Namensrecht bei Kindern

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von jacqui29 16.08.07 - 18:49 Uhr

Hallo zusammen,

habe lang überlegt, ob ich in diesem Forum nachfrage, aber ab und an bekommt man doch qualifizierte Antworen.

Meine Tochter ist 13, und seit 2 Jahren möchte sie unbedingt den Familiennamen ihres Stiefvaters annehmen. Genauer gesagt, seit dem Zeitpunkt unserer Hochzeit.

Gestern nun gab es wieder mal eine Diskussion darüber, denn ich sehe es mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite freue ich mich darüber, auf der anderen Seite möchte ich aber nicht in die Seele des leiblichen Vaters schauen.

Er wird die Zustimmung sicherlich geben. Wir hatten vor Jahren (sind seit 6 jahren geschieden) schon einmal eine Diskussion über Namensänderung und Ado. Mit beidem wäre er einverstanden.

Er wohnt 600km weit weg, sie telefonieren im Jahr vielleicht 4-6 Mal miteinander, und haben sich die letzten 2 Jahre 2x gesehen, auf mein Zureden.

Was würde denn alles auf uns zukommen?

Wer hat so was schon mal gemacht (man beachte das Alter) und kann mir das Für und Wider näher bringen.


Danke!!

Beitrag von kleinerkruemmel 16.08.07 - 19:27 Uhr

Hallo ,

also bei uns selber war es eine etwas andere Situation , aber ich habe eine Bekannte bei der es so ähnlich war wie bei euch.

Sie hat geheiratet ihre tochter hat eine Namensangleichung bekommen, Beantragt beim Ordnungsamt nur mit Einverständniserklärung vom Vater, vorher Gespräch beim Jugendamt warum mann das möchte usw. der schreibt an das Ordnungsamt ob er es befürworten kann oder nicht.Es ist viel Schriftverkehr und Terminliches aber es ist durchaus machbar.

Das ganze dauert ziemlich lang kosten enstanden in der höhe von 320 Euro.

Ich hoffe das hilft dir ein bißchen

P.S ich kann natürlich nur sagen wie es hier so war

Liebe grüße Mona

Beitrag von jacqui29 16.08.07 - 20:04 Uhr

Hallo Mona,

danke für die schnelle Antwort. Ich werde mein Glück versuchen.

LG
Jacqui

Beitrag von blinkingstar 16.08.07 - 19:40 Uhr

Hallo,

in diesem Fall kann Dein Kind sogar einen Doppelnamen erhalten. Am besten mal beim Standesamt nachfragen (würde ich jetzt tun...). Die können zumindest mit Sicherheit sagen, an wen Du Dich wenden sollst.

Lg

Blinking#stern

Beitrag von hummelinchen 18.08.07 - 18:59 Uhr

Hallo Jacqui,
schau lieber in die Seele deiner Tochter. Suche das Gespräch mit ihr, aus welchen Gründen sie das möchte.
Ich kann sie verstehen, als einzige in der Familie einen anderen Namen zu haben, ist schwer. Die Adoption lass mal weg, das hat ja auch viele Rechtliche Dinge im Schlepptau. Aber eine Namensänderung ist recht unspektakulär.
Du gehst zum Standesamt und erfragst welche Papiere du brauchst, inkl. die väterliche Einverständnis und dann hat deine Tochter einen neuen Namen.

Meine Tochter hat das vor zwei Jahren nicht gemacht, sie findet ihren Nachnamen toll. Und es ist "nur" mein Mädchenname, nicht mal der ihres Vaters, wir waren nie verheiratet. So leben vier Personen in diesem Haushalt und nur sie heißt anders. Das finde ich recht mutig von ihr. Ich hätte mir damals gewünscht, dass sie den Namen ändern lässt aber es war ihre Entscheidung, also ließen wir es bleiben.

Und denke daran, deine Tochter ist die Leidtragende, sie lebt in einer Familie, die anders heißt als sie. Der Vater ist anscheindend eine Randfigur.

lg Tanja

Beitrag von 72ina 18.08.07 - 19:34 Uhr

Hallo,
ich habe eine Tochter (14 Jahre, aus erster Ehe) und habe vor 6 Jahren neu geheiratet. Habe auch einen Sohn aus 2.Ehe. Da stellte sich ganz plötzlich auch die Frage, welchen Namen trägt wer?Meine Tochter wollte damals sehr gerne so heißen, wie wir alle...ich stellte mir auch die Frage:"wie mag das der leibliche Vater empfinden?") Bin dann aber zu dem Entschluß gekommen, daß das Kind damit in erster Linie leben muß....der leibliche Vater hat dann einem Doppelnamen zugestimmt(der neue Name an erster Stelle) . Damit konnten dann alle recht gut leben.Kosten hat das ganze nicht ergeben, soweit ich mich erinnern kann....meine Feundin ist in der selben Situation wie ich, sie hat ihrer Kinder zu Liebe auch einen Doppelnamen angenommen...ich denke mir, meine Tochter wird eines Tages heiraten und ich kann mich alleine mit meinem lebenslangen Exmannnamen auseinandersetzen.Auf jeden Fall finde ich jetzt aus Erfahrung, daß es sehr wichtig ist, daß das Kind keinen ganz anderen Namen, als der Rest der Familie trägt.Wir sind glücklich so, wie es ist. Ich wünsche Euch, daß Ihr die richtige Entscheidung trefft! Alles Gute von Gina