Verzweifelt, weiß nicht mehr weiter.....

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von nolle251179 16.08.07 - 13:00 Uhr

Hallo,

frage heute hier für meine Schwester. Sie hat nen Sohn der jetzt 28 Monate alt ist und zur Zeit für meine Schwester unerträglich ist.

1. Essen: Er möchte sein Frühstück und sein Abendessen nicht mehr. Er ist eh ein schlechter Esser. Isst absolut nicht alles. Die letzten Monate hat er morgens und abends Brot mit Nutella gegessen. Jetzt lutscht er nur noch das Nutella ab und spuckt das Brot aus. Sie hat versucht ihm was anderes auf´s Brot zu geben - da macht er das Selbe. Egal was sie ihm anbietet, entweder isst er es gar nicht oder er spuckt es aus. Was kann man hier noch machen?? Was soll sie ihm noch anbieten???

2. Autofahren: Er ist früher gerne Auto gefahren. Seit ein paar Wochen fängt er, sobald er im Auto sitzt, an gegen den Vordersitz und die Fensterscheibe zu treten. Reagiert man darauf nicht fängt er an zu schreien ohne Ende. Kennt das jemand?? Geht das auch wieder vorbei??? Was hat er nur???

3. Beim Einkaufen: Er möchte nicht im Einkaufswagen sitzen. Läßt man ihn Laufen, schmeißt er sich nach paar Meter auf den Boden und schreit wie wild. Was soll man da nur tun???

#danke für´s lesen auch´s etwas lang geworden ist.

LG Nicole & Cedrik

Beitrag von krokolady 16.08.07 - 13:12 Uhr

hm....was ich tun würde bei so nem kleinen Böckchen:

1. zur Not "hungern" lassen........entweder ist er gescheit sein Brot oder bekommt nix anderes.

2. Kindersitz wenns geht in die Mitte, damit er ned ans Fenster kommt.....und bocken lassen während der Fahrt.

3. entweder ohne ihn einkaufen fahren, oder ihn direkt in den Wagen setzen....nicht in den Kindersitz.......oder wenn er läuft und sich hinschmeisst halt liegen lassen und weiter einkaufen.

Solch Phase haben viele Kinder......meine waren auch nicht besser *g*

Beitrag von snoopyeva 16.08.07 - 13:13 Uhr

Wie alt ist er denn? Welche Familiensituation besteht gerade (Trennung, Ortswechsel, Neuer Kiga, o. ä.)?
Schreib mal ein bissi mehr.

Lg, eva

Beitrag von nolle251179 16.08.07 - 13:17 Uhr

Er ist 28 Monate alt. Die Familie ist in Takt, ganz normal, kein Umzug oder sonst was. Einfach so!

Beitrag von nolle251179 16.08.07 - 13:17 Uhr

Naja, weil er eben so ein schlechter Esser ist, flippt meine Schwester auch schnell mal aus und wird lauter. Kann das alles davon kommen????

Beitrag von snoopyeva 16.08.07 - 13:31 Uhr

Umso mehr Drama Mama um das Essen zu läßt, umso mehr wird es ein Kind ausnutzen. Also sollte sie ihm ganz ruhig was hinstellen, wenn er es nicht mag, ißt er halt nicht. Es gibt ein gutes Buch von Dr. Gonzales Mein Kind will nicht essen oder so ähnlich. Das täte ihr wahrscheinlich echt gut. google mal. Oder bei der la leche liga.

Ansonsten Auto fahren und einkaufen. Er ist halt im Trotzalter. Und je nachdem wie konsequent deine Schwester ist, ob sie viel oder keine Anweisungen gibt, kann das halt heftig werden. Insgesamt sind die Bockanfälle schon normal. Aber die Frage ist, wie geht man damit um. Es gibt ein Elterntraining das heißt Triple P. Wird vom Jugendamt auch meist empfohlen. Vielleicht würde ihr das helfen.
Es ist so wichtig, daß sie ruhig bleibt. Sie klar und liebevoll trotzdem bleibt. Es liegt jetzt echt ganz viel an ihr. Er entdeckt halt, ich hab auch meinen Willen. Und ich kann auch gegen Mama kämpfen. Aber gleichzeitig brauch ich sie und liebe sie. Das ist nicht leicht für ihn.

Lg,eva

Beitrag von 6woche.1 16.08.07 - 13:27 Uhr

Hallo


Das ist alles halb so wild.


Wenn er sen Frühstück nicht essen wil dan sol sie ihn lassen,Kinder essen wenn sie Hunger haben.Janic isst auch mal megr mal weniger die letzten 2 Tage hat er auch kein Frühstück gegessen und gestern Abend hat er auch so gar nix essen wollen.Dafür hat er heute schön Frühstück gegessen.


Das mit dem Autofahren hatten wir auch mals (aber nicht so "schlimm" ) da hat er geschrien wenn er den Autositz nur gesehn hat.Ist alles nur eine Phase und geht vorbei!Immer genug Spielsachen im Auto haben damit er sich ablenken kann.

Ich geh immer am Samstag ein kaufen mit meinem Mann denn Janic möchte auch nicht immer im Einkaufswagen sitzen also darf er herumlaufen,mein Mann passt auf ihn auf manchmal schmeisst er sich auch auf denn Boden dan nimt mein Mann ihn auf denn Arm und lässt ihn später wieder runter und dan ist er meistens auch lieb.




Lg Andrea mit Janic 23.11.05 und Joel 4.8.07

Beitrag von celia79 16.08.07 - 13:49 Uhr

Hallo Nicole,

solche Trotzphasen kennen wir wohl alle :-p.

Zur ersten Frage würde ich sagen, dass es kein Süsses und auch keine süssen Brotaufstriche und auch keine Säfte mehr gibt, bis der kleine Mann sich wieder an das Essen gewöhnt hat. Meine Tochter hat das auch hin und wieder. Sie isst dann auch nur den Belag. Ich frag sie dann, ob sie satt ist und wenn sie bejaht, dann sage ich ihr noch, dass es aber dann heute wieder nix Süsses geben wird. Und auch nix anderes zwischendurch (ausser Obst, dass ist ja gut). Ich stelle den Teller in den Kühlschrank und wenn sie wieder mal nach Schokolade etc. fragt, sage ich ihr, dass sie erstmal das Brot noch essen muss. Wenn sie es nicht isst, auch ok, versuchen wir es bei der nächsten Mahlzeit aufs Neue usw. Keine Angst, die Mäuse verhungern nicht freiwillig!

Zu Punkt 2 würde ich sagen, ihm mit Nachdruck sagen, dass man es nicht duldet, dass er gegen Fenster oder Sitze tritt, ansonsten gibt es eben eine kleine "Strafe" (bsp. wenn er schon Fernsehen schaut, ist die Sendung für heute gestrichen oder das Bilderbuch am Abend...) Hilft erst nach ein paar Malen, wenn man es aber auch konsequent durchzieht. Und immer den Grund nennen, warum er es jetzt nicht darf.
Das Geschreie würde ich ignorieren. Irgendwann wird es langweilig.

3) Beim Einkaufen vorher abmachen, dass er nicht in den Wagen muss, wenn er nicht möchte, dann hat er sich aber auch zu benehmen. Er kann ja einen Kindereinkaufswagen bekommen und mithelfen. Klipp und Klar sagen, dass er sonst sofort im Einkaufswagen sitzt und wenn es Toberei gibt, ist das Einkaufen sofort beendet. (Am besten geht man dafür zu zweit, einer geht dann raus und der andere kauft zu Ende) Wenn Deine Schwester nur alleine Einkaufen geht, kann sie den Wagen auch mal stehen lassen und mit ihm nach Hause fahren und ihm sagen, dass es beim nächsten Mal wieder so laufen wird und wenn es sich nicht ändert, dass er dann eben nicht mehr mit Einkaufen gehen kann, sondern zu Hause bei Oma/Papa bleiben muss. Glaub mir, auch wenn man denkt, in dem Alter verstehen die Kleinen sowas noch nicht, sie verstehen es ganz genau!
Meine Tochter hat vor kurzem auch nach langer Zeit nochmal so einen Anfall bekommen, weil es keine Kindereinkaufswagen mehr gab, habe ihr gesagt, dass sie laufen kann. Aber im Markt fing sie dann an zu quengeln, sie wollte im grossen Wagen sitzen. Mein Mann hat sie auch reinheben wollen, da macht sie sich stocksteif und fängt an zu toben/schreien und um sich zu schlagen. Habe ihr kurz erklärt, dass das Einkaufen für sie wieder beendet sein wird, wenn sie nicht aufhört. Sie machte weiter und ich bin mit ihr ins Auto. Seitdem hört sie wieder prima!

Liebe Grüsse,
Celia mit Hannah (23.12.2004) und #ei 18. Woche

Beitrag von sonnelina 16.08.07 - 14:26 Uhr



Alles ignorieren!

Zum Einkaufen nehme ich meine Tochter gar nicht mehr mit, sondern fahre alleine bzw. ich sage ihr vorher, dass sie direkt ins Auto "abwandert", wenn sie Theater macht.

Zum Essen: Fragen, was er essen will und hinstellen-kleine, überschaubare Kinderportionen, nicht den ganzen Teller vollpacken *wichtig!*.

Sitzen lassen und ignorieren, falls er nicht isst. Nach spätestens einer halben Stunde wird abgeräumt, ob er nun gegessen hat oder nicht.
Irgendwann wird er schon essen ;-). Der Hunger treibt´s rein.

Unsere Große mag übrigens gerne Trinkjoghurt (die kleinen Becher von Actimel) und Molke.
Kleine Portionen sind für Kinder angenehmer, als große Joghurtbecher z.B.