Junge Mama hat dringende Frage..

Archiv des urbia-Forums Schlafen.

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von schneckerl06 17.08.07 - 08:39 Uhr

Unsere Kleine ist jetzt 12 Tage alt. Es ist unser erstes Kind und ich habe nicht viel Erfahrung. Verständlicherweise bin ich verunsichert. Fanny hat meist abend ihre "Schreiphase". Die Hebamme meinte, dass das normal wäre und die Kleine dabei den vergangenen Tag "verarbeitet". Sie meinte, wir sollen sie dann ruhig hinlegen und ihr die Hand auflegen und ihr signalisieren, dass wir da sind, da tausendmal hochgehoben und geschunkelt werden dazu beiträgt, dass die Kleine noch mehr überdreht ist.
Gestern hat sie ab ca. 19 Uhr richtig fest geschrien und das gab sich nach ca einer Stunde. Um 21 Uhr habe ich sie dann gestillt und ins Bettchen gelegt, aber sie hat nicht wirklich geschlafen, sondern immer wieder zum Weinen angefangen. Nach Wiegen und Singen war sie zwar ruhig, aber nicht lange. Um 1.30 Uhr hat sie dann nochmal für eine Stunde so richtig fest geschrien (Hab sie um Mitternacht gestillt, gewickelt war sie auch...). Nach dem Stillen um drei Uhr hat sie dann endlich geschlafen (bis 6 und nach dem Stillen bis jetzt).
Ist das normal, dass ein 12 Tage altes Baby so lange wach sein kann?
Danke für eure Ratschläge/Tipps!!!

schneckerl und Fanny

Beitrag von flexi 17.08.07 - 09:25 Uhr

hi,

ich hatte bei anika auch oft das gefühl, dass sie zu lange wach ist, aber für die babys ist das müde sein ein neues gefühl und sie müssen erst lernen damit umzugehen.
Anika war auch oft stundenlang wach und hat gebrüllt. Man fühlt sich dann total hilflos und weis nicht was los ist bzw. was man machen soll.
Hat sie vielleicht bauchweh? Ich hab Anika vor dem stillen immer SAB Tropfen gegeben, dass hat geholfen und sie hat weniger geschrien oder du gehst mal zum Osteopathen vielleicht hat sie ne Blokade und ich hab schon oft gehört, dass dieser Arzt wunder bewirkt.
Ach übrigens jetzt schläft Anika von 20 Uhr bis 8 uhr und dann noch 4 stunden über den Tag verteilt.
Kopf hoch!!!

Alex

Beitrag von schneckerl06 17.08.07 - 09:38 Uhr

Vielen lieben Dank! Als sie vor 2 Tagen so viel brüllte, sind wir auf Rat der Hebi zum Kinderarzt. Der hat sie durchgecheckt aber gottseidank nicht gefunden, aber Luft hat sie auf alle Fälle im Bach. Werde mal ein Kirschkernkissen kaufen und es ihr abends auflegen.
Alles Gute für dich und Anika!
Schneckerl und Fanny

Beitrag von mitzl 17.08.07 - 09:30 Uhr

Hallo Schneckerl,

viele Babies haben so lange Schreiphasen. Das ist leider sehr häufig. In vielen Fällen findet man den Grund für ihr Unwohlsein, manchmal auch nie. Ich hatte auch ein Schreikind, bei ihr lag es an Halswirbelproblemen (KISS-Syndrom), die wir lösen konnten. Es gibt einige Dinge, die Du für Dein Baby tun kannst, damit es sich wohler fühlt, vielleicht schlägt eines davon an. Wichtig im Alltag ist, daß Du sie tagsüber viel trägst, am besten im Tragetuch, und daß Du sie, wenn sie weint, immer im Arm hältst und nicht weglegst. Hand auflegen bringt ihnen nichts, sie müssen gehalten werden. In den Schlaf stillen hat bei uns auch immer viel gebracht. Das bringt ihr schon sehr viel. Ich gebe Dir mal meine persönliche "Checkliste", was hinter dem Schreien stecken kann:

- Die Kleinen können noch von der Geburt und all den neuen Eindrücken traumatisiert sein. Sie waren ja 9 Monate im Paradies und werden auf einmal in eine laute, helle und schmerzhafte Umgebung geschubst. Da hilft ihnen: Viel im Tragetuch tragen, nicht weglegen, im Bett schlafen lassen wenn sie in Not sind, Pucken, im Arm halten, wenn sie weinen. Abends hilft es ihnen, sich mit ihnen im Arm in ein abgedunkeltes Zimmer zurückzuziehen und dort leise für sie da zu sein, bis sie in den Schlaf finden.

- Die Mäuse können von der Geburt noch orthopädische Probleme und rasende Kopfschmerzen haben. Das kann gehen bis zum KISS-Syndrom. Das kann man alles beheben. Bei leichten Problemen hilft ein Osteopath. Ich würde mit jedem neuen Baby zum Osteopathen gehen, das ist einfach eine Wohltat für die Kleinen. Die Ausgabe lohnt sich wirklich! Wenn KISS-Syndrom dahintersteckt, dann müssen die Mäuse von einem spezialisierten Orthopäden eingerenkt werden. Ist aber gar nicht schlimm.

- Oft haben die Kleinen auch Bauchweh. Dagegen helfen die Carum Carvi Kümmelzäpfchen, Wiegen auf dem Pezziball, Schlafen an die warmen Eltern gekuschelt und viel Tragen im Tragetuch. Auch der Osteopath wird den Darm ein wenig massieren, damit es besser geht.

Mit 12 Tagen ist die Welt für die Kleinen noch so neu, und viele können sich nur durch Schreien Luft machen. Aber ein bißchen kannst Du Deiner Kleinen helfen. Wenn all das nichts fruchtet, dann mach Dir auch kein schlechtes Gewissen, manchmal findet man nie heraus, was die Kleinen plagt und es gibt sich irgendwann von selber. Aber wenn Du alle obigen Möglichkeiten abklopfst, dann hast Du zumindest eine gute Chance, es ihr ein wenig leichter zu machen. Bei meiner Tochter war alles ein bißchen der Fall und sie ist heute ein total wonniges und ausgeglichenes Kind.

Ich wünsch Euch alles Liebe und daß die Kennenlernzeit noch ein bißchen schöner wird #blume

Liebe Grüße, Mitzl und das anspruchsvolle Bibi :-)

Beitrag von schneckerl06 17.08.07 - 09:40 Uhr

Wow, vielen lieben Dank für die vielen Tipps. Meiner Schwiegermutter (ist praktizierende Ärztin) ist auch schon aufgefallen, dass sie die meiste Zeit das Köpfchen nach einer Seite überstreckt.
Na ja, wird schon werden..

Alles Gute für dich!!