleich (also am selben Tag) dran - egal ob privat oder nicht und mit oder ohne Termin.

was ich mache - aber das habe ich ebenso in meiner "gesetzlichen Zeit" gemacht - wenn ich einen Termin habe und länger als ne 1/2 Stunde ohne Begründung warten muss, frage ich nach. Bewi meinem Zahnarzt z.b. rufe ich kurz an, obs denn pünktlich wird und gehe ggf. später hin. Aber auch das ist unabhängig von privat oder Kasse.

Ich denke, vieles hängt weniger von Kassenfrage, als von der Organisation der Praxis ab.

Liebe Grüße, Mari

Beitrag von caro1969 16.08.07 - 09:09 Uhr

"Fakt ist aber auch, vielleicht auch da ich meine Rechnungen sehe und damit weiß, wie hoch die Gesundheitskosten sind, gehe ich eigentlich nur zum Arzt, wenn ich krank bin - also akut und da kommt jeder gleich (also am selben Tag) dran - egal ob privat oder nicht und mit oder ohne Termin.!



Da stimme ich Dir total zu, ich gehe auch nur wenn es brennt,
das letzte mal war vor ca.1Jahr (Krebsvorsorge) und meine Rezepte
neee Medikamente hol ich mir Online bei einer Apotheke(um zu sparen)

Auch bei den Kindern wird nicht gleich wegen jeden Schnupfen zum Arzt gerannt.

Nicht das jetzt wieder kommt aber bei den Kindern muß man doch gehen usw.

Ich glaube jede Mami kann einen Schnupfen von einer richtigen Grippe unterscheiden.Das hat aber nix damit zu tun das man die Kinder oder sich selbst vernachlässigt#augen



Dagegen eine nein 2 Bekannte (Harz4) rennen mit dem Kind zum Doc wenn die mal für einen Tag nicht Kacken können.

Ist nicht normal und überflüssig,oder#gruebel


LG Caro



Beitrag von jsteinba 16.08.07 - 10:02 Uhr

"Dass diese jede Menge kennen, die privat sind, finde ich irgendwie unlogisch - angeblich können sich das doch nur die Besserverdienenden oder Beamte leisten - schon komisch, dass man davon jede Menge kennt, obwohl man selbst der arme Schlucker ist, der sich gesetzlich versichern muss...
'"

Es soll auch erstens sogenannte "Besserverdienende" geben, die trotzdem gesetzlich versichert sind. Und zweitens auch "arme Schlucker" die "Besserverdienende" kennen :)

Zu den Terminen. Klar fällt es einem besonders auf, wenn man mal erlebt, dass privat Versicherte einen Termin bekommen oder am Telefon gleich gefragt wird "privat oder gesetzlich". Die anderen Fälle fallen nicht so auf - selektive Wahrnehmung.
Wie ich im letzten Thread aber schon geschrieben habe gibt es auch noch eine Reihe von anderen Ärzten, die da keinen Unterschied machen. In mancher Fachrichtung fällt es allerdings je nach Region schon schwer einen solchen Arzt zu finden - z.B. bei Orthopäde.

Gruß Julia

Beitrag von curleysue1981 16.08.07 - 10:05 Uhr

Hallo!

Habe bis zum Mutterschutz 6 Jahre beim Kinderarzt gearbeitet. Ich finde es nicht ok, wenn Privatpatienten einen Vorteil bekommen. Mein Chef hätte dies manchmal gerne so, da Privatpatienten einfach mehr Ged in die Praxis bringen als Kassenpatienten. Das ist nunmal fakt. Und ohen einen guten großen Stamm an Privatpatienten könnte eine Arztpraxis nicht mehr leben.
Es gibt auch eine große Reihe Patienten, die der Meinung sind, das sie gefälligt bevorzugt behandelt werden müssten, da sie ja Privat versichert sind. Das mag in einigen Bereichen ja auch ok sein, aber in eine Kinderarztpraxis passt es ganz und ga nicht. Was können die Kinder dafür, wie sie versichert sind?? Und krank ist letztlich krank.

Viele Grüße
Kerstin

Beitrag von heffi19 16.08.07 - 18:17 Uhr

Wenn du der Arzt wärst, würdest du es anders machen? Sicher nicht...