Zeitungsartikel: Vornamen können über Zukunft von Kindern entscheiden

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von anyca 16.08.07 - 08:49 Uhr

Wen es interessiert:

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Kurioses-Kinder-Vornamen;art2654,2358327

Beitrag von lany 16.08.07 - 09:10 Uhr

Ja das ist ja das was viele hier immer wieder versuchen deutlich zu machen!!

Beitrag von shawn 16.08.07 - 09:35 Uhr

Hallo zusammen,
das ist doch mal kurz und knackig das Richtige ausgedrückt. Klasse LINK.

LG
Shawn mit #ei 31+6

Beitrag von ximaer 16.08.07 - 09:12 Uhr

Hallo,
ja, das ist tatsächlich so, da muss man sich gar nichts vormachen. Drum: Immer dran denken, ein Kind muss den gewählten Namen sein Leben lang tragen. Nicht nur nach dem Geschmack der Eltern, was gerade witzig und amüsant ist gehen. Sondern eben auch, was zumutbar ist.

Ich kenne ein Geschwisterpärchen - einen Jungen und ein Mädchen - denen gaben die Eltern die Namen Bruce und Lee... Naja, zum Glück müssen sie ja im späteren Leben nicht zusammen auftreten...

Suse

Beitrag von gaeltarra 16.08.07 - 10:11 Uhr

Hi,

ja, den Artikel habe ich gerade in der Zeitung gelesen. Und wenns dann noch Doppelnamen mit Bindestrich sind, die momentan so überaus modern sind... schon alleine die Unterschrift jedes Mal: Chiara-Cheyenne Schaffelhuber etc...

Und, wie eine Userin (Heike) geschrieben hatte: Britney Huber... hört sich irgendwie krass an, finde ich.

Leider ist es so, dass der Mensch unterbewußt auf Namen reagiert. Zum Beispiel Korbinian (es ist nur ein BEISPIEL, um zu verdeutlichen, was ich meine). Hm. In Nieder-/Oberbayern eigentlich ein gebräuchlicher Name. Da würde sich niemand darüber einen Kopf machen. Aber mit was bringt man diesen Namen in Verbindung? Mit "Bauer, tiefstes Kaff, Dumpfbacke". Quatsch, natürlich, aber im Unterbewußtsein.... Oder mein eigener Name "Walburga" (gottseidank ist mein Zweitname mein Rufname). Na? Geht so in Richtung Geierwalli, Bauerntrampel, altbacken. Gut, da wo meine Oma her kommt, gibt es den Namen öfters, aber die kam aus einem bäuerlichen, vor allem tiefchristlichen Ort, deren Äbtissin so hieß nach einer Heiligen benannt. (Ähem, jemand mit Fußballkenntnissen da? DFB-Pokal letzte Woche? Seligenporten....??? Alles klar?).

Dann kommt noch hinzu, wir leben in Deutschland, die meisten in Deutschland geborenen Kinder werden da ihr Leben lang bleiben. Was toll, wenn sie einen ausländischen Namen haben, den keiner aussprechen kann und sich buchstabieren lassen muss. Was hat das Kind davon?

Aber es ist halt mittlerweile modern geworden, möglichst ausgefallene Namen zu geben. Ich finds schade und bei manchen Namen ziemlich kurzsichtig. Nun, anhand der Namen werden wir in 50 Jahren wissen, in welcher Epoche der/diejenige lebte...

Und es ist halt Geschmackssache - die sich aber ändern kann. Meine Schwester hat ihre Kleine "Celin" genannt (ohne das "e" hinten dran, was sie immer extra sagen muss). Letzthin meinte sie zu mir, sie würde diesen Namen nicht mehr nehmen, wenn sie nochmal die Wahl hätte, war eine falsche Entscheidung. Aber vor 7 Jahren grade mal top, so wie Kevin es war.

LG
Gael - deren Schnecke "Franziska" heißt, auch ein alter Name und anscheinds wieder im Kommen - ich kenne mittlerweile im näheren Umkreis zwei weitere Franziskas, die kurz nach Schnecke geboren wurden.

Beitrag von ximaer 16.08.07 - 10:29 Uhr

Hi,
wobei ich sowohl Korbinian als auch Walburga tatsächlich nicht dramatisch finde - aber das kommt eben immer drauf an, wo man wohnt (hier in Berlin würde ich bei Korbinian nicht an "Bauer", "Kaff" oder so denken). Ungewöhnlich - aber ich selbst würde damit zum Beispiel nicht Assoziieren, dass es sich um einen ungebildeten Menschen handelt. Eher im Gegenteil.

Aber wenn man Kevin, Justin, Dustin, Marvin, Marlon und Cindy, Mandy, Cheyenne undundund hört - dann verbindet man damit einfach gewisse Vorstellungen, wenigstens was die Bildung der Eltern angeht. Selbstverständlich in den meisten Fällen vollkommen zu Unrecht! Aber so ist das eben mit den Vorurteilen...

Franziska empfinde ich übrigens als einen sehr schönen Namen! Und die Fotos in Deiner VK sind ja super! SO eine süße Maus habt Ihr, gut gemacht ;-)

Grüße
Suse

Beitrag von gaeltarra 16.08.07 - 11:58 Uhr

Hallo Suse,

Dankeschön!! Find ich jetzt aber nett von dir. #hicks#huepf

Ja, mit Marvin, Justin usw. verbinde ICH z. B. 20jährige Mütter (+/-) mit nicht abgeschlossener oder überhaupt keiner Berufsausbildung bzw. entsprechendem sozialen Hintergrund. Das nächste Kind kommt bestimmt. Was bekomme ich vom Amt...

Bescheuert oder? Stimmt ja so nicht, dürfte jedem klar sein. Aber wenn man in den Zeitungen von den vernachläßigen Kindern liest, fallen da gerade diese Modenamen auf - schwupp, schon ist die - falsche - Verbindung hergestellt.

Was Franziska angeht, na ja, eigentlich sollte Schnecke Katharina heißen (auch so ein alter Name#schein), nur ihre Cousine heißt bereits Kathrin. Irgendwie sind wir dann auf Franziska gekommen#kratz Jetzt heißt Schnecke also Franziska, mit Zweitnamen Catharina (mit C - weil Cousine Nr. 2 mit Zweitnamen Katharina heißt) und als Drittnamen, weils so Tradition ist, Annemarie nach der Oma von meinem Mann. Zweit- und Drittnamen sind ja egal, wie sie lauten. Annemarie ist nicht mein Fall.....

Der Witz: Die Schwester meines Papas kenne ich nur als "Fanny" und ich kannte sie nur als Kind, weil sie im Ausland wohnt. Sagt doch mein Papa, seine Schwester heißt Franziska. Ich #kratz? Welche? Na die Fanny, die heißt eigentlich Franziska....
Witz 2: Eine verstorbene Schwester meiner Mama kannte ich nur als Kärthl. Sagt die Mama, dass die Kärthl eigentlich richtig "Katharina" heißt. ---- Komischer Zufall, oder?

Meiner Schwester gefiel Franziska übrigens überhaupt nicht, sie hat deswegen Quadratsprünge gemacht;-). Sie war entsetzt, dass wir unser Kind so nennen wollen und hat auf mich eingeredet, wir sollten einen anderen Namen wählen. Und das ist es ja, was ich immer sage: Namen sind Geschmackssache - ausschließlich und nur, aber man sollte bei manchem Namen trotzdem überlegen.

LG
Gael - die Walburga oberschlimmschrecklich findet, nur noch getoppt von Apollonia oder Gretchen.....

Beitrag von mausi111980 16.08.07 - 09:47 Uhr

Hallo anya

Der Artikel ist echt mal interessant und ich würde darüber gerne NOCH mehr lesen, aber der ist zu kurz, das interessiert mich jetzt richtig brennent. #danke das du diesen Link hier rein gemacht hast.

Ich heiße Mandy und komme tatsächlich aus den Neuen Bundesländern und habe hier in Bayer, wo ich jetzt seit 4 Jahren wohne, große Probleme einen Job zu finden. Da ja alle meinen Namen mit Ostdeutschland zu verbinden scheinen.

Das schiebt wieder ein das es die LUSTIGE KRANKHEIT KEVINISMUS echt zu geben scheint!!!

http://de.uncyclopedia.org/wiki/Kevinismus

http://stern.de/unterhaltung/buecher/594318.html?eid=594648

http://forum.gofeminin.de/forum/prenoms/__f5928_prenoms-Gehen-diese-Namen-in-die-Kevinismus-Richtung.html






LG Mandy (die lieber AMANDA geheißen hätte *grins*)

Beitrag von juni_juli 16.08.07 - 11:01 Uhr

Aber nur weil Du aus Ostdeutschland kommst ist das doch kein Makel. Echt unverschämt!



Bayern halt... ;--)

Beitrag von robingoodfellow 16.08.07 - 11:40 Uhr

Danke!!

Viele Grüße aus Bayern

Beitrag von juni_juli 16.08.07 - 12:54 Uhr

;-)

Beitrag von alarabiata 16.08.07 - 10:04 Uhr

so ein quatsch!!!!!

meine erfahrungen sind definitiv andere.
ausserdem muss ein kind, nicht sein leben lang damit rumlaufen.
ich habe allen meinen kindern drei namen gegeben, davon mind. einer supernormal!
wenn sie den wollen....können sie ihn nutzen. wo ist das problem?????

LG

bianca

Beitrag von schnuffelschnute 16.08.07 - 10:10 Uhr

Wenn ein Kind nur einen Namen hat, kann es den eben nicht einfach gegen einen anderen eintauschen.

Eine Cheyenne wird nicht ohne großen Aufwand eine Maria und ein Anakin kein Philipp

Beitrag von mausi111980 16.08.07 - 10:14 Uhr

Das stimmt, deshalb werde ICH meinen Kinder auch mal 2 Namen geben für den "Notfall" das einer ihnen irgendwann mal nicht gefallen sollte. So wie mir!!!

Beitrag von alienor 16.08.07 - 12:40 Uhr

Die Frage ist nur ob sich die Rufnamenänderung dann durchsetzen wird.

Ich kenne das von einer Freundin, die hat 4 Namen und hat dann bei einem Schulwechsel von dem ungewöhnlichsten Namen auf den normalsten umgestiegen, weil sie immer erklären musste, wie er geschrieben wird, wie er ausgesprochen wird... aber jetzt wird sie mit 3 verschiedenen Namen angesprochen...

lg, alienor, deren Kinder normale Namen haben und die zufrieden damit sind

Beitrag von hiffelchen 16.08.07 - 10:12 Uhr

Habe einen Fernsehbericht zu dem Zeitungsartikel gesehen und muss ja doch immer schmunzeln wenn solche interessanten Erkenntnisse in Studien mit sage und schreibe 120 Teilnehmern gefunden werden. :-D Das ist natürlich sehr representativ für die gesamte Bundesbevölkerung!!!

Genauso viele Meinungen wie es hier im Forum gibt, gibt es eben auch im echten Leben - lasst euch doch nicht immer so verunsichern!

LG,

Sarah

Beitrag von alienor 16.08.07 - 12:41 Uhr

Ich finde, es ist hier auch witzig, wenn die Häufigkeit von Namen aus einer Liste aus 79 Krankenhäusern und Standesämtern zitiert wird. (beliebte-vornamen.de)

LG

Beitrag von accent 16.08.07 - 15:27 Uhr

Hallo, Sarah,
ich wüßte gerne die fundierte Quelle darüber, dass wirklich nur an die 130 Leute wegen der Vornamen befragt wurden. Ich habe diese Zahl an anderer Stelle auch schon mal gelesen.

Leider finde ich die Vornamen-Studie der Uni Chemnitz nicht im Net. Ich war jahrelang selbst in einem wissenschaftlichen Institut beschäftigt und ich weiß, dass es oft viele Monate gedauert hat, bis eine Studie druckreif war und sehr viele Recherchen notwendig waren. Dass hier so wenige Leute befragt wurden, erscheint mir ungewöhntlich.
Linda

Beitrag von hiffelchen 16.08.07 - 16:15 Uhr

Hallo Linda,

tut mir leid, eine Quelle kann ich dir nicht nennen, es war ein Bericht im Regionalfernsehen von ???? RBB? glaub ich. Oder #kratz?? Musste letzte Woche das Bett hüten und habe viel zu viel fern gesehen. #freu

Aber selbst wenn es eine Studie mit mehr Teilnehmern war - sagen wir mal 1000 - bei 100000 in D gebräuchlichen Namen, was sagt das schon? Soll man jetzt deswegen panisch einen anderen Namen für sein Kind wählen? Nur damit es später auch garantiert einen Job bekommt?
Wer sagt denn das in 20 Jahren die Menschen immer noch so über bestimmte Namen denken? Letztendlich sind doch Leistungen und Zeugnisse entscheidend und wenn ein Paul oder Thomas miese Noten hat bekommt er genauso wenig eine Chance wie ein Kevin oder Dustin!

LG,

Sarah

Beitrag von accent 16.08.07 - 17:00 Uhr

Hallo, Sarah,
natürlich hast Du Recht, was die Noten und vor allem auch den Charakter der jeweiligen Kindes angeht. Modenamen hat es zu jeder Zeit schon gegeben; es ist wohl dem Zeitgeist zuzuschreiben, dass viele Eltern (leider, das ist halt meine Meinung) ihren Kindern ausländische Namen geben, die sie oft nicht mal aussprechen können und hier bei urbia deswegen nachfragen. Darüber kann ich wirklich nur noch den Kopf schütteln.
LG
Linda

Beitrag von hiffelchen 16.08.07 - 17:07 Uhr

Hallo Linda (finde deinen Namen übrigens sehr schön!)

Jaaa, da hast du wohl recht, wer nicht weiß wie ein Name richtig ausgesprochen wird sollte es wohl lassen!

Kenne eine bairische Familie die ihren Sohn Marcel genannt haben und ihn immer 'Martzel' nennen :-D, ist echt zum totlachen!

Andererseits werde ich meinem Kind auch keinen urdeutschen Namen geben da wir auch einen sehr ausgefallenen asiatischen Nachnamen haben, da klingt alles in Richtung Hartmut oder Siegfried einfach blöd!!! ;-) Obwohl ich sehr für die Namen unserer Urgroßmütter schwärme aber das passt eben!

Finde es nur manchmal schade wenn hier im Forum sofort auf Eltern eingehackt wird wenn sie einen ausländischen Namen aussuchen ohne mal zu fragen ob es da vielleicht eine Beziehung gibt!

LG,

Sarah

Beitrag von hiffelchen 16.08.07 - 16:17 Uhr

Guck mal hier, ist eine ganz andere Studie zum Thema Namen aber auch nur mit 150 Teilnehmern:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,437314,00.html

Beitrag von accent 16.08.07 - 16:53 Uhr

Ganz lieben Dank für den Artikel; ich finde ihn wirklich sehr interessant.
Was ich aber nicht ganz begreife: Wieso ist Maria zum Beispiel zeitlos, aber Katharina modern?? Katharina oder auch Sophie war vor etwa 70 Jahren ein ganz gewöhnlicher Name, speziell bei den Bauernkindern. Warum werden gerade diese alten Namen ausgegraben und als modern eingestuft, während zum Beispiel eine Kreszenz oder eine Agathe für immer in den Schubladen verschwunden sind? Das ganze Metier ist echt eine Wissenschaft für sich.
Liebe Grüße
Linda mit Anne (Gott sei Dank zeitlos)

Beitrag von sooza 16.08.07 - 11:46 Uhr

Hallo,

ist eigentlich ein alter Hut aber doch immer mal wieder gut, dass darauf hingewiesen wird. Da können hier Skeptiker noch so zetern und schreien, dass ein Name nicht den Menschen macht. Nein, tut er auch nicht. Aber Namen werden eben auf eine bestimmte Art und Weise wahrgenommen. Und mir tun Kinder mit so überexotischen Namen immer ein wenig leid.

Wie Mandy auch, bin ich eventuell auch vorgeprägt von der Tatsache, dass ich aus dem Osten komme und mir schon oft habe anhören dürfen, dass das ja klar wäre, bei dem Namen (Susan, engl. Aussprache). Ich bin mir sicher, den ganzen Yvonnes, Cindys und Corinnas geht es ebenso. Es ist natürlich kein Makel, aus dem Osten zu kommen, aber manche verbinden damit eben falsche Vorstellung und jede Menge Vorurteile. Das ist schade, ist aber nun mal so. Manchmal kann der Mensch nicht über seinen Schatten springen.

Viele Grüße
Sooza (41. SSW, ET+4)

Beitrag von pati_78 16.08.07 - 12:14 Uhr

Ich sag mal so....

Es sind eher die Thomasse, Tobiasse und Anjas, die ich in einer Anwaltskanzlei sitzen sehe, als Kevins, Jasons und Chayennes....
Von den Ersteren muessen nicht sooo viele aus ihrer Umgebung ausbrechen....

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