Wieviel bleibt Euch nach allen Ausgaben übrig?? An alle Hausbesitzer!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von jakjak 16.08.07 - 22:03 Uhr

Hallo!

Wir stehen kurz davor, ein Haus zu kaufen. Nun bin ich mir nicht sicher, ob das Geld, was uns nach Abzug aller Ausgaben (inkl. Lebensmittel, Tanken etc.) reicht. Uns bleiben 250 Euro, die wir - theoretisch - sparen könnten. In der Realität sieht das ja leider immer etwas anders aus.....

Wie sind da eure Erfahrungen? Ich möchte nicht wissen, wieviel ihr verdient, wie hoch eure Belastung ist, sondern nur: Was bleibt unterm Strich über - und: reicht das auch?

Meine Schwester meinte, es müssten mind. 600 Euro übrig bleiben.... Aber wer hat das schon???

Ich muß dazu sagen, wir sind 2 Erwachsene, 1 Kind. Bisher haben wir eigentlich recht bescheiden gelebt, keine großen Urlaubsreisen, Markenklamotten etc.

Wäre für einigen Meinungen dankbar...

LG

JAK

Beitrag von rudi333 16.08.07 - 22:16 Uhr

Ich denke mal, ein Notpflaster sollte schon monatl. 500 Euro betragen, wie schnell geht mal der Fernseher, Waschmaschine oder Auto kaputt (meist alles auf einmal).

Außerdem sollte man den Notfall (Einer wird arbeitslos) auch einkalkulieren.

Beitrag von jakjak 16.08.07 - 22:22 Uhr

Danke für Deine Antwort.

Aber wie will man ein Nettogehalt von 1700 Euro mal eben nebenher sparen?

Beitrag von rudi333 17.08.07 - 08:26 Uhr

Du hast meine Antwort leider nicht verstanden.

Ich hab nirgendwo geschrieben, dass 1 Gehalt gespart werden soll, sondern dass zumindest 500 Euro Reserve sein sollten.

Das sollte den Ausfall von Lohn (da ALG I ja ca. 67% sind) kurzfristig kompensieren.

Und wenn Ihr nicht genügend verdient, wer zwingt Euch denn, ein Haus zu bauen. Wünsche hat jeder, wenn es aber finanziell nicht geht?

Beitrag von michi3005 17.08.07 - 12:35 Uhr

Ich hab das jetzt anders verstanden, wie will man von 1700€ noch mehr sparen meinte sie, odder?#kratz

Beitrag von jakjak 17.08.07 - 20:03 Uhr

Ja, dann habe ich Deine Antwort scheinbar falsch verstanden. Sorry!

Beitrag von bunny2204 16.08.07 - 22:19 Uhr

hallo,

also 500 Euro würde ich schon sagen, solltet ihr noch haben.

Es kommen ja auch andere Kosten wie z.b. Kindergartengebühren, Kaputte Geräte, Renovierungsarbeiten usw.....

mit 250 Euro kommt ihr da nicht weit.

LG Bunny #hasi

Beitrag von meaculpa 16.08.07 - 22:45 Uhr

Also ich kann mich meinen Vorrednern nicht anschließen. 500 Euro im Monat "überher"?! Ich glaube einfach nicht, daß das die Norm sein soll.

Leider kann ich Dir nicht wirklich sagen, was bei uns so übrig bleibt, da mein Lebensgefährte selbständig ist. Da ist es mal so, mal so, was übrig bleibt - und man legt halt auch für "schlechte Zeiten" mehr zurück als ein Arbeitnehmer. Schlichtweg, weil man ja nie weiß, welche Einnahmen im nächsten Monat vorhanden sind. Bzw. nicht vorhanden sind ;-)

LG, Mea

PS: Ich hätte jetzt gesagt, 250 Euro müßten reichen. Aber das ist nur ne Intuition.

Beitrag von hope_elmo 16.08.07 - 23:14 Uhr

Hallo Jak,

nein, das reicht definitiv nicht!

Die Empfehlung Deiner Schwester ist schon richtig. Ganz schnell geht an einem Haus mal etwas kaputt (Dach, Heizung, Geräte, ...) und dann kann so eine "größere" Reparatur gleich einige Tausender kosten. Das kannst Du mit so einem geringen finanziellen Polster niemals auffangen.

Viele Grüsse
Sabine

Beitrag von haebia 17.08.07 - 08:45 Uhr

Hallo,

schließe mich dern Meinung von "meaculpa" an. Kann mir auch nicht vorstellen, dass alle Eigentumsbesitzer, also Otto-Normalverbraucher meine ich jetzt speziell, monatlich mind. 500 Euro Überschuß haben.
Klar, wäre das schön. Sinnvoll sowieso. Da brauchen wir nicht darüber reden.

Kann es mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass das alle so einfach über haben.

Wir wollen mal eine ETW und wenn ich da dann alles abziehe, würden auch vielleicht 200 - max. 300 zum "Sparen für die Wohnung" übrig bleiben.
Wir wollen schon garkein eigenes Haus mehr. Die Häuser hier sind so teuer (Umkreis München) und wir verdienen zu wenig ;-)

Gruß,
Bianca

Beitrag von isabel_04 17.08.07 - 09:26 Uhr

Hallo,

ich sage dir mal, was im Laufe der Zeit an einem Haus so auf sich zukommen kann, gerade erlebt innerhalb des letzten halben Jahres (Haus ist allerdings 30 Jahre alt):

- neue Dachdeckung: Kosten: 20.000,00 Euro
- neue Verrohrung: Kosten 6.000,00 Euro
- Wasser im Keller, steigt an den Wänden hoch: neue Bodenisolierung: Kosten 5.000,00 bis 10.000,00 Euro
- neuer Brenner: Kosten: 5.000,00 Euro

solche Arbeiten werden alle 30 bis 50 Jahre einfach fällig. Dazu kommt, dass man für ein Haus immer mehr Ausgaben hat. Man braucht Gartengeräte, Farbe etc.

Ihr solltet euch ganz im Klaren darüber sein, das große Reparaturen in einem Haus enorm viel Geld kosten! Dafür muss man gewaltig viel zurücklegen, möchte man nicht in eine Schuldenfalle tappen.

Abgesehen von den Nebenkosten, muss man einfach in einem Haus mehr Dinge sich anschaffen, die alle Geld kosten. Mal geht der Gartenschlauch kaputt, dann gibt der Rasenmäher den Geist auf etc.

Das ist sehr, sehr knapp bei euch würde ich sagen eigentlich fast unmöglich! Sorry für die ehrliche Meinung aber ich spreche aus Erfahrung...

Liebe Grüße

Christina

Beitrag von jakjak 17.08.07 - 20:14 Uhr

Hallo Christina!

Vielen Dank für Deine ehrliche Meinung!

Das Haus, was wir kaufen möchten, ist 6 Jahre alt. Ich denke, daß das Dach noch ein paar Jährchen aushält. Heizung und Rohre auch, Keller ist keiner vorhanden.

Gartengeräte haben wir schon, da wir z.Zt. in einer Wohnung mit Garten wohnen.

Sollte es allzu knapp werden, kann ich Vollzeit arbeiten. Ich arbeite z.Zt. nur 3 Tage. Dann hätte ich noch mal knapp 600 Euro mehr....

LG

JAK


Beitrag von sensey007 17.08.07 - 09:53 Uhr

Hallo,
wir haben im letzten Jahr ein Haus gekauft und es uns im Vorfeld sehr gut überlegt und mit der Bank gesprochen.
Ich denke aber das 200 Euro etwas wenig.
Du kannst mich ja über meine Mailadresse erreichen, vielleicht kann ich dir etwas bessere Auskunft geben,

LG sandy

Beitrag von ungeheuerlich 17.08.07 - 13:00 Uhr

Hi,

wir sparen jeden Monat 400 Euro die auf ein extra Konto kommen und außerdem bleiben noch 300 Euro über für "Luxusausgaben" (Spielzeug Kinder, Elektrozeugs ect ect ect).

Wir sind 2 Erwachsene und 3 Kinder.

LG

Kerstin

Beitrag von ari82 17.08.07 - 14:16 Uhr

Hallo,

denke das das auf jedenfall reicht und in meinem Verwanten und Bekanntenkreis ich komme aus Thüringen da hat keiner mal so im Monat 500 € übrig und die haben schon über Jahre Ihre Häuser.

Gruß Marika

Beitrag von jakjak 17.08.07 - 20:31 Uhr

Danke, das beruhigt mich etwas....

In meinem Bekanntenkreis gibt es solche und solche. Die einen haben gar nix über, die anderen können 3 mal im Jahr in Urlaub fahren. Wir liegen irgendwo dazwischen denke ich....

Ich denke, wir müssen schon auf einiges verzichten, aber man weiß ja, wofür man es tut....

Beitrag von nobility 17.08.07 - 17:01 Uhr

Hallo Jak,

für eine mittelgroße Wohnung im Haus könnten mtl. 200 € für Unvorhergesehenes evtl reichen.

Wenn du mtl. 200 € für einen günstigen Bausparvertrag 20 Jahre lang anlegst müßte es für ein kleines Haus reichen.

Eine Lebensversicherung als günstige Risikoversicherung für mtl. Beitrag von 50 € ab Hauskauf nicht vergessen, sonst könnte dem zurück bleibenden Partner das Haus wieder weg genommen werden.

Gruß
Nobility

Beitrag von jakjak 17.08.07 - 20:21 Uhr

Danke für Deine Antwort!

Bausparvertrag haben wir laufen, da gehen monatlich knapp 100 Euro drauf. Jeder von uns hat eine Risikoleben und eine Rentenversicherung.

LG

JAK