HILFE! 20 monate altes kind soll aus der KITA fliegen!!!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von kaetzchen0112 17.08.07 - 09:53 Uhr

Hallo ihr lieben,

also ich bin echt am ende und weiss mir keinen rat mehr. vielleicht könnt ihr mir hier weiter helfen! hab schon im kindergartenforum gepost, vielleicht könnt ihr mir helfen!

Unser kleiner is jetzt 20 monate alt und geht seit 4 wochen in die KITa. Denniz ist ein sehr lebhaftes kind, braucht viel bewegung. Er ist ein auch ein richtiger strahlemann und lacht eigentlich immer zu und ist ein sehr offenes kind.

In der kita ist es aber wohl so, dass er die andern kinder beisst. Er will sie wohl drücken und streicheln und wenn sie sich wehren, dann würde er zubeissen. manchmal kratzt er auch. In der Gruppe von unserm kleinen sind 20 kinder. 8 Grippenkinder und 12 kindergartenkinder. Das ist natrürlich viel stress, gar keine frage. Die Erzieherin die für die grippenkinder zuständig ist, meinte denniz wär ne gefahr für sich und andere , und wir sollten mit dem kleinen mal zum kinderpsychologen gehen oder zum kinderarzt und untersuchen lassen, ob er nicht hyperaktiv wäre oder ob er nicht ne wahrnehmungstörung hätte (d.h. das er seine kräfte nicht einschätzen könnte) zuhause spielt er schön auch mal kurze zeit für sich. Er kann ewig im sandkasten sitzen und ruhig spielen. Auch im kinderturnen oder auf dem Spielplatz gibts nie Probleme mit anderen kindern. Alle sind immer ganz begeistert von ihm. is schon komisch.

Wir haben nen Termin beim KA gemacht, der is am 21.08. bin ja mal gespannt. Unsere Nachbarin, die hat Beruflich viel kontakt mit Auffälligen kindern im kindergartenalter zutun, die sagt, unser kleiner wäre zwar sehr lebhaft, aber von hyperaktivität oder ähnlichen wäre da nichts zu erkennen. Er war auch kein schreikind oder sonst was. Im Moment ist er halt in der Trotzphase und zugegebenermassen etwas anstrengend, aber das geht doch wieder vorbei! Die KA sagt immer, er ist jetzt schon ein sehr charakter starkes kind, dass wäre zwar jetzt schwierig, für später aber sehr von vorteil!

Fackt ist nun, dass die Erzieherin heut morgen meinte, weil es wohl gestern sehr schwierig mit denniz war, dass es bald ein gespräch geben müsse, wenn sich denniz nicht ändern würde, müsse er die kita verlassen das gibts doch nicht. ich kenn kein kind das in dem alter aus dem kindergarten fliegt. Das ist doch nicht normal!

Ich muss leider auch arbeiten gehen, da wir sonst finanziell echt schlecht dastehen. Daher bin echt verzweifelt. eine Tagesmutter können wir uns nicht leisten und die anderen kITAs in der nähe sind alle ausgebucht bis unters dach, die Problematik kennt man ja leider. Was soll ich nur tun?

Habt ihr vielleicht nen rat für mich? Sind vielleicht Erzieherinnen unter euch?

vielen dank fürs zuhören und eure Antworten

vlg kathie mit denniz * 11.12.2005 (der sich hoffentlich heute benimmt in der kita)

Beitrag von anja2402 17.08.07 - 10:05 Uhr

Hallo Kathie!
Kenne mich in dem Bereich zwar nicht so aus, aber so wie sich das anhört ist die gute Frau Erzieherin einfach nur überfordert! Hab ich das richtig verstanden 20 Kinder und eine Erzieherin?
Außerdem mit geschultem pädagogischem Wissen was sie ja haben müßte, müßte sie eigentlich der Sache Herr werden! Selbst wenn Dein Kleiner so reagiert gegenüber den anderen Kindern! Sie kann doch eingreifen! Dafür ist sie ja da.

Ne, ne kann mir nicht vorstellen, daß Dein Kleiner fliegen soll. Das war bestimmt nur so dahergefaselt aus irgendeiner Trotzreaktion heraus.

Warte erstmal den Termin am 21.8. ab. Und ruhig Blut!
Kann Dir leider auch keinen Tipp geben aber Euch nur alles Gute wünschen. #liebdrueck

LG Anja mit Lilian #blume

Beitrag von bofan 17.08.07 - 10:07 Uhr

Hallo,

ich kenne Deinen Sohn ja nicht und das, was Du schreibst ist ganz sicher kein Grund, ein Kind aus dem Kindergarten zu werfen.
Bist Du sicher, dass nichts anderes vorgefallen ist?
Das allein ist ganz sicher nicht der Grund,das tun mind. die Hälfte der anderen Kinder auch.
Ich würde auf jeden Fall das Gespräch mit den Erzieherinnen suchen und fragen, was genau der Grund ist.
Und ein Gespräch mit dem KiA ist sicher auch sinnvoll, der kann es sicher am besten einschätzen.
So richtig helfen konnte ich Dir wohl nicht.
Alles Gute.

LG Samira

Beitrag von ennovi 17.08.07 - 10:07 Uhr

hey!

Das ist schon heavy! #schock

Ich glaube ich würde erstmal beim JA oder da wo der Kiga unterstellt ist (AWO,...) anfragen, ob sie ihn überhaupt rauswerfen können.

Dann würde ich ein Gespräch mit den Erzieherinnen und der Kita-Leitung suchen. Darin ihnen begreiflich machen, dass er mit seinem Verhalten halt nur seine Enttäuschung zeigt. Immerhin muss er ja gerade lernen, auch mal abgewiesen zu werden. Von zuhause kennt er das schließlich nicht.

Rede mit deinem Sohn auch. Ich weiß nicht, in wieweit er das begreift. Ebenso kinderegecht erklären, dass einfach drücken und küssen nicht immer erwünscht sind.

Alles Gute!
ennovi

Beitrag von kaetzchen0112 17.08.07 - 10:39 Uhr

danke für eure antworten,

also ein missverständnis, diese eine Erziehrerin ist nicht für alle 20 kinder zuständig sondern für die grippenkinder. insgesamt sind 3 Erzieherinnen in der gruppe.

also es ist so, das diese erzieherin mit das mit dem beißen schon von anfang an sagte. Sie hätten keine kinder die beißen würden und wenn das einer so machen würde ginge das nicht. denniz bräuchte einzelbetreuung wg dem beißen, man müsste immer hinter ihm her sein, das könnten sie nicht gewwehrleisten, daher müsse er gehen wenn es sich nicht geben würde.

Beitrag von triene_82 17.08.07 - 10:44 Uhr

Hallo,

So was dämliches hab ich ja noch nie gehört! Wie soll er denn dann Sozialverhalten lernen, wenn er in "Einzelhaft" gesperrt wird. Wenn die Frau wirklich nur für 8 Kinder verantwortlich ist, versteh ich es noch viel weniger, warum sie es nicht schafft aufzupassen. Kevins Erzieherin weiß auch, wer von den Kindern gern mal beißt und hat dann ein Auge darauf. Das kann ja wohl nicht so schwer sein!

LG

Kathrin

Beitrag von kaetzchen0112 17.08.07 - 10:51 Uhr

seh ich auch so. ich hab den eindruck sie ist einfach überfordert! sie ist auch sehr dominant im umgang mit den kindern. sowas darf man aber nicht laut sagen!

Beitrag von triene_82 17.08.07 - 10:53 Uhr

ist natürlich blöd, dass du keine andere Wahl hast. Gruppe wechseln ist sicher auch nicht drin, oder?

Beitrag von triene_82 17.08.07 - 10:41 Uhr

Hallo Kathie,

bin echt schockiert!

So wie du deinen Sohn beschreibst, ist er ein völlig normal entwickeltes Kind von 20 Monaten. Die Beißphase hatte mein Sohn auch in dem Alter. Bei richtigem Eingriff der Erzieherin (d. h. immer sagen, dass das weh tut und das man das nicht macht) ist das nach kurzer Zeit wieder erledigt. Das dein Sohn mit seinen Emotionen noch nicht richtig umgehen kann und noch nicht weiß, wie man seine Wut äußert, ist ebenfalls total normal und hat überhaupt nichts mit einer Wahrnehmungsstörung zu tun. In dem Alter lernen Kinder doch gerade, wie man mit Gefühlen umgeht. Evtl. würde es helfen, ihm ein Kuscheltier oder ein Kissen anzubieten, in das er Beißen kann, wenn er wütend ist.

Ich würde ebenfalls sagen, dass die Erzieherin mit den vielen Kindern schlichtweg überfordert ist. Bei uns kommen auf 10 Krippenkinder (unter 2 Jahre) 1,5 Erzieherinnen (d. h. 3 Erzieherinnen auf eine Doppelgruppe = 20 Kinder). Bei über 2 Jährigen (in Thüringen sind das dann schon Kindergartenkinder) sind es 18 Kinder und in der Kernzeit (ca. 8 bis 15 Uhr) sind meistens 2 Erzieherinnen da (außer bei Krankheit oder Urlaub).

Sollte die Krippe wirklich ernst machen und deinen Sohn rausschmeißen wollen, wende dich an den Träger der Einrichtung oder an das Jugendamt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die das nicht einfach so machen können. Ein 20 Monate altes Kind kann doch noch nicht für seine "Taten" verantwortlich gemacht werden.

Ich wünsch dir alles Gute und starke Nerven.

Liebe Grüße

Kathrin

Beitrag von jamey 17.08.07 - 10:44 Uhr

puh.. ich kenne auch kein kind das aus dem kiga fliegt. ist hart. aber ich kenn ein kind, dass auch gebissen wird: meins. du, das sind wirklich schlimme verletzungen, blutunterlaufen, man sieht alles zähne des beißers, manchmal hat sich so ein biss schon entzündet. die kindergärtnerinnen können nicht jede minute auf die beißer achten, also, es bleibt irgendwie an dir hängen, leider.

versuch auf ihn einzuwirken, erklär ihm was alles passiert, wie weh das tut, zeige ihm andere möglichkeiten auf sich anders zu verhalten. die kleinen können halt nicht sagen wenn ihnen die nähe der größeren zuviel wird, meiner schubst dann die kinder leicht weg oder patscht nach ihnen - auch nicht i.o. ich versuch mein bestes daheim. aber er kann halt noch nicht sagen "lass mich". und die größeren verstehen die reaktionen der kleinen nicht und werten das alles als angriff. schwierig.

versuche beide seiten zu verstehn, versuch irgendwie deinen sohn zu beeinflussen...

viel glück.

lg

Beitrag von triene_82 17.08.07 - 10:51 Uhr

Hallo,

ich kenn das ganze von beiden Seiten. Kevin hatte ein Phase in der er selbst gebissen hat und er ist auch schon gebissen worden und man hat ebenfalls alle Zähne gesehen und es war richtig blau. Wenn mir seine Erzieherin beim Abholen gesagt hat, er hat heute wieder gebissen, konnte ich das im großen und ganzen nur zur Kenntnis nehmen und hab dann nachmittags auf dem Spielplatz noch mehr darauf geachtet. Aber man fühlt sich in dem Moment recht hilflos. Man kann seinem Kind ja schlecht einen Maulkorb anlegen und von anderen Kindern isolieren bringt in dem Fall auch nicht den gewünschten Effekt. So lernen sie es ja nicht.

Leider ist es so, dass es nicht viel bringt, wenn ich ihm hinterher zuhause erkläre, dass man das nicht macht. Da fehlt ihm dann einfach der Bezug zu seiner Tat. Ich finde schon, dass er zum großen Teil in der Verantwortung der Erzieherin liegt, sofort auf das Kind einzuwirken und zu erklären, dass das weh tut! Ich finde, sowas sollte immer direkt im Anschluß an die Situation geklärt werden.

LG Kathrin

Beitrag von jamey 17.08.07 - 11:08 Uhr

klar sollte es im anschluß an die situation erklärt werden, aber bei den vielen kindern können die erzieherinnen ihre augen nicht überall haben. sie können was sagen, aber sie können nicht 20 kinder erziehen. wird schon werden. rede sachlich mit ihm, erklär ihm dass er rausfliegt und was das für konsequenzen für euch hat... mehr kannst du wohl nicht tun.

Beitrag von suse310_0 17.08.07 - 10:57 Uhr

Hallo,
Also ich kann mich meiner Vorrednerin (Jamey) nur anschließen.

Auch mein Kind (16 Monate) wurde mehrfach gebissen im Kindergarten. Einmal hat sich der Finger derart entzündet, dass er im Krankenhaus operriert werden mußte (!!!!). Ihm drohte sogar die Amputation. Insofern kann ich mal (!) beißen verstehen, aber ständiges nicht tollerieren.

Auch ich habe Gespräche in der Kita mit den Erzieherinnen geführt und bin der Meinung, dass - und zwar wenn es ständig passiert - die Mutter abklären lassen sollte, woher das kommt und wo die Ursache liegt. Weder ich noch mein Mann haben im Kindesalter gebissen und auch in unserer Gruppe (Kindergarten Berlin/Friedrichshain) gibt es nur "ein Beißkind". Es ist also völliger Blödsinn, wenn behauptet wird: Das ist in dem Alter normal!
Bitte verstehe mich nicht falsch, aber wenn Du Kinder liebst, dann solltest Du Deinem Kind und allen anderen zuliebe das vor vom Kinderarzt ansprechen. Ansonsten sollte man ihn m.E. immer wieder darauf aufmerksam machen, dass das keine Art der Kommunikation ist. Wenn mein Kind sowas machen würde, wäre ich sofort beim Kinderarzt als ersten Ansprechpartner.

Alles Gute für Euch,

Suse

Beitrag von kaetzchen0112 17.08.07 - 11:53 Uhr

oh gott, ja das ist schlimm, aber versteh mich jetzt nicht falsch, aber unser kleiner beißt ja nicht immer! er weiss halt nicht wie er sich ausdrücken soll. scheinbar macht es den eindruck als würden wir das tollerieren! TUN WIR ABER NICHT!! mein mann hat in dem alter wohl auch gebissen. das war ne zeitlang so, dann gab es sich von allein. Denniz hat auch noch kein kind so fest gebissen, dass es sich entzündet hat oder sonst was in der art! klar ist das nicht zu tollerieren, gar keine frage. Wie soll ich aber eingreifen wenn ich gar nicht direkt dabei bin? Zuhause macht er das nicht! Wir setzen uns zwar zuhause mit ihm hin und versuchen es ihm nochmal zu erklären das das nicht geht, das andern weh tut und er nicht beißen darf! aber in der direkten situation bin ich nicht dabei und kann somit nicht handeln! Verstehst du meine zwickmühle?

wir haben den termin ja gemacht beim ka. da ferien waren, mussten wir etwas warten bis was frei war.

Beitrag von marinette 17.08.07 - 11:51 Uhr

Hallo Kathie!

#kratz Hm, aus der Kita schmeißen... Geht das überhaupt?
Na gut er ist noch keine 3 mit dem Anspruch auf einen Kindergartenplatz kann man den also nicht kommen. Aber ich kenne es nur so, dass Eltern eine Alternative angeboten wird.
In Eurem Fall habe ich da spontan an eine reine Krippengruppe gedacht.

Du schreibst ja, dass Denniz zu Hause und auch auf dem Spielplatz konzentrierter ist und sich Kindern gegenüber ganz anders verhält.
Ich würde vermuten, dass er in der Gruppe einfach überfordert ist. Was ich ganz gut nachvollziehen kann. 20 Kinder, davon 12 über 3, da herrscht Trubel, der Geräuschpegel ist enorm und unmengen von Reizen prasseln auf ihn nieder.

Es gibt durchaus Kinder, die dies zunächst nicht verarbeiten können. Viele Kinder reagieren daraufhin mit Trennungsangst oder Zurückhaltung, andere reagieren aber auch aggressiv. In Situationen in denen er sich eigendlich anders verhalten würde, reagiert er nun mit beißen, weil er sich einfach überfordert fühlt.

Ich finde es allerdings schon bedenklich, dass die Erzieherinnen da gleich den Kopf in den Sand stecken.
Ein Gespräch ist vielleicht aber nicht verkehrt. So könnt ihr in aller Ruhe darüber sprechen, sie können Dir erzählen in welchen Situationen das überhaupt passiert (bei Konflikten, oder einfach nur so aus "Spaß) und vielleicht klärt sich ja auch diese "Rausschmissdrohung" .... Kann ich mir nämlich immer noch nicht vorstellen.

Gäbe es bei Euch in der Nähe denn die Möglichkeit die Einrichtung zu wechseln?

LG
Tanja

Beitrag von babybaer4 17.08.07 - 12:25 Uhr

Hallo,

also ich würde erstmal zum Kinderarzt und ich denke einfach das es völlig normal ist,das manche Kinder in dem alter beißen.Zumal er auch gerade in eine neue Situation gekommen ist.
Sieht es der Kinderarzt genauso,soll er dir etwas Schriftliches mitgeben,das dein Sohn "normal "ist.
Dann suche das Gespräch mit der Erzieherin und denkt Euch etwas gemeinsames aus ,wie ihr das beißen in den Griff bekommt.
Sonst viele mir noch das Jugendamt ein,die Euch eventuell finanziel Unterstützen kann ,wenn das Einkommen zu gering ist,für eine Tagesmutter.

Lg Sabine

Beitrag von inajk 17.08.07 - 12:46 Uhr

Was habt ihr nur immer mit Kinderarzt? Das hier ist kein medizinisches Problem, da kann der Kinderarzt gar nichts drueber sagen! Es geht um ein Verhaltensproblem. Dafuer ist er schlicht nicht ausgebildet. Selbst eine (fundierte) Diagnose ADHS koennen Kinderaerzte nicht abgeben (wenn sie dafuer nicht ne Zusatzausbildung haben). Und das hier hat ja mit ADHS erstmal nichts zu tun.
Also: Ich wuerde mich an eine Erziehungsberatungsstelle wenden. Da gibt es Leute die ausgebildet sind und Erfahrung haben mit solchen Problemen. Gerade auch wenn es um Verhaltensunterschiede geht, also zu Hause anders als in der Kita.
Fuehrt jetzt vvielleicht etwas weit, aber ich kann ja mal sagen, was ich in so nem Fall machen wuerde (ich arbeite in dem Bereich): Ich wuerde die in der Kita bitten, mal ne Videokamera mitlaufen zu lassen und das aufzunehmen, also Situationen in denen er andere beisst. Und auch Aufnahmen machen von SPielsituationen zu Hause oder auf dem Spielplatz. Dann kann man das analysieren und schauen, was die Unterschiede sind, also warum und in welchen Situationen er beisst. Ist es ein Zeichen von Ueberforderung? Von zuviel Reizen, zuviel Chaos? Oder ist er gewoehnt seinen Willen zu kriegen, und beisst wenn er den in der Kita eben nicht kriegt? Oder, oder oder...
Auf diese Weise kriegt man raus was los ist, und kann dann entsprechend reagieren, zu Hause und in der Kita.

Was ich jedenfalls nicht maxchen wuerde ist, die Erzieherin einfach als unfaehig verdammen. Dies ist euer gemeinsames Problem, und ihr koennt es nur gemeinsam loesen, nicht durch gegenseitige Schuldzuweisungen.

Viel Erfolg!
LG
Ina

Beitrag von zicke250975 17.08.07 - 12:46 Uhr

Hallo Kathie,

also erstmal bin ich zwar kein Experte, kenne mich aber auf diesem Gebiet ein wenig aus, weil ich mich viel damit auseinander setzten mußte ! Hab mal Padagogik angefangen zu studieren 4 Semester und 2 soziale Kinderjahre gemacht ...

Kinder bis 3 Jahren dürfen nicht aus den genannten Gründen aus der Kita geworfen werden! Sie sind ja noch voll in Ihrer sozialen Entwicklung, es müssen erst noch lernen was Recht und Unrecht ist.
Erst ab einem Alter ab 3 Jahren und extremen !!!Verhaltensauffälligkeiten darf ein Kind geprüft werden, ob es schon für einen Kiga geeignet ist. Dann darf es auch 1 jahr zurückgesetzt werden.
Das was Du über Deinen Kleinen erzählst ist eine relativ normal Entwicklung ! Du hast eben ein sehr lebendiges und neugieriges Kind.
Mit dem Beißen ist natürlich nicht so schön, aber aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, das hört wieder auf !
Sobald er versucht zu beißen mußt Du Ihm sehr bestimmend erklären, das man sowas nicht macht und es dem gegenüber weh tut. Andere Möglichkeiten gibt´s da nicht. Nach ein paar Tagen / Wochen läßt das von alleine nach ! Eventuell sind auch Zähne im Anmarsch , dann fangen Kleinkinder auch schonmal das beißen an...
Wie fast alles , ist auch das nur eine Phase die sich wieder gibt !
Mit diesem Wissen, sollte die Betreuungsperson eigentlich etwas mehr auf Deinen Sohn achten, um das schlimmste zu vermeiden.
Nach so kurzer Zeit, kann die Kindergartentante gar nicht feststellen, ob Dein Sohn hyperaktiv ist!!!
Laß Dir nichts einreden, und such das Gespräch mit der Leitung der Kita und mit Deinem KIA!

Alles Gute für Dich und den kleine Mann#liebdrueck

LG

Zicke

Beitrag von susannewerner1 17.08.07 - 13:03 Uhr

Hallo Kathie,

das finde ich ja wieder mal die absolute Höhe. Nur weil ein Kind sehr aktiv und quirlig ist, soll es gleich hyperaktiv sein. :-[

Zudem finde ich 8 Grippenkinder und 12 Kindergartenkinder ja auch viel zu viel für eine Erzieherin. Da hätte ich als Mutter kein gutes Gefühl. Offensichtlich scheint die Erzieherin aber überfordert zu sein. Und dann geht sie natürlich den für sich einfachsten Weg, indem sie dann mal ein Kind, welches vielleicht ein bischen anstrengender als andere ist, aus der Gruppe zu entlassen.

Ich kann Dir gut nachempfinden. Bei uns ist es wie folgt:

Konstantin ist auch sehr qurilig, ein richtiger Wirbelwind. Er will immer raufen und kämpfen. Das macht er immer mit seinem Papa und Onkel. Leider kann er noch nicht so recht verstehen, dass die anderen Kinder seines Alters das oft nicht mögen. Und so gab es jetzt auch in meinem privaten Umfeld Streß.
(Konstantin geht bisher noch nicht in eine Grippe)

Wir treffen uns immer mit anderen Müttern (aus dem Geburtsvorbereitungskurs) und Konstantin ist zwar der Jüngste, aber der Stärkste. Er will, wie gesagt oft raufen. Die Mädel's mögen das nicht, wehren sich aber nicht und so gehe ich immer dazwischen. Ich will ja nicht, das etwas passiert.
Aber der eine Junge haut und tritt immer nach Konstantin. Auch wenn Konstantin ihn einfach nur mal umarmen möchte und ein Kussi geben möchte.

Jetzt wird mein Kind auch als hyperaktiv dargestellt, was vielleicht ADS haben könnte. :-[ Zudem meinte nun die eine Mutter, dass ich unbedingt mal eine Mutter-Kind-Kur bräuchte, da mein Kind ja sehr anstrengend sein #heul
und die andere Mutter meinte nun, ihr Sohn würde ja nur hauen und treten, weil er Konstantin's Übergriffe nicht mag. #heul
Aber der Junge hat vorher schon immer gehauen und getreten. :-[
Einmal hat Konstantin diesen anderen Jungen gebissen, weil dieser ihm den Finger in den Mund gesteckt hatte. Daher nehme ich an, war das einfach ein Reflex. Denn er hat es nie wieder einfach so getan.

Ich bin nun auch seit Tagen unglücklich an dieser Situation und werde wohl am kommenden Dienstag mit den Müttern mal reden müssen. Denn wenn es gegen mein Kind geht, dann geht es auch gegen mich. Mir sitzt dieser dicke Kloß einfach im Hals.

Ich habe da auch mal mit meiner Mutter, Schwiegermutter und einer Freundin drüber gesprochen, weil ich erst dachte, dass ich vielleicht ein bischenempfindlich sei. Aber alle drei bestätigen mir meine Reaktion. Zumal ADS /ADHS (Hyperaktivität) ja auch vererbbar ist. Folgedessen müsste ja entweder mein Mann oder ich es auch haben. Ausserdem meinte meine Freundin, hätte der KiA schon längst mal etwas in diese Richtung gesagt.

Mich würde aber mal das Ergebnis nächste Woche von Euch interessieren. Vielleicht magst Du mich ja über meine VK noch mal auf dem laufenden halten ???

Ich drücke Dir ganz doll die Daumen und Du wirst sehen, Dein Kind ist ganz normal.

Toi, toi, toi

Alles Liebe

Susanne #klee

Beitrag von kaetzchen0112 17.08.07 - 13:23 Uhr

hallo susanne,

ich kann dir schon mal sagen, dass ich eben ein Telefongespräch mit der Leiterin der KITa hatte. Die sagte, dass Denniz natürlich erstmal bleiben könne. Man müsse es eben erstmal weiter beobachten, vorallem weil er 4 wochen hin ging, dann 2 wochen ferien waren und jetzt erst wieder eine woche geht. Heute mittag um vier uhr haben wir ein klärendes gespräch. Ich bin gespannt was dabei raus kommt. Ich denke auch, das das mit dem beissen eine phase ist und vorallem das es schnell aufhört. hab ne süsse idee gelesen, wenn mein kleiner nochmal beißen sollte, werde ich dem betroffenen kind eine kleine entschuldigung in form von gummibärchen oder so und nem zettel sorry das ich dich gebissen habe ins fach legen! ich werde dir bescheid geben, wenn das gespräch vorüber ist.

Beitrag von susannewerner1 17.08.07 - 13:31 Uhr

Hallo,

ja, das wäre lieb. Interssiert mich eben einfach, auch wenn es mich ja nicht betrifft, da Konstantin ja in keine Grippe geht.

Aber mir fällt z.B. ein, dass meine Schwägerin im Kindergarten auch immer gebissen hat. Sie wurde nur "Zwiebel" genannt. Sie kann sich aber daran erinnern, dass sie immer nur gebissen hat, wenn sie in die Enge getrieben wurde. Sie konnte sich offensichtlich nicht anders wehren.

Ich fand daher den einen Beitrag einer Urbianerin ganz gut, dass Ganze evtl. mal mit einer Videokamera zu beobachten.

Natürlich ist beißen nicht toll. Wer will schon, dass sein Kind beißt oder gebissen wird. Aber vielleicht wehrt sich Dein Kleiner auch nur und kann sich auch nicht anders helfen.

Bin mal gespannt, was bei Eurer Geschichte rauskommt.

Alles Gute

Susann #klee

Beitrag von kaetzchen0112 17.08.07 - 20:43 Uhr

hallo nochmal,

also die leiterin hat sich heute echt super viel zeit für uns genommen. Mein mann war mit. Sie sagt auch, das er noch nicht lange genug dabei ist und sie das weiter beobachten wollen. Eine Erzieherin wird jetzt abgestellt die sich ne zeitlang konkret um denniz kümmert um ihm die Eingewöhnung leichter zu machen. Wir hoffen alle das er sich nun endlich einlebt und das böse beissen dann aufhört.
die nächsten ein bis zwei monate werden es dann zeigen, wenns bis dahin nicht aufhört, muss man weiter überlegen. Ich denke dann nehmen wir ihn aber selbst raus, denn das ist ja keine endlösung das thema vor sich her zu schieben und immer nur zu reden und zu hoffen das es aufhört. Aber daran will ich natürlich nicht denken, denn ich hoffe sehr wohl wenn jetzt alle an einem strang ziehen, dass es sich dann gibt.

vlg kathie mit denniz der nun endlich friedlich in seinem bettchen schlummert

Beitrag von susannewerner1 18.08.07 - 10:06 Uhr

Hallo kathie,

na, das finde ich ja ert mal eine gute Lösung. Vor allen Dingen, das eine Erzieherin jetzt nur mal für Ddenniz da ist und ihm die Eingewöhnung erleichtert.

Daran sieht man doch aber wieder mal, dass ein Kind nicht einfach ohne Grund beißt. Finde ich echt gut, dass die das Thema so ernst nehmen.

Dann wünsche ich Euch alles Gute und viel Erfolg.

#sonne ige Grüße

Susanne #klee

Beitrag von diana.rudnik 18.08.07 - 14:07 Uhr

hallo kathie und denniz,

nun will ich auch mal mein #bla hier dazu geben.
mein bruno ist jetzt 27 monate und auch sehr quirlig. ich denke er wird sich zu seinem denniz nicht viel nehmen.
bruno geht jetzt seit oktober 05 in die krippe. allerdings ist das eine reine krippengruppe. die kinder sind alle im alter von mitttlerweile 20 bis 27 monaten. anfangs wurde er von anderen kindern gebissen. wir haben damals, als das öfter vorkam uns hingesetzt und darüber gesprochen. also die kitaleitung, die erzieherinnen und die betroffenen eltern. haben das ausdiskutiert. die beiden kinder die damals immer gebissen haben hatten probleme die ganzen eindrücke zu verarbeiten. die neuen vielen kinder, die neuen räume, jedes kind reagiert anders auf kinder, die neuen regeln (ganz anders als zu hause). das kann echt ein stress sein für ein kleines kind. aber da müssen kinder auch durch, bin ich der meinung. unsere erzieher gehen von anfang an immer dazwischen, erklären den beiden kindern, was passiert ist und das man das nicht macht. und er beisser muß sich bei dem anderen kind entschuldigen. mittlerweile wissen die kinder das so genau, das sie sich schon von alleine entschuldigen, wenn sie einem anderen kind weh getan haben. wie gesagt wir betroffenen haben darüber geredet und hinterher konnten wir alles besser damit umgehen.

was meinen bruno betrifft, so hat er immer noch die "macke", wenn ich oder mein mann ihn abholen, nimmer er sich das erstbeste kind und schubst oder gibt einen klapps weiter. darüber haben wir auch mit der erzieherin geredet und sind dahinter gekommen, das es einfach nur eifersucht ist. bruno möchte einfach nicht, wenn wir kommen das wir andere kinder angucken bzw. anfassen (obwohl wir das ja sowieso nciht machen, weil wir wollen ja ihn abholen), aber so ein kleiner fratz versteht das ja nicht. die anderen kinder kenne ein ja mittlerweile auch und wollen auch nur hallo sagen und bruno hat halt einfach angst, das die anderen kinder ihm mama und papa wegnehmen wollen. seine angst und eifersucht kann er im moment nicht anders ausdrücken als über schubsen bzw klappsen. wir nehmen ihn dann immer zur seite und sagen ihm das das jetzt nict richtig wahr und das er keine angst haben muss, wir wollen nur ihn. er geht dann von alleine zu dem betrofffenen kind und entschuldigt sich. das wiederum ist total niedlich.

im übrigen hatten wir mit bruno eine vierwöchige eingewöhnungszeit in der krippe. davon bin ich zwei wochen komplett mit in der gruppe gewesen. habt ihr sowas auch gemacht.?

ich denke auch das denniz eher überfordert ist mit der ganzen situation in der gruppe. haben ja einige hier auch schon gepostet.

mach dich nicht verrückt, dein kind ist definitiv nicht hyperaktiv. er braucht zeit um mit der neuen situation zurecht zu kommen und bestimmt auch etwas mehr einfühlungsvermögen von der/ den erzieherinnen. normal sollten sie das wissen, wenn sie sich erzieherinnen nennen dürfen.

kopf hoch und alles gute für euch

lg diana